Jean-Philippe Rameau - Klavierwerke

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    • Jean-Philippe Rameau - Klavierwerke

      Der französische Barockkomponist Jean-Philippe Rameau (1683-1764) schrieb drei Bücher "Pièces de clavecin" für Cembalo:
      1. Premier Livre de Pièces de Clavecin, veröffentlicht 1706;
      2. Pièces de Clavessin, 1724;
      3. Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin, 1726 oder 1727.
      Rameau selbst gab ihnen nicht den Titel „Suite“. Er stellte einfach, wie damals üblich, mehrere Stücke in der gleichen Tonart (Dur und Moll) zusammen.
      Dann gibt es noch die 1741 veröffentlichten "Pièces de Clavecin en Concerts", in denen neben dem Cembalo Violine und Viola da Gamba eingesetzt wurden.
      Außerdem gibt es noch als Einzelstück "La Dauphine" von 1747.

      Premier Livre de Pièces de Clavecin (1706)
      Suite in A
      Prélude
      Allemande I
      Allemande II
      Courante
      Gigue
      Sarabandes I — Sarabande II
      Vénitienne
      Gavotte
      Menuet

      Pièces de Clavessin (1724)
      Suite in E
      Allemande
      Courante
      Gigue en Rondeau I
      Gigue en Rondeau II
      Le Rappel des Oiseaux (Die Versammlung der Vögel)
      Rigaudon I — Rigaudon II et Double
      Musette en rondeau. Tendrement
      Tambourin
      La Villageoise. Rondeau

      Suite in D
      Les Tendres Plaintes. Rondeau (Die zärtlichen Klagen)
      Les Niais de Sologne — Premier Double des Niais — Deuxième Double des Niais (Die Einfaltspinsel von Sologne - 1. Variation - 2. Variation)
      Les Soupirs. Tendrement (Die Seufzer)
      La Joyeuse. Rondeau (Die Fröhliche)
      La Follette. Rondeau (Die Neckische)
      L'Entretien des Muses (Die Unterhaltung der Musen)
      Les Tourbillons. Rondeau (Die Wirbelwinde)
      Les Cyclopes. Rondeau (Die Zyklopen)
      Le Lardon. Menuet
      La Boiteuse (Die Humpelnde)

      Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin (1726–1727)
      Suite in A
      Allemande
      Courante
      Sarabande
      Les Trois Mains
      Fanfarinette (ein weiblicher Kosename)
      La Triomphante
      Gavotte avec les Doubles de la Gavotte

      Suite in G
      Les Tricotets. Rondeau. (Die Stricker)
      L'indifférente (Die gleichgültige Geliebte)
      Menuet I — Menuet II
      La Poule (Das Huhn)
      Les Triolets
      Les Sauvages
      L'Enharmonique. Gracieusement.
      L'Égyptienne
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis
    • Ich liebe ja barocke Werke für Tasteninstrumente. Nun frage ich mich aber, warum diese Rameau-Suiten so vergleichsweise selten aufgenommen werden. Wenn ich das z.B. mal mit der Unmenge an Scarlatti-CDs vergleiche, dann kann das doch nicht nur daran liegen, dass Scarlatti eben mehr für Klavier geschrieben hat, oder? Sicher, da sind ein paar exquisite Perlen bei den Scarlatti-Sonaten dabei, aber langweilig ist Rameau doch wohl auch ganz und gar nicht. Eigentlich sind diese Rameau- Stücke doch sogar besonders interessant, die diversen expliziten Tanzsätze, auch die Programmtitel, das müsste doch direkt zum Spielen einladen.
      Wieso werden die so stiefmütterlich behandelt?
      Ich habe auf modernem Flügel nur Aufnahmen von Barto, Hewitt und Tharaud.
      Heike
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis
    • Liebe Heike,

      ich kann zwar nichts zu seinen Klavierwerken sagen (Aber diese Bildungslücke möchte ich wirklich schließen!!) , wundere mich aber immer wieder, warum Rameaus Opern so selten aufgeführt werden, obwohl ich sie für ganz großartig halte. In Wien gab's vor drei Jahren in der Kammeroper zwei Einakter und im Vorjahr im ThadW "Castor et Pollux", meines Wissens die erste richtige szenische Aufführung einer Rameau-Oper bei uns. Bezeichnend ist ja, dass sich das ThadW ein Jahr zuvor bemüßigt fühlte, einen bunten Abend mit Rameauwerken unter dem Titel "Rameau zum Kennenlernen" aufs Programm zu setzen. Ich persönlich finde den Franzosen musikalisch viel spannender, aufregender und vor allem moderner (Es gibt Passagen, wo man gar nicht glauben will, dass das Barockmusik ist!) als seine deutschen Kollegen. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass unter Dominique Meyer sein Landsmann eine Chance erhält, aber nix da, er spielt wieder nur die üblichen Verdächtigen.....
      Was ich mit diesem OT sagen will: Es scheint so, dass in deutschen Landen Rameau einfach keine Lobby hat und irgendwie als "Exot" gehandelt wird.

      lg Severina :hello

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Severina ()

    • Original von Severina
      Was ich mit diesem OT sagen will: Es scheint so, dass in deutschen Landen Rameau einfach keine Lobby hat und irgendwie als "Exot" gehandelt wird.


      Das scheint so zu sein, wobei ich bezüglich der Häufigkeit der Aufführungen von Opern und Klavierwerken von Rameau hierzulande keinen Überblick habe. Wie sieht das aber in Frankreich aus ? Gehören da die Werke bzw. Opern von Rameau zum Konzert- bzw. Opernalltag oder muss man da Rameau-Werke auch eher mit der Lupe suchen ?