Richard Wagner: Wesendonck-Lieder

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    • Richard Wagner: Wesendonck-Lieder



      Die Wesendonck-Lieder sind ein Liederzyklus von Richard Wagner nach Gedichten von Mathilde Wesendonck.
      Die Fünf Gedichte für Frauenstimme und Klavier lauten:

      1. Der Engel
      2. Stehe still!
      3. Im Treibhaus (Studie zu Tristan und Isolde)
      4. Schmerzen
      5. Träume (Studie zu Tristan und Isolde)

      Otto Wesendonck, ein steinreicher Kaufmann, in zweiter Ehe mit Mathilde verheiratet, hat sich 1850 35-jährig von allen Geschäften zurückgezogen und lebte als Frührentner und Kunstmäzen in Zürich.
      Erst wohnte er mit seiner Frau im Hotel, ab 1855 in einem Vorort, wo er sich eine herrschaftliche Villa baute.

      1852 lernte er in Zürich Richard Wagner kennen, der sich im schweizer Exil befand. Ein Jahr später unterstützte er ihn finanziell größzügig und ab 1857 durften Richard & Minna Wagner im Gartenhaus der Villa Wesendonck wohnen.
      Das war zwar nur ein einfaches Fachwerkhaus, aber dafür kostenlos. (OT: Außerdem wohne auch ich in einem Fachwerkhaus und ich finde das prima.)


      Richard, der schlimme Finger, fing ein Verhältnis mit Mathilde an. Die Beziehung blieb aber wahrscheinlich (sexuell) unerfüllt, da beide anderweitig verheiratet waren und zumindest Minna sehr eifersüchtig über ihren Gatten wachte.
      So blieb ihnen das gegenseitige Schmachten, was sie zu künstlerischen Höhenflügen motivierte. Mathilde schrieb Gedichte, und Richard komponierte Tristan & Isolde und zu ihren Gedichten einen Liederzyklus.

      Wagner schrieb die Lieder für Frauenstimme und Klavier. Für das Lied Träume fertigte er noch eine Instrumentierung für Solovioline und kleines Orchester.
      Felix Mottl (*1856) schuf die erste Fassung für großes Orchester.

      Soweit die Einführung.

      Grüße
      Jürgen

      Quellen: Wikipedia
    • Die Texte der Wesendonck-Lieder
      Fünf Gedichte von Mathilde Wesendonck



      Der Engel

      In der Kindheit frühen Tagen
      Hört ich oft von Engeln sagen,
      Die des Himmels hehre Wonne
      Tauschen mit der Erdensonne,

      Daß, wo bang ein Herz in Sorgen
      Schmachtet vor der Welt verborgen,
      Daß, wo still es will verbluten,
      Und vergehn in Tränenfluten,

      Daß, wo brünstig sein Gebet
      Einzig um Erlösung fleht,
      Da der Engel niederschwebt,
      Und es sanft gen Himmel hebt.

      Ja, es stieg auch mir ein Engel nieder,
      Und auf leuchtendem Gefieder
      Führt er, ferne jedem Schmerz,
      Meinen Geist nun himmelwärts!


      Stehe still!

      Sausendes, brausendes Rad der Zeit,
      Messer du der Ewigkeit;
      Leuchtende Sphären im weiten All,
      Die ihr umringt der Weltenball;
      Urewige Schöpfung, halte doch ein,
      Genug des Werdens, laß mich sein!

      Halte an dich, zeugene Kraft,
      Urgedanke, der ewig schafft!
      Hemmet den Atem, stillet den Drang,
      Schweigt nur eine Sekunde lang!
      Schwellende Pulse, fesselt den Schlag;
      Ende, des Wollens ew'ger Tag!

      Daß in selig süßem Vergessen
      Ich mög' alle Wonne ermessen!

      Wenn Auge in Auge wonnig trinken,
      Sehe ganz in Seile versinken;
      Wesen in Wesen sich wiederfindet,
      Und alles Hoffens Ende sich kündet,
      Die Lippe verstummt in staundendem Schweigen,
      Keinen Wunsch mehr will das Innre zeugen:
      Erkennt der Mensch des Ew'gen Spur,
      Und löst dein Rätsel, heil'ge Natur!



      Im Treibhaus

      Hochgewölbte Blätterkronen,
      Baldachine von Smaragd,
      Kinder ihr aus fernen Zonen,
      Saget mir, warum ihr klagt?

      Schweigend neiget ihr die Zweige,
      Malet Zeichen in die Luft,
      Unde der Leiden stummer Zeuge
      Steiget auftwärts, süßer Duft.

      Weit in sehnendem Verlangen
      Breitet ihr die Arme aus
      Und umschlinget wahnbefangen
      Öder Leere nicht'gen Graus.

      Wohl ich weiß es, arme Pflanze:
      Ein Geschicke teilen wir,
      Ob umstrahlt von Licht und Glanze,
      Unsre Heimat is nicht hier!

      Und wie froh die Sonne scheidet
      Von des Tages leerem Schein,
      Hullet der, der wahrhaft leidet,
      Sich in Schweigens Dunkel ein.

      Stille wird's ein säuselnd Weben
      Fullet bang den dunklen Raum:
      Schwere Tropfen seh' ich schweben
      An der Blätter grunem Saum.



      Schmerzen

      Sonne, weinest jeden Abend
      Dir die Schönen Augen rot,
      Wenn im Meeresspiegel badend
      Dich erreicht der frühe Tod;

      Doch erstehst in alter Pracht,
      Glorie der düstren Welt,
      Du am Morgen, neu erwacht,
      Wie ein stolzer Siegesheld!

      Ach, wie sollte ich da klagen,
      Wie, mein Herz, so schwer dich sehn,
      Muß die Sonne selbst verzagen,
      Muß die Sonne untergehn?

      Und gebieret Tod nur Leben,
      Geben Schmerzen Wonnen nur:
      O wie dank'ich daß gegeben
      Solche Schmerzen mir Natur.



      Träume

      Sag', welch' wunderbare Träume
      Halten meinen Sinn umfangen,
      Daß sie nicht wie leere Schäume
      Sind in ödes Nichts vergangen?

      Träume, die in jeder Stunde,
      Jedem Tage schöner blühn
      Und mit ihrer Himmelskunde
      Selig durchs Gemüte ziehn?

      Träume, die wie hehere Strahlen
      In die Selle sich versenken
      Dort ein ewig Bild zu malen;
      Allvergessen, Eingedenken!

      Träume, wie wenn Fruhlingsonne
      Aus dem Schnee die Blüten küßt,
      Daß zu nie geahnter Wonne
      Sie der neue Tage begrüßt,

      Daß sie wachsen, daß sie blühen,
      Träumend spenden ihren Duft,
      Sanft an deiner Brust verglühen
      Und dann sinken in die Gruft.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jürgen ()

    • Lieber Jürgen, über deine Beschreibung von Richard, dem "schlimmen Finger " musste ich etwas schmunzeln...... :D
      Wenn man den Biographien in Büchern und Filmen Glauben schenken will, war es eher Mathilde Wesendonck die an ihrer Ehe festhielt und zu vorsichtig oder zu vernünftig war um sich auf eine offen ehebrecherische Beziehung mit Wagner einzulassen. Aus der damaligen Gesellschaftsmoral die gravierende Unterschiede zwischen Mänern und Frauen in Sachen Ehebruch machte, ist das nur allzu verständlich. Frau war damit unwiderruflich ruiniert, ein Mann konnte sich das hingegen ungeschoren leisten. Von der finanziellen Abhängigkeit der Frauen von ihren Ehemânnern mal ganz abgesehen. Und dass Wagner sie keinesfalls standesgemäss ernâhren konnte, dürfte ja selbst bei grösster Verliebtheit auch Mathilde sofort eingeleuchtet haben. Schliesslich lebte er auf Kosten ihres Ehemannes......
      Wagner war ja leider ein Wiederholungstäter in Sachen gröbstem Vertrauensmissbrauch- um nciht zu sagen Verrat- seinen Wohltâtern gegenüber, das finde ich persönlich viel schwieriger zu tolerieren als "schlimme Finger".
      Was die Wesendoncklieder angeht sind sie als Vorstufe zum Tristan zu verstehen, der ja ebenfalls das hochsublimierte Produkt der unerfüllten Liebe zu Mathilde ist. Die künstlerische Zusammenarbeit der Liebenden als Sublimation des Begehrens der Liebenden war sicherlich ein ausserordentlich fruchtbarer Motor für dieses Werk.
      Der Liederzyklus gehört für meinen Geschmack zum Anhörenswertesten das Wagner komponiert hat und ist zu Recht ein fester Bestandteil im internationalen Liedrepertoire geworden. Mein Lieblingslied ist "Der Engel" mit seinen für Wagner sehr zarten Tönen. Die Stimmung des Zyklus ist zwar spätromantisch schwül, aber Wagners Begabung macht trotzdem ein facettenreiches Kleinod daraus. Für mich bis dato unerreicht ist die Aufnahme mit Jessye Norman, die auch meine liebste Isolde ist. Allerdings kenne ich wenig neue Einspielungen und lasse mich gerne überzeugen, dass es noch Besseres gibt.


      Liebe grüsse in nah und fern
      Fairy Queen
      Da es der Gesundheit förderlich ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein (Voltaire)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fairy Queen ()

    • Hallo ,
      das war mein Eröffnungs Thread bei Capriccio , Jürgen war damit einverstanden, Danke !

      LG palestrina

      http:// Richard Wagner "Wesendonck-Lieder"

      Richard Wagner "Wesendonck Lieder"Was mich bewogen hat etwas über die Wesendonck Lieder zu schreiben ist die Tatsache , das nun J. Kaufmann die Lieder eingespielt hat.Allerdings erfreute ich mich schon immer an diesen Liedern."Wesendonck Lieder" ein Zyklus von R. Wagner nach Gedichten von M. Wesendonck!Die 5.Gedichte für Frauenstimme und Klavier sind in den Jahren 1857/ 58 entstanden, durch die Liebesbeziehung zwischen Mathilde und Richard.Einer wirklichen Beziehung stand allerdings Richards Ehefrau Minna und Mathilde Ehemann Otto im Wege!Wagner arbeitete in dieser Zeit an seinen Oper "Tristan u. Isolde .Er lebte in dieser Zeit in seinem von den Wesendoncks bereitgestelltem Asyl in Zürich , Haus Triebschen neben der Villa Wesendonck ..Zwei Lieder aus diesem Zyklus bezeichnete Wagner als Studie zu T&I ("Im Treibhaus " u. "Träume ").Die Anordnung der Lieder wurde von Wagner mehrfach geändert .Das Lied "Träume ">intrumentierte Wagner selbst für Solovioline und kleines Orchester im Dezember 1857.Felix Mottl intrumentierte dann den Zyklus für grosses Orchester ließ aber"Träume " in der Bearbeitung Wagners .Eine Version für Kammerorchester erstellte H. W. Henze 1976.Die übliche Abfolge der Lieder:Der EngelStehe Still!Im TreibhausSchmerzenTräumeMan spürt in diesen Liedern das beständige und doch unbefriedigte Verlangen, das auch den Charakter in T. u. I. ausmacht.Die Lieder durchdringt tiefempfundener Schmerz und ersehnte Erlösung !Es gibt von den Liedern div . Einspielung für Frauenstimme u. Orchester.Meine persönliche Lieblings Aufnahme ist jene mit Dagmar Peckova' (Supraphon ) sehr gefuehlvoll und Ausdrucksstark !Aber auch die mit Martha Moedl ist sehr schön obwohl sie die Lieder mit ihrem typischen Wagnersopran vortraegt .Sehr druckvoll und so als ob sie eine Wagneroper singt!In der Hetze Fassung gefällt mir Yvonne Naef sehr gut (Claves )Sie ist besonders schön , eher intim verinnerlicht. Ich glaube Wagen wäre sehr froh über diese Bearbeitung gewesen.Und J. Kaufmann singt die Lieder voll gluehender Leidenschaft!Es grüßtpalestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von palestrina ()

    • Huch, da ist ein Smilie reingerutscht ! ?(

      Dies ist meine absolute Lieblingsaufnahme (unter den vielen ).....
      Ich kann das kaum in Worte fassen, welch einen Ausdruck da in der Stimme liegt !
      Da merke ich dann immer, das ich diese Lieder lieber von einer dunklen Stimme höre !
      (siehe Mödl )



      Dann gibt es ja noch die WL mit Tenor ,Kollo oder Kaufmann ?
      Für mich eindeutig Kaufmann ! :down




      Kollo gefällt mir schon gut, aber mit dem Engel hat er seine Probleme :D
      aber die anderen Lieder singt er sehr gut !
      Den Vergleich mit Kaufmann hält er nicht stand, Kaufmanns Interpretation ist sehr
      suggestiv !
      Dann meine andere Lieblingsaufnahme , ist jene mit Hannelore Kuhse . Schlicht
      und Gefühlvoll!!!! (Gibt es im Moment sehr Preiswert bei den 3 Buchstaben)




      Und dann noch die wunderbare Martha Mödl , mit einem ihr gewohnten Ausdruck .Wer sie mag,
      mag auch diese Lieder von ihr gesungen ! :)




      LG palestrina

      Zu ein paar anderen Aufnahmen später ! :hello
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Original von palestrina

      Er lebte in dieser Zeit in seinem von den Wesendoncks bereitgestelltem Asyl in Zürich , Haus Triebschen neben der Villa Wesendonck


      Kleine Richtigstellung:

      In Tribschen am Luzerner See lebte Wagner von 1866-72 nachdem er aus München verbannt wurde. Ludwig II hatte ihm dieses Domizil besorgt und bezahlt. Dort heiratete er auch Cosima, nachdem zuvor seine erste Frau Minna verstorben war.

      Von den 5 Liedern haben nur 2 einen direkten Bezug zum Tristan:

      Im Treibhaus ==> mit dem Motiv aus dem Vorspiel zum 3. Akt
      Träume ==> Studie nach Motiven aus dem 2. Aufzug ("oh sink hernieder Nacht der Liebe")

      Die Dichtung von Mathilde Wesendonck würde ich als schwülstig bezeichnen. Ohne die Veredelung durch Wagner wäre sie heute vergessen.
      Ich ziehe die Orchesterversion vor, denn sie ist farbiger durch die Instrumentierung. Allerdings habe ich die Lieder ewig nicht mehr gehört, vor langer Zeit mal mit Waltraud Meier, einer sehr profilierten Wagner Sängerin. Auf Tonträger (LP) habe ich eine Einspielung mit Christa Ludwig und Otto Klemperer, die ich nach wie vor ausgezeichnet finde.



      Nach den o.g. Tipps werde ich mir überlegen ob ich mir eine modernere Aufnahme zulege. Dagmar Peckova gefällt mir stimmlich auch sehr.

      LG Florestan
    • Original von Florestan
      Dort heiratete er auch Cosima, nachdem zuvor seine erste Frau Minna verstorben war.

      Na das hört sich so harmlos an, als ob er gewartet hätte, bis er Witwer wurde. Gewartet haben die beiden bestenfalls mit den Förmlichkeiten. Als sie 1870 heirateten, hatten sie schon drei gemeinsame Kinder. Das erste davon kam schon zur Welt, ein Jahr bevor Minna starb.
      Cosima brachte noch zwei Kinder mit in die Ehe, die sie mit ihrem ersten Mann Hans von Bülow hatte. Der war ein erfolgreicher Dirigent, der Wagner insbesondere während seines Asyls unterstützte, indem er seine Werke in Deutschland aufführte. Der Komponist dankte es ihm, indem er ihm seine Frau ausspannte (diesmal erfolgreich).
      Welch ein liebenswerter Kerl.


      Original von Florestan
      Ich ziehe die Orchesterversion vor, denn sie ist farbiger.....


      Das habe ich auch gedacht, bis ich diese Aufnahme gehört habe:

      Jessye Norman und Irvin Gage 1969
      Da fehlt mir gar nichts, das Klavier spielt weder zu viel, noch zu wenig.
      Die Aufnahme ist übrigens in dieser günstigen Box enthalten:

      The Other Wagner

      Grüße
      Jürgen
    • Über Wagner als Mensch ist das Urteil ziemlich einhellig negativ, ausser bei den erklärten Wagnerianern (eine im aussterben begriffene Spezies). Er hat immer seinen Vorteil gesucht und gefunden. Andererseits hätten wir sonst heute nicht das Festspielhaus in Bayreuth.
      Zur Vertiefung dieser Fragen empfehle ich das Buch "Der Mythos Wagner" von Udo Bermbach. Es ist interessant zu lesen und liefert eine Reihe von Erklärungen für die Wirkung von Wagner auf seine Zeitgenossen und die Gegenwart. Wer zudem in den Tagebuchnotizen von Cosima blättert, erfährt wie diese Frau ihrem Idol Wagner erlegen war. Bülow hatte also nicht die geringste Chance, was er dann ja auch eingesehen hat, und trotz des Verlustes seiner Frau der Musik von Wagner treu geblieben ist.

      Da ich Jessye Norman sehr verehre, werde ich mir mal die Aufnahme zulegen, also vielen Dank Jürgen für den Tipp.

      Florestan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Florestan ()

    • Original von Jürgen

      Original von Florestan
      Ich ziehe die Orchesterversion vor, denn sie ist farbiger.....


      Das habe ich auch gedacht, bis ich diese Aufnahme gehört habe:

      Jessye Norman und Irvin Gage 1969
      Da fehlt mir gar nichts, das Klavier spielt weder zu viel, noch zu wenig.


      Ich habe mir die Aufnahme mittlerweile besorgt und bin von der Klavierversion wenig angetan. Nicht wegen der Leistung von Frau Norman, sondern einfach weil Wagner kein Komponist für das Klavier war. Es braucht bei seinen Kompositionen das Orchester, nur so klingt es nach Wagner. Das ist ähnlich beim Siegfried-Idyll, was ja eine Art Pasticcio ist. In der Klavierversion klingt es noch wesentlich langweiliger als in dem Original für Kammerorchester.
      Also eine allenfalls interessante Begleiterscheinung im Werkkatalog des Meisters.

      Herzliche Grüße
      Florestan
    • Original von Florestan
      Ich habe mir die Aufnahme mittlerweile besorgt und bin von der Klavierversion wenig angetan. Nicht wegen der Leistung von Frau Norman, sondern einfach weil Wagner kein Komponist für das Klavier war. Es braucht bei seinen Kompositionen das Orchester, nur so klingt es nach Wagner.
      Herzliche Grüße
      Florestan


      So isses ! :D

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Hallo zusammen , eine kleine Ergänzung zu den WL ........

      Es gibt da eine sehr schöne Alternative mit Klavierquartett !



      Ist sehr überzeugend und eben nicht so dick aufgetragen , wie mit Orchester !
      Ebenfalls auf der CD enthalten , die Rueckertlieder von Mahler.
      Alles wunderschön vorgetragen von Dame Felicity Lott !!!!!!




      Janet Baker sing die Lieder mit großer Geste gut geführter Stimme , Im Treibhaus , sing sie mit verhaltener Stimme sehr sensibel !
      Träume , singt sie mit langem Atem und grossem Ausdruck , wunderschön Interpretiert!
      Insgesamt eine sehr schöne Live Aufnahme vom 3.11.71 aus der Royal Festival Hall , London



      Dies ist eine Aufnahme mit Streichsextett (Arrangement for String sextett by Rudolf Leopold ) , ist sehr eindringlich und hervorragend Interpretiert !
      Michelle Breedt 's Stimme ist sehr suggestiv und zu sehr schönen piani fähig , und wenn gefordert auch zupackend und emotional !




      Wagners Wesendonck-Lieder wurde mit Klavierbegleitung komponiert. Träume hat er selbst, die anderen Felix Mottl orchestriert.
      Hier die WL in der orch.von Henze, habe ich sehr spät kennengelernt und ich muss sagen das hat mich sehr überzeugt , auch die Interpretation von Jard van Nes !!! EMPFEHLENSWERT

      Auf der folgenden CD hört man auch die Wagner Orchestrierung von "Träume" für Solovioline und Kammerorchester !

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von palestrina ()

    • Noch eine Ergänzung ....



      Eileen Farrell , sie singt das halt sehr heroisch , aber keineswegs schlecht .
      Kleine Abstriche muß man machen bei dem Klang, die Stimme ist sehr im Vordergrund !



      Ja, Frau Schwanewilms war nie so ganz mein Fall ( im Gegensatz zu Billy :D) mMn ist das so ein auf und ab in der Stimme bei den WL , sie versucht ihre Stimme abzudunkeln aber wenn dann die Höhen kommen wird sie wieder sehr hell .



      Das ist eine jener CDs die ich nicht mehr missen möchte, sehr gefühlvoll mit gutem deutsch und wunderbarem Ausdruck. Daniel Blumenthal sollte auch erwähnt werden , ein sehr guter Begleiter !

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Eine kleine Ergänzung:



      Mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Leonard Bernstein singt Eileen Farrell, finde ich,
      kein bisschen heroisch oder zu stark im Vordergrund (auch aufnahmetechnisch nicht), ganz im Gegenteil.
      Äußerst empfindsam. Und in perfekter Harmonie mit dem Orchester.
      Für mich eine jener Einspielungen, nach denen ich keine weitere brauche. :) :engel

      Die Aufnahme mit Stokowski und seinem Orchester kenne ich allerdings nicht.

      Viola
      Wir alle suchen Menschen, die noch barfuß gehen im Herzen ...
    • Ja, palestrina, es ist eine andere Einspielung, ich wollte auch nur ein bisschen mit ihrer anderen Lied-Interpreation ergänzen und den Eindruck relativieren, dass E. Farrell das "halt sehr heroisch" singt.

      Mir scheint, es dirigiert bei der von Dir vorgestellten Einspielung Stokowski? ?(



      Viola
      Wir alle suchen Menschen, die noch barfuß gehen im Herzen ...
    • Jürgen schrieb:

      So blieb ihnen das gegenseitige Schmachten, was sie zu künstlerischen Höhenflügen motivierte. Mathilde schrieb Gedichte, und Richard komponierte Tristan & Isolde und zu ihren Gedichten einen Liederzyklus.
      Na, dann hat es ja immerhin was gebracht. Jedenfalls auf seiner Seite. :D

      Meine liebste Aufnahme wurde bereits genannt:



      Die Ludwig mit ihrem balsamischen Timbre, ihrer Wortdeutlichkeit, ihrer sängerischen Intelligenz und ihrem Wissen um den Liedgesang. Dazu Klemperers wuchtige Architektur.

      Sehr lieb ich auch diese hier:



      Das ist auch große Oper. Aber mich fasziniert immer wieder, wie die Flagstad es schaffte, ihre wahrlich riesige Stimme für Lieder zurückzufahren. Und plötzlich ist es sehr intim. Gerald Moore ist der Begleiter.

      :hello Falstaff
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