Soler: Fandango und anderes

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    • Liebe Heike,
      vielen Dank für diesen Hinweis (den ich erst jetzt bemerke) - ja, Dein Verdacht ist richtig, das ist tatsächlich die gesuchte e-Moll-Sonate!

      Herzliche Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."
    • Blasco de Nebra (1750-1784)

      Die Klaviermusik des in Sevilla geborenen Komponisten erinnert, wie ab oben schon angedeutet hat, sowohl an Scarlatti als auch an Soler (darum erlaube ich mir, das einfach mal in diesen Faden hineinzustellen), ist aber doch auch wieder anders.
      Von seinen 170 Werken – Details darüber sind unbekannt – sind nur 26 Sonaten und sechs Pastorellas auf uns gekommen. Die Sonaten hat Naxos auf drei CDs mit Pedro Casals, der sich um die Erschließung des Oeuvres dieses noch kaum bekannten Komponisten verdient gemacht hat, veröffentlicht.
      Ich habe kürzlich die erste dieser der CDs (Aufnahme: Toledo, Mai 2008) zufällig gesehen und gleich mitgenommen:



      Mein Verhältnis zu dieser Musik ist vorläufig noch etwas gespalten: Einerseits erwecken die ausgiebigen Motivwiederholungen und - wie mir vorkommt - ein oft ziemlich langes Verharren in derselben Tonart (würde aber gern mal die Noten sehen) bei mir doch den Eindruck einer gewissen Monotonie, andererseits gibt es gelegentlich Klangeffekte, die aufhorchen lassen, z.B. bei der Sonate „Nr. 111“ (Track 5 auf der ersten CD). Sehr reizend und irgendwie in seiner Aufmachung gar nicht zeittypisch finde ich das schlichte, verhaltene Thema, das im einleitenden Adagio der letzten Sonate auf der CD (in d-Moll) erst in Dur, dann in Moll erscheint.
      Von den 13 hier eingespielten Sonaten sind die ersten acht einsätzig, die anderen fünf zweisätzig nach dem Schema Adagio - Allegro.
      Kennt jemand von euch diese und vielleicht auch die beiden anderen CDs? Etwa auch im Vergleich zu der von ab genannten (mir noch nicht bekannten) mit Josep Colom?

      Offenbar erlebt dieser Komponist, der mir bis vor kurzem nicht einmal dem Namen nach bekannt war, eine Auferstehung, denn bei den „drei Buchstaben“ finde ich auch noch andere Einspielungen (Javier Perianes; Pedro Piquero). Piquero bezeichnet den Komponisten in einem Interview als „un experimentador radical pero elegante“.
      Ich sollte also wohl noch genauer hinhören und mir mehr zulegen ... Bei dem relativ Wenigen, was erhalten ist, ist es ja anders als bei Soler oder gar Scarlatti nicht so schwer, sich einen Überblick über das Klavierwerk zu verschaffen.

      Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."

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