Vincenzo Bellini : Norma

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    • Vincenzo Bellini : Norma

      N O R M A

      Vincenzo Bellini ( 1801 - 1835 )
      EMI ; recorded 5.-12. IX . 1960 ; Teatro alla Scala di Milano

      Tuuli Serfain ( cond.) , orchestra e Coro del teatro alla Scala
      Norma..............Maria Callas
      Pollione............ Franco Corelli
      Adalgisa............Christa Ludwig
      Oroveso............Nicola Zaccaria
      Flavio................Piero de Palma
      Clotilde.............Edda Vincenzi

      Maria Callas ( 2. dezember 1923 - 16. September 1977 ) hat diese Rolle 92 mal auf der Bühne zwischen dem 30. November 1948 und dem 29. Mai 1965 gesungen . 1947 hatte Tullio Serafin , der ihre erste Norma in Florenz dirigierte wie ihre letzte im "Palais Garnier" in Paris , die expressive Stimme der Callas entdeckt und sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elvira de Hidalgo in das grosse Repertoire des 19. Jahrhunderts sorgfältig hineingeführt .
      Die erste Studio - Aufnahme ( mit Mario Filippeschi als Polliione , mit dem sie live nie in dieser Oper gesungen hat) stammt aus dem Jahr 1954 und ist noch eine Monoaufnahme der EMI , die später dreimal "überarbeitet" worden ist ( dazu : E Seltzky , Oxford University Press ; 2000 und 2002 ) . warum diese Aufnahme nicht schon 1954 mit Franco Corelli , mit dem die Callas schon 1952 und 1954 achtmal auf der Bühne hervorragend zusammengearbeitet hat , aufgenommen wurde ( und mit Boris Christoff als Oroveso und Giulietta Simionato als Adalgisa im Zenith ihres Könnens ) muss rätselhaft bleiben . Am Ende ihrer Karriere als Norma hat Maria Callas die Oper 1960 dann in dieser epochalen Aufnahme mit ihrem Mentor Tullio Serfain , Franco Corelli und einer auch im italienischen Fach stimmlich überragenden Christa Ludwig und dem stimmlich gewaltigen Nicola Zaccaria in Mailand aufgenommen .
      Fünf Jahre nach ihrem Triumph in Covent Garden hat die callas die Rolle - stimmlich noch immer sehr gut - nochmals überwältigend interpretiert .

      Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen , nachdem sie drei Jahre lang keine einzige Oper auf der Bühne gesungen hatte . Ein enormes Risiko !
      Die Norma war neben der Lucia li Lammermoor und der Traviata seit den 1950er Jahren ihre Starrolle überhaupt gewesen . Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen . Dies galt besonder sfür das Jahr
      1965 mit ihren letzten fünf Abenden in der Pariser Oper .
      zeitgleich hatte sie ihre zweite Londoner Tosca gesungen , was wesentlich einfacher für Mme. Callas war , weil die Rolle der Tosca für "eine singende Schauspielerin" geschrieben war ( N.N.: "The last renditions of Norma" , o.J. ) . Während die Aufführungen 1964 noch zu Triumphen für maria Callas wurden , und sie sängerisch wie darstellerisch an ihre Glanzzeiten anschliessen konnte ( also auch an das jahr 1960 als die hier vorliegende Aufnahme produziert worden ist ) , waren ihre letzten fünf Abende in Paris als Norma weniger erfolgreich . ( Die Fakten und subjektiven Eindrücke sind bei Franco zeffirelli nachzulesen wie in dem ausgezeichneten Buch von John Ardoin und Gerlad Fitzgerald ) Unglücklicherweise kam hinzu , dass Franco Corelli , einer der grössten bewunderer der Kunst von Maria Callas , nicht zur verfügung stand und durch Gianfranco Cecchele ersetzt werden musste , der in beiden Finalszenen der Oper bei aller stimmlichen Präsenz kein der Callas ebenbürtiger Partner war .
      Giulietta Simionato , eine enorm bühnenerfahrene grosse Mezzosopranistin , glich durch ihre perfekte Übereinstimmung inden grossen Duetten Norma - Adalgisa die zeitweisen Schwächen der Callas aus . Dies gelang der jungen Fiorenza Cossotto nicht . Einge der kenntnisreichen zuhörer sprachen geradezu von Cossottos Unkollegialität . Und davon , dass diese sich nicht an die Abmachungen mit Maria Callas gehalten habe . Wir können dies auf erhaltenen Mitschnitten von drei der fünf Aufführungen auch deutlich hören . Callas konnte die Töne wegen atemtechnischer Probleme nicht mehr so lange durchhalten ( ein ganz wichtiger Punkt in dermassen heiklen , schwierigen Rollen , worauf Montserrat Caballé , die mit Mme. Callas eng befreundet gewesen war , auch später immer hingewiesen hat ) . Dennoch : Wer 1964 oder 1965 Maria Callas erleben konnte , der wird heute noch bestätigen , dass sie die Rolle voller menschlicher Emotionen mit sängerisch ganz aussergewöhnlich intensiven Momenten interpretiert hat . Ihre Norma war jetzt "reifer , realistischer , menschlicher und tiefer" ( J. Ardoin und G. Fitzgerald ) . dass die beiden Aufführungen am 21. und 29. Mai 1965 wegn nicht mehr vorhandenen bandmetriales (!) nicht vollständig aufgezeichnet werden konnten , bleibt ein nicht wieder gut zu machender verlust . Diese letzte Aufführung konnte von Maria Callas nicht zu Ende gesungen werden , weil die trotz aller physischen und psychischen Anstrengungen wegen ihrer Herz - Kreislaufsituation auf der Bühne zusammenbrach .
      Die bedeutenste Sängerin und Darstellerin der Opernwelt verliess die Pariser Oper als eine gebrochene Frau ( N.N. . aaO ) . Ihre frü den Juli 1965 vorgesehenen Tosca -Abend ein London sagte sie ab .
      Franco Zeffirelli , dieser grosse Mann der Openszene , Begleiter und Freund von Maria Callas sagte ." In einem Leben kann man grosse Ereignisse im Theater sehen . Aber Maria callas in Norma zu sehen : was gibt es dagegen , um es mit ihr zu vergleichen ".

      Als Maria Callas begleitet von ihrem grossen Entdecker , Förderer und lebenslangen künstlerischen Begleiter Tullio Serafin , 1960 in der Mailänder Scala diese Norma aufnahm , überzeugte sie unvergleichlich , wr "die Norma aller zeiten" war und bis heute geblieben ist . Franco Corelli ist ihr kongenialer Partner mit einer hochdramtischen Stimme ( und live mit einer überragenden Bühnenpräsenz ) . und Corelli versteht es wie keiner ihrer sonstigen Partner als Pollione , die Rolle in allen Facetten auszufüllen . Die Duette sind an dramtischer intensität , an emotionelr Aufladung , an gelebter leidenschaft nicht zu überbieten . Christa Ludwig ist eine stimmlich überragende Adalgisa . Nicola Zaccaria bleibt zusammen mit Boris Christoff die Idealbesetzung des Oroveso . Orchester und Chor der mailänder Scala sind in einer superben Verfassung .

      Diese Aufnahme gehörtsicherlich zu den bedeutensten Dokumenten der Opernliteratur und des einzigartigen künstlerischen Vermögens der überwältigenden Tragödin , der divina assolut a - Maria Callas .

      Ganong

      PS.: Ich möcht ein der nächsten Zeit mehrere der wichtigsten Aufnahmen von Opern hier vorstellen . Dies bezieht sich auch ausdrücklich auf Aufnahmen , dei aus dem Aspekt der Interpretationsgeschichte von Opern bedeutend geblieben sind .
      Der künstlerische Rang hat dabei stets Vorrang vor sog. technischen Fortschritten bei Aufnahmen . G.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ganong ()

    • Vincenzo Bellini : Norma

      N O R M A

      Vincenzo Bellini ( 1801 - 1835 )
      EMI ; recorded 5.-12. IX . 1960 ; Teatro alla Scala di Milano

      Tuuli Serfain ( cond.) , orchestra e Coro del teatro alla Scala
      Norma..............Maria Callas
      Pollione............ Franco Corelli
      Adalgisa............Christa Ludwig
      Oroveso............Nicola Zaccaria
      Flavio................Piero de Palma
      Clotilde.............Edda Vincenzi

      Maria Callas ( 2. dezember 1923 - 16. September 1977 ) hat diese Rolle 92 mal auf der Bühne zwischen dem 30. November 1948 und dem 29. Mai 1965 gesungen . 1947 hatte Tullio Serafin , der ihre erste Norma in Florenz dirigierte wie ihre letzte im "Palais Garnier" in Paris , die expressive Stimme der Callas entdeckt und sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elvira de Hidalgo in das grosse Repertoire des 19. Jahrhunderts sorgfältig hineingeführt .
      Die erste Studio - Aufnahme ( mit Mario Filippeschi als Polliione , mit dem sie live nie in dieser Oper gesungen hat) stammt aus dem Jahr 1954 und ist noch eine Monoaufnahme der EMI , die später dreimal "überarbeitet" worden ist ( dazu : E Seltzky , Oxford University Press ; 2000 und 2002 ) . warum diese Aufnahme nicht schon 1954 mit Franco Corelli , mit dem die Callas schon 1952 und 1954 achtmal auf der Bühne hervorragend zusammengearbeitet hat , aufgenommen wurde ( und mit Boris Christoff als Oroveso und Giulietta Simionato als Adalgisa im Zenith ihres Könnens ) muss rätselhaft bleiben . Am Ende ihrer Karriere als Norma hat Maria Callas die Oper 1960 dann in dieser epochalen Aufnahme mit ihrem Mentor Tullio Serfain , Franco Corelli und einer auch im italienischen Fach stimmlich überragenden Christa Ludwig und dem stimmlich gewaltigen Nicola Zaccaria in Mailand aufgenommen .
      Fünf Jahre nach ihrem Triumph in Covent Garden hat die callas die Rolle - stimmlich noch immer sehr gut - nochmals überwältigend interpretiert .

      Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen , nachdem sie drei Jahre lang keine einzige Oper auf der Bühne gesungen hatte . Ein enormes Risiko !
      Die Norma war neben der Lucia li Lammermoor und der Traviata seit den 1950er Jahren ihre Starrolle überhaupt gewesen . Daher war es sicherlich ein ausserordentliches Risiko , diese Rolle , die ganz in der Tradition des Belcanto verhaftet ist , in ihrer inzwischen stimmlich nicht immer perfekten Verfassung zu singen . Dies galt besonder sfür das Jahr
      1965 mit ihren letzten fünf Abenden in der Pariser Oper .
      zeitgleich hatte sie ihre zweite Londoner Tosca gesungen , was wesentlich einfacher für Mme. Callas war , weil die Rolle der Tosca für "eine singende Schauspielerin" geschrieben war ( N.N.: "The last renditions of Norma" , o.J. ) . Während die Aufführungen 1964 noch zu Triumphen für maria Callas wurden , und sie sängerisch wie darstellerisch an ihre Glanzzeiten anschliessen konnte ( also auch an das jahr 1960 als die hier vorliegende Aufnahme produziert worden ist ) , waren ihre letzten fünf Abende in Paris als Norma weniger erfolgreich . ( Die Fakten und subjektiven Eindrücke sind bei Franco zeffirelli nachzulesen wie in dem ausgezeichneten Buch von John Ardoin und Gerlad Fitzgerald ) Unglücklicherweise kam hinzu , dass Franco Corelli , einer der grössten bewunderer der Kunst von Maria Callas , nicht zur verfügung stand und durch Gianfranco Cecchele ersetzt werden musste , der in beiden Finalszenen der Oper bei aller stimmlichen Präsenz kein der Callas ebenbürtiger Partner war .
      Giulietta Simionato , eine enorm bühnenerfahrene grosse Mezzosopranistin , glich durch ihre perfekte Übereinstimmung inden grossen Duetten Norma - Adalgisa die zeitweisen Schwächen der Callas aus . Dies gelang der jungen Fiorenza Cossotto nicht . Einge der kenntnisreichen zuhörer sprachen geradezu von Cossottos Unkollegialität . Und davon , dass diese sich nicht an die Abmachungen mit Maria Callas gehalten habe . Wir können dies auf erhaltenen Mitschnitten von drei der fünf Aufführungen auch deutlich hören . Callas konnte die Töne wegen atemtechnischer Probleme nicht mehr so lange durchhalten ( ein ganz wichtiger Punkt in dermassen heiklen , schwierigen Rollen , worauf Montserrat Caballé , die mit Mme. Callas eng befreundet gewesen war , auch später immer hingewiesen hat ) . Dennoch : Wer 1964 oder 1965 Maria Callas erleben konnte , der wird heute noch bestätigen , dass sie die Rolle voller menschlicher Emotionen mit sängerisch ganz aussergewöhnlich intensiven Momenten interpretiert hat . Ihre Norma war jetzt "reifer , realistischer , menschlicher und tiefer" ( J. Ardoin und G. Fitzgerald ) . dass die beiden Aufführungen am 21. und 29. Mai 1965 wegn nicht mehr vorhandenen bandmetriales (!) nicht vollständig aufgezeichnet werden konnten , bleibt ein nicht wieder gut zu machender verlust . Diese letzte Aufführung konnte von Maria Callas nicht zu Ende gesungen werden , weil die trotz aller physischen und psychischen Anstrengungen wegen ihrer Herz - Kreislaufsituation auf der Bühne zusammenbrach .
      Die bedeutenste Sängerin und Darstellerin der Opernwelt verliess die Pariser Oper als eine gebrochene Frau ( N.N. . aaO ) . Ihre frü den Juli 1965 vorgesehenen Tosca -Abend ein London sagte sie ab .
      Franco Zeffirelli , dieser grosse Mann der Openszene , Begleiter und Freund von Maria Callas sagte ." In einem Leben kann man grosse Ereignisse im Theater sehen . Aber Maria callas in Norma zu sehen : was gibt es dagegen , um es mit ihr zu vergleichen ".

      Als Maria Callas begleitet von ihrem grossen Entdecker , Förderer und lebenslangen künstlerischen Begleiter Tullio Serafin , 1960 in der Mailänder Scala diese Norma aufnahm , überzeugte sie unvergleichlich , wr "die Norma aller zeiten" war und bis heute geblieben ist . Franco Corelli ist ihr kongenialer Partner mit einer hochdramtischen Stimme ( und live mit einer überragenden Bühnenpräsenz ) . und Corelli versteht es wie keiner ihrer sonstigen Partner als Pollione , die Rolle in allen Facetten auszufüllen . Die Duette sind an dramtischer intensität , an emotionelr Aufladung , an gelebter leidenschaft nicht zu überbieten . Christa Ludwig ist eine stimmlich überragende Adalgisa . Nicola Zaccaria bleibt zusammen mit Boris Christoff die Idealbesetzung des Oroveso . Orchester und Chor der mailänder Scala sind in einer superben Verfassung .

      Diese Aufnahme gehörtsicherlich zu den bedeutensten Dokumenten der Opernliteratur und des einzigartigen künstlerischen Vermögens der überwältigenden Tragödin , der divina assolut a - Maria Callas .

      Ganong

      PS.: Ich möcht ein der nächsten Zeit mehrere der wichtigsten Aufnahmen von Opern hier vorstellen . Dies bezieht sich auch ausdrücklich auf Aufnahmen , dei aus dem Aspekt der Interpretationsgeschichte von Opern bedeutend geblieben sind .
      Der künstlerische Rang hat dabei stets Vorrang vor sog. technischen Fortschritten bei Aufnahmen . G.

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    • Guten Morgen Ganong.

      Ich habe erst heut morgen deinen schönen, wissenswerten Beitrag gelesen.

      Ja, diese 2. EMI Aufnahme gefällt auch mir .

      Ansonsten habe ich Einspielungen mit Renata Scotto und Levine,
      M. Caballe und Cillario, Sutherland, Horne und Bonynge.

      Kennst Du die Aufnahme die Gruberova ganz neu herausgebracht hat ?
      Ich sah lediglich eine Anzeige.


      Gruss.
      R.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rolf Scheiwiller ()

    • Guten Morgen Ganong.

      Ich habe erst heut morgen deinen schönen, wissenswerten Beitrag gelesen.

      Ja, diese 2. EMI Aufnahme gefällt auch mir .

      Ansonsten habe ich Einspielungen mit Renata Scotto und Levine,
      M. Caballe und Cillario, Sutherland, Horne und Bonynge.

      Kennst Du die Aufnahme die Gruberova ganz neu herausgebracht hat ?
      Ich sah lediglich eine Anzeige.


      Gruss.
      R.

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    • Bellini : Norma

      Lieber Rolf ,
      ich denke , dass die gruberova ihre guten zeit längst hinter sich hat . Da sie derzeit noch erheblich von ihrem alten können angesichts nicht vorhandener Konkurrenz sehr gut leben kann , ist sie in der Lage - wie vor wenigen Jahren in Wien - , ihre "Vorgaben" zu diktieren .
      Persönlich gibt es für mich keine Aufnahme mit ihr aus den letzten 15 Jahren , die Vergleichansprüchen gerecht würde .
      grundsätzlich habe ich mir bei den Opern , die ich vorstellen und besprechen will , mich auf e i n Werk zu konzentrieren . Diese ist dann für mich subjektiv die refernzaufnahme des Werkes .
      Viele Grüsse , Ganong
    • Bellini : Norma

      Lieber Rolf ,
      ich denke , dass die gruberova ihre guten zeit längst hinter sich hat . Da sie derzeit noch erheblich von ihrem alten können angesichts nicht vorhandener Konkurrenz sehr gut leben kann , ist sie in der Lage - wie vor wenigen Jahren in Wien - , ihre "Vorgaben" zu diktieren .
      Persönlich gibt es für mich keine Aufnahme mit ihr aus den letzten 15 Jahren , die Vergleichansprüchen gerecht würde .
      grundsätzlich habe ich mir bei den Opern , die ich vorstellen und besprechen will , mich auf e i n Werk zu konzentrieren . Diese ist dann für mich subjektiv die refernzaufnahme des Werkes .
      Viele Grüsse , Ganong
    • Bellini : NORMA

      Lieber Ganong.
      Kennst Du (dumme Frage, bei Dir,ich weiss ! ) die DVD "CALLAS - Debut a Paris" ?
      Da bringt sie die Casta Diva- Arie unvergleichlich. Also mir läufts jedesmal kalt den Rücken runter !
      Der Chor allerdings. Furchtbar.
      Ein unvergängliches Dokument.

      Kennst Du auch die andern DVDs ? Die Hamburger Konzerte(,da gestaltet Callas die beiden CARMEN Stücke sensationell, die Stimme gehorcht ihr in jeder Beziehung).Sowie LIFE AND ART . Sowie ein grosses Interwiew mit Lord Harewood. In Farbe.
      Hab diese seit Jahren. DIE würd ich auch NIE hergeben !

      Gruss.
      R.

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    • Bellini : NORMA

      Lieber Ganong.
      Kennst Du (dumme Frage, bei Dir,ich weiss ! ) die DVD "CALLAS - Debut a Paris" ?
      Da bringt sie die Casta Diva- Arie unvergleichlich. Also mir läufts jedesmal kalt den Rücken runter !
      Der Chor allerdings. Furchtbar.
      Ein unvergängliches Dokument.

      Kennst Du auch die andern DVDs ? Die Hamburger Konzerte(,da gestaltet Callas die beiden CARMEN Stücke sensationell, die Stimme gehorcht ihr in jeder Beziehung).Sowie LIFE AND ART . Sowie ein grosses Interwiew mit Lord Harewood. In Farbe.
      Hab diese seit Jahren. DIE würd ich auch NIE hergeben !

      Gruss.
      R.

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    • RE: Bellini : NORMA

      Lieber Rolf ,
      das Callas - Debut in Paris war sensationell . Leider ist Albert Lance , der damalige Haustenor der Pariser Oper , mit von der Partie .
      Schon die LP und danach die CD sind einzigartige Dokumente .
      Ich empfehle jedem das Buch von Michel Glotz , dem Manager , Produzenten und FReu nd von Maria Callas , sorgfältig in dem Kapitel "Maria Callas" zu lesen .
      "La not ebleue . une vie pour l amusique" ; Lattès , Paris , 2002 .
      das Buch ist über deutsche Buchhandlungenund z.B. über amazon.fr erhältlich .
      Viele Grüsse ,
      Frank
      PS.: ich werd ein anderem Zusammenhang noch etwas über maria Callas schreiben .
      Ich empfehle Di rnoch mindestens eine der beiden Arbeiten von Dr. E. Seletzky , London über die EMi - Produktionen der Callas . Du kannst den Artikel aus dem Internet ausdrucken ( nicht das Buch bei Oxford university Press ) . F.
    • RE: Bellini : NORMA

      Lieber Rolf ,
      das Callas - Debut in Paris war sensationell . Leider ist Albert Lance , der damalige Haustenor der Pariser Oper , mit von der Partie .
      Schon die LP und danach die CD sind einzigartige Dokumente .
      Ich empfehle jedem das Buch von Michel Glotz , dem Manager , Produzenten und FReu nd von Maria Callas , sorgfältig in dem Kapitel "Maria Callas" zu lesen .
      "La not ebleue . une vie pour l amusique" ; Lattès , Paris , 2002 .
      das Buch ist über deutsche Buchhandlungenund z.B. über amazon.fr erhältlich .
      Viele Grüsse ,
      Frank
      PS.: ich werd ein anderem Zusammenhang noch etwas über maria Callas schreiben .
      Ich empfehle Di rnoch mindestens eine der beiden Arbeiten von Dr. E. Seletzky , London über die EMi - Produktionen der Callas . Du kannst den Artikel aus dem Internet ausdrucken ( nicht das Buch bei Oxford university Press ) . F.
    • Callas und Corelli

      Zitat von Ganong : Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen


      Hallo zusammen, hallo Ganong,

      ich lese gerade in einem Buch über Maria Callas im Zusammenhang mit einer Aufführung von La Vestale (1954 die CD hör ich gerade) die folgenden Zeilen:

      Es kam hinzu, dass sie ihren Tenorpartner Franco Corelli nicht mochte, weil er sehr attraktiv war… Corelli irritierte sie, machte sie nervös und eifersüchtig.


      Ist da jemandem etwas genaueres bekannt. Haben die beiden sich eventuell erst später besser vertragen, oder ist das nur übertrieben?
      Die meisten ihrer Aufnahmen hat sie ja, warum auch immer, mit Giuseppe di Stefano gemacht(Lucia, Tosca, Rigoletto, Purtitani, Un ballo, La Traviata…).

      Viele Grüße
      Jimi ?(
    • Callas und Corelli

      Zitat von Ganong : Die beiden letzten Aufführungen der Pariser Neuinszenierung von Franco Corelli vom 22. Mai 1964 hat sie nochmals mit ihrem Lieblingstenor Franco Corelli gesungen


      Hallo zusammen, hallo Ganong,

      ich lese gerade in einem Buch über Maria Callas im Zusammenhang mit einer Aufführung von La Vestale (1954 die CD hör ich gerade) die folgenden Zeilen:

      Es kam hinzu, dass sie ihren Tenorpartner Franco Corelli nicht mochte, weil er sehr attraktiv war… Corelli irritierte sie, machte sie nervös und eifersüchtig.


      Ist da jemandem etwas genaueres bekannt. Haben die beiden sich eventuell erst später besser vertragen, oder ist das nur übertrieben?
      Die meisten ihrer Aufnahmen hat sie ja, warum auch immer, mit Giuseppe di Stefano gemacht(Lucia, Tosca, Rigoletto, Purtitani, Un ballo, La Traviata…).

      Viele Grüße
      Jimi ?(
    • NORMA - nach Callas

      Guten Tag Jimi.

      Eine DVD hab ich zu erwähnen vergessen.
      Fabio Biondi ( !!! ) dirigiert eine Aufführung in einem kleineren Opernhaus Italiens. ( Parma )
      Und er macht es nicht schlecht. Mt seinem Orchester " Europa Galante "
      Norma ist June Anderson, Adalgisa Daniela Bacellona. Die Männer weniger prominent.

      Anderson liefert eine gute, aber keine überragende Leistung. Ist ja auch nach ihren besten Jahren entstanden. ( März 2001 )

      Der Chor steht nur dumm herum.

      Der Star eindeutig Barcellona.

      Gruss.
      Rolf.
    • NORMA - nach Callas

      Guten Tag Jimi.

      Eine DVD hab ich zu erwähnen vergessen.
      Fabio Biondi ( !!! ) dirigiert eine Aufführung in einem kleineren Opernhaus Italiens. ( Parma )
      Und er macht es nicht schlecht. Mt seinem Orchester " Europa Galante "
      Norma ist June Anderson, Adalgisa Daniela Bacellona. Die Männer weniger prominent.

      Anderson liefert eine gute, aber keine überragende Leistung. Ist ja auch nach ihren besten Jahren entstanden. ( März 2001 )

      Der Chor steht nur dumm herum.

      Der Star eindeutig Barcellona.

      Gruss.
      Rolf.
    • Ich würde gerne den Norma- Thread ein wenig wiederbeleben.

      Ich glaube auch, dass sich jede Darstellerin der Norma an der Callas messen muss. Für meinen Geschmack hat die Callas ihre beeindruckendste Norma unter Antonino Votto zum Leben erweckt (7.12.1955, Milano). Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf). In diesem Live-Mitschnitt brodelt eine Spannung und Leidenschaft, wie ich sie von keiner anderen Norma-Interpretation der Callas kenne. Ihre Adalgisa ist hier Simionato, den Oroveso singt Niccola Zaccaria.

      Und doch - es gibt sie, die Konkurrenz: Denn wieder einmal besticht mich die großartige, göttliche Leyla Gencer. Das gilt vor allem für das Finale im zweiten Akt (ab "In mia man alfin tu sei"). Keine andere kann so drohen, so verzweifelt sein und so herrliche Pianissimi singen. Zudem hat sie Bruno Prevedi den besseren Pollione.
      Die Norma der Sutherland ist sicher sauberer gesungen als alle anderen mir bekannten Aufnahmen, leidet für mich aber ein wenig darunter, dass ich finde, dass es der Sutherland nur in den wenigsten Fällen gelungen ist, den Figuren Profil zu geben.
      Da gefällt mir die Niederländerin Christina Deutekom schon besser, obwohl sie natürlich lange nicht so subtil ist wie die Gencer.
      Mit der Caballe habe ich ein Problem, das sich für mich in der Norma so deutlich zeigt wie in keiner anderen Rolle: sie dringt praktisch nie in eine Figur ein sondern beschreibt sie von außen. Für mich hört sie sich nicht an wie eine gallische Druidenpriesterin sondern wie eine prima donna, die über eine Druidenpriesterin erzählt.
      Und dann gibt es Stimmen, die mir aus unterschiedlichen Gründen absolut nicht gefallen und die ich zum Teil als echte Zumutung empfinde (Sills, Gruberova und vor allem Scotto), und die auch die Norma interpretiert haben. Da liegt es auf der Hand, dass ich zu diesen Norma- Interpretationen keinen Kommentar abgeben möchte.

      Ich freu mich schon auf eure Einschätzung der Interpretationen einer meiner absoluten Lieblingsopern.


      Liebe Grüße

      Werner
    • Ich würde gerne den Norma- Thread ein wenig wiederbeleben.

      Ich glaube auch, dass sich jede Darstellerin der Norma an der Callas messen muss. Für meinen Geschmack hat die Callas ihre beeindruckendste Norma unter Antonino Votto zum Leben erweckt (7.12.1955, Milano). Ihre Partner waren beeindruckend (da nehme ich sogar delMonaco in Kauf). In diesem Live-Mitschnitt brodelt eine Spannung und Leidenschaft, wie ich sie von keiner anderen Norma-Interpretation der Callas kenne. Ihre Adalgisa ist hier Simionato, den Oroveso singt Niccola Zaccaria.

      Und doch - es gibt sie, die Konkurrenz: Denn wieder einmal besticht mich die großartige, göttliche Leyla Gencer. Das gilt vor allem für das Finale im zweiten Akt (ab "In mia man alfin tu sei"). Keine andere kann so drohen, so verzweifelt sein und so herrliche Pianissimi singen. Zudem hat sie Bruno Prevedi den besseren Pollione.
      Die Norma der Sutherland ist sicher sauberer gesungen als alle anderen mir bekannten Aufnahmen, leidet für mich aber ein wenig darunter, dass ich finde, dass es der Sutherland nur in den wenigsten Fällen gelungen ist, den Figuren Profil zu geben.
      Da gefällt mir die Niederländerin Christina Deutekom schon besser, obwohl sie natürlich lange nicht so subtil ist wie die Gencer.
      Mit der Caballe habe ich ein Problem, das sich für mich in der Norma so deutlich zeigt wie in keiner anderen Rolle: sie dringt praktisch nie in eine Figur ein sondern beschreibt sie von außen. Für mich hört sie sich nicht an wie eine gallische Druidenpriesterin sondern wie eine prima donna, die über eine Druidenpriesterin erzählt.
      Und dann gibt es Stimmen, die mir aus unterschiedlichen Gründen absolut nicht gefallen und die ich zum Teil als echte Zumutung empfinde (Sills, Gruberova und vor allem Scotto), und die auch die Norma interpretiert haben. Da liegt es auf der Hand, dass ich zu diesen Norma- Interpretationen keinen Kommentar abgeben möchte.

      Ich freu mich schon auf eure Einschätzung der Interpretationen einer meiner absoluten Lieblingsopern.


      Liebe Grüße

      Werner
    • Lieber manrico ,

      ja , die Norma war eine der nicht wenigen besten Rollen von Maria Callas .

      Aber welche ihrer Norma - Aufnahmen / Mitschnitte .

      Du wirst es wahrscheinlich nicht gelesen haben , sonst hättest Du sicherlich dazu etwas geschrieben . Das letzte Heft von BC Musivc Magazine hat die "20 besten Sopranistinnen alller Zeiten" durch Opernfachrezensenten "wählen" lasen .

      Nachdem mir angesichts der Einleitung zu dem Artikel eher der Atem gestockt hatte , fand ich die Divina assoluta dann doch an erster Stelle . Ohne darauf näher einzugehen mit der Refernzaufnahme "Norma" .

      Allerdings in der 1960 aufgenommenen Version mit dem überragenden Franco Corelli ( bis heute unerreicht ; Wien wusste , was es an diesem Ausnahmetenor hatte ! Und zum Leidwesen von Jürgen Kestinmg ist Franco Corelli vor wenigen Jahren auch noch in den USA von den Höreren alllgemein zum Tenor Nr. 1 gekürt worden . ) Christa Ludiwig sang eine traumhaft gute Adalgisa ( nicht Callas ' beste Freundin auf der Bühne Simionato ) . Zaccaria überzeugt , wie immer auch in dieser Rolle , souverän . Die Studio-Produktion der EMI halte ich persönlich für die beste , nicht ideale , Aufnahme . Nicht nur der Callas .

      Nach der Callas dürfte tatsächlich Leyla Gencer in dieser Rolle kommen .

      Und solltest Du , manrico , einmal eine herausragende Leonora in der Staatsoper benötigen , so kann ich Dir auch hiefr Leyla Gencer nur dringend empfehlen !

      Viele Grüsse ,

      Frank
    • Lieber manrico ,

      ja , die Norma war eine der nicht wenigen besten Rollen von Maria Callas .

      Aber welche ihrer Norma - Aufnahmen / Mitschnitte .

      Du wirst es wahrscheinlich nicht gelesen haben , sonst hättest Du sicherlich dazu etwas geschrieben . Das letzte Heft von BC Musivc Magazine hat die "20 besten Sopranistinnen alller Zeiten" durch Opernfachrezensenten "wählen" lasen .

      Nachdem mir angesichts der Einleitung zu dem Artikel eher der Atem gestockt hatte , fand ich die Divina assoluta dann doch an erster Stelle . Ohne darauf näher einzugehen mit der Refernzaufnahme "Norma" .

      Allerdings in der 1960 aufgenommenen Version mit dem überragenden Franco Corelli ( bis heute unerreicht ; Wien wusste , was es an diesem Ausnahmetenor hatte ! Und zum Leidwesen von Jürgen Kestinmg ist Franco Corelli vor wenigen Jahren auch noch in den USA von den Höreren alllgemein zum Tenor Nr. 1 gekürt worden . ) Christa Ludiwig sang eine traumhaft gute Adalgisa ( nicht Callas ' beste Freundin auf der Bühne Simionato ) . Zaccaria überzeugt , wie immer auch in dieser Rolle , souverän . Die Studio-Produktion der EMI halte ich persönlich für die beste , nicht ideale , Aufnahme . Nicht nur der Callas .

      Nach der Callas dürfte tatsächlich Leyla Gencer in dieser Rolle kommen .

      Und solltest Du , manrico , einmal eine herausragende Leonora in der Staatsoper benötigen , so kann ich Dir auch hiefr Leyla Gencer nur dringend empfehlen !

      Viele Grüsse ,

      Frank
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