Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

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    • Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      Hallo,

      die erste Fassung des Konzertes wurde 1903 geschrieben und mit mäßigem Erfolg 1904 uraufgeführt - die revidierte Fassung wurde 1905 erstellt und in Berlin uraufgeführt.
      Eher selten gibt es Einspielungen und Aufführungen der ersten Fassung, die zweite dagegen ist sehr beliebt und auch häufig auf Tonträgern vorhanden.

      Das Stück wurde Ferenc Vecsey gewidmet und ist für Sibelius eine Art Abschied aus dem Stadtleben, da er anschließend auf sein Waldgrundstück in Järvenpää in der Nähe von Helsinki gezogen ist.

      Besonders der 1.Satz ist sehr virtuos gestaltet und verlangt dem Geiger so einiges ab. Generell lässt das Konzert dem Solisten viel Spielraum - herrlich sind aber auch die sinfonischen Elemente, der warme 2.Satz, das stürmische Finale, die sanfte Einleitung...

      Sibelius' Violinkonzert dürfte eines seiner bekanntesten Werke sein - sicherlich nicht zu Unrecht!
      Es gibt reichlich gelungene Aufnahmen, mit denen auch ich glücklich gestellt werden kann.

      Zwei möchte ich als uneingeschränkte Empfehlung hervorheben:



      Akiko Suwanai - für mich sagt der Name schon alles :down

      Perfekte Konkurrenz - ich könnte mich wahrscheinlich nicht entscheiden, wen von beiden ich wählen würde wenn ich es müsste - ist Sergeij Khachatryan:




      Was könnt ihr empfehlen - was sollte man unbedingt gehört haben?

      Es grüßt Anton.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anton ()

    • RE: Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      Original von Anton
      Hallo,

      die erste Fassung des Konzertes wurde 1903 geschrieben und mit mäßigem Erfolg 1904 uraufgeführt - die revidierte Fassung wurde 1905 erstellt und in Berlin uraufgeführt.
      Eher selten gibt es Einspielungen und Aufführungen der ersten Fassung, die zweite dagegen ist sehr beliebt und auch häufig auf Tonträgern vorhanden.

      Das Stück wurde Ferenc Vecsey gewidmet und ist für Sibelius eine Art Abschied aus dem Stadtleben, da er anschließend auf sein Waldgrundstück in Järvenpää in der Nähe von Helsinki gezogen ist.

      Besonders der 1.Satz ist sehr virtuos gestaltet und verlangt dem Geiger so einiges ab. Generell lässt das Konzert dem Solisten viel Spielraum - herrlich sind aber auch die sinfonischen Elemente, der warme 2.Satz, das stürmische Finale, die sanfte Einleitung...

      Sibelius' Violinkonzert dürfte eines seiner bekanntesten Werke sein - sicherlich nicht zu Unrecht!
      Es gibt reichlich gelungene Aufnahmen, mit denen auch ich glücklich gestellt werden kann.

      Zwei möchte ich als uneingeschränkte Empfehlung hervorheben:



      Akiko Suwanai - für mich sagt der Name schon alles :down

      Perfekte Konkurrenz - ich könnte mich wahrscheinlich nicht entscheiden, wen von beiden ich wählen würde wenn ich es müsste - ist Sergeij Khachatryan:




      Was könnt ihr empfehlen - was sollte man unbedingt gehört haben?

      Es grüßt Anton.


      @ Anton.
      Von diesem schönen Konzert habe ich eine Einspielung mit A. S. Mutter. Sie spielt noch was kleineres auf der CD. Mir gefällt sie . (die CD ! )

      Gruss.
      R.



      !)
    • RE: Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      Das Maß aller Dinge, soweit es das Sibelius-Konzert angeht, ist seit längerer Zeit Lin/Philharmonia O/Salonen (1989):



      Die Aufnahme ist offenbar in Deutschland gestrichen :I. - Frau Mutter genießt bei mir uneingeschränktes Hausverbot :D.

      Gruß,

      Zelenka
    • RE: Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      Hallo Anton,

      ein sehr schönes Thema. Ist das Konzert doch in meinen Augen eines der schönsten VC überhaupt.

      Original von Anton
      die erste Fassung des Konzertes wurde 1903 geschrieben und mit mäßigem Erfolg 1904 uraufgeführt - die revidierte Fassung wurde 1905 erstellt und in Berlin uraufgeführt.
      Eher selten gibt es Einspielungen und Aufführungen der ersten Fassung, die zweite dagegen ist sehr beliebt und auch häufig auf Tonträgern vorhanden.


      Die Urfassung kenne ich bisher gar nicht. Habe mir aber die Aufnahme des Geigers Kavakos (BIS) bestellt. Auf dieser stellt er beide Version "gegenüber".


      Besonders der 1.Satz ist sehr virtuos gestaltet und verlangt dem Geiger so einiges ab.


      Eigentlich verwunderlich, da, soviel mir bekannt, Sibelius selber kein großer Könner auf diesem Instrument war.


      Akiko Suwanai - für mich sagt der Name schon alles :down


      zu recht!


      Perfekte Konkurrenz - ich könnte mich wahrscheinlich nicht entscheiden, wen von beiden ich wählen würde wenn ich es müsste - ist Sergeij Khachatryan:


      Auch zu recht! Kein Wunder das er den Sibelius Wettbewerb gewinnen konnte und den QE Wettbewerb in Brüssel.


      Was könnt ihr empfehlen - was sollte man unbedingt gehört haben?


      Gehört haben "muß" man natürlich die Aufnahme von J. Heifetz.



      Angeblich hat Milstein wegen der überragenden Interpretation von Heifetz das Konzert nie selber für die Schallplatte eingespielt!

      Rachmaninov
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      aus meiner Sicht habt Ihr die Mullova unter Ozawa vergessen - sie spielt mit russischer Leidenschaft



      Dennoch halte ich die Aufnahme von Khachatryan und Suwanai für die beeindruckendsten (Heifetz lass ich mal aussen vor - den darf man ja sowieso nicht vergleichen :ignore).

      Gruss, Walter
      Walter
    • Vielleicht wäre Frau Mutter mal einen eigenen Thread wert. Ich weiß aber nicht, was man so gegen sie haben kann. Ich halte sie für eine große Geigerin und überhaupt auch für ne interessante Frau. Ich glaube sie polarisiert nur weil Karajan sie gefördert hat. Ich bin kein absoluter Fan von ihr, aber ich glaube man tut ihr auch unrecht, so schrecklich ist sie nun wirklich nicht.
      Gruß
    • Original von fohlenfanatiker
      Vielleicht wäre Frau Mutter mal einen eigenen Thread wert. .... aber ich glaube man tut ihr auch unrecht, so schrecklich ist sie nun wirklich nicht.


      Da hast Du sicher Recht, Günter, aber ich kenne auch nur zwei Aufnahmen mit ihr: 1) Eines der Mozart-Violinkonzerte unter Karajan – Frau Mutter metzelt m.E. den Mozart dahin, ganz furchtbar. Karajan hilft bei diesem Schlachtfest eifrig mit. 2) Die Brahms-Violinsonaten mit Alexis Weissenberg – großartig!

      Also meinetwegen muss nicht unbedingt ein Mutter-Thread her, aber lasst Euch nicht abhalten! :J

      Gruß, Cosima
    • Hallo,

      Original von Rachamaninov
      Besonders der 1.Satz ist sehr virtuos gestaltet und verlangt dem Geiger so einiges ab.


      Eigentlich verwunderlich, da, soviel mir bekannt, Sibelius selber kein großer Könner auf diesem Instrument war.


      also so weit mir bekannt ist, wurde Sibelius sogar zunächst zu einem Geiger ausgebildet!
      Studiert hat er in Helsinki, Wien und Berlin...(sagt alles natürlich nicht über seine Fähigkeiten aus...)


      Pinchas Zukerman ist sicherlich auch eine hervorragende Interpretation!
      Die Kopplung mit dem Beethoven VC ist sehr interessant - danke, die Aufnahme ist vorgemerkt!

      Es grüßt Anton.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anton ()

    • RE: Sibelius Violinkonzert d-Moll op.47

      Original von Walter
      aus meiner Sicht habt Ihr die Mullova unter Ozawa vergessen - sie spielt mit russischer Leidenschaft


      @Walter,

      natürlich haben wir sie nicht vergessen, nur bisher nicht genannt!
      Es gibt viele großartige Aufnahmen des Konzerts.
      Darunter natürlich auch die Aufnahme von Mullova / Ozawa.

      Mullova's kraftvoller Geigenton mit diesem dunklen Klang ihrer Geige passt wunderbar zum Charakter des Konzerts. Dazu noch das wie meist klasse Dirigat Ozawas :down
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Eine hoch interessante Aufnahme ist ebenfalls die mit L. Kavakos und dem Lathi Symphony Orchestra unter Osmo Vänskä.

      Selten, wenn überhaupt, habe ich bisher den Orchesterpart so kraftvoll und detailreich gehört wie in dieser Aufnahme. Sehr packend und stimmungsvoll!

      Insb. die Blechbläser kommen hervorragend zu Geltung.

      Dazu ein bestens aufgelegter L. Kavakos



      Zwei Besonderheiten zur Aufnahme:

      Die 1903/04 original Version des Konzerts ist ebenfalls auf der Aufnahme. Außerdem ist jeder Track noch in Indizes aufgetielt, zum besseren Vergleich der Versionen.

      Es gibt halt noch Menschen, die sich richtig Gedanken machen und Mühe geben :down
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • hallo,

      das konzert für violine und orchester d-moll op.47 von jean sibelius, ja ein großdimensioniertes werk, schwermütig und folkloristisch verarbeitend. es steht in der selben tonart wie z.b. rachmaninows 3. klavierkonzert.



      besonderheiten: der einsatz der solovioline über die tremoli der geigen, sehr wirkungsvoll, die dynamik darf nicht zu früh gesteigert werden.

      dann die große kadenz der solo-violine im ersten satz. sie erinnert mich in ihrer art und funktion an die kadenz im griegschen klavierkonzert ! will man einen geiger hinsichtlich seiner instrumentellen fähigkeiten in kurzer zeit beurteilen, dann kann man sich hier sehr gut orientieren.

      der mit gespannter rhythmik und abwechselnd mit schwerem orchesterpart versehene finalsatz. für mich der gipfel: die solovioline, welche kurz vor der coda auf höchsten lagen das thema moduliert, wie ein singvogel, oder ein mensch, der ausbrechen möchte ! phantastico !

      Jeremias' empfehlung gehört auch zu meinen favoriten. diese aufnahme mit 'pinky' zukerman, dem CSO und d. barenboim ist top of the top, auch meine kenenlern-aufnahme. der 'goldene' ton des geigers, sein rhythmusgefühl und das zusammenspiel mit dem orchester, beeindruckend. :down

      die aufnahme perlmans mit dem pittsburgh SO unter steinberg ist eine sehr gute alternative.

      der gipfel: die von Sergejewitsch ins rennen geworfene aufnahme mit jascha heifetz aus seiner stereo-zeit ! das geigenspiel ist jenseits von gut und böse ! :down

      die historische aufnahme mit der früh-verstorbenen (fluzeugabsturz) ginette neveu soll etwas ganz besonderes sein ! vielleicht kennt sie jemand ?(

      gruß, siamak :engel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AcomA ()

    • Original von Rachmaninov
      Original von AcomA

      die historische aufnahme mit der früh-verstorbenen (fluzeugabsturz) ginette neveu soll etwas ganz besonderes sein ! vielleicht kennt sie jemand ?(



      Ja, ich besitze diese Aufnahme und werde hier sicherlich noch berichten :engel


      Ich auch, und die Aufnahme (1945, Philharmonia O, Süsskind) ist wirklich außergewöhnlich. Feurig!

      Gruß,

      Zelenka
    • Hallo allerseits,

      ich besitze Aufnahmen mit Vengerov, Heifetz, Repin und Oistrakh. Am liebsten hörte ich allerdings zuletzt die Aufnahme mit Khachatryan. Eine Rezension auf klassik.com bescheinigt diesem jungen Geiger, dass er „mit einer Intensität eines Menschen spiele, ‘der gerade seine erste große Liebe erlebt’“. So würde ich diese Aufnahme auch beschreiben. Sie ist sehr intensiv und sinnlich interpretiert, dennoch mit einer Leichtigkeit und Mühelosigkeit, die etwas Schwebendes hat. Phantastisch! :down

      Als nächste Favoriten würde ich aus der Erinnerung Heifetz und Vengerov nennen.

      Gruß, Cosima
    • Original von Cosima
      Hallo allerseits,

      ich besitze Aufnahmen mit Vengerov, Heifetz, Repin und Oistrakh. Am liebsten hörte ich allerdings zuletzt die Aufnahme mit Khachatryan. Eine Rezension auf klassik.com bescheinigt diesem jungen Geiger, dass er „mit einer Intensität eines Menschen spiele, ‘der gerade seine erste große Liebe erlebt’“.


      Er hat ja auch nicht ohne Grund eben mit diesem Konzert den gleichnamigen Wettbewerb gewonnen :engel (Dez. 2000)

      Irgendwoi hatte ich mal gelesen das Milstein das Konzert nicht eingespielt hatte weil er Heifetz damit so überragend fand!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Sibelius Violinkonzert d-Moll op. 47

      Lieber Günter ,

      Anne - Sopie Mutter ist nach wie vor eine der besten Geiger(INNEN) unserer zeit . Sie ist technisch nach wie vor perfekt .

      Was ihr in den letzten Jahren , seit den beethovenschen Violinsonaten mit Lambert Orkis , fehlt ist ein adäquter Partner z.B. als Pianist , Dirigent . Schrecklich waren für mich beide Violonkonzerte mit ( ihrem jetzigen ) Ehemann André Previn .

      Auch die Aufnahmen mit dem dem völlig überschätzten Kurt Masur ( die geschichte hat einen realen hintergruind , der schon vor zig jahren ausführlich im "Spiegel" - unwidersprochen !!! - substanttiert dargelegt worden ist .

      Beste Grüsse , Frank
    • Ginette Neveus Sibelius ist immer noch meine Lieblingsaufnahme dieses Konzerts! Eine solche wunderbar anti-dramatische, introvertierte Spannung sucht man ein zweites mal vergeblich.

      Recht gut hat mir immer auch Vadim Repins gefallen (weit abgeschlagen natürlich). Oistrachs Expressivität ist natürlich legendär.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)