Schumann : Toccata op. 7 - 2. Teil

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    • Schumann : Toccata op. 7 - 2. Teil

      Liebe Forumsmitglieder :
      Der erste Teil befasste sich mit der Komposition an sich und vor allem ihrer singulären Stellung in Robert Schumnanns Schaffen für Klavier solo . Das Werk ist in einem äusseren Sonatensatz komponiert . darauf möchte ich hier noch kurz deswegen eingehen , weil Schumann die klassische Sonatenform als Kompositionstechnik nie aus den Augen verloren hat . Siamak und ich werden darauf bei der Besprechung der drei im Konzept gleichzeitig entstanden Klaviersonaten op. 11 fis-Moll ; op. 14 f-Moll un dop. 22 g-Moll ) noch eingehen .

      Die Geschichte der mir vorliegenden Aufnahmen beginnt mit Harold Bauer ( 1922 ; jetzt bei NIMBUS ) . Diese Aufnahme ist technisch besonders gut wie fast alle von "Nimbus" bearbeitetetn Einspielungen . Sie endet mit den Aufnahmen durch Bernd Glemser ( 1993 ; Naxos ) und Rafael Orozco ( 1993 ; Auvidis Valois ) . Glemsers Einspielung ist zu glatt , emotionslos und eine typisch akademische Vortragsweise . Es sei jetzt schon gestattet , darauf hinzuweisen , dass ein Rachmaninov , Horowitz , Josef Hofmann , Barere oder Godowsky mit solch einer Schumannsicht selbst mit diesem Bravourstück im besten Sinne nicht ihren Ruf als überragende Interpreten des Meisters erreicht hätten . Wie später Arrau , Weissenberg , Nat oder Pogorelich und Pommier .

      Harold Bauer , der sich nicht nur als Pianist , sondern auch als Herausgeber und kritischer Kommentator einiger Werke Schumanns wie auch Emil von Sauer aus der damaligen Generation bleibende Verdienste erworben hat , ist da von einem anderen Kaliber .dass seine Editionen von Werken Schumanns nicht mehr oft verwendet werden , soll daran liegen , dass sie dem Zeitgeist Schumanns zu sehr verhaftet sind ( D. Dubal , 1996 ) . Er spielt das Werk mit einer beeindruckenden Balance , lässt die Themen deutlich hörbar werden und hält plötzlich fast inne , um das Werk im Piano versinken zu lassen . Grosses Klavierspiel .

      Vladmir Horowitz überwältigt uns mit seiner Aufnahme aus dem Jahr 1934 . Sie erinnert uns an seine legendäre , zwei Jahre zuvor erstmalig aufgenommene Interpretation der h - Moll - Sonate von Franz Liszt , die von allen wichtigen Kritikern ausgerechnet der Horowitz - Freund Harold C. Schonerg nicht als die Keimzelle aller Interpretationen des Werkes ansieht . Wie ein Steppenbrand rast Horowitz durch den Notentext . Die rhythmische Beschleunigung ist geradezu dämonisch wie die immer wieder einfallenden düsteren , berühmten Horowitzbässe . Horowitz scheint gezielt auf die Herausarbeitung der Gegensätze hinzuspielen . Das macht ihm so schnell nicht einmal erselbst in seiner späteren Aufnahme nach . Oder ? Aber dies hat auch seinen Preis . Die Seitenthemen sind , anders als bei Bauer , für Horowitz weniger wichtig . Und das Ende der Toccata - die berühmten letzten drei Takte -, das solch eine enorme Bedeutung für die Komposition hat , endet für Horowitz dann nicht in einem Verdämmern , sondern es findet gar nicht statt . Der Meister durchrast im besten Sinne technisch perfekt das Werk . Und er entlässt uns was seine Fingerfertigkeit anbelangt fast in einen und in einem Trance - Zustand . So dürfte wohl der in unserem Teil 1 zitierte Ludwig Schunke das Werk verstanden haben : Eine spektakuläre Etüde . Interpretiert mit fast diabolischem Zugriff. Aber am Ende fehlt etwas .

      Anatole Kitain , der zeitweise Mitschüler von Horowitz war , hat die Toccata kurz vor Horowitz eingespielt ( 1929 / 1932 ) . Er beginnt ähnlich wie Horowitz , durchrast den Notentext , betont die für die Motorik so wichtigen Bässe noch stärker als Horowitz , worunter dann die Gleichwertigkeit der Hände leidet . Er spielt die Themen deutlicher heraus als Horowitz , aber die feinen Verästlelungen des Notentextes gehen dann doch besonders im Mittelteil , anders als bei dem technisch wohl überlegenen Horowitz , verloren . Und die darin enthaltene "Zartheit" ( Clara Schumann ) fehlt noch mehr als bei Horowitz 1934 . Dafür beachtet Kitain die Schlussvorschrift genauer , aber eben nicht so genau wie dies Harold Bauer richtigerweise spielt .

      Simon Barere , ein Horowitz technisch ebenbürtiger Pianist , dessen Livemitschnitt der h - Moll - Sonate wie "bengalische Feuer" klingt ( Philip Kennicott , 1999 ) , wäre nach allen mir bekannten Mitteilungen von Klaviermusikkennern der damaligen Zeit der Horowitzrivale geblieben , wenn er nicht so früh während eines Grieg - Konzertes tot am Flügel wohl infolge einer Hirnmassenblutung zusammengebrochen wäre .
      Barere macht die Architektur des Werkes deutlicher hörbar als Horowitz oder Kitain . Seine Bässe sind sparsamer eingesetzt , aber der dramatische Aufbau in diesem echten Livemitschnitt aus 1930 ist sensationell . Die Freiheiten , die Schumann ja ausdrücklich erlaubt , nutzt Barere wie bei Werken ähnlicher Virtuosität voll au s. Das Publikum , das das Werk offensichtlich genau kannte, applaudiert frenetisch leider in die letzten Takte hinein , so dass mir der Eindruck bleibt , dass auch Simon Barere die mitentscheidenden letzten drei Takte nicht in seiner Interpretatation berücksichtigt . ( Es soll von Barere eine zweite Aufnahme geben , die aber zur Zeit nicht erhältlich ist ) . Bareres Aufnahme ist der von Horowitz oder Kitain sicherlich ebenbürtig .

      Grundsätzlich stellt sich dem Hörer natürlich die berechtigte Frage
      , ob es sich bei diesen drei Ausnahmepianisten mit ihrem offensichtlich unerschöpflichen technischen Reservoir nicht auch um Interpreten handelt , die ( zu ) sehr auf den hochvirtuosen Effekt , den alle Drei ja erzielen , hinauslaufen . Aber wenn wir mit derAufnahme von Harold Bauer beginnen bei unserem vergleichenden Hören , dann vermisssen wir doch einiges , was eben auch im Notentext steht . Und es sist die Frage , ob es sich nicht auch um ein Klavierspiel handelt , das ganz in der Tradition eines Liszt oder Thalberg in Paris um 1840 steht .

      Josef Lhévinne steht sicherlich nicht in dem Verdacht , kein hochvirtuoser , technisch makellos spielender Pianist gewesen zu sein . Seine Anschlagskultur , seine analytische Sicht jeder Note im Zusammenhang des Ganzen ist von dem renommierten Musikwissenschaftler und Klavierkritiker Bryce Morrison mehrfach hervorgehoben worden . Lhévinne spielte die Toccata 1935 ein . Was hören wir bei diesem vom Wesen her so unterschiedlichen Pianisten zu Barere , Horowitz oder Kitain ? Zunächst Lhévinnes ausserordentliche Anschlagskultur . Er verzaubert die Hörer während er sie in seinem interpretatatorischen Bann gefangen hält . Alles klingt ganz einfach , leicht . Ohne jede Virtuosengewlat oder einen Manierismus überzeugt er . Seine Themendurchleuchtung hebt sich von den drei zuletzt genannten Pinaisten deutlich ab , beosnders im Mittelteil . Seine Bässe sind kalkuliert in einem harmonischen Ganzen . Ich habe diesen Pinaisten nicht live erleben können , aber wenn ich seine Einspielung höre , dann kann ich mir vortstellen , was ein Harold C. Schonberg , ein Chasins oder eine Joanne Chisell geschrieben haben über Lhévinnes nie angestrengtes Spiel . Alles klingt wie selbstverständlich , nie aufgeregt oder manisch - eruptiv . Und dann , am Ende der Toccata , schlägt bei Josef Lhévinne die innere Stimmung des Werkes auch nach aussen hin um . Er kann kein Virtuoser für sich selbst oder das Publikum gewesen sein . Der vielelicht auch etüdenhafte Charakter des Werkes wird zu einem mystischen Klanggewebe und löst sich im Piano auf . Welch ein grandioses Klavierspiel !

      Yves Nat , d e r originäre französische Schumannspezialist noch vor Cortot und Pommier oder Vlado Perlemuter , beginnt das Stück mit einer Zartheit ohne aber weichlich zu spielen , die unvergleichlich ist . Und er spielt so weiter , dass wir im Vergleich zu Horowitz ,Barere oder Kitain fast meinen , ein anderes Werk zu hören - etwa eine völlig überarbeitet Spät-Version Schumanns . Die Seitenthemen singen bei Nat förmlich . Die Motorik ist nie gewaltig oder gewaltsam . Alles ist von einer lateinischen Klarheit . Den Schluss weitet Yves Nat aus . Er zeigt uns , dass hier keine Kreisleriana - Dämonie gefordert ist , sondern eine sich verlierende poetische Grundstimmung das Werk beschliesst , Niemand hat dies auf Tonträger so zu spielen vermocht .

      Youri Egorov war eine der grossen pianistsichen Hoffnungen bis seine Krebskrankheit seinem Leben ein tragisches Ende setzte . Er dehnt das Tempo , wie der späte Horowitz , und nimmt schon früh fast traumverloren das Ende der Toccata vorweg . Egorov versteht das Werk fast noch intensiver als Clara Schumann . . Die mitentscheidende Motorik , die Rhythmik klingen dann doch viel zu kultiviert , auch wenn einige Takte mit einem gewissen jugendliche Sturm vorgetragen werden . Aber insgesmat klingt die Toccata dann doch zu domestiziert , zu oberflächlich . Hätte Schuman n die Interpretation gehört , wäre er nie zu der Ausag egelangt , das Werk sei zu rhythmisch ( 1840 ) . Es fehlt die chevalereske Leichtigkeit eines Lhévinne oder auch die Feinsinnigkeit eines Harold Bauer .

      Rafael Orozco , dem wir fulminante Einspielungen der letzten Sonate Schuberts ebenso verdanken wie eine subtle Gesamtaufnahme der "Iberia" , die eine Konkurrenz wohl nur in de Larrochas Aufnahme hat , spielt einfach wunderschön . Aber fasst alles klingt "zart" , behutsam und wenig toccatenhaft . Da gelingen ihm die "Arabeske" ( dieselbe CD ) oder die "Feux follets" von Liszt auf einem ganz anderen Niveau . Die Toccata aber bleibt auch nach mehrfachem Zuhören langweilig .

      Ivo Pogorelich hat auf seiner eher misssglückten ersten LP bei der DGG dann die LP und später CD geradezu zu einem Muss gespielt .
      Auch wenn er den Beginn vielleicht zu vorsichtig beginnt , oft aber ein Stilmittel Pogorelichs , so gelingen ihm der Mittelteil und der Schluss , den viele Pianisten offensichtlich nicht ernst nehmen oder nicht verstehen, mit einer herrlichen Klangabfärbung , die asm Ende fast etwas morbides hat . Pogorelich wäre mit dieser Interpretation zum Lieblingsschüler Clara Schumanns geworden .

      Vladimir Horowitz hat sich fast 30 Jahre nach seiner legendären Aufnahme aus 1934 an vier (!) Tagen ins New Yorker Studio begeben , um die Toccata noch einmal aufzunehmen . Es hat um diese Zeit unzweifelhaft der immer wider gepriesene Altersstil von Horowitz begonnen . Diese Aufnahme , die zeitgleich mit der wilden , gehetzten , sich in sich auflösenden Aufnahme der b - moll - Sonate von Chopin entstanden ist , hat mit der ersten Aufnahme nichts mehr gemeinsam . Horowitz entnimmt dem Notentext kurze fast atonal klingende Sequnezen , die keineswegs etwas mit Manierismus zu tun haben .Das wild Dämonische , die zeilgerichtete Entschlossenheit , fehlt dieser Aufnahme völlig . Alles klingt ganz eigenwillig bemüht . Es ist hier wie mit seiner Spätaufnahme der h - moll - Sonate von Franz Liszt oder seiner späten Aufnahme der C - Dur - Fantasie von Robert Schumann . Der Schluss der Toccata ist dann geradezu künstlich ; wie aus dem Musikbaukasten . Die Toccata zerfällt in viele aneinandergereihten Einzekltakte . Wer Horowitz nur so kennenlernt, der muss sich wundern , dass und wie es ihm gelungen ist , das Publikum ab ca. 1920 dermassen in seine Bann zu ziehen .
      Das Beraterteam von Tom Deacon um Alexis Weissenberg hat sich gut beraten, für die Editon "Great Pianists of the Century" die frühe Aufnahme auszuwählen .

      Sviatoslav Richter interpretiert edie Toccata 1959 , also kurz vor seinem berühmten New Yorker Debüt "im Westen" . Richter entlockt dem Flügel ganz neue Tön eund Tonfolgen . Er baut das Werk auf aus einer inneren Spannung von Beschleunigung und Verlangsamung . Sein für ihn typisches "Hämmern" wird begleitet von einem Vorwärtsdrang , der die Lhévinnschen Feinheiten vermissen lässt . Manches zu Beginn der Toccata wirkt angestrengt und anstrengend . Dochh dann , ab dem Mittelteil , hören wir die von Clara Schumann beschriebenen feinsten Verästelungen des Notentextes . Sviatoslav Richtre gelingt Ungeheuerliches : Das Ende der Toccata wird nicht auf die letzten drei Takte beschränkt . Richter , wie Nat , weitet
      es aus . Niemand hat das Ende der Toccata mit mehr virtuoser Verinnerlichung und doch hochromantisch auflösender gespielt als Richter und Yves Nat . Welch eine Dramaturgie als Spiegelbild des zerrissenen Seelenzustandes von Schumann . Ein singuläres Psychogramm ! Wer könnte dies heute ?

      Referenzaufnahmen :

      Bauer
      Lhévinne
      Nat
      Richter

      F r a n k

      N a c h t r a g :

      Die oben stehende Besprechung mehrere Interpretationen und meine Entscheidung für die genanntwen vier Pianisten ( die Aufnahmnen mit Emil Gilels fehlen mir leider ) gibt auch meine musikästhetische Meinung über die Frage , wie die Toccata von Robert Schumann zu spielen sein könnte, wieder .
      Und dies ist kein "Urteil" über "richtiger" oder "besser" .

      F.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ganong ()

    • Auch von mir meine tiefste Bewunderung :down!

      Ganz herzlichen Dank für den einleitenden Text und die kurzen Rezensionen. Jetzt komm ich anscheinend nicht mehr darum herum, endlich die Richter-Aufnahme zu hören, die bei mir zu Hause schon seit Jahren ungehört auf LP liegt:ignore Wenn demnächst wieder ein paar Aufnahmen besprochen werden, würde ich mich sehr für Meinungen über Gilels Einspielung aus dem Jahre 1938 interessieren.

      nubar
    • Lieber Frank!

      Das ist eine fantastische Gegenüberstellung! Da gibt es ja kaum noch etwas hinzuzufügen. Schon gar nicht, da mir sowieso nur drei Einspielungen vorliegen.

      Zum einen die 59-er Richter-Aufnahme, die Du schon entsprechend gewürdigt hast! Ich habe mich sehr über Deine und auch Siamaks Einschätzung gefreut! :) Dann noch die Aufnahme aus 1991 auf der „Essential Richter“-CD. Insgesamt ziehe ich zwar die ältere Aufnahme vor, aber ich kann mich nur schwer entscheiden, auf welcher er den Schluss verinnerlichter spielt. Die ältere Aufnahme ist insgesamt kraftvoller, hämmernder und vorwärts drängender (6:35). Für die 91-er-Version braucht er 7:17, aber der Ausklang gefällt mir fast besser. Er verdämmert (wie Du es nennst) etwas schwermütiger und die letzten Takte klingen eine Spur poetischer aus. Andererseits fehlt das Rauschhafte, das die frühe Aufnahme auszeichnet.

      Samson Francois spielt eine sehr eigenwillige Interpretation. Sie wirkt sehr schemenhaft und trifft überhaupt nicht meinen Geschmack.

      Viele Grüße und besten Dank! Ich sehe und höre die Toccata jetzt in einem ganz anderen Licht!

      Cosima

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cosima ()

    • da Frank einen zweiten teil für die interpretationen aufmachte, transponiere ich meinen beitrag aus dem ertsen teil:

      kennengelernt habe ich das werk in der von Frank angesprochenen frühen DG-aufnahme sviatoslav richters. insgesamt ist das tempo rekordverdächtig. ein großartiger impetus, ein rausch, der in einen echten dämmerzustand endet, wie Frank akkurat erläuterte. keiner der anderen hat den ausklang so hinbekommen. Cosima wird es wissen und freuen !

      weitere sehr gute interpretationen, was heißt sehr gut, famos: vladimir horowitz (30er jahre), emil gilels (40er jahre) und youri egorov (EMI, DDD).

      aber den absoluten geniestreich erhörte ich anfang der 80er jahre ! hierbei handelt es sich um die zweite platte pogorelichs, welche bei der DG erschien. die toccata war die zugabe zu beethovens op.111 und schumanns symphonischen etüden. einsame spitze, wie pogorelich im fugato-mittelteil, dem höhepunkt, einen rhythmischen groove produziert und am ende mit einer zuversichtlichen ruhe endigt. eine jahrhundertaufnahme, wo pogorelich noch nicht der exzentrik erlag.



      gruß, siamak :engel
    • @Frank,

      die Aufnahme von S. Richter steht zurecht in Deiner Liste der Referenzaufnahmen für dieses Werk.

      Eben beim lesen Deiner Beschreibung reflektierte ich nochmal meine letzten Höreindrücke der Toccata in der Richter-Aufnahme.

      Es trifft zu, Anfangs angestrengt und für den Hören anstrengend. Man mag zunächst gar nicht so recht weiter hören, aber dann dieser Mittelteil.
      Das hat schon etwas mit einer eine pianistischen Demonstration des Möglichen zu tuen was Richter dort spielt.

      Freue mich schon sehr auf die Yves Nat Aufnahme, die ich mir bestellt habe!

      Sowohl die Einleitungsbeiträge zu Teil 1 wie auch der Teil 2 zur Toccata op.7 verdienen höchste Anerkennung!!! :down :down :down :down
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Schumann:Toccata op. 7 - 2. Teil

      Liebe Musikfrreunde ,

      ich muss auf eine der tatsächlich leidenschaftlichen Aufnahmen nachträglich hinweeisen :

      Georges Cziffra ( EMI ; re. 1958 bis 1962 ; 2 CDs ) .

      Vorteil der Aufnahme dieser Cziffa -Aufnahme ist auch , dass der Toningenieur Paul vavasseur war und die Aufnahmen ( mit Liszt , Mendelssohn , Chopin , Dohnany, Bach , Rossini , Saint-Saens , Balakirev - Welch eine "Islamey" !!! - und Ravel in der Pariser "Salle Wagram" geamcht wurden .

      Phiklippe Mougeaot schrieb ein kurzes , aber sehr nstruktives Booklet .

      Grüsse ,
      Frank
    • Zugegeben, es hat ein Weilchen gedauert aber im Gegensatz zu der Kreisleriana oder der Kinderszenen gehört die Toccata op.7 nicht zu den Werken die ich regelmäßig höre und hören kann.

      Gerade hörte ich aber nochmals die Aufnahme von Ivo Pogorelich



      Was diese Aufnahme angeht kann, nein muß, ich mich Frank un Siamak zumindestens was die sehr positive Bewertung der Aufnahme angeht anschließen. Ob sie "Top of the top" ist .......... vielleicht :wink
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Schumann:Toccata op. 7 - 2. Teil

      Ausgehend von dem Gedanken der Freiheit des Interpreten ist sich Ivo Pogorlich ja zeitlebens treu geblieben .

      Freiheit der Interpretation darf aber nie mit Willkür der Interpretation gleichgesetzt werden .

      Dies ist auf dieser wohl ersten LP bei derDGG durch Pogorelich leider in allen dr4ei Werken geschehen .

      Robert Schumanns tatsächlichen Intentionen bekommt dies leider sehr schlecht ! Der Toccata könnte man bei fast übergrosser Interpretationsfreiheit noch zu gute halten , dass er ( Pogorelich ) sich auf einem ihm fremden ( und auch später immer fremd gebliebenen Tarrain ) der (hoch)romantischen Musik Schumanns mit allenihren Eigenheiten und Reizen gestalterisch "verirrt" hat .

      Aufgrund der wohl sehr ernsthahaften Erkrankung Pogorelichs werden wir wohl auch nie mehr eine "späte" Sicht des Künstlers hören können .
      F r a n k