Hans Rott (1858-1884)

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    • Hans Rott (1858-1884)

      Ich vermisse hier doch einen separaten Raum für den so tragisch und früh verstorbenen Komponisten Hans Rott.

      Hans Rott,geboren am 01.August 1858 in Wien,wurde am Wiener Konservatorium der bevorzugte Schüler Anton Bruckners an der Orgel.

      Für den weiteren Lebenslauf möchte ich direkt auf die Webseite der Hans Rott-Stiftung verweisen.Dort ist man am besten aufgehoben,denke ich mal.

      hans-rott.de/indexd.htm

      Besonders tragisch ist,dass seine Sinfonie E-Dur runde 110 Jahre verschwunden war,obwohl schon Gustav Mahler damals diese sehr gelobt hatte,da er das Glück hatte,sie einsehen zu können.

      Hört man dieses grandiose Werk heute,meint man mehr als nur einmal,dass es sich hier um eine bisher unentdeckte Sinfonie Gustav Mahlers handeln könnte.

      Viele Teile der Sinfonie lassen Themen erkennen,die später (runde 10 Jahre später!!!) von Mahler noch deutlicher herausgearbeitet wurden.Als Tendenz aber sind sie doch klar erkennbar.

      1989 wurde die Sinfonie dann endlich in den USA uraufgeführt.Es war das Cincinnati Philharmonic Orchestra unter Gerhard Samuel.Dieser hat das Werk auch für Hyperion als erster Dirigent eingespielt.



      Hier die Samuel-Einspielung auf Hyperion/Helios



      Auch Leif Segerstam hat mit dem Sinfonie-Orchester Norrköping auf BIS eine Einspielung vorgenommen.Sie ist mMn sehr gut gelungen.



      Das Münchner Rundfunkorchester hat als erstes deutsches Orchester unter Sebastian Weigle eine mehr als anständige Aufnahme für Arte Nova gemacht,die noch vor den Stellenkürzungen erfolgte.

      Hier wurden außerden noch Das "Orchestervorspiel in E-Dur" und "Ein Vorspiel zu Julius Cäsar" mit eingespielt.



      Das Label CPO schickte nahezu zeitgleich das RSO Wien unter Dennis Russell Davies ins Rennen.Er nahm auch das "Pastorale Vorspiel" mit auf.Seine Aufnahme dürfte heute die bekannteste sein,denke ich mal.

      Ziemlich neu auf dem Markt ist diese Aufnahme,die Paavo Järvi mit seinem RSO Frankfurt machte.Bei ihm ist die "Suite B-Dur" mehr als nur ein Beiwerk.



      Das RSO Frankfurt macht hier auf mich einen hervorragenden Eindruck.Durch GE von Bruckner und Mahler mit Sicherheit ideal für die Musik Hans Rotts geeignet.

      Des Weiteren gibt es noch einige mehr "exotische" Einspielungen,die man über die von mir gennante Seite auch einsehen kann.

      VG,Maurice
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Schade,dass sich noch niemand zu Hans Rott bekannt hat.Immerhin war er nicht nur DER Meisterschüler des großartigen Komponisten und Symphonikers Anton Bruckner,sondern auch in seiner leider einzigen Sinfonie,jener in E-Dur,ein eindeutiger Wegbereiter für Gustav Mahler.

      Bereits runde 10 Jahre vor Mahler schrieb er eine Sinfonie,die in vielen Punkten diesen ankündigte.Hier ist es interessant,dass Mahler Rott kannte und diese Sinfonie auch einsehen konnte.

      Hier noch eine weitere Einspielung der Sinfonie,die ich insgesamt für gelungen halte.Dieses Mal ist es eine Einspielung aus Frankreich,die bereits einige Jahre auf dem Markt ist,aber kaum beachtet wurde :



      Hans Rott : Sinfonie E-Dur

      Orchestre National de Montpellier/Friedemann Layer Naive

      Es ist immer noch sehr bedauerlich,dass noch kein wirklich großer Dirigent mit einem Spitzenorchester diese Sinfonie eingespielt hat.Bei allem Respekt von den bisherigen Aufnahmen,aber was wohl hier ein Mann wie Barenboim mit den Berlinern (egal,ob Staatskapelle oder Philharmonikern) erreichen könnte,wäre schon interessant zu erfahren.

      VG,Maurice
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Es lohnt sich wirklich!!Es sind auch einige sehr gute Aufnahmen günstig zu erwerben.Mein Favorit ist jene unter Leif Segerstam und dann jene von CPO mit Dennis Russell Davies.

      VG,Maurice
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)