Haydns Streichquartette

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    • Eine interessante Einspielung von op. 76 hat das polnische Wilanów Quartet vor 2 Jahren vorgelegt. In der einzigen Kritik, die ich finden konnte (-> hier), kommt sie nicht sonderlich gut weg. Allerdings halte ich es für verfehlt, eine Aufnahme dafür zu kritisieren, dass ihr vieles fehlt, das es bei der Konkurrenz zu hören gibt. Wäre sie so wie die anderen, wäre sie ja überflüssig. Ich möchte daher positiv umformulieren. Die Aufnahme zeichnet sich durch gemäßigte Tempi und eine gewisse Nüchternheit aus, was der Musik eine profunde Tiefe und Ernsthaftigkeit verleiht, die der Größe dieser Werke sehr gut zu Gesicht steht. Der Verzicht auf allzu viel Verspieltheit und das eher kompakte, denn auf letzte Transparenz angelegte Ensemblespiel lenken die Aufmerksamkeit auf die bisweilen stampfende Motorik, was dem Ganzen einen fast futuristischen Anstrich verleiht. Besonders Auffällig ist das in der Durchführung des 1. Satzes von Nr. 1 (oder auch im Scherzo von Nr. 2); so habe ich das vorher noch nicht gehört. Mit gefällt diese GA von op. 76 als Alternative sehr gut und wenn ich meinen persönlichen Maßstab für die Qualität einer Interpretation anlege, nämlich den Wunsch, sie immer und immer wieder hören zu wollen, ist sie mir sogar die liebste.

      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Wahrlich rosige Zeiten sind das für Haydn-Maniacs. Neben den von Peter schon gezeigten 4 Gesamteinspielungen (Kodály, Buchberger, Angeles, Aeolian) gibt es noch die bislang nur auf Einzel-CDs verteilt erhältlichen von Tatrai, Auryn und Festetics, sowie die Pinoniertat, die sich Dekany und Fine Arts geteilt haben, letztere momentan nur in einer begrenzten Auswahl auf CD erhältich.
      Jetzt hat Arcana die Aufnahmen des Quatuor Festetics (mit István Kertész als Primarius) ebenfalls als Box aufgelegt. Auf 19 CDs gibt es alle Quartette ab op. 9 im Originalklang zu hören.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Original von Cetay


      Wahrlich rosige Zeiten sind das für Haydn-Maniacs. Neben den von Peter schon gezeigten 4 Gesamteinspielungen (Kodály, Buchberger, Angeles, Aeolian) gibt es noch die bislang nur auf Einzel-CDs verteilt erhältlichen von Tatrai, Auryn und Festetics, sowie die Pinoniertat, die sich Dekany und Fine Arts geteilt haben, letztere momentan nur in einer begrenzten Auswahl auf CD erhältich.
      Jetzt hat Arcana die Aufnahmen des Quatuor Festetics (mit István Kertész als Primarius) ebenfalls als Box aufgelegt. Auf 19 CDs gibt es alle Quartette ab op. 9 im Originalklang zu hören.


      aber erst nach 18. Nov.2014 :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von Cetay
      . . . sowie die Pinoniertat, die sich Dekany und Fine Arts geteilt haben, letztere momentan nur in einer begrenzten Auswahl auf CD erhältich.


      Lieber Cetay,
      ich besitze seit Jahrzehnten eine Vox-LP-Box mit den Quartettzyklen op.50, op.64, op.74 und op.76, bereits in Stereo aufgenommen, sind diese in die oben erwähnte Gesamtaufnahme von Arcana eingeflossen?

      Gruß Amadé
    • Original von Amadé
      Original von Cetay
      . . . sowie die Pinoniertat, die sich Dekany und Fine Arts geteilt haben, letztere momentan nur in einer begrenzten Auswahl auf CD erhältich.


      Lieber Cetay,
      ich besitze seit Jahrzehnten eine Vox-LP-Box mit den Quartettzyklen op.50, op.64, op.74 und op.76, bereits in Stereo aufgenommen, sind diese in die oben erwähnte Gesamtaufnahme von Arcana eingeflossen?

      Gruß Amadé


      Nein, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt? Die Arcana-GA wird ausschließlich vom Quatuor Festetics bestritten.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Original von Amadé
      Original von Cetay
      . . . sowie die Pinoniertat, die sich Dekany und Fine Arts geteilt haben, letztere momentan nur in einer begrenzten Auswahl auf CD erhältich.


      Lieber Cetay,
      ich besitze seit Jahrzehnten eine Vox-LP-Box mit den Quartettzyklen op.50, op.64, op.74 und op.76, bereits in Stereo aufgenommen, sind diese in die oben erwähnte Gesamtaufnahme von Arcana eingeflossen?

      Gruß Amadé



      Mittlerweile gibt es den Zyklus wieder komplett, zumindest als MP3-"Album". Die Reihenfolge ist chronologisch, Quartett-Arrangements anderer Werke und Quartette von zweifelhafter Autorenschaft wurden angehängt. Die ursprünglichen 3LP-Veröffentlichungen verraten, wer was spielt:
      • Vol I: Op. 1, Nos. 1-2; Op. 20, Nos. 1-6 -- Dekany Quartet. Vox SVBX 555
      • Vol II: Op. 33, Nos. 1-6; Op. 1, No. 3, 4, 6 -- Dekany Quartet. Vox SVBX 556
      • Vol III: Op. 54, Nos. 1-3; Op. 55, Nos. 1-3; Op. 42 -- Dekany Quartet. Vox SVBX 559
      • Vol IV: Op. 17, Nos. 1-6; Op. 77, Nos. 1-2 -- Dekany Quartet. Vox SVBX 561
      • Vol V: Op. 2, Nos. 1-4; Op. 71, Nos. 1-3 -- Dekany Quartet, Vox SVBX 562
      • Vol VI: Op. 9, Nos. 1-6; Op. 51 "7 letzte Worte" -- Dekany Quartet. Vox LP SVBX 563
      • Vol VII: Op. 50, Nos. 1-6; Op. 103 -- Fine Arts Quartet. Vox SVBX 595
      • Vol VIII: Op. 76, Nos. 1-6 -- Fine Arts Quartet. Vox SVBX 596
      • Vol IX: Op. 64, Nos. 1-6; Op. 2, Nos. 5, 6; Divertimento Op. "0" -- Fine Arts Quartet
      • Vol X: Op. 74, Nos. 1-3; Op. 3, Nos. 1-6 -- Fine Arts Quartet. Vox SVBX 598
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Ich muss gestehen, shame on me, dass Haydn bei mir immer viel zu kurz gekommen ist. Allerdings hätte ich schon gerne mal eine seiner vielen Opern auf der Bühne erleben mögen. Aber die Intendanten scheinen meine Vorbehalte/Vorurteile zu teilen. Shame on them. :D

      Obwohl immer wieder mal Haydn gehört, platzte der Knoten erst vor kurzem. Die Klaviersonaten v.a., aber nun auch die Kammermusik. (Die stellte ein Freund vor kurzem noch einmal nachdrücklich vor.) Da mein CD-Regal aufgrund der Vorbehalte recht spärlich mit ihm ausgestattet ist, konnte ich zunächst nur diese CD hören:



      Aus den 50iger Jahren stammt diese Aufnahme von op.74, Nr.1. OK, das ist nicht HIP oder ähnliches. Aber ich bin trotzdem schlichtweg begeistert. Zunächst ist da schlichtweg die Schönheit der Musik. Aber das allein würde mich noch nicht zu Haydn bekehren. Gibt's von anderen schließlich auch. ;)

      Nein, es ist wohl eher die Rasanz mit der die Empfindungen wechseln und ihre Gleichzeitigkeit (hier für mich wunderbar vom Amadeus-Quartett wiedergegeben) und auch die leichte Ironie und Distanz, die über allem liegt. Als würde sich der Komponist beim Schreiben intensivster Gefühle gleichzeitig über die Schulter schauen und verständnisvoll zuzwinkern.

      Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Amadeus-Quartett für heutige Ohren sogar relativ betulich klingt und der Witz und die Ironie, aber auch die Schattenseiten heutzutage noch greller, intensiver, 'härter' dargestellt werden (können). Mal sehen. Noch'n Komponist, mit dem ich mich mehr befassen muss und werde.

      :hello Falstaff
    • David Hurwitz schrieb:

      These quartets, Haydn's last great quartet collection, represent a peak of musical achievement that may have been equaled, but has never been surpassed. Haydn invented the string quartet way back in the 1750s, and by the time he came to write these works some 40 years later, his mastery was so natural and effortless that it's hardly noticeable. All you hear are the great tunes, dramatic surprises, fresh rhythms, and ever-new string textures.
      Man muss mit H nicht immer einer Meinung sein, aber sein Testimonial zu Opus 76 (Hob. III:75-80) kann und soll genau so stehen bleiben. Für mich ist die Sammlung der Erdödy-Quartette Perfektion in Vollendung. Wie hier mit ökonomischen Mitteln eine unendlich erscheinende Vielfalt in allen musikalischen Parametern geboten wird, ist einmalig.

      Anhänger des teutonischen Titanen mögen hier widersprechen, aber ich frage mich schon immer, woher Beethovens Quartette den musikhistorischen Rang als Gipfel eigentlich haben. Man sagt, die Genialität von Beethoven hätte darin bestanden, dass er Begrenzungen der Form zugunsten einer vorher nie dagewesenen Ausdrucksvielfalt und Tiefe überwunden hätte. Das stimmt in doppelter Hinsicht nicht. Zum einen gab es eine verbindliche Form zu Beethovens Zeiten noch gar nicht -die Sonatenform wurde erstmalig im Todesjahr von Beethoven als theoretisches Modell dargelegt und zwar durch den analytischen Rückblick auf seine frühen Klaviersonaten, die wiederum an Haydn anknüpften-, zum anderen hat Haydn Beethovens Tiefgang nicht "vorweggenommen" -er war kein Hellseher- sondern Beethoven hat Haydn nachgeahmt und dass er für seine langsamen Sätze dreimal solange gebraucht hat wie sein Vorbild, spricht nicht für sondern gegen ihn. Mehr Tiefgründigkeit als Haydn in das Largo von Opus 76 Nr. 5 gepackt geht einfach nicht. Punkt!

      Opus 76 ist für mich so etwas wie ein Lebenselixier geworden. Keine Werkgruppe habe ich öfters gehört und auf keine könnte ich weniger verzichten. Dementsprechend haben sich viele unterschiedliche Interpretationen in meinem Hörfundus angesammelt und ich kann konstatieren: Diese Werke kann man nicht schlecht interpretieren. Opus 76 scheint eine Art Katalysator zu sein, der die individuellen Charakteristika der interpretierenden Ensembles deutlich zum Vorschein bringt, aber von diesen selbst völlig unberührt bleibt. Das macht einen Großteil der Faszination aus. Am wenigsten gefallen mir die alten Aufnahmen mit dem Fine Arts Quartet und dem Schneider Quartet. Diese gemächlichen und aufgedickten Lesearten sind heute einfach antiquiert. Auch das recht hölzern zu Werk gehende Kodály Quartet will mir nicht recht zusagen. Aber wie gesagt, selbst mit den Schlusslichtern macht man nicht wirklich etwas falsch. Wenn sich das Nase rümpfen gelegt hat und die Augenbrauen wieder in Normalposition sind, ist man drin im Haydn-Kosmos und vergisst die "Mängel". Den Einspielungen des Alban Berg Quartett, Angeles String Quartet, Budapest String Quartet und des Tackás Quartet mangelt es an nichts, aber das ist in diesem Konkurrenzumfeld zu wenig. Einen individuelleren Zugriff bieten das Aeolian Quartet (klangschöne Wärme), das Buchberger Quartett (HIP auf modernen Instrumenten) und das Quatour Festetics an. Die letztgenannten sollten mit ihrem konsequenten HIP-Zugriff eigentlich erste Wahl sein, lassen mich aber streckenweise seltsam kalt. In die Oberliga, wo jeder mit individuellen Stärken aufwartet, stoßen wir mit den Ensembles Quatuor Mosaïques (transparent und mit klarer Linienführung), Tátrai Quartet (homogen und idiomatisch), The Lindsays (akzentuiert und rhythmisch prägnant) und dem weiter oben besprochenen Wilanow Quartet vor. Wenn es nun eine Gruppe gäbe, die alle diese Stärken vereint, müsste die ideale Interpretation gefunden sein.

      Es gibt sie und sie nennt sich Tokyo String Quartet. Man lasse sich nicht davon in die Irre führen, dass diese Combo umstrittene Beethoven- und Mozart-Interpretationen abgeliefert hat. Bei ihrem Haydn stimmt alles, unabhängig von Fragen wie historische oder konventionelle Aufführungspraxis und traditionelle oder moderne Interpretation. Dieser Geniestreich sitzt ganz genau in der Mitte und ist abgesehen von dem etwas schmalzigen Spiel des Primarius in den langsamen Sätzen ohne Fehl und Tadel. Vor allem die berüchtigten Menuette, die anderswo entweder indifferent -weil die Interpreten nichts damit anfangen können- oder gewollt -als ob sie es nötig hätten- interpretiert werden, kommen hier ganz selbstverständlich mit inwendiger Tiefe und Gewicht daher - allein dafür hat der Zyklus den Thron verdient. Eine solch unanfechtbare Allround-Aufnahme kann nur von einem absoluten Spezialisten-Team geschlagen werden.

      Und das gibt es. Ich kann nur jedem Freund (und jeder Freundin) der Streichquartett-Gattung nahelegen, sich unbedingt wenigstens einmal die Einspielung mit dem Quatuor Elysée zu Gemüt zu führen. Das ist Quartett-Spiel von einem anderen Planten. Leider hat diese Truppe, die aus Mitgliedern der französischen und der russischen Schule rekrutiert wurde, nie den Durchbruch geschafft und ihre Haydn-Platte wurde von der Kritik schlichtweg übersehen. Es gibt nichts dazu finden, außer bei Richard Wigmore, der sie in seinem Haydn Pocket-Guide als Referenzaufnahme zu Opus 76 ausweist. Leicht zu verdauen ist das nicht. Hier wird wirklich jede Phrase zu einem Ereignis, es wird gedehnt, gestaucht, gezerrt und verziert, klanglich ist vom schönsten Goldton der Violine bis zu betont hässlicher Schwärze des Cellos alles vorhanden - auch mal gleichzeitig. Kontraste werden regelrecht brutal ausgespielt, Rubati und extreme Dynamiksprünge gibt es reichlich, Homogenität wird nicht angestrebt - hier sind vier Individuen am Werk, die kein vernünftiges Gespräch führen, sondern irgendwie versuchen, sich zusammenzuraufen. Stellenweise kämpfen sie sich regelrecht durch diese Werke - das ist Stuhlkante so weit nach vorne gebeugt, dass die Köpfe aneinanderstoßen. Aber: bei allem, was diese Truppe anstellt, habe ich immer das Gefühl, dass das im Dienst des Werks steht. Die Elysées stülpen dem Werk keine abstrusen Interpretations-Ideen über, sondern sie verstärken das Inwendige der Komposition maximal ohne deren Integrität anzutasten. Das ist atemberaubend.

      Ich könnte locker auf alle anderen Einspielungen verzichten, aber wenn ich mich zwischen Tokyo und Elysée entscheiden müsste, dann wäre das wie Folter. Die beiden markieren anhand derselben größten Werke der Gattung unterschiedlichste Grenzfälle dessen, was Streichquartett alles sein kann und gehören deshalb beide auf den Olymp. Weil die Elysées für konservative Gemüter vielleicht etwas anstrengend sein könnten (aber dies reichlich belohnen) gewinnen die Tokyoter im Photofinish.

      Edit: Beim erwähnten Largo muss es allerdings das Quatuor Elysée sein. Wie die Klänge mit dem Abstieg immer fahler werden, ist beklemmend und von niemandem sonst so umgesetzt worden. Ich wiederhole: Diese mit vielen einzigartigen Detaillösungen beeindruckende GA ist ein Must Hear.


      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Habe mir die Doppel-CD mit dem Quatuor Elysée vor einiger Zeit auf Cetays Rat angeschafft und Spaß an ihr gefunden, danke für den Tipp. Ein wenig entsetzt bin ich aber über die Unart des Cellisten, der nach vielen Satzschlüssen, mindestens aber bei jedem Werkende die Saiten seines Cellos nicht abdämpft. So klingt der letzte Ton sekundenlang, dabei leiser werdend, nach. Das hätte der Aufnahmeleiter sofort und die Quartettmitglieder beim Durchhören später merken müssen, um entsprechend zu reagieren. Hatte da keine kritische Ohren? Übrigens hört man das hier und da auch bei anderen Cellisten.

      Gruß Amadé
    • das kann durchaus auch Absicht sein. Ich erinnere mich an einen Quartettunterricht, in dem wir eine ganze Weile darüber diskutiert haben. Es gibt Argumente für beide Seiten. Bspw. enden Stücke ja nicht immer mit dem letzten Ton, manchmal ist auch noch eine Pause notiert. Oder beim Abdämpfen können auch ungewollte Geräusche entstehen.
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
    • Nicolas_Aine schrieb:

      das kann durchaus auch Absicht sein
      Gut, aber die Quartette, bei denen das so ist, sind doch weit in der Minderheit. Die Quartette op. 76, um die es hier geht, enden alle f oder ff, da finde ich es nicht angebracht. Auch schreibt Haydn keine zusätzliche Pause hinter den letzten Takt. Bei Schubert könnte es anders aussehen, die drei letzten Quartette enden alle ff bzw fff. Beim Streichquintett in C-Dur D.956, das eigentlich fff endet, schreibt der Komponist über das unisono-c ein Diminuendo plus einer Fermate. Da würde mich das kaum stören.
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