Zugang zu Gustav Mahlers Sinfonien

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    • Es ist verrückt, aber mir geht die eine Melodie aus dem ersten Satz der 4. von Mahler nicht aus dem Kopf! Ich summe sie schon den ganzen Tag ... :cool


      Original von Hörbert
      @Heinrich Schütz
      Die Aufnahmen sind nicht durchgehend mit den Londonern sondern teilweise auch mit dem Chikago-Symphonie Orchester, das ist schon sdie richtige Box.


      Also laut Rezensionen bei Amazon sind die alle aus Chicago, nur aus unterschiedlichen Zeiten!

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    • Ich zähle gerade an die 25 Mahler-Komplettaufnahmen und wenn man die Rezensionen bei Amazon und die Diskussionen in anderen Foren liest, wird man ganz kirre! Abgesehen davon, dass Einzelaufnahmen eigentlich immer besser sind als Zyklen, schon wegen der Vielfalt und der unterschiedlichen Qualitäten und Neigungen der einzelnen Dirigenten, ist das trotzdem Wahnsinn! Auch wenn es sicher bei Beethoven noch mehr Einspielungen gibt und Bruckner sicher ähnlich viele aufweisen kann, fragt man sich, was das soll!

      P.S. Habe eben die 6. Sinfonie mit Genuss gehört, nachher dien 9. ...

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    • Hallo!

      Habe eben die 6. Sinfonie mit Genuss gehört, nachher dien 9. ...


      Na also, es geht doch. :)

      Dein Hauptproblem war m.E. der musikalische Fluß "über alles" also über die einzelnen Sätze hinweg.

      Ja, es gibt bei Mahler inzwischen eine recht stattliche Anzahl von GA´s der unterschiedlichsten Interpretationsrichtungen, ich habe hierbei meine (vorläufige) Auswahl schon getroffen, neben Solti (m.E. ein Muß) bevorzuge ich Inbal und Sinopoli, -zwei Interpretationen der eher trockenen und nüchternen Richtung die dafür recht Werktreu sind-.

      Welche Aufnahmen für dich als vorläufig Endgültige Interpretationen in Frage kommen kann ich dir natürlich so einfach nicht sagen, aber es würde eventuell weiterhelfen deine bevorzugten Interpretationen bei Beethoven und Bruckner zu kennen, daraus könnte man eventuell Rückschlüsse ziehen welche der vielen GA´s für dich die passende ist.

      MFG Günther
    • Hallo zusammen!

      Wenn es um Werktreue geht muss man unbedingt die Aufnahmen von
      MICHAEL GIELEN hören
      Sinfonieorchester des Suedwestfunks Baden-Baden

      Habe ihn etliche male in Frankfurt live gehört , allerdings mit dem Frankfurter Opernorchester.


      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Hallo!

      @palestrina

      Ja, Michael Gielen und Piérre Boulez stehen schon länger auf meiner Liste der Mahler-Interpretationen die icj mir unbedingt noch zulegen will, z.Z. habe ich allerdings den Anteil meiner Mahler-GA´s auf Solti, Sinopoli und Inbal reduziert. Wenn ich mit denen durch bin werde ich eine davon wahrscheinlich gegen Gielen oder Boulez tauschen. Mehr als drei GA´s sind mir auf Dauer einfach zu viel.

      MFG Günther
    • Original von Hörbert
      aber es würde eventuell weiterhelfen deine bevorzugten Interpretationen bei Beethoven und Bruckner zu kennen, daraus könnte man eventuell Rückschlüsse ziehen welche der vielen GA´s für dich die passende ist.

      MFG Günther


      Beerthoven ist einfach: Furtwängler, Karajan, Thielemann

      Bruckner ist schwieriger: Celibidache, Jochum, Wand
    • Hallo Günther!

      Wie gefällt Dir denn die Inbal GA ??

      War zu jener Zeit in FFM der große Renner ,habe damals mir auch alles angehört .
      Aber mit etwas Distanz finde ich sie heute eher etwas langweilig!
      Die ersten 5 Sinfonien sind ja noch ganz OK ,aber dann wird es , schon sehr einfallslos.


      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Original von Hörbert
      neben Solti (m.E. ein Muß) bevorzuge ich Inbal und Sinopoli, -zwei Interpretationen der eher trockenen und nüchternen Richtung die dafür recht Werktreu sind-.


      Werktreue bei Mahler ist so eine Sache. Einige Zeitgenossen, z.B. Bruno Walter, berichten, dass Mahler nach einer Aufführung bzw. noch während der Probe einer Sinfonie immer wieder an vielen Stellen Änderungen vorgenommen hat, was die Orchestermusiker nicht gerade beglückte. Sicher müssen sich heutige Interpreten an den letzten Willen des Komponisten halten. Kleinere vertretbare Korrekturen in Dynamik oder auch Verdopplung oder Reduzierung von Instrumenten könnten evtl. auch in Mahlers Sinn gewesen sein, wir können dies natürlich nicht mehr wissen. Seine Musik sollte jedenfalls immer sehr deutlich sein.

      Gruß Amadé
    • Hallo!

      @Heinrich Schütz

      Beerthoven ist einfach: Furtwängler, Karajan, Thielemann


      Hm das ist die Subjektivistische Richtung, ebenso die Bruckner Interpretationen von Celibidache.

      Jochum ist bei Bruckner eher Kapellmeistertradition im besten Sinne und war auch lange Zeit eine meiner bevorzugten Bruckner GA´s.

      Wand hingegen ist bei Bruckner so werktreu wie es ihm möglich war, noch heute sind seine Bruckner Interpretationen neben denen Inbals (Urfassungen) auf einem meiner Regale zu finden.

      Schwierig, da gibt es kein einheitliches Bild

      Eventuell von den älteren Aufnahmen Kubelik als GA, bei Einzelaufnahmen der 5., 6., 9., Szell oder Bertini

      Bei den neueren Aufnahmen sollest du einmal in die GA von Riccardo Chailly hineinhören.

      @palestrina

      Bei Inbal gefällt mir vor allem seine nüchterne Einstellung zu Mahlers Musik, seine klar herausgearbeiteten Strukturen und sein -an den für mich richtigen Stellen-, zügiges Tempo, (das für mich falsche Tempo hat mich z.B. bei Bernsteins Mahler recht stark gestört.) Er geht mit den Werken nicht so behutsam um wie z.B. Sinopoli bei dem man mitunter das Gefühl hat die jeweilige Symphonie bestünde aus rohen Eiern (das hat ebenfalls etwas für sich) und er arbeitet eher die Struktur aus anstatt wie z.B. Solti am Ausdruck zu feilen. Inbal ist für mich der ideale "Alltagsmahler" den ich eigentlich zu jeder Zeit hören kann. Sinopoli brauchee ich wenn ich mich in die Musik reinfallen lassen will und Solti beschert mir gefühlsmäßige Wechselbäder. :)

      MFG Günther
    • Original von Hörbert
      Eventuell von den älteren Aufnahmen Kubelik als GA, bei Einzelaufnahmen der 5., 6., 9., Szell oder Bertini

      Bei den neueren Aufnahmen sollest du einmal in die GA von Riccardo Chailly hineinhören.


      Von Kubelik habe ich zwei Einzelaufnahmen, die mir aber nicht so zusagen, von Chailly liest man viel Schlechtes; von Bertini habe ich noch gar nichts; von Szell auch nicht.
    • Mir als - Verzeihung! - „pupstrockenem“ Steuerjuristen fällt es im Gegensatz zu anderen Forianern sehr schwer, meinen subjektiven Höreindruck mit Worten zu beschreiben:

      Mein „Gesamtfavorit“ bei Mahler ist Simon Rattle.
      Ich habe seine ##2, 6 und 8 aus Birmingham sowie ## 5, 9 und 10 mit den Berlinern und finde für meinen persönlichen Geschmack, dass Rattle den jeweiligen „Mahler-Ton“ sehr gut trifft.

      Die Birmingham-Einspielung der 2.z.B. ist opulent, emotional und mit hörbar großem Engagement aller Beteiligten geraten; die Aufnahme der #6 kommt mit vergleichsweise mäßigen Tempi und deutlich dunkler timbriert daher als z.B. Solti oder Boulez.
    • Lieber Heinrich,

      lass uns doch bei Gelegenheit mal wissen, wie Du unterwegs bist bei Deiner Problembewältigung. Ob die Mahler-Pioniere der 60er/70er Jahre Dich weiter bringen (so, wie Hörbert es vorschlägt) oder vielleicht doch die Live-Erfahrungen im neuen Jahr...

      & sollte es trotz alldem nicht "zünden" wollen, leg' ich Dir ein Zitat von Max Goldt (& eines meiner Lieblings-Motti) ans Herz:

      "Man sollte seine Probleme nicht lösen sondern geniessen."

      :hello Sfantu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

    • Also ich habe es schon jetzt geschafft: Die 4. Sinfonie brachte den vollen Durchbruch, ich höre sie täglich! Solti habe ich mir nun schon zugelegt, ich weiß nicht, die wievielte Gesamtaufnahme. Ich will endlich mal eine, wo nicht ab spätestens der 7. oder 8. die CDs gesplittet werden, das regt mich tierisch auf!
    • Original von jünter
      Original von Heinrich Schütz
      Die 4. Sinfonie brachte den vollen Durchbruch, ich höre sie täglich!


      Kurios: Bei mir ist es neben dem "Sonderfall" #8 ausgerechnet die vierte, zu der ich bisher die geringste Affinität habe.


      Ja, das ging los damit, dass ich das eine Motiv nicht mehr aus dem Kopf bekam, das sich in allen Sätzen wiederholt; dazu die gedämpften Trompeten - der tänzerische Rhythmus in Verschränkung mit dem Erhabenen erinnerte mich an Bruckner (besonders in den Scherzi); aber die beständige Auflösung und Brechung des spätromantischen Klangs empfand ich plötzlich als äußerst wohltuend. Naivität und Dekonstruktion - das überzeugt ...
    • @Heinrich Schütz
      Gratulation. Bei mir kam, wie bei dir, auch zuerst die 1. - dann die 4. ... und dann ..... also wenn dir die 9. nicht irgendwann demnächst gefällt, dann fresse ich nen Besen :beer

      P.s. Thread zur 9. siehe hier (klick)
      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis

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    • Original von Yorick
      die beständige Auflösung und Brechung des spätromantischen Klangs empfand ich plötzlich als äußerst wohltuend. Naivität und Dekonstruktion - das überzeugt ...


      Ja, das faszinierende an Mahlers Musik ist für mich die (fast) allgegenwärtige Doppelbödigkeit.
      Adorno (mit dessen Mahler-Deutungen ich mich ansonsten wg. Überforderung - siehe meine Signatur - nicht zu beschäftigen gedenke) hat die Vierte als "ein Als-Ob von der ersten bis zur letzten Note" bezeichnet.

      "Schönen" Melodien kann man bei Mahler jedenfalls nicht trauen: Sie "halten nicht lange" und/oder sind "eigentlich nicht so gemeint".

      Gruß, jünter