Klaviersonaten von Joseph Haydn

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    • Klaviersonaten von Joseph Haydn

      Sonaten von Joseph Haydn begegnet man im Konzertsaal inzwischen häufiger, auch die Tonträgerindustrie hat sich diesem Zweig von Haydens Schaffen mehr angenommen, so dass der Musikfreund auf eine Anzahl von Gesamteinspielungen sowie viele Einzel-CDs zurückgreifen kann.
      Hier im Forum wird Haydn-Klaviermusik selten erwähnt, kennt die niemand oder bewegt sich das Interesse daran bei 0-1?
      Ich starte einmal einen Versuchsballon mit 2 aktuellen Einspielungen:



      Beide Interpreten spielen hier u.a. die Sonate C-dur Nr.60, nach Hobokens Zählung Nr.50.
      Ragna Schirmer spielt mit klarer Diktion, unverzärtelt, sehr konzentriert, der Klang des Flügels ist etwas trocken, was ihrem Spiel aber sehr entgegenkommt. Anders Yevgeny Sudbin: sein Klavierton besitzt mehr Körper, er spielt farbiger als seine deutsche Kollegin, mit reichlichem Pedalgebrauch, man gewinnt den Eindruck, als wolle er verschiedene Ebenen von Haydns Musik beleuchten. Haydn aus dem Rückblick der Romantik, während Schirmer mehr einen klassischen Vortragstil pflegt. Mir gefallen beide Interpretationen.

      Es wäre schön, wenn andere Forianer ihre Eindrücke von Haydn-Sonaten und Einspielungen derselben hier unterbreiten würden. Haydn ist nicht Beethoven, jedoch keineswegs uninteressant und nur für Klavierschüler entworfen.

      Grüße Amadé
    • Ich mag sehr diese Eiinspielung:
      Tzimon Barto: Klaviersonaten Hob.XVI:1, 23, 27 & 50



      Barto spielt sehr langsam, mitunter auch sehr leise. Ich glaube, er interpretiert sehr subjektiv, auf seine eigene Art, wie in ganz kleinen Episoden. Ich mag das (in Unkenntnis weiterer Einspielungen dieser Sonaten) gerne, mir fehlt da die große Struktur nicht. Aber vielleicht wäre es doch interessant, eine Vergleichsaufnahme zu hören. Es ist bei Barto eine kleine vor-sich-hin- Träumerei, manchmal wie ganz weit aus der Ferne, aber tiefsinnig, berührend.

      Dann habe ich noch diese CD:
      Richter: Klaviersonaten H16 Nr. 40, 41, 44, 48, 52



      Die ist nun ganz anders, aber auch sehr schön. Auch mit großer Liebe zum Detail gespielt, aber deutlich mehr Haydn als bei Barto, glaube ich. Wunderbarer Anschlag. Auch von diesen Sonaten habe ich keine andere Einspielung.

      Die Sudbin-CD, die Amade oben vorgestellt hat, habe ich übrigens schon länger im Auge
      Heike
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis
    • Die bisher genannten Aufnahmen kenne ich allesamt leider nicht, dafür besitze ich die folgenden drei Gesamteinspielungen der Klaviersonaten:

      seit langer Zeit die von Walter Olbertz, noch als LP-Album (gibt es jetzt als CD-Box, deren Cover ich hierher setze).



      Sehr gut gefällt mir



      Hier hat man auf 15 CDs das gesamte Werk für Soloklavier; die Klaviersonaten umfassen die ersten 11 CDs. Roland Brautigam spielt auf einem Klavier, das 1992 nach einem Original des späten 18. Jahrhunderts nachgebaut wurde (Anton Walter galt als berühmtester Klavierbauer seiner Zeit).

      Wer der Klang nicht mögen sollte, findet vielleicht eher an der ausgezeichneten Gesamteinspielung von Carmen Piazzini Gefallen:


      (nur die Klaviersonaten)

      ***

      Einige späte Sonaten hat Glenn Gould eingespielt, der bezeichnenderweise zu Haydn einen wesentlich tieferen Zugang fand als zu Mozart, und das hört man ...:



      Haydns Klaviersonaten sind spieltechnisch (die bekannte letzte in Es-Dur einmal ausgenommen) oft einfacher als die Mozarts und natürlich viel "leichter" als nahezu sämtliche Klaviersonaten Beethovens, übrigens auch einfacher als Haydns späte - nach den Sonaten entstandenen - Klaviertrios. Wie so oft bei Haydn kann man aber, wenn man sich vorurteilsfrei und gründlich als Hörer und/oder Spieler auf sein Oeuvre einläßt, bald feststellen, daß "leicht" (was ja auch nur ein relativer Begriff ist) keineswegs "leichtgewichtig" bedeuten muß. So sehr ich Mozart liebe und in dieser Gattung besonders seine a-Moll-Sonate sehr hoch schätze, so bin ich doch der Ansicht, daß Haydns Klaviersonaten oft abwechslungsreicher und musikalisch anspruchsvoller sind als die meisten Klaviersonaten Mozarts. So ist Haydns c-Moll-Sonate HV XVI:20, noch unter dem Einfluß der Beschäftigung mit Carl Philipp Emanuel entstanden, ein ungemein spannungsgeladenes, grandioses und kunstvoll gesetztes Werk, das jedem Vergleich mit Mozarts KV 457 (in derselben Tonart) mühelos standhält, und ich sehe keinen objektiven(!) Grund dafür, warum letzteres bekannter ist oder höher geschätzt wird.
      Ein sehr schönes Stück - übrigens ebensowenig wie die c-Moll-Sonate ein Spätwerk! - ist die As-Dur-Sonate HV XVI:46, ganz besonders der zweite Satz, ein hintergründigen, fast meditativ wirkendes dreistimmiges Adagio in Des-Dur (bei Haydn kommen Sätze mit vielen Vorzeichen viel häufiger vor als bei Mozart oder anderen Komponisten der Zeit, und Des-Dur klingt einfach anders als C-Dur oder D-Dur ...).
      Natürlich gibt es unter Haydns 62(!) Sonaten, vor allem unter den ganz frühen, etliche, die heute wohl wirklich allenfalls für den Anfängerunterricht verwendbar sind und nur die wenigsten Hörer oder Spieler ansprechen dürften. Andererseits ist es ganz wie bei den Symphonien aber auch nicht so, daß alle früheren Sonaten generell "schlechter" wären als die späteren, ein Umstand, der wohl vielen einen differenzierten Zugang zu Haydns Musik als zu mühselig und schwierig erscheinen läßt.

      Schöne Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."


    • Hallo Heike,

      meinst Du diese CD? Neben der Schubert Sonate a-moll D.784 enthält sie von Haydn die Nummern 45 (30) A-dur und die berühmte Es-dur Nr.62 (52). Letztere habe ich im Klassik-Prisma eine Seite gewidmet. Der Pianist liefert eine blitzsaubere Interpretation ab, wobei Virtuosität keineswegs zur Schau gestellt wird. Am besten gefällt mir der langsame Satz. Satzspieldauern: 7:37 - 5:58 - 5:04 mit allen Wiederholungen, Aufnahme 1994.
      Ich kann die CD nur empfehlen, sie ist aber leider gestrichen.

      Gruß Amadé
    • Original von Amadé


      Hallo Heike,

      meinst Du diese CD? Neben der Schubert Sonate a-moll D.784 enthält sie von Haydn die Nummern 45 (30) A-dur und die berühmte Es-dur Nr.62 (52). Letztere habe ich im Klassik-Prisma eine Seite gewidmet. Der Pianist liefert eine blitzsaubere Interpretation ab, wobei Virtuosität keineswegs zur Schau gestellt wird. Am besten gefällt mir der langsame Satz. Satzspieldauern: 7:37 - 5:58 - 5:04 mit allen Wiederholungen, Aufnahme 1994.
      Ich kann die CD nur empfehlen, sie ist aber leider gestrichen.

      Gruß Amadé


      Hallo,
      Hier kann man diese Aufnahme aber noch bekommen.

      Gruß
      Armin
    • Tzimon Barto

      Liebe Heike,
      da Du diese Aufnahme oben besonders hervorgehoben hast, habe ich mir mal die Proben hier angehört. Bartos Zugang zu diesen anscheinend recht beliebig ausgewählten Stücken ist in der Tat bemerkenswert und interessant, ich habe aber gegen die bisweilen viel zu langsamen Tempi und die allzu romantisierende Interpretation Vorbehalte. Wenn der Komponist ausdrücklich Andante vorschreibt, sollte man kein Adagio daraus machen. Genau das tut aber Barto aber gleich bei dem ersten Stück auf der CD, HV XVI:1 (so nach traditioneller Numerierung), und die Satzbezeichnung wurde in der Tat dementsprechend zu Adagio verändert! Einen doch noch recht konventionellen, anspruchslosen und nicht übermäßig inspirierten Mittelsatz – auch in den frühen Sonaten Haydns gibt es da weit Besseres! - dadurch interessant oder gar, wie eine Kritik meint, "unergründlich und geheimnisvoll" zu machen, daß man das Tempo bis zum Äußersten zerdehnt, scheint mir eine etwas fragwürdige Methode.

      Bei HV XVI:27, dem dritten Stück auf der CD, wird der zweite Satz ebenfalls zum "Adagio", obwohl es im Original nur "Menuet" (so) heißt, ein Menuett ist aber normalerweise eben nicht allzu schleppend zu spielen. Grundsätzlich gebe ich zu, daß dieser Satz durch eine etwas langsamere Präsentation gegenüber dem normalen Menuett-Tempo durchaus gewinnt, aber was Barto daraus macht, ist dann wieder viel zu extrem.

      Als Zeugnis eines sehr eigenwilligen, subjektiven Zugangs ist diese Aufnahme aber sicher ebenso bemerkens- wie hörenswert, und vielleicht macht sich Barto ja auch noch an andere Haydnsonaten.
      Das von Dir treffend so genannte "vor sich hin träumen" kann er gern bei anderen Werken wie bei der von mir oben genannten As-Dur-Sonate praktizieren, da würde es recht gut passen, finde ich.

      Herzliche Grüße,
      Sarastro
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sarastro ()

    • Hallo Sarastro,
      danke für die Infos. Da ich von diesen Sonaten weder eine Vergleichsaufnahme noch die Noten habe, konnte ich überhaupt keinen Kommentar zur Werktreue abgeben. Ich dachte mir aber schon, dass es sehr langsam ist, man hört es ja direkt, wie er die Dinge zergliedert und auseinander zieht. Mir gefällt es auch gut. Aber ich bin neugierig auf Vergleichsaufnahmen.
      Heike
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis
    • Nicht vergessen sollte man auch die Gesamteinspielung von Haydns Klaviersonaten, die vor ein paar Jahren Christine Schornsheim in Zusammenarbeit mit dem WDR für Capriccio vorgelegt hat.



      Natürlich ist nicht jede Sonate auf diesen 14 CDs ganz große Musik, aber für den sehr günstigen Preis ist das eine sehr lohnenswerte Anschaffung, gibt es doch auch und gerade unter den unbekannteren Werken bei Haydn so manche Perle zu entdecken. An den Einspielungen ist nichts zu bemängeln, auch bei den weniger interessanten Sonaten wird nicht geschludert, Frau Schornsheim ist immer mit Sorgfalt und Engagement bei der Sache.

      Was den einen oder anderen stören könnte, sind die historischen Instrumente: Die Einspielung erfolgte teils auf dem Cembalo, teils auf dem Clavichord und teils auf dem Hammerklavier. Für mich ist das aber eher ein weiterer Pluspunkt dieser lebendigen, farbigen Präsentation von Haydns Klavierwerken.
    • Hallo Alceste,

      da bist Du mir zuvor gekommen, ich wollte diese Einspielung auch loben, nicht zuletzt wegen des wirklich sehr günstigen Preises, vor allem aber wegen der durchaus schönen und auch fantasievollen Einspielungen (die cis-moll-Sonate auf dem Cembalo z.B. mit einem fast unverschämten accelerando im Thema, wirklich nicht übel). Zu den Instrumenten gibt es übrigens noch eine Bonus-CD, auf der anhand einiger Beispiele die Instrumente, die für die Sonaten-Aufnahme benutzt wurden, in Interviews besprochen werden. Bei den vierhändigen Sachen kooperiert sie übrigens mit Andreas Staier, auf teilweise sehr humorige Art und Weise. Die Einspielung enthält praktisch das gesamte Klavierwerk und nicht nur die Sonaten.

      Herzlich,
      S A T I E


      Original von Alceste
      Nicht vergessen sollte man auch die Gesamteinspielung von Haydns Klaviersonaten, die vor ein paar Jahren Christine Schornsheim in Zusammenarbeit mit dem WDR für Capriccio vorgelegt hat.



      Natürlich ist nicht jede Sonate auf diesen 14 CDs ganz große Musik, aber für den sehr günstigen Preis ist das eine sehr lohnenswerte Anschaffung, gibt es doch auch und gerade unter den unbekannteren Werken bei Haydn so manche Perle zu entdecken. An den Einspielungen ist nichts zu bemängeln, auch bei den weniger interessanten Sonaten wird nicht geschludert, Frau Schornsheim ist immer mit Sorgfalt und Engagement bei der Sache.

      Was den einen oder anderen stören könnte, sind die historischen Instrumente: Die Einspielung erfolgte teils auf dem Cembalo, teils auf dem Clavichord und teils auf dem Hammerklavier. Für mich ist das aber eher ein weiterer Pluspunkt dieser lebendigen, farbigen Präsentation von Haydns Klavierwerken.
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Original von Satie
      da bist Du mir zuvor gekommen, ich wollte diese Einspielung auch loben, nicht zuletzt wegen des wirklich sehr günstigen Preises, vor allem aber wegen der durchaus schönen und auch fantasievollen Einspielungen (die cis-moll-Sonate auf dem Cembalo z.B. mit einem fast unverschämten accelerando im Thema, wirklich nicht übel). Zu den Instrumenten gibt es übrigens noch eine Bonus-CD, auf der anhand einiger Beispiele die Instrumente, die für die Sonaten-Aufnahme benutzt wurden, in Interviews besprochen werden. Bei den vierhändigen Sachen kooperiert sie übrigens mit Andreas Staier, auf teilweise sehr humorige Art und Weise. Die Einspielung enthält praktisch das gesamte Klavierwerk und nicht nur die Sonaten.


      Die cis-moll Hob.16:36 auf CD ) wird hier zum Glück nicht auf dem Cembalo gespielt. Ich finde die Box ebenfalls sehr empfehlenswert, allerdings hätte ich bei ein paar Sonaten das Hammerklavier vorgezogen. Das großartige adagio von Hob.16:23 verliert doch erheblich in zügigem Tempo auf einem Klimperkasten :D Bei anderen Stücken gefällt mir das Cembalo besser und die Instrumentenvielfalt ist für entsprechend Interessierte sicher ein weiterer Bonus der Einspielung.

      Staier hat übrigens in den frühen 1990ern 3 ebenfalls sehr empfehlenswerte CDs bei harmonia mundi vorgelegt: die 5 letzten Sonaten, die 6 op.30 (incl. c-moll und cis-moll) sowie D-Dur Hob.16:37 und die e-moll, sowie ein paar Variationen, incl. den berühmten f-moll.

      Wooster
    • Original von Wooster

      Die cis-moll Hob.16:36 auf CD ) wird hier zum Glück nicht auf dem Cembalo gespielt.


      Mann, da kann man mal sehen, wie die Erinnerung verschwimmt, wenn man eine Aufnahme länger nicht gehört hat. Aber das Accelerando: trotzdem sehr schön. :)
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Kann jemand bitte mal den Titel dieses Threads korrigieren? Es wäre doch schade, wenn ihn später niemand findet, weil kein Mensch nach Joeph Haydn sucht.

      EDIT: bei der Gelegenheit kann natürlich auch dieses Posting wieder gelöscht werden.

      :hello Rideamus
      Ich mag alle Kunstformen und Genres. Ich höre Musik von Alban Berg und gehe ins Musical. Für mich gibt es keine Hierarchie der Künste, denn es sind letztlich alles Erzählformen. Alain Resnais

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rideamus ()

    • Kurze subjektive Gedanken dazu:

      Überragend ist die Klangbalance von Marc-André Hamelins. Exquisit ist auch Zhu Xiao-Mei, die mir in ihrer Plastizität deultich näher, aber dem gerasten Tempo, wenn auch nie gehetzt, ferner liegt. Sehr vergnüglich kam mir Andreas Staier vor - letztlich mir klanglich zu einseitig - , sehr mag ich die genannte Christine Schornsheim ("Bargain of the century"). Gerne habe ich jüngst auch Rafal Blechacz oder Horowitz (at Carnegie Hall III), Myra Hess gehört oder Detlef Kraus, der mir zu Herzen geht, Richter sowieso.

      Freunde des Exzentrischen sollte sich einmal Dejan Lazic anhören (Channel Classics): FonoForum 05 / 04: " hat hohen Originalitäts- und Unterhaltungswert, zwingt zum Zuhören, geht vor allem bei Haydn bewusst an die Grenzen des metrisch Möglichen." Im Gegensatz zu seinem Scarlatti gefällt mir das bei Haydn.

      Unentschieden bin ich, ob ich das à-la-turca-Flair von Fazil Say mag oder Catherine Collard und Ragna Schirmer oder Ronald Brautigam, der immer so gelobt wird.


      Wer ganz eigenwillige Phrasierungen sucht, könnte mal bei Hans Ludwig Hirsch, Hammerklavier reinhören: Enervierend von vorn bis hinten für mich. Ebenfalls wenig gefielen mir Alfred Brendel, Tzimon Barto, Claire-Marie Le Guay, der staubtrockene Jean-Efflam Bavouzet oder Jerome Hantai und leider (wegen des Instruments) auch Alain Planes oder der sonst sehr geschätzte Evgeni Koroliov. Mit Buchbinder, viel gepriesen, fange ich gar nichts an.
      :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ab ()

    • Original von Rachmaninov
      Original von ab
      Kurze subjektive Gedanken dazu:

      Überragend ist die Klangbalance von Marc-André Hamelins.


      Richtig, mir fehlt aber ein wenig die Frische und Esprit bei seiner Aufnahme. Musik darf Freude vermitteln.


      :beer

      Mir persönlich fehlt darüber hinaus auch ein klassischer Duktus im Fluss der Musik. Dennoch: überragend solche Pianistik!

      Bei "Freude an Haydn" kann ich nur nochmals auf Lazic verweisen. :hello
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)

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