Lieblingskomponisten

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    • Lieblingskomponisten

      Wie ich gerade festgestellt habe, gibt es ganz gegen meine Erwartung noch keinen Thread über die Lieblingskomponisten der Forianer.

      Dabei finde ich das ziemlich interessant, wen ihr so besonders gern hört.
      Gesucht sind die liebsten 6 in beliebiger Reihenfolge, gern mit kurzer Begründung.

      Meine Favoriten sind:

      Bach
      schon allein wegen der Matthäuspassion und der Kunst der Fuge - aber auch die vielen vielen Kantaten und überhaupt das Chorwerk und alles für Tasteninstrumente haben es mir angetan.

      Beethoven
      Seine Klaviersonaten und seine Kammermusik finde ich noch viel schöner als die Sinfonien, besonders liebe ich die Streichquartette. Ich mag auch die Chorwerke sehr.

      Schostakowitsch
      Für mich einer der letzten Universalgenies in der Musik, ich mag eigentlich alles, was ich bisher vion ihm gehört habe, von Oper über Sinfonisches bis zur Kammermusik (auch hier besonders die Streichquartette)

      Schubert
      Was wäre die Welt ohne Schuberts Lieder! Seine berührenden Klaviersonaten und auch die Kammermusik, allen voran das unsterbliche Strecihquintett, gehen mir an die Seele.

      D. Scarlatti
      Der muss einfach rein. Seine hunderte Klaviersonaten sind für mich die Gute-Laune-Musik schlechthin.

      Mit Nr. 6 habe ich Mühe, bzw. muss schweren Herzens einige von mir sehr geliebte Komponisten zurückstellen (mir blutet das Herz, dass zB der auf der Bühne von mir so heißgeliebte Wagner draußen bliebt), denn letztlich höre ich doch immer wieder und sehr sehr oft:

      Händel
      Vor allem die vielen schönen Barockopern und Chorwerke, das ist großartige Musik.

      So, jetzt seid ihr dran.
      Heike
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Heike ()

    • Danke, liebe Heike, für die Eröffnung dieses Threads.
      Ich nominiere auf die Schnelle:

      1) Richard Wagner.
      Ich liebe alles an seiner Musik, es gibt hier meiner Meinung nach keine überflüssige oder langweilige Stelle.
      2) Richard Strauss.
      Mir gefallen sowohl seine „schrillen“ Werke, wie Salome oder Elektra, hier stehe ich beim Zuhören eineinhalb Stunden unter Strom; als auch die romantischen, etwas kitschigen (Rosenkavalier, Arabella), den Grund hierfür weiß ich nicht. Und dann hat er noch ein Meisterwerk geschaffen, dass die Tragik und Komödiantik vereint: Ariadne auf Naxos
      3) Giuseppe Verdi.
      Was soll ich schreiben? Geniale Opern (meine Favoriten sind Simon Boccanegra und Nabucco)!
      4) Giacomo Puccini.
      Die Tosca schätze ich am meisten, weiteres das Trittico, bei dem ich „dank“ der Wiener Volksoper nur den Mantel und Gianni Schicci (noch dazu in deutscher Übersetzung :S) kenne und Turandot .Außerdem gebe ich gerne zu, dass ich durchaus für kitschige Opern und ebensolche Inszenierung etwas übrig habe, weshalb ich von der „Boheme“ ebenfalls angetan bin. Sonst kenne ich noch nichts von ihm.
      4) Jaques Offenbach.
      Von ihm kenne ich noch sehr wenig. Hoffmanns Erzählungen liebe ich, Orpheus in der Unterwelt hat keinen besonderen Eindruck hinterlassen (Allerdings wurde hier die schöne Ouvertüre weggekürzt.). Weiteres habe ich vor einiger Zeit eine Kassette mit Ouvertüren aus Offenbach-Operetten gehört, die mir sehr gefallen hat.
      5) Franz Schubert.
      Original von Heike
      Was wäre die Welt ohne Schuberts Lieder! Seine berührenden Klaviersonaten und auch die Kammermusik, allen voran das unsterbliche Strecihquintett, gehen mir an die Seele.
      - Volle Zustimmung.
      6) Wolfgang Amadeus Mozart.
      Auch wenn ich die Zauberflöte gar nicht mag, halte ich die „Nozze“ für ein Meisterwerk.

      Liebe Grüße,
      Billy :hello
      „Musik ist eine heilige Kunst“
      (Ariadne auf Naxos, Komponist).
    • Diese Fragestellung lässt sich wirklich nur ganz schnell aus dem Bauch heraus beantworten. Ich nehme einfach die, die ich wahrscheinlich am öftesten höre, wofür es einen guten Grund geben muss:

      1. Hector Berlioz
      Ein Revolutionär auf vielen Gebieten der Musik, dem wir nicht nur eine der spektaulärsten Sinfonien sondern auch eine der größten Opern verdanken, ganz zu schweigen von den vielen Mischformen, die er darüber hinaus kreiert und mit Sinn angefüllt hat. Vielleicht der einzige Komponist, an dem ich mich noch nie überhören konnte.

      2. Wolfgang Amadeus Mozart
      Der zweite vielseitige Komponist, von dem ich nie genug hören und nicht verstehen kann, wie jemand den Schöpfer der NOZZE DI FIGARO, des DON GIOVANNI, mindestens der späten Klavierkonzerte und des Klarinettenkonzertes und vieler anderer Schönheiten nicht lieben kann oder gar muss.

      3. Giuseppe Verdi
      Der Meister der Melodie und der Empathie und der Schöpfer der perfektesten komischen Oper schlechthin. Braucht es mehr Gründe, als eine Oper von ihm zu hören?

      4. Jacques Offenbach
      Der Antipode von Berlioz und Verdi, aber ihnen gleichwertig in seiner Vielfalt und seinem Erfindungsreichtum, zudem der Schöpfer der unterhaltsamsten Form des Musiktheaters überhaupt, dessen logische Fortführung und Krönung sein Meisterwerl der HOFFMANN, ist.

      5. Emmanuel Chabrier
      Um auch mal einen verkannten Außenseiter zu nennen, dessen Originalität und Ideenreichtum alle anderen in die Tasche steckt, egal ob man seine Klavierwerke, seine brillianten Orchesterstücke oder seine Meisterwerke L'ÉTOILE oder LA ROI MALGRÉ LUI nimmt.

      6. Leonard Bernstein
      Für mich die ideale Verschmelzung aller Musikstle und -formen von der Messe bis hin zum Musical, und das auf einem sehr hohen NIveau an Einfallsreichtum, wie er in der jüngeren Zeit selten geworden ist. Es gibt sicher größere Komponisten, aber kaum welche, die ich öfter und lieber höre.

      Wie gesagt: dies ist keine Liste der "Besten", sondern eher der am liebsten gehörten, und da entschuldige ich mich für ihre Auslassung bei Haydn, Schubert und überhaupt den vielen Komponisten, die meine Lieblingsgattung der Vokalmusik nicht so bedient haben, wie die genannten. Besonders entschuldigen muss ich mich aber bei Rossini und Richard Strauss, die eigentlich gleichwertig dazu gehören.

      :hello Rideamus
      Ich mag alle Kunstformen und Genres. Ich höre Musik von Alban Berg und gehe ins Musical. Für mich gibt es keine Hierarchie der Künste, denn es sind letztlich alles Erzählformen. Alain Resnais
    • Auch ganz spontan:

      Mozart - Vielschichtig, empatisch und dramatisch. Würde mir fast schon reichen.

      Schumann - Manchmal geradezu schroff und unnahbar, dann wieder melodisch sanft.

      Korngold - Modernität trotz Melodiösität.

      Bellini - Unendliche und grazile Linien.

      Derzeit nur vier. Irgendwie krumm, die Zahl. Egal, kann mich nicht entscheiden, ob jetzt Gluck, Rossini, Richard Strauss oder Brahms auch noch in dieses Ranking sollen.


      Ganz viele Edits wg. meiner Probleme mit dem Wort Melodiösität:

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Dulcamara ()

    • Au fein, ein Ranking!! Aber nur 6 Nominierungen- schwierige Entscheidung, welche meiner Kinder ich da verstoßen muss :I!
      Momentan dürften folgende ins Boot:

      1. Giuseppe Verdi - der Mann hatte einfach eine Theaterpranke und seine Musik ist alles andere als Humtata! (Auch meine Lieblingsoper von ihm ist übrigens "Simon Boccanegra", gefolgt von "Don Carlos"!)

      2. Rossini - nicht nur als Plagiator seiner selbst genial, für mich die Gute-Laune-Musik schlechthin.

      3. Schubert - der Liederfürst muss natürlich aufs Stockerl, außerdem liebe ich noch vieles mehr von ihm.

      4. Antonin Dvorak - wegen meiner Lieblingssymphnonie, der 9. Aus der Neuen Welt, aber das ist nicht der einzige Grund.

      5. Leos Janacek - seit "Katia Kabanova" ganz besonders, Musik, die mich einfach elektrisiert.

      6. Rameau - mein liebster Barockkomponist, wegen seiner verblüffenden Modernität.

      Bellini, Donizetti und Mozart mögen mir ebenso verzeihen wie mein geliebter Mendelssohn-Bartholdy oder Gustav Mahler! Die Beschränkung auf 6 Namen ist echt fies, nächste Woche würde meine Liste vielleicht ganz anders ausschauen. Aber ohne Verdi und Rossini geht gar nix!!

      lg Sevi :hello
    • Folgende Komponisten höre ich vielleicht am liebsten bzw. sie bilden schon so eine Art musikalisches Zentrum für mich:

      Jean Sibelius:
      Der große finnische Komponist mit seiner kraftvollen-melancholischen Musik fesselt mich, seit dem ich mich mit klassischer Musik beschäftige.

      Ralph Vaughan Williams:
      Der englische Mystiker mit seinen eindrucksvollen Chorwerken und seinen vielschichtigen Orchesterwerken fasziniert mich auch schon sehr lange.

      Carl Nielsen:
      Der dänische Eigenbrödler, mit seiner individuellen Musik, die manchmal fast sarkastisch klingt (6. Sinfonie) ist für mich immer ein Erlebnis.

      Leos Janacek:
      Ich bin kein großer Opernfan aber Janaceks Opern bilden da eine große Ausnahme. Das sind allesamt spannende Musikdramen mit Janaceks ganz eigener Musik, welche exakt auf die tschechische Sprachmelodie abgestimmt ist.

      William Walton:
      Allein schon wegen seines kraftvollen Oratoriums "Belshazzars Feast" gehört er für mich hier in diese List. Eine impulsive Musik, die mit jazzigen Einflüssen einen tollen Drive hat. Aber auch seine Sinfonien, Konzerte und Filmmusiken sind für mich beeindruckende Werke. Sein Violinkonzert gehört für mich zu den schönsten Solokonzerten der Konzertliteratur.

      Howard Hanson:
      Manchmal als "amerikanischer Sibelius" bezeichnet. Für manche mag seine Musik retrospektiv oder neo-romantisch sein aber für mich schuf Hanson ein vielschichtiges Werk, mit einer unverwechselbaren Musik. Übrigens war Hanson auch ein hervorragender Dirigent.
    • Ich kann mich nicht entscheiden, welche Kriterien ich für Lieblingskomponisten heranziehen soll, will aber auch nicht alleine aus dem Bauch heraus entscheiden. Also schaue ich mal, welcher Komponist in wievielen meiner Beiträge für dieses Forum erwähnt wurde. Eine große Anzahl deutet auf einen regen Missionierungsbedarf hin und der entwickelt sich nur bei echter Begeisterung.

      Mainstream und Avantgarde sind dabei gesondert zu betrachten, denn naturgemäß gibt es viel mehr Fäden über die Altvorderen und somit mehr Gelegenheit mitzudiskutieren.

      Beethoven - 243
      Mozart - 174
      Bruckner - 100
      Sibelius - 86
      Mahler - 80
      Bach - 62

      ----------------------

      Cage - 68
      Xenakis - 39
      Schönberg - 34
      Feldman - 23
      Varèse - 17
      Coates - 13

      Wenn ich die auf 6 eindampfen müsste, dann würden -da ich Klassisch/Neu etwa im Verhältnis 50:50 höre- die ersten zwei jeder Liste gesetzt und der Rest nach Bauch gewählt, so wie auch das finale Ranking:

      1. Cage
      2. Bruckner
      3. Beethoven
      4. Mozart
      5. Xenakis
      6. Varèse

      Interessant: Die ersten 5 habe ich schon in meinem Vorstellungsbeitrag vor 3 1/2 Jahen als meine Lieblingskomponisten genannt. Ich kann mir also Kommentare à la morgen sieht es wieder ganz anders aus getrost sparen. :P

      Edit: Mahler wurde vergessen, peinlich!
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Hallo!

      Nur 6 Komponisten!!! – da wird die Qual der Wahl zur Wahl der Qual für einen Viele-Komponisten-Hörer wie mich. Wen soll ich da willkürlich auswählen? - wen ungerechterweise weglassen? Nur drei sind ganz klar:

      Richard Wagner

      Der Erfinder und Inspirator vieler Musik – nicht nur der klassischen -, die ich gerne höre. Ich bin versucht mit Thielemann von "Richard, dem Einzigen" zu sprechen und mich als Wagnerianer zu bezeichnen. An Wagner fasziniert mich der unglaubliche Druck, der lange Atem, die dramatischen Blechbläser, der schwül-ausufernde Fluß, die mythisch-archaische Atmosphäre seiner Musik. Ein Stück wie beispielsweise das "Lohengrin-Vorspiel" hat eine unsagbar entrückende, in ferne Welten versetzende, von der Banalität des Alltags befreiende Kraft. Die Sagenwelten der Germanen und des Mittelalters, die er als Sujets wählte, die Schopenhauer-Nietzsche-Luft seiner Ideen und seine Verherrlichung des freien Menschen im "Ring" tun ein Übriges, um mich in der Wagnerischen Welt vollständig zuhause zu fühlen.

      Gustav Mahler

      Die Fortführung von Wagner am Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine groß angelegten, teilweise mit sehr seperaten Sätzen (exemplarisch die 3.) versehenen Symphonien faszinieren mich immer wieder. Ganz herrlich erscheint mir diese Mischung aus deutscher Romantik, Zerrissenheit, sich aneinander reibender Themen, Trauer- und Militärmarsch, Brucknerischer überlanger Adagios und aufrüttelndem, den Expressionismus vorwegnehmenden "Ich schreie"-Pathos bei Mahler. Die "Totenfeier" der 2., der 1. Satz der 3., die ersten beiden Sätze der 5. sowie die gesamte 6. Symphonie – ein für Mahlers Verhältnisse recht homogenes Werk –, aus dem Spätwerk der 1. Satz der 9. Symphonie oder das "Trinklied vom Jammer der Erde" oder der "Abschied" gehören zu meinen ganz großen, persönlichen "Evergreens", die ich immer wieder höre.

      Ich möchte an dieser Stelle mal auf einen großartigen Gothic-Song der DüsterRock/Pop/Avantgarde-Gruppe Janus hinweisen, der mit fast Musical-haftem Pathos vom letzten Lebensjahr Mahlers handelt: - hier auf You-Tube zu hören.

      Dmitri Schostakowitsch

      Die Fortführung von Mahler in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Zerrissene, Marschmäßige, Expressive entwickelt Schostakowitsch konsequent weiter – trotz aller grotesken Gesten, trotz aller Auflösung der herkömmlichen Tonalität bleibt der Russe doch einem spätromantischem Pathos treu. Für meine Ohren klingt in seinen Kompositionen viel Zeitgenössisches mit: - ich fühle mich bei seiner Musik in die Zeit der Avantgarde der 20ziger Jahre, in die Jahre der Oktoberrevolution oder des 2. Weltkrieges versetzt. Außerdem gibt es solch depressiven Streichinstrumentklänge wie bei Schostakowitsch kaum bei einem anderen Komponisten (nur noch Alan Pettersson). Die Aufnahme seiner 8. Symphonie mit Haitink und dem Concertgebouw Orchester aus dem Jahr 1982 gehört für mich zu den Sternstunden der klassischen Interpretationskunst. Sehr abwechslungsreich und hörenswert ist auch die Filmmusik von Schostakowitsch.

      So – und nun?! Jetzt wird es willkürlich – ich kann jetzt mindestens 20 weitere Komponisten nennen, die einen gänzlich gleichen Stellenwert für mich haben. Daraus 3 auszuwählen ist mir nicht wirklich überzeugend möglich. Wenn es unbedingt sein muss, würde ich Peter I. Tschaikowsky (herrlich russisches Sentiment, das ich liebe), Ernst Boehe (farbige Jugendstil-Tondichtungen par exellence) und Alan Pettersson (Trauer, Wut, Verzweiflung ohne Kompromisse) nennen. Die modernen Komponisten wie Xenakis, Penderecki und Rautavaara müssen nun leider gänzlich außen vor bleiben.

      Herzliche Grüße!
      Jörg
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Nordolf ()

    • Wenn ich so dem rauen Wind der allgemeinen Musikwelt lausche, ist es ja beinah ein Wagnis, dies überschwänglich hier zu äußern, ohne alsgleich in die Kitsch-Schublade gesteckt zu werden ( wo der verehrte Herr auch falsch einzuordenen ist ), aber mein absoluter Lieblingskomponist...dazu auf einem Podest noch über allen Folgenden ist :

      Giacomo Puccini

      Ich bin der Meinung, dass dieser Herr musikalisch viel zu sehr unterschätzt wird und sich deshalb viele Leute den Zugang zu ihm mit Vorurteilen verbauen und dabei grandiose Dinge verpassen.

      Weiterhin mag ich :

      Richard Wagner...aber nur eingeschränkt, denn bei ihm stehen für mich Großartiges und Unerträgliches zeitweise dicht beieinander.

      Mozart...was auch immer er gemacht hat, ich habe immer ein wie auch immer geartetes positives Gefühl beim Hören
      Die intellektuellen Autokraten, diejenigen, die Lob und Tadel austeilen, die Monopolisten in Geistesdingen, haben euch erzählt, dass ihr kein Recht habt zu genießen. Sie sind Pharisäer. (Charles Baudelaire)
    • RE: Lieblingskomponisten

      Nicht so einfach, weil ich merke, daß sich die Präferenzen in den letzten 30 Jahren etwas verschoben haben, aber:

      1. Richard Wagner (seine Opern)
      Für mich der beste Dramatiker überhaupt. In seinen Opern finde ich alles, was (mir) die Musik zu bieten hat.

      2. Tschajkowsky (vor allem instrumental)
      Der Komponist meiner Jugend; mit seiner Musik hatte ich immer das Gefühl, daß er die Melancholie und Trauer meines Lebens zum Ausdruck gebracht hat. Mit seiner Musik habe ich in der Pubertät die klassische Musik entdeckt; viele Jahre habe ich nur seine Musik gekauft, erst später entdeckte ich auch andere Komponisten.

      3. Dvorak (Rusalka, Cellokonzert)
      Für mich der musikalische Lyriker schlechthin.

      4. Saint-Saëns
      Einfach schön ...

      5. Diverse Romantiker: Opern, Violinkonzerte, Cellokonzerte, Klavierkonzerte
      6. Quartette (Borodin, Schubert)

      Gruß, Bert
      Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. [Albert Einstein]
    • Sommer 2012

      Original von Billy Budd
      Vor knapp einem Jahr habe ich meine damaligen Lieblingsopern aufgezählt. Ich bin keiner, der heute x und morgen y sagt, aber mein Musikgeschmack hat sich in letzter Zeit ein wenig verändert. Meine derzeitige Liste schaut so aus:


      Ebenso mache ich es mit meinen Lieblingskomponisten.

      1) Richard Strauss
      2) Leoš Janácek
      3) Dimitri Schostakowitsch
      4) Pjotr Iljitsch Tschaikowski
      5) Richard Wagner
      6) Gustav Mahler.

      Billy :hello
      „Musik ist eine heilige Kunst“
      (Ariadne auf Naxos, Komponist).
    • 1) Antonin Dvorak - wegen der Musizierfreude, der Sinfonie "Aus der Neuen Welt" und der großartigen Kammermusik
      2) Franz Schubert - wegen der Tiefe des Ausdrucks - "Anmut am Rande des Abgrunds"
      3) Ludwig van Beethoven - der große Klassiker und der erste Romantiker zugleich
      4) Claude Debussy - wegen des betörenden Klanges und der neuen Wege, die er beschritten hat
      5) J. S. Bach - wegen der Balance zwischen tiefem Ausdruck und perfekt beherrschter Form
      6) W. A. Mozart - wegen der Wärme und Güte, die in seiner Musik zu finden ist.
    • Hallo!

      Bei mir sind das:

      Arnold Schönberg: Seine Musik, -inbesondere seine Kammermusik-, fasziniert mich, hierr erklebe ich den Beginn einer Klangwelt die ein ganzes Jahrundert der Musikentwicklung prägte.

      Hans Werner Henze: Seit ich "Nachtstücke und Arien" und das 2. Klavierkonzert kenne. kenne. Bei Henze mag ich allerdings eher die Orchestermusik.

      Helmut Lachenmann: In seinen Klangflächen kann ich mich verlieren.

      Anton Bruckner: Seine gewaltige Klanggebirge und die Vielfalt seiner gleichzeitig auftretenten Themen sucht seinesgleichen, immer noch höre ich neue Zusammenhänge in seinen Symphonischen Werken, obwohl ich sie seit Jahrzehnten kenne.

      Max Reger: Wie Hindemith einmal sagte: "Der letzte Riese." Seine Beherrschung des Kontrapunktes und seine schwankenden Tonalen Gefüge die er immer im richtigen Moment auffängt und abstützt haben es mir angetan. Hörtipps: Streichquartett Op.74 d-Moll und Klaviertrio Op.102 e-Moll.

      Johannes Brahms: Hier bin ich gespalten in meine Vorliebe für seine Kammermusik und für seine Symphonien, auch seine beiden Klavierkonzerte liebe ich sehr, -leider sagt mir sowohl sein Doppelkonzert wie auch sein Violinkonzert weniger zu-. Aber das kann sich ja noch ändern.

      MFG Günther
    • Gar nicht so einfach. Ich versuche es aber einfach mal (Reihenfolge ist nicht relevant)

      Mozart
      Besonders seine Klavierkonzerte und die Opern. Mozart ist für mich der Komponist der kleinen Gesten (das ist keine Wertung). Ich erlebe seine Musik als sehr menschlich - Freude, Trauer, Wut, Angst usw., alles ist zu finden, ohne Übersteigerung.

      Mahler
      Musik in Extremen. Der Mensch zerissen und ohne Halt und doch so bedürftig. Musik, die mich hin- und herwirft

      Bruckner
      Musik, wie aus einer anderen Welt. Geordnet und strukturiert und doch voller menschlicher Gefühle.

      Bach
      Die optimale Verbindung von Geist und Gefühl in der Musik.

      Schostakowitsch
      Ähnlich wie Mahler; eine Musik ohne Illusionen, die manchmal nur noch "Lachen" kann.