Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

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    • Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Hallo zusammen.

      Ich möchte mal unsere Klavierfreunde fragen ,was sie zu dieser so berühmten Fantasie meinen ?

      Für mich schrieb er nie virtuosere Klaviermusik als hier.
      Dieses unvergängliche Stück in C-Dur hat auch Franz Liszt fasziniert. Er orchestrierte die Partitur. Und sie setzte sich durch. Bis heute. Sogar G. Solti lieferte eine Einspielung. Obwohl er alles andere als ein Liebhaber seiner Musik ( Liszts)war !

      Ist die Wanderer - Fantasie vielleicht weniger tiefgründig als seine Sonaten ?
      Wundervolle Musik ist sie auf jeden Fall.


      Ich habe mehrere schöne Aufnahmen. Im Moment kann ich mich lediglich an die Einspielung von Maurizio Pollini aus den 70er Jahren erinnern.
      Für mich die Wertvollste.

      Gruss.
      Rolf.
    • Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Hallo zusammen.

      Ich möchte mal unsere Klavierfreunde fragen ,was sie zu dieser so berühmten Fantasie meinen ?

      Für mich schrieb er nie virtuosere Klaviermusik als hier.
      Dieses unvergängliche Stück in C-Dur hat auch Franz Liszt fasziniert. Er orchestrierte die Partitur. Und sie setzte sich durch. Bis heute. Sogar G. Solti lieferte eine Einspielung. Obwohl er alles andere als ein Liebhaber seiner Musik ( Liszts)war !

      Ist die Wanderer - Fantasie vielleicht weniger tiefgründig als seine Sonaten ?
      Wundervolle Musik ist sie auf jeden Fall.


      Ich habe mehrere schöne Aufnahmen. Im Moment kann ich mich lediglich an die Einspielung von Maurizio Pollini aus den 70er Jahren erinnern.
      Für mich die Wertvollste.

      Gruss.
      Rolf.
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Lieber Rolf ,
      die "wanderer-Fantasie" ist für mich k e i n VirtuosenSelbstzweck Werk , sonder unendlich traurig , nachdenklich , psychologisch vielschichtig .
      man kann es hören :
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Lieber Rolf ,
      die "wanderer-Fantasie" ist für mich k e i n VirtuosenSelbstzweck Werk , sonder unendlich traurig , nachdenklich , psychologisch vielschichtig .
      man kann es hören :
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Original von Ganong
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank


      Oder auf "Decca Legends". Etwas rauschärmer spielt er dort, klingt dafür aber als ob man ihn in einem großen Schrank aufgenommen hätte.

      Gruß,

      Zelenka
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Original von Ganong
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank


      Oder auf "Decca Legends". Etwas rauschärmer spielt er dort, klingt dafür aber als ob man ihn in einem großen Schrank aufgenommen hätte.

      Gruß,

      Zelenka
    • hallo, ihr wanderer,

      sind wir nicht alle wanderer ? der mensch befindet sich auf einer wanderung, häufig allein. die wanderer-fantasie greift wohl den einsamen wanderer auf. auch ich liebe dieses werk. sei es der energische kopfsatz, der schöne variationssatz mit dem traurigen thema, das wehmütige trio des dritten satzes oder das fugierte finale, welches nochmals einiges an zugriff vom pianisten erfordert.

      live habe ich es nur einmal erlebt. vor wenigen jahren in düsseldorf mit konstantin scherbakov. er spielt pianistisch eindrucksvoll, ja mustergültig. es fehlte jedoch der tiefere emotionale gehalt.

      kennengelernt habe ich das werk als schüler mit der berühmten aufnahme des jungen maurizio pollini, welche in der DG-originals-reihe wiederaufgelegt wurde. IMO ist es immer noch eine referenzartige einspielung. die angaben zu den damaligen aufnahmebedingungen sind ja abenteuerlich. fehlerhafte mechanik, fehlende heizung im winter. pollini bringt die ideale kombination aus struktureller freilegung und ausgeklügeltem klangempfinden. so differenziert wie pollini kenne ich den 2. satz sonst bei niemand anderem.

      furios, stürmig drängend ist die aufnahme sviatoslav richters bei emi (wohl 60er jahre). es fehlt aber die zartheit im 2. satz.

      am stürmischten und raschesten kenne ich die ecksätze mit alfred brendel aus der DDD-zeit. völlig untypisch für den späten brendel, wie er rast. dabei klingt es nicht gehetzt sondern schwungvoll.

      nicht zu vergessen die DG-aufnahme des jungen evgeny kissin. sehr reif und virtuos.

      die lisztsche fassung für klavier und orchester kenne ich sowohl mit beroff als auch katsaris. ich ziehe die originalversion vor !



      gruß, siamak :engel

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von AcomA ()

    • hallo, ihr wanderer,

      sind wir nicht alle wanderer ? der mensch befindet sich auf einer wanderung, häufig allein. die wanderer-fantasie greift wohl den einsamen wanderer auf. auch ich liebe dieses werk. sei es der energische kopfsatz, der schöne variationssatz mit dem traurigen thema, das wehmütige trio des dritten satzes oder das fugierte finale, welches nochmals einiges an zugriff vom pianisten erfordert.

      live habe ich es nur einmal erlebt. vor wenigen jahren in düsseldorf mit konstantin scherbakov. er spielt pianistisch eindrucksvoll, ja mustergültig. es fehlte jedoch der tiefere emotionale gehalt.

      kennengelernt habe ich das werk als schüler mit der berühmten aufnahme des jungen maurizio pollini, welche in der DG-originals-reihe wiederaufgelegt wurde. IMO ist es immer noch eine referenzartige einspielung. die angaben zu den damaligen aufnahmebedingungen sind ja abenteuerlich. fehlerhafte mechanik, fehlende heizung im winter. pollini bringt die ideale kombination aus struktureller freilegung und ausgeklügeltem klangempfinden. so differenziert wie pollini kenne ich den 2. satz sonst bei niemand anderem.

      furios, stürmig drängend ist die aufnahme sviatoslav richters bei emi (wohl 60er jahre). es fehlt aber die zartheit im 2. satz.

      am stürmischten und raschesten kenne ich die ecksätze mit alfred brendel aus der DDD-zeit. völlig untypisch für den späten brendel, wie er rast. dabei klingt es nicht gehetzt sondern schwungvoll.

      nicht zu vergessen die DG-aufnahme des jungen evgeny kissin. sehr reif und virtuos.

      die lisztsche fassung für klavier und orchester kenne ich sowohl mit beroff als auch katsaris. ich ziehe die originalversion vor !



      gruß, siamak :engel

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    • vielleicht werdet Ihr es nicht ganz nachvollziehen können, aber ich kann mich mit diesem Werk einfach nicht anfreunden. Für mich ist Schubert der Meister der Melodien, der es schafft ohne jegliche Virtuosität und ohne jegliche Lautstärke zu begeistern. Und dieses Werk passt nun so gar nicht in dieses Schema....
    • vielleicht werdet Ihr es nicht ganz nachvollziehen können, aber ich kann mich mit diesem Werk einfach nicht anfreunden. Für mich ist Schubert der Meister der Melodien, der es schafft ohne jegliche Virtuosität und ohne jegliche Lautstärke zu begeistern. Und dieses Werk passt nun so gar nicht in dieses Schema....
    • Wanderer - Fantasie

      Lieber Jeremias ,
      ich kann Dich verstehen . Vor allem , wenn die "Wanderer-fantasie" pompös , als hochvirtuoser Selbszweck gespielt ( nicht interpretiert ! 9 wird . Die sist leider bei sehr vielen Pianisten der Fall .
      der Begriff "Melodie" trifft bei Schubert sicherlich in besonderer Weise zu . Aber er ist bis heut eleider imme noch mit alles durchziehenden Süsslichen verbunden . Dabei sind Schuberts Melodien zu dem ganz überwiegenden Teil doch sehr resignativ , traurig , grübelnd , gedankenversunken . Und diese Melodien haben als "lautstärke " einen ganz persönlich aus Schuberts Leben erklärbaren "inneren Schrei" des einsamen Verzweifeltseins . Clifford Curzon und Solomon haben dies einzigartig deutlich gespielt .
      das rein Virtuose kommt etwa in Schuberts letzter Sonate doch geradezu beispielhaft vor . Auch hier werden die unendlich vielen Klangschattierungen nur von wenigen Pianisten durch das gesamte Werk aufgefasst und in Töne umgesetzt . ich werde noch an anderer Stelle darauf eingehen ,: Clifford Curzon , Sviatoslav Richter und Rafael Orozco haben diese Sonate faszinierdn eingespielt undlive im Konzert . In Anlehnung an einen Satz Richters würde ich , wäre ich Pianist , sagen :"Was soll ich denn nach dieser Sonate noch spielen (können ) ?".
      Viele Grüsse , Frank
    • Wanderer - Fantasie

      Lieber Jeremias ,
      ich kann Dich verstehen . Vor allem , wenn die "Wanderer-fantasie" pompös , als hochvirtuoser Selbszweck gespielt ( nicht interpretiert ! 9 wird . Die sist leider bei sehr vielen Pianisten der Fall .
      der Begriff "Melodie" trifft bei Schubert sicherlich in besonderer Weise zu . Aber er ist bis heut eleider imme noch mit alles durchziehenden Süsslichen verbunden . Dabei sind Schuberts Melodien zu dem ganz überwiegenden Teil doch sehr resignativ , traurig , grübelnd , gedankenversunken . Und diese Melodien haben als "lautstärke " einen ganz persönlich aus Schuberts Leben erklärbaren "inneren Schrei" des einsamen Verzweifeltseins . Clifford Curzon und Solomon haben dies einzigartig deutlich gespielt .
      das rein Virtuose kommt etwa in Schuberts letzter Sonate doch geradezu beispielhaft vor . Auch hier werden die unendlich vielen Klangschattierungen nur von wenigen Pianisten durch das gesamte Werk aufgefasst und in Töne umgesetzt . ich werde noch an anderer Stelle darauf eingehen ,: Clifford Curzon , Sviatoslav Richter und Rafael Orozco haben diese Sonate faszinierdn eingespielt undlive im Konzert . In Anlehnung an einen Satz Richters würde ich , wäre ich Pianist , sagen :"Was soll ich denn nach dieser Sonate noch spielen (können ) ?".
      Viele Grüsse , Frank
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Original von Ganong
      Lieber Rolf ,
      die "wanderer-Fantasie" ist für mich k e i n VirtuosenSelbstzweck Werk , sonder unendlich traurig , nachdenklich , psychologisch vielschichtig .
      man kann es hören :
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank


      Guten Tag Ganong.
      Eine dumme Frage meinerseits :
      Warum soll diese Fantasie traurig sein ? Ist doch exakt die gleiche Tonart wie seine letzte Sinfonie ? Und die wirkt auf mich lebensbejahend und optimistisch.
      Mit C - Dur verbinde ich keine" Traurigkeit " oder ähnliche Gefühle.

      Gruss.
      R.
    • RE: Franz Schubert - " Wanderer - Fantasie " C -Dur

      Original von Ganong
      Lieber Rolf ,
      die "wanderer-Fantasie" ist für mich k e i n VirtuosenSelbstzweck Werk , sonder unendlich traurig , nachdenklich , psychologisch vielschichtig .
      man kann es hören :
      Clifford Curzon spielt dieses Schubert-Wunder so wie ich es nachempfinden kann .
      In "Great Pianists of the century" .
      Viele Grüsse , Frank


      Guten Tag Ganong.
      Eine dumme Frage meinerseits :
      Warum soll diese Fantasie traurig sein ? Ist doch exakt die gleiche Tonart wie seine letzte Sinfonie ? Und die wirkt auf mich lebensbejahend und optimistisch.
      Mit C - Dur verbinde ich keine" Traurigkeit " oder ähnliche Gefühle.

      Gruss.
      R.