VERDI, Giuseppe - Elemente zu einer Würdigung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • "Tutto Verdi" auf DVD (Teatro Regio di Parma)

      In memoriam Rideamus und Verdi

      Als letzten Beitrag zum Abschluss des Verdi-Jahres möchte ich hier die im Forum verstreuten Kommentare zu den DVDs (oder Blu-rays) zusammentragen und ergänzen, die unter dem Schlagwort "Tutto Verdi" dieses Jahr von Naxos herausgekommen sind:



      Die Besetzungen kann man als Übersicht z.B. in diesem (auch sonst sehr interessanten) Blog finden, auf den Zefira dankenswerterweise schon an anderer Stelle hingewiesen hat.

      Zunächst finde ich den Ehrgeiz des Teatro Regio di Parma sehr lobenswert, innerhalb weniger Jahre Aufführungen fast aller Verdiopern zu initiieren und auf DVD zu dokumentieren. "Fast" deshalb, weil sowohl die Umarbeitungen Aroldo und Jerusalem nicht dabei sind als auch ausgerechnet Alzira, von der es zu Jahrenbeginn gar keine DVD auf dem offiziellen Markt gab, nur als konzertante Aufführung (neuerdings gibt es noch eine alte Aufnahme von 1991 unter Benini, ebenfalls aus dem Teatro Regio di Parma, die ich aber noch nicht kenne).
      Genau hier beginnt aber auch das Problem dieses Mammutprojektes. Auf DVD werden üblicherweise nur überdurchschnittlich hochkarätige Aufführungen herausgebracht. Insofern sehen sich gerade die bekannteren dieser Opern auf dem DVD-Markt einer sehr starken Konkurrenz gegenüber, der sie qualitativ kaum standhalten können.
      In der Regie wurde weitgehend auf gewagte Experimente verzichtet: herausgekommen ist etwas, was ich meist als bodenständiges Handwerk, aber nicht mehr bezeichnen würde. Zum Kennenlernen der Opern m.E. gut geeignet, aber die großen Highlights fehlen. Der Gehalt der Inszenierungen schien meist v.a. vom persönlichen Charisma der Darsteller abhängig. Stimmlich waren viele gute bis sehr gute Leistungen darunter (ich kann mich an keinen einzigen "Totalausfall" erinnern), aber nur selten hat mich ein Sänger völlig vom Hocker gerissen.
      Ich habe mich dennoch mal daran gemacht, höchst subjektive Gesamtnoten für die einzelnen Opernaufnahmen zu vergeben und mit ein paar ergänzenden Worten oder Links zu verzieren. Wenn der eine oder andere dann noch etwas aus eigenem Erleben dazu beisteuern möchte, freue ich mich sehr.

      OBERTO - gute Stimmen, Choreografie gewöhnungsbedürftig (erinnerte mich mit den stilisierten Handbewegungen an die "I Puritani"-DVD mit Florez und Machaidze), Gesamtnote 3
      UN GIORNO DI REGNO - nett gemacht, keine Minuspunkte, Gesamtnote 2
      NABUCCO - unterdurchschnittliche Regie, auch musikalisch fehlte mir der Schwung, Gesamtnote 4
      I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA - Besprechung hier, Gesamtnote 3-4
      ERNANI - ich weiß, das ich ihn vor einigen Monaten gesehen habe, es ist aber nichts an Eindrücken hängengeblieben- weder positive noch negative. Deshalb trifft es die Gesamtnote 3 vermutlich am besten (mit Vorbehalt aufgrund der fehlenden Erinnerung)
      I DUE FOSCARI - sehr gut di Biasio als Jacopo Foscari, gut Nucci als Doge und Serjan als Lucrezia, Gesamtnote 1-2
      GIOVANNA D'ARCO - Besprechung hier, insgesamt gut und engagiert gemacht, Gesamtnote 2
      ALZIRA - für eine konzertante Aufführung sehr gut gespielt. Besonders gut stimmlich und darstellerisch von Bothmer als Zamoro, der in Gazheli als Gusmano einen zwar engagierten, aber leider stimmlich nicht adäquaten Gegenspieler hatte. (Gazheli fehlte die Durchschlagskraft, was gerade bei der autoritären Rolle des Gusmano problematisch ist.) Gut auch Saiti als Alzira. Gesamtnote 2
      ATTILA - Kostüme und Bühnenbild nichts Weltbewegendes, aber eher überdurchschnittlich interessant. Die für mich so wichtigen tiefen Stimmen mit Parodi als Attila und Catane als Ezio (dazu wieder di Biasio als Foresto) sehr gut besetzt, Branchini als Odabella nicht so gut, Gesamtnote 2
      MACBETH - nur in Ausschnitten gesehen (ist ohnehin eine meiner unbeliebteren Verdiopern), aber das wenige hat mir nicht gefallen, die Inszenierung kam mir sehr mechanisch und fantasielos vor. Gesamtnote 4 mit Vorbehalt (wegen fehlendem Gesamteindruck)
      I MASNADIERI - durchwachsene Regie, es kam mir so vor, als ob viel Potenzial verschenkt wurde, Gesamtnote 3
      IL CORSARO - Besprechung hier, Gesamtnote 2
      LA BATTAGLIA DI LEGNANO - Stimmlich und darstellerisch hat mir Richards als Arrigo sehr gut gefallen. López Linares als Rolando konnte zwar mit der Durchschlagskraft, aber leider nicht mit der Stimmschönheit mithalten und Theodossiou als Lida nicht mit der Ausdruckskraft. Die Regie blieb leider immer wieder in Ansätzen stecken, insbesondere die dramatische Turmszene wurde ziemlich versemmelt. Gesamtnote 3
      LUISA MILLER - Besprechung hier, Gesamtnote 2-3
      STIFFELIO - Besprechung hier, Gesamtnote 4-5 (Abzüge v.a. wegen der fürchterlich unbeteiligt singenden Darsteller)
      RIGOLETTO - die beiden Hauptrollen Rigoletto und Gilda fand ich mit Nucci und Machaidze beide sehr gut besetzt. Ich halte den Rigoletto für eine von Nuccis besten Rollen, er spielt das sehr gut. Gesamtnote 2
      IL TROVATORE - Besprechung hier, ästhetisch sehr schön, Alvarez stimmlich brilliant (und auch darstellerisch hat er mir noch besser gefallen als Severina :wink), Gesamtnote 1
      LA TRAVIATA - Besprechung hier, ästhetisch ebenfalls sehr schön, alle Sänger gut bis sehr gut, insbesondere Vassileva in der Titelrolle, aber auch Giordano als Alfredo und Stoyanov als sein Vater haben mir hier sehr gut gefallen, Gesamtnote 1
      I VESPRI SICILIANI - Besprechung hier, Gesamtnote 2
      SIMON BOCCANEGRA - Besprechung hier, Gesamtnote 2-3
      UN BALLO IN MASCHERA - Stoyanov als Renato etwas harmlos, aber sonst alle Hauptrollen stimmlich und darstellerisch sehr gut (Meli als Riccardo, Lewis als Amelia), Gesamtnote 1-2
      LA FORZA DEL DESTINO - gerade auch im Vergleich mit der BSO-Aufführung vom 28.12. zündete hier nichts. Gesamtnote 3-4
      DON CARLO - Malagnini als Titelheld zwar stimmlich noch o.k., aber darstellerisch ein Totalausfall, das exakte Gegenteil eines "Sturm und Drang"-Helden. Auch Piazzola als Posa zwar jünger, aber furchtbar statisch (es passte nur etwas besser zu seiner Rolle). Als beide die Arme nach dem Freundschaftsschwur aufeinanderlegten, fühlte ich mich szenisch um mindestens 50 Jahre zurückversetzt. Selbst Prestia als Philipp ließ sich von dem umgebenden Phlegma anstecken: z.B. sein "Non, giammai!" als der der Inquisitor Posa von ihm fordert, hörte sich eher so an, als ob er gerade gefragt worden sei, ob er schon mal Sushi probiert habe. Eine banale Feststellung mit einem winzigen Quentchen Erstaunen, Null emotionaler Aufruhr. Gesamtnote 5
      AIDA - Bewertung wie bei Macbeth. Insbesondere das für mich sehr wichtige Finale empfand ich auch musikalisch nicht gelungen. Aida und Ramades haben zu sehr im Einheitsforte gesungen.
      OTELLO - dies ist eine Aufführung von den Salzburger Festspielen 2008, die es schon länger auf DVD gibt. Gesamtnote 2-3
      FALSTAFF - hier traue ich mir beim besten Willen keine Bewertung zu, da ich erstens auch nur Ausschnitte gesehen habe und zweitens die Oper generell zu wenig kenne (erst einmal vollständig angesehen und zwar die Salzburger Aufführung von Sommer 2013). Orientierend würde ich sagen, dass die Inszenierung sich nicht von den anderen abhebt.

      VG, stiffelio

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von stiffelio ()

    • Liebe Verdi-Fans,

      leider hatte ich einen kleinen Otello- und einen Requiem-Thread hier im Forum übersehen. Deshalb folgt hier eine erste Aktualisierung. Wenn im Laufe der Zeit dann noch weitere Threads zu den hier noch fehlenden Themen (Ernani, Alzira, La battaglia di Legnano, Un ballo in maschera und Falstaff) eröffnet werden, kommen natürlich neue Aktualisierungen.

      (Gebrauchsanweisung: alle Links in dieses Forum sind rot, alle zum Capriccio-Forum blau)
      Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Appetit-Wecken!

      1839 - OBERTO, CONTE DI BONIFACIO - die 1. Oper eines Genies
      1840 - UN GIORNO DI REGNO - Guter Rossinizetti oder schwacher Verdi?
      1842 - NABUCCO - Nabucco
      1843 - I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA - ein Kreuzzug für die Lombardei
      1844 - ERNANI - kommentierte Diskographie
      1844 - I DUE FOSCARI - noch nicht SIMON, aber negra sowie kommentierte Diskographie
      1845 - GIOVANNA D'ARCO - das unglaubliche Mädchen
      1845 - ALZIRA - zu Unrecht weniger bekannt
      1846 - ATTILA - der Gipfelpunkt des Cabalettismus sowie kommentierte Diskographie
      1847 - MACBETH - Macbeth sowie kommentierte Diskographie
      1847 - I MASNADIERI - nach Schillers Drama - Die Räuber
      1847 - JÉRUSALEM - Jérusalem
      1848 - IL CORSARO - der Byronic Hero der Oper
      1849 - LA BATTAGLIA DI LEGNANO - La battaglia di Legnano
      1849 - LUISA MILLER - Luisa Miller
      1850 - STIFFELIO - Stiffelio
      1851 - RIGOLETTO - Rigoletto und Rigoletto in Mantua (DVD-Vergleich) sowie Das Libretto: psychologisch motiviert oder ein Tribut an den Schauereffekt? und Welche Einspielungen sind die besten?
      1853 - IL TROVATORE - braucht er wirklich nur die vier besten Sänger der Welt? sowie Virtuoser Reißer oder perfekte Italianità?
      1853 - LA TRAVIATA - La Traviata sowie Romantisches Rührstück oder aktuelle Gesellschaftskritik? und kommentierte Diskographie
      1855 - I VESPRI SICILIANI / LES VÊPRES SICILIENNES - I vespri siciliani
      1857 / 1881 - SIMON BOCCANEGRA - Simon Boccanegra sowie Wendepunkt hin zur musikdramatischen Reife?
      1857 - AROLDO - schon einmal dagewesen, aber kein Aufguss
      1859 - UN BALLO IN MASCHERA - Grande e generoso
      1862 - LA FORZA DEL DESTINO - La forza del destino sowie kommentierte Diskographie
      1867 / 1884 - DON CARLOS bzw DON CARLO - eine vollkommene Oper sowie die neuen Leiden des jungen Infanten und kommentierte Diskographie
      1871 - AIDA - ein Kammerspiel als Ausstattungsoper sowie kommentierte Diskographie
      1874 - MESSA DI REQUIEM - Verdis Requiem - ein sakrales Gedenkwerk sowie Messa da Requiem
      1887 - OTELLO - Esultate! Ein (nicht mehr ganz) neuer Otello sowie Drama und Psychologie
      1893 - FALSTAFF - Eine Wildkatze namens Orchester und kommentierte Diskographie
      Rideamus-Special: VERDI - Intermezzo I: RE LEAR, die Oper die nicht sein sollte

      VG, stiffelio
    • In memoriam Rideamus

      "Wie ich verstanden habe, hatte er [Rideamus] einen Thread zu jeder Verdi-Oper geplant. Ich hoffe es findet sich jemand, der dies fortsetzt, auch wenn Rideamus' sehr interessanten Einführungstexte zu den Opern fehlen werden."

      Dieser Satz von Amonasro aus einem anderen Thread hat mich auf die Idee gebracht, in den Rätsel-Threads von Rideamus auf die Suche zu gehen, zu welchen Verdi-Opern er dort Einführungen verfasst hat. Hier habt ihr nun das Ergebnis (die Links in dieses Forum sind wieder rot und die ins Capriccio-Forum blau):

      NABUCCO
      I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA / JERUSALEM
      LUISA MILLER
      RIGOLETTO
      IL TROVATORE
      I VESPRI SICILIANI / LES VÊPRES SICILIENNES
      SIMON BOCCANEGRA
      AIDA
      OTELLO
      FALSTAFF

      Wie immer gilt: wenn jemand sich an etwas erinnert oder über etwas stolpert, was ich übersehen habe, bin ich für Ergänzungen dankbar

      VG, stiffelio
    • Franz Werfels Verdi-Roman

      Hallo zusammen,

      ich hänge an den Verdi-Würdigungs-Thread mal eine Frage an die Verdi-Kenner im Forum an ... Im Faden zu Verdis Nicht-Oper RE LEAR schrieb Rideamus folgendes:

      Original von Rideamus
      [...] Verdi aber verfolgte dieses Projekt bis zuletzt. Schließlich bot er das Material 1896 sogar Pietro Mascagni an, den er genug geschätzt haben muss. Auf Mascagnis Frage, warum er die Oper nie selbst geschrieben habe, soll Verdi ihm mit leiser Stimme gebeichtet haben: „Die Szene mit Lear allein auf der Heide machte mir zu viel Angst.“ Später macht Franz Werfel in seinem veralteten, aber immer noch lesenswerten „Verdi-Roman der Oper“ Verdis Scheitern an diesem Projekt zum Angelpunkt seiner Biografie.


      [...]


      Kann jemand etwas dazu sagen, inwiefern der Roman veraltet ist?

      Gruß und Dank, Rk
    • Hallo liebes Rotkäppchen, auf der vorherigen Seite hat abendroth ein paar Sätze gepostet .
      Ich habe das Buch etwa 1963/64 das erstemal gelesen und was sehr begeistert , aber heute IMO würde ich es nicht mehr empfehlen , über die Werke gibt zu wenig und es ist letzlich ein fiktiver Roman !
      empfehlen würde ich nach wievor Julian Budden /Leben und Werk.
      Als Biographie Christoph Schwandt.Dann gibt es noch Reclams kleiner Verdi Opernführer von Rolf Fath
      aus dem Jahre 2000 der ist ganz nett und hat einen kleinen Anhang hinter jeder Oper ,empfehlenswerte CDs, ist bei mir vollgekrizelt und bunt angemalt :D !
      Von 2012 gibt es noch Viva Verdi von Georg Titscher Ein biographischer Opernführer hab ich sehr gerne gelesen !


      eine Rezension.....
      Ein wirklich fundiert recherchiertes Buch, sauber und klar geschrieben, mit Notenbeispielen, vielen Bildern, wissenschaftliche Quellenangabe etc. Das schöne an diesem Buch ist auch die Zweiteilung in Vita und Werkanalyse, wobei das Leben sehr interessant erzählt ist, ausführlich, jedoch ohne sich in Details zu verlieren, die Werkanalyse aber wirklich jedes Werk Verdis umfasst, genaue Angaben über deren Entstehungszeit und Fassungen enthält, sowie nach gut verständlichen Erklärungen Buddens persönliche Wertung anschließt, was wiederum ein besonderes Plus dieses buches ausmacht. Ein Buch also, das der Profi genauso nutzen kann wie der Einsteiger, es ist lesbar als spannende Lektüre oder als Nachschlagwerk. Wirklich einmalig.




      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von palestrina ()

    • Original von Rotkäppchen
      evtl. als Autor von Booklettexten zu Verdi-GAs.
      Viele Grüße, Rotkäppchen


      So ist es liebes Rotkäppchen ! :)
      Schau beim Marketplace da gibt es oben abgebildete Ausg. für 49 Cent , als sehr gut ! :wink

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von palestrina ()

    • Ich weiß nicht, ob es nicht schon durch andere Threads sich erledigt hat. Zu den einzelnen Opern gibt es ja durchaus welche. Aber ein Faden, der sich insgesamt mit seiner Person, mit seinem Werk, seiner Bedeutung befasst, wohl eher nicht. Nur diesen hier.

      So würde ich diesen hier gerne wiederbeleben und zwar unter der Fragestellung:

      Welche Bedeutung hat Verdi für euch? Was schätzt/liebt ihr an ihm? Oder auch was eher nicht? Was kritisiert ihr, was mögt ihr nicht, was stößt euch vielleicht sogar ab? Warum ist Verdi weiterhin so unglaublich populär und so präsent?

      Ohne Frage war und ist Verdi einer der wichtigsten und bedeutendsten Opernkomponisten der Musikgeschichte. Noch heute kann kein Opernhaus ohne seine Opern auskommen. Mindestens sein berühmtes 'Dreigespann' aus Traviata, Trovatore und Rigoletto gehört zu den Pfeilern des Repertoires. Aber damit endet es ja nicht. Und das über 200 Jahre nach seiner Geburt. Also etwas muss ja an ihm sein. ;)

      Obwohl ich persönlich in den letzten Jahren italienische Oper nicht mehr in dem Maße gehört habe wie früher, nimmt Verdi weiterhin einen großen Platz in meinem (Opern-)Herzen ein. Mich haben dabei immer (neben der jeweiligen Musik) seine große Humanität, sein Interesse am Menschen, seine Vielfältigkeit in der Schilderung menschlicher Seinszustände fasziniert und begeistert. Sehr beeindruckt hat mich vor vielen Jahren auch ein Besuch in seinem Wohnhaus in Sant Agata. Hier empfand ich ihn, anders als Wagner, so gar nicht als jemand, der sich zum Hohen Priester seiner Kunst stilisieren wollte, sondern eher als eine rundum bürgerliche Person, der aber dabei trotzdem diese Abgründe der menschlichen Seele aus sich herausholen konnte.

      Dies soll von meiner Seite aber erst einmal reichen. Bin gespannt auf eure Sichtweise.

      :hello Falstaff
    • Benutzer online 1

      1 Besucher