Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2016

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    • daraus Prok 2


      EDIT:
      Na gut, den Rachmaninow gleich mit.

      Vielen Dank an Siamak, dass er auf diese Pianistin bzw. diese Einspielung aufmerksam gemacht hat. Ich hatte mich bisher von der Covergestaltung ihrer DG-Aufnahmen abhalten lassen, weil Anklänge an Modefotografie nicht von der Hand zu weisen sind und dies meist nichts Gutes erwarten lässt. Mir gefällt insbesondere, dass sie "feinsinnige" Passagen bei Prok. auch "feinsinnig" spielt, was manche Einspielungen vermissen lassen. Dass ich das Konzert in dieser Einspielung vermutlich nicht allzu oft hören werde hat nichts mit der Pianistin zu tun.

      Dass heute kein Orchester mehr "russischen" Bläserklang bieten kann, der nicht nur zu Schostakowitsch so hervorragend passt, ist bekannt und nicht zu ändern. Dass die Bläsereinsätze irgendwie "nicht auf den Punkt gespielt" klingen und einiges andere im Orchester "geschlampert" ist, ist verschmerzbar. Aber was um Himmels willen ist mit der Tontechnik passiert? Schallisolierter Raum mit 10 cm Schaumstoff an der Decke und allen Wänden? Raum existiert in dieser Aufnahme nicht, alles klingt "gesoftet", gar nicht ünähnlich wie das Remastering alter Aufnahmen, bei denen mit den Störgeräuschen zuviel Klanginformationen weggenommen wurden, nicht "frisch", sondern belegt. Ich höre über streaming - HIRes, daran liegt es keineswegs - Quobuz bietet das booklet an, was sich dann aber wie so oft nicht öffnen lässt, sodass ich nicht weiss, wo das Ganze aufgenommen worden ist. Garstig viele Publikumsgeräusche, deren Beseitigung den Klang verhunzt hat, vielleicht? Ich weiss es nicht. Schade ist es, das hat Wangs hervorragendes Klavierspiel nicht verdient.
      ............Das führt unvermeidlich zur Einebnung der jeweiligen Komponistenpersönlichkeit zugunsten der Hervorhebung der sie umgebenden zeitgebundenen Konventionen, soweit wir diese heute verstehen, also zur interpretatorischen Nivellierung der kompositorischen Qualität (Christoph Schlüren)


      Gruß
      Vinding

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    • Daraus die Sarkasmen und Visionen
      ............Das führt unvermeidlich zur Einebnung der jeweiligen Komponistenpersönlichkeit zugunsten der Hervorhebung der sie umgebenden zeitgebundenen Konventionen, soweit wir diese heute verstehen, also zur interpretatorischen Nivellierung der kompositorischen Qualität (Christoph Schlüren)


      Gruß
      Vinding
    • David Benoit ist vor allem für leichtgewichtigen (und doch relativ geschmackvollen) Jazz bekannt; dass er sich auch als "ernster" Komponist und als Dirigent betätigt, wusste ich bis eben noch nicht. Ich höre aus dem Album Orchestral Stories:


      David Benoit; Kobe
      June Kuramoto (Koto), Czech National Symphony Orchestra, David Benoit
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Der Finne Ari Rasilainen gehört zu meinen Lieblingsdirigenten. Ob Hausegger, Sinding, Atterberg oder Grieg - mir gefällt der kraftige, volle Klang, den er mit dem jeweiligen Orchester erzeugen kann:




      Edvard Grieg:

      Symphonie in c-Moll
      Symphonische Tänze

      Ari Rasilainen / Norwegian Radio Orchestra 2000
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

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    • Prok. 2


      EDIT: Hmm, pianistisch auch sehr überzeugend, das Orchester und das Dirigat sowie die Aufbahmetechnik deutlich besser als in der vorher gehörten Aufnahme von Wang/Dudamel, auch wenn diese Aufnahme hier möglicherweise Prokofjew etwas weniger weit weg von Tschaikowski darstellt als die andere Einspielung. Bavouzet wäre sicherlich interessant, zumal ich von Noseda einiges Gute gehört habe - muss warten, ist nicht zum Streamen frei gegeben und ich habe mir auferlegt ein Jahr lang nichts downzuloaden, weil bereits vieles auf der Festplatte - nur einmal gehört - vor sich hin digitalisiert.....
      ............Das führt unvermeidlich zur Einebnung der jeweiligen Komponistenpersönlichkeit zugunsten der Hervorhebung der sie umgebenden zeitgebundenen Konventionen, soweit wir diese heute verstehen, also zur interpretatorischen Nivellierung der kompositorischen Qualität (Christoph Schlüren)


      Gruß
      Vinding

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    • Cetay schrieb:


      Paralell Lives; Klaviersonate No. 29 B-Dur, Op. 106, "Hammerklavier" nach Beethoven,
      arragiert von Michael Gardiner & John Latartara (Computerbearbeitung, Samples, Live-Elektronik, Stimme)
      Jon Sakata (Klavier)
      Lange nicht gehört. Nix für Puristen und wahrscheinlich eher was fürs Hinterzimmer. :whistling:
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


    • Die Anhänger einer früher-war-alles-besser-Fraktion frohlocken und wahrscheinlich haben sie gar nicht einmal Unrecht, handelt es sich doch im Ergebnis um eine sehr schöne, lyrische, charmante Aufnahme. Albert Schweitzer hat in seiner Bachbiographie einmal sinngemäß mitgeteilt, Bach sei kompositorisch mehr architektonisch als sentimental unterwegs gewesen. Hier hat sich aber einer der großen Alten souverän darüber hinweggesetzt. Obwohl, Albert Schweitzer - so ganz nachvollziehen kann ich das zunächst einmal nicht, wenn ich mir seine georgelten Bachaufnahmen anhöre.



    • Daraus Prokofjew Klaviersonate Nr. 8, Moskau 9. April 1962

      Bei mir läuft eine CD mit anderem Cover, aber ich denke dass sich hinter dem bei amazon gefundenen Cover dieselbe Aufnahme verbirgt

      Leider sehr viele Huster, aber Gilels wie fast immer großartig
      ............Das führt unvermeidlich zur Einebnung der jeweiligen Komponistenpersönlichkeit zugunsten der Hervorhebung der sie umgebenden zeitgebundenen Konventionen, soweit wir diese heute verstehen, also zur interpretatorischen Nivellierung der kompositorischen Qualität (Christoph Schlüren)


      Gruß
      Vinding
    • Bachisches in Gestalt der Triosonaten, georgelt von Heinz Wunderlich auf der der Schnitgerin aus Hamburg, St. Jacobi:



      Die Stimmen technisch souverän meisternd, die hier jeweils außerordentlich deutlich ein eigenes musikalisches Gewicht erhalten, was der Entwirrung des polyphonen Geflechts sehr zugute kommt. Wenn es einen Preis für eine musikalisch-demokratisch inspirierte Interpretation der Triosonaten gäbe, wäre Wunderlich sicher einer der Favoriten gewesen.
    • Bei diesen Interpretationen geht richtig die Post ab:




      Peter I. Tschaikowsky:
      Symphonie Nr. 5

      Georg Solti / Chicago Symphony Orchestra 1975

      Mikhail Glinka:
      Ouvertüre ‘Russlan und Ludmilla’

      Modest Mussorgsky:
      ‘Chowanschtschina’ Vorspiel
      Eine Nacht auf dem kahlen Berge

      Georg Solti / London Symphony Orchestra 1965 – 1966

      :times10
      "Ein Ding um seiner selbst willen tun" (Richard Wagner)

    • Johann Sebastian Bach; Musikalisches Opfer, BWV 1079
      Ensemble Sonnerie, Monica Huggett
      Monica Huggett (Violine), Sarah Cunningham (Viola da Gamba), Gary Cooper (Cembalo), Wilbert Hazelzet (Flöte),
      Paul Goodwin (Oboe, Oboe d'amore, Oboe da caccia), Pavlo Beznosiuk (Violine, Viola, Tenor Viola), Frances Eustace (Fagott)


      Heute Nacht gehört (eine erfreuliche Nebenwirkung der präsenilen Bettflucht ist die gewonnene Zeit zum Musik hören - man hat ja außer Schlaf nichts anderes geplant :D ).
      Die gehörte Aufnahme ist die weitaus klangfarbenreichste unter allen mir bekannten - die vielfältige Instrumentierung gibt einen Fingerzeig. Bach hat für die meisten der 16 kontrapunktischen Sätze die Instrumentierung offen gelassen und diese Freiheit hat das Ensemble sehr kreativ genutzt, selbstredend mit Originalinstrumenten. Beim 6-stimmigen Ricercar ist es zwar nicht ganz gesichert, aber es gibt doch Indizien dafür, dass es für Cembalo allein gedacht war. Die Sonneries wollten es sich dennoch nicht nehmen lassen, gerade den Sechser besonders bunt zu präsentieren. Daher bieten sie uns beide Realisierungen zur Auswahl.
      Das Musikalische Opfer als Ganzes ist und bleibt wie die Kunst der Fuge ein verdammt sperriges und schwer zugängliches Werk. Es steht bei mir ganz oben auf der Liste der "Werke, die mir später mal gefallen werden". Diese Aufnahme ermöglicht mit ihren zahlreichen reizvollen Klangkombinationen einen erleichterten Eintritt und macht das auch ohne kanonisches Rätselraten zu einer echten Hörfreude.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


    • Gioachino Rossini/Andrea Leone Tottola: Mosè in Egitto

      Mosè - Ruggero Raimondi
      Faraone - Siegmund Nimsgern
      Elcìa - June Anderson
      Osiride - Ernesto Palacio
      Amaltea - Zehava Gal
      Mambre - Keith Lewis
      Amenofi - Sandra Browne
      Aronne - Salvatore Fisichella

      Ambrosian Opera Chorus
      Philharmonia Orchestra, Claudio Scimone

      Eine von Rossinis ernsten Opern mit sehr guter Besetzung!

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • schon lange auf der Festplatte, jedenfalls das 2.te, noch nie gehört. Dann eben jetzt:




      EDIT:
      :times10
      ............Das führt unvermeidlich zur Einebnung der jeweiligen Komponistenpersönlichkeit zugunsten der Hervorhebung der sie umgebenden zeitgebundenen Konventionen, soweit wir diese heute verstehen, also zur interpretatorischen Nivellierung der kompositorischen Qualität (Christoph Schlüren)


      Gruß
      Vinding

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