Schubert Klaviersonaten in Gesamtaufnahmen

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    • Schubert Klaviersonaten in Gesamtaufnahmen

      Liebe Forianerinnen und Forianer,
      wenn Schuberts Klaviersonaten erwähnt werden, denken wir meistens nur an die drei letzten, wobei das B-dur-Werk innerhalb der Trias noch einen Sonderplatz einnimmt. Nachdem Svjatoslav Richters Studioeinspielung mit ihrem extrem langsam gespielten Satz 1973 auf den Markt kam, schien ein Ruck die Pianistenzunft erfasst zu haben, (fast) alle beschäftigten sich nun mit diesem außergewöhnlichen Werk und nahmen es auf, meine Sammlung ist inzwischen auch auf 80 CDs/LPs angeschwollen, Konzertmitschnitte nicht einmal mitgezählt. Neben der Beschäftigung mit den letzten drei Sonaten treten die restlichen, es kommen da auch fast 20 zusammen, stark in den Hintergrund. In den letzten Jahren nehmen sich manche Klavierspieler auch der G-dur Sonate D.894 an, wegen ihres Kopfsatzes auch „Fantasie-Sonate“ genannt. Die sogenannte „Gasteiner-Sonate“ D-dur D.850 wurde einst wunderschön von Clifford Curzon gespielt. In zeitlicher Nähe entstand auch die letzte der drei Klaviersonaten in a-moll, D.845, immer wieder von Kempff gespielt, auch Richter, Gulda, Lupu und Brendel führ(t)en sie in ihrem Repertoire. Die beiden anderen Sonaten in derselben Tonart a-moll sind bemerkens- und hörenswert: D.537 und bekannter D.784. Juwelen sind die „kleine“ A-dur-Sonate D.664, die einst Grigory Sokolov beim Klavierfestival in Essen berückend in den Raum stellte, sowie das Fragment f-moll D.625, Wilhelm Kempff hat hier eine zwingende Aufnahme hinterlassen. Damit habe ich ein für Schubert typisches Phänomen angesprochen, dass der Fragmente, das sich allerdings nicht nur auf Klaviersonaten beschränkt, das bekannteste ist die unvollendete Sinfonie h-moll. Bei den Klaviersonaten sind es meist einzelne Sonatensätze: D. 571, D. 613, D.655 (Fragment), die C-dur Sonate D.840 hat es bereits auf zwei Sätze gebracht, es gibt Versuche einer Komplettierung, Svjatoslav Richter hat sie gespielt.
      Hier soll nun ein Überblick über die bis jetzt veröffentlichten Gesamteinspielungen gegeben werden, im einzelnen handelt es sich um die Sonaten E-dur D.157, C-dur D.279, E-dur D.459, a-moll D.537, As-dur D.557, e-moll D.566, Es-dur D.568, H-dur D.575, f-moll D.625, A-dur D.664, a-moll D.784, C-dur D.840, a-moll D.845, D-dur D.850, G-dur D.894, c-moll D.958, A-dur D.959 und B-dur D.960.

      Wilhelm Kempff DGG 1964-69 7 CDs
      Dieter Zechlin Berlin classics 1970-76 8 CDs, + weitere Werke
      Gilbert Schuchter Tudor ~ 1970 12 CDs + Impromptus, Fantasien, Tänze
      Walter Klien Vox 1971-73 6 CDs
      Anton Kuerti Analekta 1984 7 CDs + D.899, 935, 780
      Georges Pludermacher Transart 1988 8 CDs + D.935, 780
      Michel Dalberto Denon/Brilliant 1989-95 14 CDs + weitere Werke
      Christian Zacharias EMI 1992-93 5 CDs
      Andras Schiff Decca 1992-93 7 CDs
      Michael Endres Capriccio 1993-95 6 CDs
      Paul Badura-Skoda Arcana 1991-96 8 CDs + Fragmente, Hammerflügel
      Malcolm Bilson Hungaroton 1994-98 7 CDs ab D.279, Hammerflügel
      Alain Planès HMF 1995-2002 7 CDs
      + ???

      Unvollständige Zyklen:

      Alfred Brendel Decca-eloquenz 1971-97 7 CDs ab D.664 + D.537, 575 + weitere Werke
      Alfred Brendel Philips 1982-88 7 CDs ab D.784 + weitere Werke
      Massimiliano Damarini Arts 1991-99 6 CDs: D.279, 568, 625, 664, 784, 845, 894, 959, 960
      Alan Marks Nimbus 1994 6 CDs, ab D.537
      Uchida Philips 1996-97 8 CDs, ohne D.157, 279, 459, 557, 566 + D.899, 935, 780
      John Damgaard Scandinavian classics P 2002 5 CDs, ab D.537

      Im Entstehen:

      Gerhard Oppitz hänssler ab 2007 Bisher 5 CDs erschienen: D.157, 566, 575, 845, 894, 959, 960 + D.780, 935, 946


      Gruß Amadé

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amadé ()

    • Original von Sfantu
      Ergänzung zu den inkompletten Zyklen:

      E-dur D 459, a-moll D 537, Es-dur D 568, H-dur D 575, A-dur D 664, a-moll D 784, a-moll D 845, D-dur D 850, G-dur D 894 "Fantasia", c-moll D 958, A-dur D 959, B-dur D 960.

      Ingrid Haebler, auf 7 LPs bei Philips, ca. 1970

      Hast du diese Box etwa auf Platte? :S
      Jesus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Johannes 14, Vers 6)
    • RE: Schubert Klaviersonaten in Gesamtaufnahmen

      Original von Amadé


      Unvollständige Zyklen:

      Alfred Brendel Decca-eloquenz 1971-97 7 CDs ab D.664 + D.537, 575 + weitere Werke
      Alfred Brendel Philips 1982-88 7 CDs ab D.784 + weitere Werke
      Massimiliano Damarini Arts 1991-99 6 CDs: D.279, 568, 625, 664, 784, 845, 894, 959, 960
      Alan Marks Nimbus 1994 6 CDs, ab D.537
      Uchida Philips 1996-97 8 CDs, ohne D.157, 279, 459, 557, 566 + D.899, 935, 780
      John Damgaard Scandinavian classics P 2002 5 CDs, ab D.537

      Im Entstehen:

      Gerhard Oppitz hänssler ab 2007 Bisher 5 CDs erschienen: D.157, 566, 575, 845, 894, 959, 960 + D.780, 935, 946


      Gruß Amadé


      Wo beginnen den bei dir unvollständige Zyklen im gegensatz zu einzelnen Aufnahmen von Sonaten. Stichwort: R. Lupu: D. 157, 557, 664, 784, 845, 894, 958-960;
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Schubert Klaviersonaten in Gesamtaufnahmen

      Hallo,

      in den letzten Tagen habe ich die Sonate D960 und D959, letztere nur teilweise, aus der entstehenden Gesamtaufnahme von Gerhard Oppitz gehört.

      Kennt jemnd die Aufnahme?

      Mir erscheint Oppitz sehr "eigenwillig" in seiner Darstellung.

      Außerdem entspricht das was ich hörte gar nicht meinem Schubert Bild.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Lieber Rach,
      ich sehe, dass ich letztes Jahr :down eine Frage von Dir übersehen habe, jetzt will ich dies noch nachholen. :down Unter vollständigen Zyklen verstehe ich, wenn die Sonaten E-dur D.157, C-dur D.279, E-dur D.459, a-moll D.537, As-dur D.557, e-moll D.566, Es-dur D.568, H-dur D.575, f-moll D.625, A-dur D.664, a-moll D.784, C-dur D.840, a-moll D.845, D-dur D.850, G-dur D.894, c-moll D.958, A-dur D.959 und B-dur D.960 dabei sind, auch wenn einige Sonaten, wie z.B. die von mir geliebte f-moll D.625, Fragmente sind.

      Jetzt zu DEiner neuen Frage: Oppitz ist gut, jedoch nicht aufregend, nicht elektrisierend, nicht nervös. Wenn man das in einer der Sonaten sucht, sollte man etwa zu Schnabel oder Serkin greifen.

      Gruß Amadé
    • Original von Wooster
      In der Zacharias-Box (EMI), die ich habe, ist die erste enthaltene Sonate D 537, auch die "Reliquie" D 840 ist nicht enthalten. Gemäß den strengen Bestimmungen ganz oben, wäre also keine Vollständigkeit gegeben.


      Stimmt,
      ich besitze nicht die Box sondern begnüge mich noch mit den "alten" CDs, aber auch diese beginnen erst mit D.537 und D.840 fehlt. Da habe ich falsch rechergiert. :down :down :down

      Also: Christian Zacharias wird "herabgestuft" in Unvollständige Zyklen.
      Danke für den Tipp

      Einen schönen Sonntag wünscht Amadé