Die SINFONIEN Anton Bruckners

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die SINFONIEN Anton Bruckners

      Schönen Sonntag zusammen.

      Anton Bruckner und seine 9 Sinfonien ! Das ist eine Welt für sich. Hier sollen die Freunde des Meisters von St. Florian zu Worte kommen.
      Ich kann im Folgenden nur eine kurze Einführung versuchen. Analyse, Werkbeschreibung und anderes , dafür gibt es genug Konzertführer.

      Bruckner erfährt auch heute noch viel Ablehnung. Aus vielerlei Gründen. In den romanischen Ländern wurde er nie populär. Und wird auch wenig im Konzertsaal aufgeführt.Vielen sind seine" sinfonischen Kathedralen " suspekt.
      Wie bekannt, hat Bruckner um seine Schöpfungen hart gerungen.Von allen möglichen "gutmeinenden " Kritikern liess er sich beeinflussen. Deswegen entstanden von nicht wenigen seiner Sinfonien mehrere Versionen.
      Er gab auch deswegen nach, weil er so auf eine Aufführung hoffte.
      Aber selten genug kam eine zustande.

      Meine liebsten und meistgehörten Einspielungen seiner Sinfonien sind die 4. , die" Romantische" genannt. Sodann die 5., ,die 7. die 8.,und seine unvollendete Neunte.
      Auf DVD habe ich eine eindrucksvolle Aufnahme aus St. Florian. Pierre Boulez dirigiert die Wiener Philharmoniker. Aber sowas hab ich noch nicht gesehen. Wenn man Boulez zuschaut! 80 Minuten lang keine Mimik im Gesicht ! Kein Muskel bewegt sich! Kein Mitgehen mit der Partitur. Hat er das richtige Werk dirigiert ? Macht er das überall ?
      Bruckners Neunte war meine erste Erfahrung mit seinem sinfonischen Schaffen. Das gespenstische Scherzo hatte es mir damals angetan Bernstein dirigierte die N.Y. Philharmonic. Nach und nach kamen dann weitere hinzu.

      Bedeutende Bruckner Interpreten in der Vergangenheit waren Bruno Walter, Otto Klemperer, Eugen Jochum,, Günther Wand, Karajan,und andere.
      Und heute ? Wer kann die Lücken schliessen ?
      Unsere Bruckner Freunde werden es mir sagen.
      Nun also schreibt Eure Meinungen, Eure Vorlieben und Vorbehalte. Eure Abneigungen und nicht zuletzt natürlich Eure favorisierten CD Aufnahmen.

      Vielen Dank für Euer Mitmachen !

      Gruss.
      Rolf.
    • Hallo Rolf,

      Deinetwegen beginnt mein Sonntag mit Bruckner, genauer gesagt mit seiner 7. Symphonie. Ich höre fast alle seine Symphonien ganz gern, habe aber nie viel hin und her verglichen. Als Bruckner-Dirigenten habe ich Celibidache, Skrowaczewski, Tintner (auf Naxos, m.E. wirklich gut), Giulini, Chailly, Boulez (gefiel mir am wenigsten), Furtwängler, Nott und Wand (großartig!) kennen gelernt.

      An jeder Symphonie fasziniert mich etwas anderes: Zum Beispiel an der 1. ihre Frische. Das Scherzo ist so beschwingt und erhaben - Bruckners Scherzi finde ich übrigens durchgängig originell und schön. Für mich war die 1. insgesamt am eingängigsten.

      Die „Romantische“ muss man einfach mögen, sie spricht mich als Gesamtwerk am meisten an. Sie erinnert mich entfernt an die „Pastorale“, hat wie diese etwas Inniges und Vertrautes mit ihren ländlichen Motiven. Die Aufnahme mit den Berlinern unter Wand ist umwerfend!

      Die 5. ist schon ein Klotz! Ich habe etwas in ähnlicher Form gestern zum Britten-Klavierkonzert geschrieben, obgleich natürlich nicht vergleichbar: Es sind diese Steigerungen, die für mich einen fast erotischen Reiz ausmachen. Immer wenn man glaubt, dass es gleich richtig losginge, wird die Stimmung wieder zurück genommen, indem die Klangfarbe wechselt. Die 5. empfinde ich als wirklich sperrig; es ist verdammt schwer, bis zum Schluss am Ball zu bleiben.

      Einer meiner Lieblinge ist die 7., auch wieder unter Wand. Das Adagio ist zum Niederknien und für mich der allerschönste Satz, den Bruckner überhaupt komponiert hat! Wem es hier nicht die Tränen in die Augen treibt, der hat kein Gefühl! Dieser 2. Satz ist so erhaben und schön, dass es fast schmerzt. Unglaublich! Celibidache dehnt das Adagio so zähflüssig aus; damit nimmt er m.E. diesem Satz die ganze Würde. Dann doch lieber die empathische Furtwängler-Einspielung, auch wenn der Klang unterirdisch ist.
      Auf das Adagio folgt ein originelles Scherzo, das nur oberflächlich tänzerisch und heiter erscheint und schnell durch das Bläsermotiv einen bedrohlichen Charakter erhält. Erinnert mich vage an die Zweideutigkeit in Mahlers 4. mit ihrem „Nichts-ist-wie-es-scheint“. Mahler ging aber viel subtiler vor.

      Mit der 9. komme ich bis heute nicht klar, vielleicht weil ich Bruckners tiefe Religiosität nicht nachempfinden kann. An der 2. liebe ich auch wieder das kontrastreiche Scherzo, der Rest ist mir kaum in Erinnerung. Soweit meine bescheidenen Erfahrungen mit Bruckner. Nach den Wand-Aufnahmen der 4. und 7. habe ich mich nie mehr nach anderen Dirigenten umgesehen. Sie sind meine beiden Lieblinge, und ich denke, dass Wand hier top ist.

      Schönen Gruß,
      Cosima
    • RE: Die SINFONIEN Anton Bruckners

      Liebe Cosima , lieber Rolf ,
      selbst wer Bruckner zunächst nicht "mag" , der wird nicht umhin können , Karajans letzte Aufnahme überhapt ( mit den Winer Philharmonikern ; DGG ) und der 7. Syphonie zu den Sternstunden der Interpretationskunst zu zählen .
      ich gebe Dir , Cosima , recht , dass die "Romantische" die Symphonie ist , zu der auch ich den schnellsten Zugang gewonnen habe . Neben den legendären Aufnahmen mit Eugen Jochum , dessen Gesamtaufnahme ich wählen würde , müsste ich mich für einen Dirigenten entscheiden - und das Orchester !!! - gibt es ei ne Interpretation von E. Inbal , die die typische Brucknerschwere in den Hintergrund treten lässt .
      Die letzte Symphonie hat wohl Carlo Maria Giulini überragend ausgelotet . ( Nach Karajans Tod hat er sie mit den berlinber Philharmonikern als eine Art "Lebewohl" in Berlin interpretiert ) .
      Viele Grüsse , Frank
    • Ich kann mich Cosima's Erfahrungen fast gänzlich anschließen - auch für mich sind die 4. und die 7. die schönsten und sicherlich auch die am leichtesten zugänglichen. Daneben sind mir die 2., 3. und 6. am Liebsten. Und auch ich habe Probleme mit den von Brucknerianern, glaube ich, als "Schlüssel"-Symphonien betrachteten 5. und 9. - auch Günter Wand bezeichnete diese als Bruckners wichtigste Symphonien.

      Hervorragende Bruckner-Interpreten gibt es nach meinem Empfinden eine Menge und daher auch jede Menge sehr guter Einspielungen. Berücksichtigen muss man ferner natürlich die vielen unterschiedlichen Fassungen, die es von seinen Symphonien gibt und die auch eingespielt werden.
      Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich nennen:

      Studiensymphonie Inbal RSO Frankfurt
      0. Symphonie Skrowaczewski RSO Saarbr.
      1.Symphonie Tintner Royal Scottish NO
      2.Symphonie Skrowaczewski RSO Saarbr.
      3.Symphonie Skrowaczewski RSO Saarbr.
      4.Symphonie Wand BPO :down
      5.Symphonie Wand BPO
      6.Symphonie Klemperer Philharmonia Orch.
      7.Symphonie Karajan WPO :down
      8.Symphonie Karajan WPO
      9. Symphonie Wand NDR-SO

      ... aber eigentlich will ich mich gar nicht entscheiden :D
    • Bruckner Symphonien

      Liebe Cosima ,
      diese Aufnahme mist sicherlich ganz anders als die Interpretation von G Wand .
      Aber ich kenne niemanden , der diese karajan - Deutrung nicht für ausserordentlich hält ( zählt bei Norman Lebrecht wie bei mir zu den "100 Top Recordings" ) .
      Einfach hören .
      Viele Grüsse , Frank
    • RE: Bruckner Symphonien

      Hallo!

      Ich habe natürlich auch verschiedene Einspielungen der Brucknersinfonien. Ich muß sagen, ich finden den Eugen Jochum immer noch gut. Habe die 4., 7., 8. und 9. aus seinem ersten Zyklus mit dem BPO und ich finde diese Einspielungen immer noch wunderbar. Ich habe mir allerdings, da er bei Brilliant so billig erschienen ist, auch die jüngere Einspielung mit der Staatskapelle Dresden geholt. Auch nicht schlecht, aber was ich vom älteren Zyklus kenne, gefällt mir noch besser. Trotzdem, bei dem Preis für jeden Studenten usw. unbedingt empfehlenswert, zumal da auch eine schöne Einspielung der 0. mit Skrowachewski dabei ist.

      Natürlich sind auch die Fassungen ein Problem. Ich empfehle dringend, sich die 3. auch einmal in der Urfassung anzuhören! Das ist die Fassung, die Robert Simpson als die stärkste ansieht. Ich habe von dieser Fassung zwei Versionen: Inbal und Tintner. Der Tintner ist langsam, sehr langsam. Zu langsam? Ich weiß nicht, ich weiß nur, daß mich zu einem bestimmten Zeitpunkt diese Langsamkeit sehr überzeugt hat, zumal die ohnehin längere Urfassung der 3. bei Tintner wirklich zum zeitlich monumentalen wächst.

      Bei der F moll sinfonie, der "Doppel Null" ist es erstaunlichweise gerade umgekehrt. Da finde ich den Tintner zu schnell und den Inbal gerade richtig.

      Da hier gerade Bruckners 7. mit Karajan und den Wiener Philharmoniker angesprochen wird. Wenn das Karajans letzte Aufnahme ist, kenne ich sie. Hatte sie mir einmal ausgeliehen. Ich habe da mal rein gehört und ich fand sie eher enttäuschend. Irgendwie schaffte es schon der Anfang der Sinfonie nicht, mich zu fesseln ( wie zum Beispiel der Jochum). Ich weiß nicht, woran das liegt.

      Was mir allerdings sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, ist eine Aufführung von Bruckners 9. mit Furtwängler. Leider lausiger Klang, aber als Interpretation hervorragend.

      Gruß Martin
    • RE: Bruckner Symphonien

      Original von Ganong
      Liebe Cosima ,
      diese Aufnahme mist sicherlich ganz anders als die Interpretation von G Wand .
      Aber ich kenne niemanden , der diese karajan - Deutrung nicht für ausserordentlich hält ( zählt bei Norman Lebrecht wie bei mir zu den "100 Top Recordings" ) .
      Einfach hören .
      Viele Grüsse , Frank


      Guten Tag Ganong.
      1989 nach Karajans Tod erschien ja vieles z. T. zum erstenmal bei EMI auf CD. Dazumal hatte ich einiges, das er Mitte der 1950 Jahre eingespielt hatte. Unter anderm eine fulminante 8. Bruckner mit dem Berl. Ph. Orch.
      Aufgenommen 1957 ( !!! ). Hervorragender Klang. STEREO.

      Kennst Du diese Aufnahme ?
      Gruss.

      Rolf.

      PS. Was sind Deine TOP 100 ? Das würde mich schaurig interessieren ! Bitte schreib doch davon. Wenn Du willst. Auch in Raten !
    • RE: Bruckner Symphonien

      Original von Rolf Scheiwiller
      PS. Was sind Deine TOP 100 ? Das würde mich schaurig interessieren ! Bitte schreib doch davon. Wenn Du willst. Auch in Raten !


      Mich auch! Allein die Aufgabe bewältigt zu haben, aus der riesigen Anzahl von Werken und Interpretationen nur 100 Top-Aufnahmen auszuwählen, ist bewundernswert. Ich fände es toll, wenn Du, Frank, diese Erfahrung und Deine Einschätzungen weitergeben würdest.

      Gruß, Cosima
    • Lieber Tangua,

      natürlich etwas überhastet formuliert von mir. Seine EMI Aufnahmen überführen jegliche Komplexität der Werke in einen eintönig dröhnenden Klang. Sie werden meiner Meinung nach den Sinfonien in keinster Weise gerecht. Den Zusammenhalt der verschiedenen "Phasen"(Adorno) eines Bruckner Satzes bewältigt man nicht durch Durchhasten. Wie anders ist seine Siebte auf DGG! Ich bin leider nicht sehr bewandert in den diversen Bruckner-Einspielungen, schätze allerdings folgende Aufnahmen:

      1. /
      2. /
      3. Szell
      4. Böhm (DECCA)
      5. Klemperer alt. Furtwängler od. Horenstein
      6. Klemperer
      7. Karajan (!!!! DGG) alt. Giulini od. Schuricht
      8. Klemperer (! diese Aufnahmen ist heute in Vergessenheit geraten)
      alt. Giulini
      9. Giulini (DGG) alt. Schuricht

      Te Deum: Karajan

      Mir leider nicht bekannt sind die Aufnahmen von H. Knappertsbusch.
    • Original von Jascha Horenstein
      Lieber Tangua,

      natürlich etwas überhastet formuliert von mir. Seine EMI Aufnahmen überführen jegliche Komplexität der Werke in einen eintönig dröhnenden Klang. Sie werden meiner Meinung nach den Sinfonien in keinster Weise gerecht. Den Zusammenhalt der verschiedenen "Phasen"(Adorno) eines Bruckner Satzes bewältigt man nicht durch Durchhasten. Wie anders ist seine Siebte auf DGG! Ich bin leider nicht sehr bewandert in den diversen Bruckner-Einspielungen, schätze allerdings folgende Aufnahmen:

      1. /
      2. /
      3. Szell
      4. Böhm (DECCA)
      5. Klemperer alt. Furtwängler od. Horenstein
      6. Klemperer
      7. Karajan (!!!! DGG) alt. Giulini od. Schuricht
      8. Klemperer (! diese Aufnahmen ist heute in Vergessenheit geraten)
      alt. Giulini
      9. Giulini (DGG) alt. Schuricht

      Te Deum: Karajan

      Mir leider nicht bekannt sind die Aufnahmen von H. Knappertsbusch.



      @ J. Horenstein.
      Auch wenn Du noch nicht so bewandert sein solltest. Jedenfalls für Dein jugendliches Alter sehr gut gewählt.
      Anscheinend haben noch lebende Dirigenten bei Bruckner nichts zu melden.
      Kommt Zeit, kommt Rat.
      Gruss.

      Rolf.
    • Original von Wotan
      Was haltet ihr denn allgemein von Celibidache und seinen Brucknerinterpretationen?
      Und was ist mit der 5ten von Thielemann und den Münchnern?

      MfG
      Marco


      Guten Tag Marco.

      Also, die Thielemann Einspielung der 5. Bruckner hab ich mir sofort gekauft. Und rate mal wann ???
      Am andern Tag, als die Uebertragung aus dem Vatikan erfolgte. Da hat er neben andern Werken die Tannhäuser - Ouvertüre dirigiert. Einfach meisterhaft !! Diese Bläser !!

      Von diesem hervorragenden deutschen Orchester gibt es ja kaum aktuelle Aufnahmen.

      Er hat zum Meister von St. Florian wirklich einen Draht.

      Kaufte mir auch die Philadelphia Aufnahme der Wagner Sachen. Blendend !
      Ansonsten hab ich auf DVD nur noch die " Arabella " aus der MET. Sowie auf SACD die " Alpensinfonie ". In jeder Hinsicht, auch aufnahmetechnisch weit über dem Durchschnitt .


      Ich weiss, dass sehr viele ihn in Grund und Boden verdammen.

      Aber ich heule nicht mit den Wölfen !


      Celibidache kenn ich nur dem Namen nach.

      Seine Dirigentenkollegen, lebende und verstorbene, soll er alle ungemein geschätzt haben.


      Gruss.
      Rolf.
    • RE: Bruckner Symphonien

      Lieber Martin ,
      man kann karajan mögen oder ihn sogar verachten .
      Aber dies e7. Symphonie von Bruckner ist gerade für Karajans Verständnis über Orchesterklang eine geredezu ergreifend eInterpretation . Und nicht , weil es seine letzte Aufnahme in seinem lLeben ist .
      Beiden Aufnahmen mit Eugen Jochum : Ich würde die Aufnahme mit der damals überragenden Staatskapelle Dresden immer vorziehen . Wenn ich mir eine GA der Symphonie Bruckners zulegen müsste, dann diese - absolut .
      Un dhochinteressante Interpretationne sind ja die von Tintner ( Norman Lebrecht hat eine Aufnahme in seinen "Top 100 " zu recht aufgenommen ) .
      Grüsse, Frank
    • RE: Bruckner Symphonien

      Lieber Frank,

      ja ich mag den Karajan nicht sonderlich, das ist wohl wahr. Insofern bin ich dann wohl auch einfach nicht objektiv. Möglich, daß diese Aufnahme der 7. mit den Wienern doch besser ist, als ich denke. Aber den Bruckner von Karajan kenne ich kaum, man kann nicht alles kennen. Ich habe auch gar nicht den Anspruch hier als Weltweiser in Interpretationsfrage aufzutreten - das ist hier ein Forum, wo jeder seinen ganz persönlichen Senf beisteuert und wenn aus dieser Vielzahl von Stimmen beim Leser als Resultat nur ein chaotisches Stimmengewirr herausschaut, hat dies auch seinen pädagogischen Wert.

      Schön, daß Dir die Aufnahme mit der Staatskapelle unter Jochum gefällt. Diese GA bei Brilliant ( ehemals EMI) ist in jedem Fall ein Schnäppchen finde ich.

      Wobei ich sagen muß, daß ich in Tempofragen bei Bruckner immer noch sehr unsicher bin. Tintner spielt manche Sachen viel langsamer und mir gefällt das auch. Jochum ist da doch schneller, spielt aber auch andere Fassungen. Was ist nun besser? Es gibt ja auch, wie ich schon heraus gefunden habe, in gewissen anderen Foren auch Liebhaber von Georg Solti, die seinen Bruckner über alles stellen. Der soll nun besonders schwungvoll sein. Aber ich könnte mir schon vorstellen, daß mir das dann einfach zu schnell wäre. Solti als großer Brucknerianer? Ich kanns mir nicht vorstellen, aber überprüft habe ich mein Vorurteil nicht.

      Der Bruckner Tintners hat auf jeden Fall, nach dem was ich da gesehen habe, die allergrößten Meriten abgeräumt, Preise ohne Ende gewonnen. Und teuer ist er auch nicht. Aber der Skrowajewski ist auch nicht teuer und soll auch sehr gut sein. So komme ich eigentlich in erster Linie schon mal zu dem Resultat, daß Du für wenig Geld ( für mich nicht unwichtig) doch schon sehr gute, sehr anerkannte Interpretationen erwerben kannst.

      Gruß Martin
    • RE: Bruckner Symphonien

      Original von Ganong
      ich kenne niemanden , der diese karajan - Deutrung nicht für ausserordentlich hält


      Lieber Frank,

      Von wann ist diese Aufnahme? Ist zu dieser späten Aufnahmen das selbe zu sagen wie von Karajans spätem Brahms, dass dem früheren steten Vorwärtsdrängen (und auch Kontraste Suchen) eine Ruhe gewischen ist sowie ein unglaublich intesiver Strahleklang?

      Kann (darf) das sein, dass sie derzeit vergriffen ist?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ab ()