Pop & Jazz im Geigenunterricht?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Pop & Jazz im Geigenunterricht?

      .

      Bei "Breitkopf-Pädagogik" hat das deutsche Streichquartett "String Think" eine Art methodische
      Quintessenz seines 20-jährigen konzertanten Umgangs mit "Groove"-Musikstilen (hier: Pop, Rock,
      Folk, Jazz u.ä.) publiziert: "Groovy Strings".

      Ich habe mir den Band näher angesehen - das Resultat der Lektüre:

      String Think: "Groovy Strings", Rhythmus&Groove im Streicherunterricht, ISBN 978-3-7651-0387-2

      Von seiner musikpädagogischen Stoßrichtung her natürlich nicht ganz ohne Provokation,
      zumindest noch in unseren vorläufigen Musikschul-Landschaften:

      Heavy Metal neben Leopold Mozart !?

      Ein besonderes Anliegen der Autoren ist die Beantwortung der Frage, "warum es bei der einen Band groovt
      und bei einer anderen nicht, obwohl beide Gruppen genau dieselben Noten spielen".

      Eine der Erkenntnisse, expliziert auf 140 instruktiven Seiten:
      Entgegen landläufigem Vorurteil "hat" man den Groove nicht einfach - man kann ihn lernen...

      Für "klassisch" orientierte Geiger ist "Groovy Strings" unbedingt ein genauer Blick wert -

      findet: Walter

      .
      [b][url='https://glarean-magazin.ch/category/musik/']Musik im Glarean Magazin[/url][/b]
    • RE: Pop & Jazz im Geigenunterricht?

      Hab den ersten Link mal soeben etwas "durchgeblättert" - nicht uninteressant.
      Nun ist das, was im Jazz und anderer Popularmusik allgemeinhin Groove genannt wird, etwas, das allgemeinhin von Musikwissenschaftlern übergangen wird, zumal es etwas eher Intuitiv-Persönliches ist, etwas Nicht-Quantifizierbares (oder höchstens mit moderner Computertechnologie). Daher ist die Beschäftigung damit doch lobenswert, egal, zu welchen Schlüssen man kommt.
      Ob es wünschenswert ist, Jugendliche, die der sogenannten klassischen Musik überdrüssig sind, in dem Metier zu schulen, das ihnen ohenhin nahesteht, d.h. der Popularmusik - und ob man damit nicht einen Bildungsauftrag verfehlt, nämlich ihnen etwas nahezubringen, das sie noch nicht (so gut) kennen - sei mal dahingestellt.
      Auch: ob aufgrund der selben Wurzeln (hier der afroamerikanischen) von einer gemeinsamen Aufführungspraxis zu sprechen sei, dies erscheint mir zweifelhaft.
      Immerhin haben sich diese Stile ja ausdifferenziert. Wo ist denn bitte die aufführungstechnische Gemeinsamkeit einer Heavy Metal und einer Bossa Nova Band?
      Dennoch danke für den Post; mir war nicht bewusst, dass so etwas systematisiert in Buchform vorliegt.
      Musikalische Grüße aus der Musikerhochburg Leipzig. :haha
      Zur Vernetzung von Musikern: www.tuttisolo.de