Klaviermusik für 2 Klaviere

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    • Klaviermusik für 2 Klaviere

      Hallo,

      wie bereits von Siamak im Thread Klaviermusik zu vier Händen - Unpopulär ? sind die Werke für 2 Klaviere deutlich beliebter als jene für vier Hände.

      Mich sprechen diese Werke auch sehr an und das Zusammenspiel zweier Pianisten an zwei Instrumenten hat auf mich einen besonderen Reiz.

      Eine meiner liebsten Aufnahmen ist diese:



      Eine der besten Aufnahmen mit Klaviermusik in meinem Bestand!

      Das Zusammenspiel von Demidenko und Alexeev ist einfach traumhaft!

      Dieser Thread ist für Werke für 2 Klaviere gedacht und zwar ohne entsprechende Konzerte mit Orchester!

      Mögt ihr diese "Gattung" ebenfalls? Welche Werke und Aufnahmen sind eure Favoriten?
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      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Klaviermusik für 2 Klaviere

      Hier mischen noch zwei Männer am Schlagzeug mit:



      Habe die CD gerade nach langer Zeit mal wieder eingeschoben. Ich habe zu allem Überfluß auch noch Argerichs ersten Versuch zusammen mit Kovacevich (Philips Duo 4465572).

      Gruß,

      Zelenka
    • hallo Sergejewitsch und Jan Dismas,

      beide platten sind absolute topscorer, ich habe sie auch schon längere zeit. den bartok/ravel habe ich mir übrigens in teheran gekauft ! da gibt es wirklich alles ! die haben z.b. die testament-reihe komplett ausgestellt ! fliege nächste woche wiedermal dorthin. 1001 nacht !

      gruß, siamak :engel
    • liebe freunde,

      ich möchte hier näher auf die medtner/rachmaninov-platte eingehen:

      nikolai medtner
      knight errant op. 58,2
      russischer rundtanz op. 58,1

      sergei rachmaninov
      suite nr. 2 op. 17
      russische rhapsodie op. posth.
      symphonische tänze op. 45

      dimitri alexeev & nikolai demidenko, pianos

      hyperion, DDD, aufn. 1993



      sämtliche hier eingespielte werke sind für zwei klaviere konzipiert. davon abgesehen, dass beide komponisten miteinander sehr befreundet waren, so gibt es auch musikalisch gemeinsamkeiten: polymelodik, exotische rhythmik, stark kontrapunktische konstruktionen. beide sind der spätromantik verpflichtet. die bedeutendsten schöpfungen sind rachmaninovs 2. suite f. zwei klaviere (alexander goldenweiser gewidmet) und quasi seine letzte komposition ('mein letzter funke'), die symphonischen tänze. zwar wurden die tänze für eugene ormandy und seinem philadelphia orchestra geschrieben, aber zunächst erschienen sie als version f. zwei klaviere, so dass meiner meinung nach dieses werk auf den flügeln viel reichhaltiger wirkt als mit orchester.

      dimitri alexeev und nikolai medtner sind beide schüler dimitri bashkirovs (petersburger und moskauer konservatorium) gewesen, so dass sie mit ihren fähigkeiten für obige komponisten prädestiniert sind: kunst des singens, ehernes technisches rüstzeug, 'russische seele'. beide komponisten haben immer wieder ihr ausgeprägtes heimweh kompositorisch zum ausdruck gebracht. was dieses duo so interessant macht (ähnlich wie bei argerich und freire): es handelt sich nicht um geschwister, die ein leben lang immer zusammen gespielt ahben und wie eine einheitliche maschine sich präsentieren, sondern ihre unterschiedlichen arten zum verschmelzen bringen. ihre interpretation der 2. suite ist argerich/freire ebenbürtig, die symphonischen tänze habe ich nicht besser gehört. lyrischer höhepunkt: der mittelteil (lento) des ersten satzes aus den symphonischen tänzen. eine jener wunderschönen melancholischen melodien rachmaninovs, wie wir sie auch in den etudes tableaux oder den corelli-variationen antreffen. Aufnahmetechnisch exzellent bei etwas hart intonierten flügeln erstellt.

      gruß, siamak :engel
    • @Siamak,

      die Alexeev/Demidenko Aufnahme ziehe ich auch der Aufnahme mit Argerich/Rabinowitsch ganz eindeutig vor.
      Zu ungleich sind die Qualitäten bei Argerich/Rabinowitsch verteilt.

      Da ist das Päarchen Alexeev/Demidenko doch ebenbürtiger.

      Genannt werden kann, nein muß, aber auch die grandiose Aufnahme von Argerich/Pletnev mit Prokofiev Cinderella Suite (Transkribtion durch Pletnev) und Ravels Ma Merer l'Oye.



      Auch diese Aufnahme zeigt wie viel Freude es machen kann wenn 2 Pianisten von Weltklasse gemeinsam Musik genießen.

      :down
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Und dann ist da auch noch Debussy, z.B.

      En blanc et noir für zwei Klaviere
      R. Casadesus, G. Casadesus (Philips Great Pianists of the 20th Century 4567392)
      Richter, Britten (Decca Britten at Aldeburgh 4668212)
      Argerich, Kovacevich (Philips Duo 4465572)

      Argerich/Kovacevich gewinnen hier um Längen.

      Gruß,

      Zelenka
    • Wie mir gerade auffällt wurde bisher die Sonate für 2 Klaviere op.34b hier noch gar nicht genannt.

      Derzeit besitze ich lediglich die Aufnahme mit Suchanov / Afanassiev



      Diese gefällt mir recht gut, allerdings wäre ich durchaus auch an einer Alternative interessiert!

      Kennt jemand die Aufnahme von Argerich / Zilberstein (EMI) ?
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      Administrator: Das Klassikforum
    • @ Rachmaninov

      Na klar kenne ich die Aufnahme mit Argerich/Zilberstein :wink!
      Ich finde sie (natürlich) sehr gut, besser als Argerich/Rabinovitch, da etwas spontaner und live. Sie ist sehr energetisch/zupackend und rhythmisch.
      Ich liebe diese Sonate sehr, auch das ihr zugrunde liegende Quintett. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine Alternativ-Aufnahme zulegen?!

      Vorteil bei Argerich/Zilberstein ist ein schwungvolles Mendelssohn Trio Nr. 1 mit Argerich/Capucon-Brüder.
      Bei Argerich/Rabinovitch sind noch die Haydn-Variationen dabei sowie einige Walzer - auch schön.

      Ich glaube, ich werde Argerich/Zilberstein gleich in den Player schieben
      :thanks für den Tip!

      Nikolaus.
    • MIr ist eben aufgefallen, daß hier die Werke SchostakowitschÄs noch gar nicht genannt wurden.

      Nun, dann möchte ich dies tuen.

      Zu nennen sind die Suite für 2 Klaviere op.6 und das Concertino für 2 Klaviere op.94

      Wie man unschwer erkennen kann sind die Werke innerhalb völlig unterschiedlicher Lebensabschnitte Schostakowitsch entstanden!

      Op.6 ist aus dem Jahr 1922 und op.94 entsand 1953.

      op.6 - ca. 26-27 min.

      I-Prelude. Andantino
      II-Danse fantasique
      III-Nocturne: Andante
      IV-Finale: Allegro

      op.94 -ca.9 min.

      Als Empfehlung würde ich die Aufnahme von Tanyel & Brown nennen.



      Es soll jedoch von op.94 eine Aufnahme von Dimitri mit seinem Sohn Maxim geben! :engel

      Von Ilya Dimov gibt es ein Arrangement von op.94 für Klavier und Kammerorchester.

      Estmalig eingespielt von Florian Uhlig.

      Die Aufnahme hatte ich im Rahmen der Schostakowitsch Klavierkonzerte bereits vorgestellt.
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Ergänzend hätte ich noch anzubieten:

      Milhaud: Scaramouche (es gibt auch eine Fassung mit Orch.)
      Ligeti: Monument Selbstportrait Bewegung (drei Stücke für zwei Klaviere)
      Cage: Winter Music (für beliebig viele Klaviere)
      Bartok: 7 Stücke aus Mikrokosmos
      Stockhausen: Mantra (zwei Pianisten und Ringmodulatoren)
      Strawinsky: Konzert für zwei Soloklaviere (1935) (ohne Orch.)

      Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

      Satie
      Die Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst: Sie verrät nie ihr letztes Geheimnis. - Oscar Wilde
    • Original von Rachmaninov
      Gestern entdeckte ich, daß es von der 4. Sinfonie Schostawitsch's eine Version für 2 Klaviere gibt.

      Derartiges stelle ich mir sehr reizvoll vor und frage mich ob ihr ggf. andere Versionen für 2 Klaviere bekannter Sinfonien kennt!

      R


      Schostakowitsch hat seine eigene 10.-Sinfonie-Bearbeitungen (live?) zusammen mit Vainberg am Klavier eingespielt! (RussianRevelation)




      Mahlers Sinfonien gibts bei mdg: Piano Duo Zenker / Trenkner






      Bei BIS gibts Glasunows 6., Rachmaninovs Der Fels sowie Scriabins 4. vom Duo Achatz/Nagai - genauso Tschaikowskijs 5.:

      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Hmmm....
      ich sehe nicht ganz den Reiz von Bearbeitungen von Symphonien etc. für zwei Klaviere (oder gar eines allein wie bei Liszt). Der Sinn dieser Auszüge lag ja darin, dass sich jemand auch zuhause mit den Werken in irgendeiner Weise befassen konnte, damals als die gute Schallplatte noch nicht existierte. Natürlich nicht ausschließlich, mitunter ging es auch um die Virtuosität (Liszt wieder).
      Ich weiss nicht, mir geht hier einfach nur viel von den Farben verloren. Mag sein, dass man vielleicht manchs transparenter hört, aber dann sind mir Originalkompositionen doch lieber.
      Generell finde ich die meisten Bearbeitungen nicht gut. Aber das mag Geschmackssache sein.

      Satie
      Die Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst: Sie verrät nie ihr letztes Geheimnis. - Oscar Wilde
    • Original von Satie
      Hmmm....
      ich sehe nicht ganz den Reiz von Bearbeitungen von Symphonien etc. für zwei Klaviere (oder gar eines allein wie bei Liszt). Der Sinn dieser Auszüge lag ja darin, dass sich jemand auch zuhause mit den Werken in irgendeiner Weise befassen konnte, damals als die gute Schallplatte noch nicht existierte.


      Hier hast Du natürlich im Grundsatz recht! Vor allem dienten solche Auszüge ja auch zur Vorstellung und Durchsprache mit anderen Musikern oder Dozenten im kleinen Rahmen.


      Ich weiss nicht, mir geht hier einfach nur viel von den Farben verloren.


      Natürlich können selbst 2 Klaviere das Klangspektrum eines Sinfonieorchesters niemals nachbilden.

      Schon alleine der Unterschied zu den Eigenschaften der Streichinstrumente ist ja erheblich.
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      Administrator: Das Klassikforum