DIE ORGEL - Königin der Instrumente

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    • DIE ORGEL - Königin der Instrumente

      Hallo zusammen.
      Gibt es Liebhaber der Orgel unter Euch ?
      Für dieses Instrument wurden seit Jahrhunderten zahllose Werke geschrieben.

      Nicht J. S. Bach allein schrieb seine unsterblichen Meisterwerke. Auch Komponisten, die nicht seinen einsamen Rang hatten schufen für die Orgel viele noch heute gern gehörte Stücke.
      Da denke ich z. B. an den Padre Soler. Mit seinen prachtvollen, festlichen Werken für zwei Orgeln. Toon Koopmann und seine Frau spielen das herrlich

      Oder von italienischen Barockkomponisten. Obwohl die Orgel in Italien nie die Bedeutung erlangt hat wie in den nördlichen Ländern.
      Mozart hat original für Orgel nichts geschrieben. Aber es wird öfters von seinen Kompositionen für Orgel bearbeitet.
      Seine 17 sogenannten Kirchensonaten sind kleine Orchesterstücke mit obligater Orgel. Aber man muss schon sehr aufpassen, dass man sie heraushört. Denn sie ist ganz in den Orchestersatz integriert. Orgelkonzerte sind das nicht.

      Hochvirtuose Orgelmusik im 19. Jahrhundert schrieb Franz Liszt. Aüsserst effektvoll und aüsserlich, meiner Meinung nach. Dann die Franzosen. Mit ihren berühmten Vertretern Vierne, Widor, C. Franck.
      Widors berühmte Toccata muss man gehört haben !
      Im letzten Jahrhundert ein ganz Grosser auf der Orgel war Max Reger. Seine Musik ist nicht aufbrausend, nicht aüsserlich. Sie ist ganz echt.

      Händel ,Haydn und andere schrieben für den weltlichen Gebrauch Konzerte für Orgel und Orchester. Besonders die Werke Händels sind aüsserst klangschön. Er schrieb etwa 14 solche.

      Auch ganz kurioses wurde komponiert. Leopold Mozart etwa schrieb über 10 Stücke für das Hornwerk auf der Festung Hohensalzburg. Genannt " Salzburger Stier ".

      Weltbekannte Interpreten auf diesem Instrument gab und gibt es einige. Da wären aus Frankreich die grosse M. C. Alain. Sie stammt aus einer berühmten Musikerfamilie. Oder H. Walcha, W. Rübsam,aus Deutschland. D. Chorzempa u. a.

      Ich selber kenne und liebe die Orgelmusik erst seit ein paar Jahren.
      Vorher hatte ich gar nichts dafür übrig. Empfand nur tödliche Langeweile.
      So ändern sich die Einstellungen.

      Und Ihr ? Habt Ihr mit diesem Instrument auch Mühe,oder Mühe gehabt, und gibt es unter Euch Orgelenthusiasten ?


      Gruss.
      Rolf.
    • Die Orgel- Königin der Instrumente

      Hallo allersiets,

      Hier ist ein Orgelspieler und auch -liebhaber. Überall, wo ich bin und eine Orgel sehe, suche ich nach einer Möglichkeit, diese auch zu spielen oder zu hören. Wer macht das noch? Falls mich jemand anmailen möchte:

      bitte per PN Kontakt aufnahmen bei Bedarf! Admin Rachmaninov

      Bis Bald Euer Orgelnarr,

      ChPG
    • RE: Die Orgel- Königin der Instrumente

      Original von paulechg
      Hallo allersiets,

      Hier ist ein Orgelspieler und auch -liebhaber. Überall, wo ich bin und eine Orgel sehe, suche ich nach einer Möglichkeit, diese auch zu spielen oder zu hören. Wer macht das noch? Falls mich jemand anmailen möchte:

      bitte per PN Kontakt aufnahmen bei Bedarf! Admin Rachmaninov

      Bis Bald Euer Orgelnarr,

      ChPG


      Hallo paulechg.

      Kennst Du die
      WIDOR Aufnahmen von G. Kaunzinger ? Ich hab soeben die Sinfonie No. 9 op. 70 2 Die Gotische " gehört. Vorher wieder mal die brausende Toccata.

      Er spielt an der Klais - Orgel im Limburger Dom. Die andere Orgel die Kaunzinger auf diesen 5 CD spielt ist die in der Stiftsbasilika Waldsassen.

      Weiters hab ich eine besonders gelungene 6 CD Box mit Bernard Foccroulle. Mit den Bachorgelwerken aus seiner Weimarer Zeit. Auf RICERCAR.
      Auf diesen spielt er an 6 Orgeln. Unter andern auch bei uns in der Klosterkirche Muri. Eine andere in Ottobeuren.

      Mit den Schüblerchorälen hats bei mir vor ein paar Jahren angefangen.
      Besonders " Wachet auf ruft uns die Stimme" kann ich jeden Tag hören.
      Widor nicht !

      Gruss.

      Rolf.
    • Hallo Rolf,

      großes Kompliment für Deine vielseitigen und interessanten Beiträge!

      Leider kann ich zum Thema Orgelmusik gar nichts beitragen – sie liegt mir einfach nicht im Blut. Deshalb besitze ich auch gerade mal zwei Aufnahmen mit Orgelmusik: Erstens eine Aufnahme mit berühmten Orgelwerken von J.S. Bach mit Karl Richter. Dieser Name (K. Richter, nicht Bach :wink ) war mir so oft begegnet, dass ich einfach nicht anders konnte.

      Zweitens eine wirklich „fetzige“ Einspielung von „Encores“ mit Virgil Fox. Darauf sind Werke von Bach, Händel, Purcell etc. Sie hat für mich einen bestimmten Reiz, wenn ich sie richtig laut hören kann.

      Das war es schon… und ich fürchte, dass ich auch keine weiteren Vorstöße in diese Richtung machen werde.

      Viele Grüße,
      Cosima
    • Saint Saens

      Hallo Rolf,

      ich höre Orgelmusik gelegentlich sehr gerne. Außer den Orgelwerken von Bach, von denen ich eine Gesamteinspielung besitze ( mit Stockmeyer - sehr billig) habe ich noch eine CD mit verschiedenem.

      Was ich sehr mag sind die Orgelstücke mit Saint Saens, auf einer sehr schönen Zyx CD von einem gewissen Joseph Berger dargeboten - neben der Orgelsinfonie. Die haben mich so begeistert ( Opus 99/3, Opus 101, Opus 105), daß ich eigentlich ganz gerne den gesamten Saint Saens auf CD gehabt hätte. Gab da mal ein billiges Angebot. Aber leider hörte ich rein ( die entsprechenden Stücke) und was ich hörte, gefiel mir überhaupt nicht.

      Die Orgelkonzerte von Händel sind natürlich toll.

      Reger habe ich gelegentlich in Orgelkonzerten gehört. Irgendwie erwachte da keine Leidenschaft für diese Musik.

      Was mich aber interessieren würde, wäre Cesar Franck und Messiaen. Davon habe ich schon Stücke gehört ( vor urlanger Zeit), die mir gefallen haben.

      Gruß Martin
    • Orgelmusik ist etwas ganz Besonderes. Ich habe auch ein wenig gebraucht, bis ich Zugang zu ihr gefunden habe. Aber sehr hilfreich waren für mich die zahlreichen Bach-Bearbeitung, v.a. die von Busoni. Diese geben den Klag der Orgel auf dem Klavier schon sehr nahe wieder und bis zum Original war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Insbesondere liebe ich die Aufnahmen mit Simon Preston bei der DG :engel
    • Hallo,
      also ich mag Orgelmusik.
      Mein allererstes Klassikstück welches ich als Kleinkind hörte war die d-moll Toccata von Bach. :D
      Helmut Walcha traktierte die Orgel.
      Mein Vater war in den Sound dieser frühen Stereoaufnahme vernarrt,
      eine LP der Archivproduktion mit allen Aufnahmedaten auf Karteikarte.
      Er hörte aber fast ausschliesslich dieses Werk!
      Das einzige klassische Stück das er mochte :I
      Ich durfte den damals heiligen Dualplattenspieler nicht bedienen :(
      Sonst hätte ich bestimmt auch die anderen Werke gehört...
      Der Anfang der Toccata ließ mir damals schon ne Gänsehaut wachsen :down
      Da saß ich wohl mit großen Augen und Ohren zwischen den mächtigen Selbstbauboxen meines Vaters und die Basswogen massierten mir den Bauch :rofl
      Jetzt hab ich die Scheibe geerbt, ab und an lege ich sie auf...
      aber mittlerweile mag ich Ton Kopmans Spielweise lieber.

      Ansonsten höre ich was ich ergattern kann an Orgelmusik.
      Bach + Söhne, Buxtehude, Händel, Bruckner, Mendelssohn, Widor, Vierne, Guilmant, Franck, Jongen,
      Reger, Liszt, Brahms, Schostakovich, Dupre, Saint Saens usw.

      Verzweifelt suchen tu ich die Orgelmusik eines Australiers, Graeme Koehne. :(

      Gruß
      embe
    • Das war ja ein kurzer - und kurzlebiger - Faden ! Schuld war sicher die Kirchenmaus. Zum 13. Jahrestag des letzten Beitrags möchte ich einmal darauf hinweisen, wie unterhaltsam ein Orgelkonzert sein kann.
      Vorher jedoch ganz allgemein: Ich bin keine regelmäßige Besucherin von Orgelkonzerten, obwohl man hier in Hamburg fast jeden Tag in einer der Hauptkirchen - die alle fabelhafte Orgeln bzw. sogar Orgelanlagen haben - Orgelmusik hören kann. Solch ein Angebot gibt es natürlich nicht überall, obwohl auch einige kleine Dorfkirchen - jedenfalls in Schleswig-Holstein - sehr gute historische Orgeln haben (Arp Schnitger war in Norddeutschland sehr aktiv), und im Sommer kann man auch dort mit etwas Glück zufällig fabelhafte Organisten hören, da die Organisten - die ja normalerweise auf ein einziges Instrument beschränkt sind - dann reisen, um mal andere Instrumente kennenzulernen. Wer die Orgel nur aus dem Gottesdienst kennt, weiß nicht, wie eindrucksvoll sie sein kann, wenn sie in einem passenden Klangraum von einem großen Organisten gespielt wird.
      Im Juni werde ich nach zweijähriger Pause hoffentlich wieder zum Klavier-Festival in Lille fahren, und in diesem Jahr wird es auch zwei Orgelkonzerte von zwei der hervorragendsten französischen Organisten geben. Durch einen Link von dort kam ich zu einem YT-Kanal, in dem Orgelkonzerte in der Pariser Kirche St. Sulpice gestreamt werden.
      Bei den meisten Orgeln wird - soviel ich weiß - heutzutage die Register-Aktion im voraus von dem Organisten programmiert, so daß diese dann automatisch an den entsprechenden Stellen gezogen werden. Nicht so in St. Sulpice ! Diese fünf-manualige Orgel ist in einem mehr oder weniger originalen Zustand erhalten worden, und der Organist benötigt mehrere Helfer, die auf beiden Seiten desselben nach einem niedergeschriebenen Plan von Zeit zu Zeit die Register und gelegentlich zusätzliche Pedale bedienen. Das kann sehr abenteuerlich aussehen (wozu auch der perikolante Notenständer beiträgt), und ein gutes Beispiel ist ein Konzert eines deutschen Organisten namens Helmut Deutsch (der ein anderer ist als der homonyme LIedbegleiter), hier insbesondere seine Transkription von Liszts Préludes (der Organist hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits die Hemdsärmel hochgekrempelt) : Hier sind gleich drei Assistenten am Werk; der ältere Herr mit den weißen Haaren ist der Organist von St. Sulpice, Daniel Roth, ebenfalls ein sehr bekannter Musiker. Bitte beachtet auch das Stück von Alkan etwas früher im Konzert. Viel Spaß dabei
      wünscht Gamaheh
      In girum imus nocte et consumimur igni.
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