Lieblingskomponisten

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    • Lieblingskomponisten

      Hallo,

      momentan fällt mir nichts Besseres ein. Ich möchte zwar demnächst wieder etwas über einen Dirigenten schreiben; das benötigt aber etwas Zeit. Somit möchte ich hier einen Thread über eure Lieblingskomponisten starten.

      Regeln: Da die Beschränkung manchmal schwerfällt und man keinen persönlich Wichtigen unter den Notenständer fallen lassen möchte, setzte ich die Grenze bei 30 Komponisten der sogenannten klassischen Musik fest. Selbstverständlich dürfen es auch weniger sein. Wichtig ist es, eine Reihenfolge zu bilden. Aber auch hier mache ich eine Ausweitung der Restriktion: Der z. B. (!) Platz 3 darf mehrfach besetzt sein (Beispiel: 1. Mozart, 2. Haydn, 3. Strauss, 3. Wagner, 3. Reger, 3. Bruckner, 7. (!) Händel usw. bis 30. Trotzdem sollten sich nicht alle Lieblingskomponisten auf Platz 1 tummeln.

      Bis dann.

      Einen ähnlichen Thread habe ich unter den Überschriften 'Allgemeine Klassikthemen' und 'Komponisten' bis dato nicht gefunden, wäre aber vielleicht auch egal. Aufgrund der Allgemeinheit habe ich ihn hier positioniert. Selbstverständlich darf ein Moderator eine Verschiebung in den Bereich "Komponisten" tätigen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Keith M. C. ()

    • Einen Faden mit diesem Namen haben wir schon (-> hier), allerdings mit der sadistischen Einschränkung auf 6 Komponisten und ohne Reihenfolge und seit 3 Jahren verwaist. Also ist dieser Neustart durchaus zu begrüßen, um vielleicht wenigstens die eine oder den anderen noch Verbliebenen zu einer Lebensäußerung zu bewegen.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Lieber Keith,

      darf man auch Komponisten nennen, mit deren Werken man zwar als solche nicht viel anfangen kann, die man aber besonders schätzt, etwa für bestimmte Errungenschaften, Reformen, etc.?

      Oder sollte es hauptsächlich darum gehen, dass man sagt "Von diesem Komponisten mag ich die meisten Werke, deswegen ist er meine Nummer 1"?




      LG,
      Hosenrolle1
    • Lieber Hosenrolle1,

      es sind Deine Lieblingskomponisten, also auch Deine Begründungen. Also : ja. Du kannst Deine Gründe auch darstellen.

      Trotzdem hoffe ich, dass z. B. G. Rossini nicht aufgrund seiner Kochrezepte genannt wird.
      :wink

      Bis dann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Keith M. C. ()

    • Lieber Cetay,

      In der Rubrik „Das Spielzimmer“ habe ich bzgl. der Einordnung dieses Threads nicht gesucht, sorry. Aber natürlich gehört dieser Thread dahin. Wenn ein Administrator oder Moderator diesen Thread dorthin verschieben möchte, wäre ich dafür dankbar.

      Ich persönlich habe gegen Rankings grundsätzlich nichts. Es sei denn, es fängt an ungehemmt zu wuchern. Rankings haben u. a. den Vorteil, sich seiner eigenen subjektiven Präferenzen gewiss zu werden. Denn wenn man diese nicht selbst kennt, wie wollte man dann, die viel schwierigere Aufgabe bewerkstelligen, in annähernder Objektivität Reihenfolgen oder Bedeutungen zu verallgemeinern oder eine Auswahl darzustellen (Kanon u. a.)?

      Deine Präferenzliste ist sehr interessant. Damit kann ich nicht dienen. Meine Vorlieben bewegen sich im Mainstream, sind vermeintlich konservativ oder antiquiert.

      Hier nun mein Ranking:

      1. J. Brahms
      1. L. v. Beethoven
      3. G. F. Händel
      4. F. Mendelssohn-Bartholdy
      4. R. Schumann
      6. V. Bellini
      7. W. A. Mozart (bes. Opern, Konzerte)
      8. G. Verdi
      8. R. Wagner
      10. J. Haydn (bes. Symphonien und Kammermusik)
      11. S. Prokofjew
      12. E. W. Korngold
      13. A. Dvorák
      14. I. Strawinsky (nicht die Spätwerke)
      15. G. Donizetti
      16. J. S. Bach (ich kenne einen Großteil nicht sehr gut, insb. die geistl. Werke)

      Aus Frankreich schätze ich besonders J.-P. Rameau, H. Berlioz, G. Bizet. Bei den Nordmännern bevorzuge ich F. Berwald.

      Darüber hinaus schätze ich eine Vielzahl der Belcanto-Opern (also Barock-Opern) insb. C. H. Grauns Oper „Cleopatra & Cesare“, dessen Werk ich auf eine Stufe mit G. F. Händels „Giulio Cesare“ stelle.

      An L. Cherubinis „Medea“ oder D. Cimarosas „Il matrimonio segreto“ kann ich mich ebenfalls nicht „satthören“.

      Von den sehr bekannten Komponisten höre ich von G. Puccini meist nur einzelne Arien. R. Strauss, A. Bruckner, D. Schostakowitsch und die „Schönberg-Schule“ höre ich weniger gern, um es vorsichtig auszudrücken; bei Musik von K. H. Stockhausen laufe ich weg. Von G. Mahler – mit Ausnahme von Liedern und der 5. Symphonie - nehme ich immer mehr Abstand.

      Nun hoffe ich, dass sich weitere Forumsmitglieder einfinden.

      Bis dann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von Keith M. C. ()

    • Ich habe nun meine Liste zusammengestellt, und absichtlich bis jetzt noch nicht eure Listen gelesen, um möglichst unbeeinflusst zu bleiben.

      1. Richard Strauss
      2. Richard Wagner
      3. Humperdinck
      4. W. A. Mozart
      5. Carl Maria von Weber
      6. Franz Schubert
      7. Erik Satie
      8. Camille Saint-Saëns
      9. P. I. Tschaikovsky

      Hier meine Begründungen:

      Richard Strauss auf Platz 1, weil der für mich über allen anderen steht. Seine Instrumentierungen, sein riesiges Orchester, die Klangfarben, die Mischung aus "klassisch" und "modern", das gefällt mir am besten.

      Richard Wagner auf Platz 2.
      Mit seinen Werken kann ich leider wenig anfangen, die Themen sind für mich nicht interessant, und die meisten Sachen kommen mir vor wie kurze Handlungen auf epische Breite zerehnt - dennoch hat Wagner etwas völlig Neues gemacht! Leitmotive, ein großes Orchester, durchkomponierte Opern - viele spätere Werke und auch Filmmusik wäre ohne ihn wohl undenkbar! Das Grundprinzip gefällt mir außerordentlich gut - weg von Nummernopern und Rezitativen!

      Engelbert Humperdinck auf Platz 3.
      Für mich auch ganz oben, weil er großartige Melodien schreiben und diese auch sehr schön instrumentieren konnte, aber auch, weil er nicht blind Wagners Vorbild gefolgt ist, sondern dessen Errungenschaften genutzt hat für etwas ganz Neues.

      W. A. Mozart auf Platz 4.
      Mozart deswegen, weil auch er für mich sehr schöne Melodien und Ohrwürmer komponieren konnte, und weil er (wohl neben Da Ponte?) dafür gesorgt hat dass ein verbotenes Stück wie der Figaro aufgeführt werden durfte.

      C. M. v. Weber auf Platz 5.
      In erster Linie wegen seinem Freischütz, der zwar noch eine klassische Nummernoper ist, aber ohne (für meinen eigenen Geschmack!!) eintönige Rezitative mit Cembalo-Begleitung, sondern voller Melodien und mit Orchester. Und natürlich diese Wolfschluchtszene, die Stoffauswahl, eine Geistergeschichte auf die Bühne zu bringen!

      Franz Schubert auf Platz 6.
      In erster Linie deswegen, weil er mir gezeigt hat, dass ein Streichquartett durchgehend interessant, und nicht langweilig sein kann!

      Erik Satie auf Platz 7.
      Ich kenne so gut wie nichts von ihm, aber seine Gymnopedies alleine sind schon so großartig. Ich mag diese Musik aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert sehr gerne.

      Camille Saint-Saëns auf Platz 8.
      Auch hier kenne ich kaum etwas, aber dieses "Aquarium" ... herrlich!

      P. I. Tschaikovsky auf Platz 9:
      Ebenfalls ein Spätromantiker, sein Klavierkonzert, seine 1812 Ouvertüre, sein Nussknacker - schöne Melodien!





      LG,
      Hosenrolle1
    • Nachtrag:

      Hallo,

      die oben zusätzlich genannten und einige weitere Komponisten reihe ich ein, um meinen Spielregeln nachzukommen:

      17. H. Berlioz
      18. J.-P. Rameau
      19. G. Bizet
      20. F. Berwald
      21. M. Ravel
      22. C. Monteverdi
      23. A. Vivaldi
      24. J. Rodrigo
      25. C. W. Gluck
      26. G. Rossini

      und dann müsste G. Mahler kommen, der immer weiter - bei mir - abrutscht.

      F. Liszt höre ich sehr ungern, ebenso die sogenannte Serielle Schule.

      Bis dann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Keith M. C. ()

    • Interessanter als das Ranking selbst finde ich die Kriterien, nach denen es erstellt wird. Hosenrolle1 hat das sehr gut nachvollziehbar beschrieben und ich sehe z.B. die Parallele, dass unter Umständen schon eine Komposition ausreicht, um jemanden auf die Liste zu bringen. Auf der anderen Seite würde ich keinen Komponisten, mit dem ich nichts anfangen kann, zum "Liebling" erklären und wenn er noch so bedeutend ist.

      Für mich gibt es drei Kriterien, von denen mindestens eins erfüllt sein muss:
      1. Die Musik des Komponisten fasziniert mich so sehr, dass ich mich für den Menschen dahinter (zu) interessiere(n beginne) und Biographien oder anderweitige Literatur über ihn lese(n will).
      2. Der Komponist wird regelmäßig mit verschiedenen Werken gehört
      3. Es gibt von diesem Komponisten mindestens ein Werk, das ich für unverzichtbar* halte.
        * Wenn ich weiß, dass ich im nächsten Jahr nur einmal pro Woche zum Musikhören komme und vorher auswählen muss, mit welchen 52 CDs ich dieses Jahr verbringen will, dann ist ein Werk, das auf dieser Liste landet, unverzichtbar.
        Wer mehrere Kriterien erfüllt, landet naturgemäß weiter vorn - für Haydn, Cage, Varèse und Feldman treffen alle drei zu. Weshalb Haydn ganz vorne ist, habe ich schon früher begründet: Ich höre Haydn quer durch die Gattungen und egal was ich höre -vom frühen Divertimento bis zur späten Messe, von der 1. Sinfonie bis zum 83. Streichquartett- wann und wie ich es höre -nebenher zum Frühstück, hinhörend nach der Arbeit, konzentriert zuhörend in der Nacht- es beglückt mich jedes Mal. Das schafft kein anderer Komponist und deswegen gebührt Haydn mein Thron.

        Zu den Komponisten, die mich -obwohl ich sie vergleichsweise weniger höre- über die Musik hinaus interessieren, zähle ich noch Scelsi, Aphergis, Hespos, Radigue, Lucier, Niblock, Muchmore und Nørgård. Über die Komponisten-Brücke verschafft die Beschäftigung mit "Neuer Musik" den Kontakt zu wirklich originellen Gedankengebäuden. Von diesen Interessanten haben Scelsi, Aphergis und Hespos, und noch Unverzichtbares anzubieten. Zu den Vielgehörten rechne ich Mozart, Beethoven, Schubert, J.C. Bach und Stamitz - Mozart und Beethoven gehören gleichzeitig zu den Unverzichtbaren. Bleibt noch die Schar, die "lediglich" mindestens ein unverzichtbares Werk aufweisen kann, aber weder interessant noch vielgehört ist: J.S. Bach, Bruckner, Mahler, Brown. Der Rest geht dann nach Bauch... Ich bin mir der absoluten Sinnlosigkeit dieses Tuns durchaus bewusst, wobei man sich in einem Land, in dem der durchschnittliche tägliche Fernsehkonsum bei über dreieinhalb (!) Stunden liegt, von niemandem etwas über Sinnlosigkeit anhören muss.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Ein paar meiner Beschreibungen gefallen mir nicht so recht, deswegen möchte ich die noch etwas erweitern.

      Original von Hosenrolle1
      Richard Strauss auf Platz 1, weil der für mich über allen anderen steht. Seine Instrumentierungen, sein riesiges Orchester, die Klangfarben, die Mischung aus "klassisch" und "modern", das gefällt mir am besten.


      Ich mag aber auch den Humor des Komponisten, den ich von Anekdoten und seinen Briefen herauslesen konnte. Und natürlich seine vielen Anmerkungen und Erweiterungen in der "Instrumentationslehre", wo er wertvolle Hinweise gibt, und anderen Leuten (vor allem auch Komponisten) Einblick in sein Wissen und seine Erfahrungen gibt. Und mir gefällt, wie er das beschreibt, was ihn an verschiedenen Kompositionen fasziniert; sachlich und trotzdem begeistert.

      Richard Wagner auf Platz 2.
      Mit seinen Werken kann ich leider wenig anfangen, die Themen sind für mich nicht interessant, und die meisten Sachen kommen mir vor wie kurze Handlungen auf epische Breite zerehnt - dennoch hat Wagner etwas völlig Neues gemacht! Leitmotive, ein großes Orchester, durchkomponierte Opern - viele spätere Werke und auch Filmmusik wäre ohne ihn wohl undenkbar! Das Grundprinzip gefällt mir außerordentlich gut - weg von Nummernopern und Rezitativen!


      Hier möchte ich noch ergänzen, dass es mir vor allem um sein Konzept geht, das ich beeindruckend und super finde. Dass ich mir keine CD von seinen Werken kaufen, mir keine Vorstellung live anschauen würde ändert nichts daran, dass ich großartig finde, was er sich ausgedacht hat.
      Ich bin mir sicher, auch manche der von Wagner beeinflußten Komponisten fanden seine Opernstoffe nicht so interessant, wohl aber seine Art zu komponieren, seine Behandlung des Orchesters, die Leitmotive usw.



      Erik Satie auf Platz 7.
      Ich kenne so gut wie nichts von ihm, aber seine Gymnopedies alleine sind schon so großartig. Ich mag diese Musik aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert sehr gerne.

      Camille Saint-Saëns auf Platz 8.
      Auch hier kenne ich kaum etwas, aber dieses "Aquarium" ... herrlich!


      Es mag vielleicht eigenartig klingen, aber Werke wie die Gymnopedies, das Aquarium oder auch Stücke wie Clair de Lune von Debussy haben für mich einen ganz eigenen Charme, den ich schlecht beschreiben kann ... es ist so eine Mischung aus schillernder, irisierender Dekadenz, gleichzeitig haben sie für mich eine Wehmütigkeit, weil ein altes Jahrhundert zu Ende ist, und nun ein neues, modernes Zeitalter anbricht; ich kann die ersten Automobile und die ersten paar Straßen mit elektrischer Straßenbeleuchtung und die Kinematographen fast schon sehen. Ich weiß, das klingt seltsam.




      LG,
      Hosenrolle1
    • Lieber Cetay,

      meine Kriterien sind:

      a) Wie oft höre ich die Musik des Komponisten X?

      in Verbindung mit

      b) Wie gerne höre ich die Musik des Komponisten X? *

      c) Persönliche Restriktion: Es sollte sich n i c h t um einen "persönlichen Ein-Werk-Künstler“ handeln. Somit erscheint auf meiner Liste nicht C. H. Graun, da ich zwar von ihm neben „Cleopatra e Cesare“ noch „Montezuma“ als Einspielung vorliegen habe, diese mir aber bis dato nicht so gut gefällt und weiteres Einhören in das Gesamtwerk Grauns nicht stattgefunden hat. Aber "Cleopatra e Cesare" höre ich wirklich sehr oft.

      Ob ich einen Komponisten für bedeutend halte oder dieser musikwissenschaftliche Bedeutung hat, spielt bei der Benennung meiner Lieblingskomponisten keine Rolle. Ebenso wenig ist es von Relevanz, ob mich die Persönlichkeit interessiert, sie integer ist oder auf mich sympathisch wirkt. Vermutlich werde ich mich mit der Biografie z. B. eines J. Rodrigo in den nächsten Jahren nicht näher befassen, weil andere Dinge Priorität haben, trotzdem findet seine Musik mein Gefallen. Dagegen habe ich selbstverständlich z. B. über J. Brahms, L. v. Beethoven oder R. Wagner sehr viel gelesen.

      Bei den ersten 10 bis 12 Plätzen bin ich mir bzgl. des Ranges ziemlich sicher, Verschiebungen wird es wahrscheinlich nicht geben. Ob ggf. z. B. die Musik G. Mahlers mir noch fremder wird und er ganz herausrutscht, weiß ich nicht. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass in 2 oder 3 Jahren z. B. C. Gounod oder ein mir bis dato sehr wenig bekannter Komponist der Moderne oder Postmoderne von Deiner Liste auf meine Liste wandert.
      (Aber: Stockhausen und Lachenmann werden es nicht sein, da ich einige Werke kenne und mir z. B. der Mann vom Sirius („Schickt ihn zur Erde, hier auf unserem schönen, hellen [heißen] Stern besteht Verdunklungsgefahr!“) und sein Werk trotz Hörens fremd sind sowie mich schrecklich langweilen.)

      Bis dann.

      * Häufigkeit vs. Gefallen: Wenn ich mich in einen Teil des Gesamtwerkes eines Komponisten „einhöre“, kann es eine gewisse Zeit beanspruchen (Häufigkeit), muss aber nicht bedeuten, dass ich die Musik gerne höre (Gefallen). Z. B. habe ich alle Opern von R. Strauss im Regal stehen, einige in verschiedenen Interpretationen: Salome, Rosenkavalier; dazu Orchesterwerke (Karajan, Solti, Reiner, Kempe usw.) [staube sie (die CD) mehr oder minder regelmäßig ab] und irgendwann auch mal gehört, trotzdem findet diese Musik nicht mein Gefallen. Auch gehe ich in meiner Freizeit nicht in Strauss-Opern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 20 mal editiert, zuletzt von Keith M. C. ()

    • Bei mir ist das mit der Rangfolge schwierig, denn die Lieblingskomponisten wechseln bei mir oft. Immer ganz oben dabei sind wohl Antonio Vivaldi, Ludwig van Beethoven, Luigi Boccherini und Joseph Haydn. Okay, ich versuche es mal, indem ich direkt Platz 1 mehrfach besetze - anders geht es nicht.

      1) Antonio Vivaldi
      1) Ludwig van Beethoven
      1) Luigi Boccherini
      1) Joseph Haydn
      2) Johann Sebastian Bach
      2) Antonin Dvorak
      2) Andrea Zani (eher unbekannt, hat aber 12 wunderbare Cellokonzerte geschrieben, lebte ungefähr zur Zeit von Johann Sebastian Bach)
      3) Franz Schubert
      3) Nicola Porpora
      4) Giuseppe Tartini
      5) Carl Philipp Emanuel Bach
      5) Georg Friedrich Händel
      6) weitere Italiener wie Antonio Caldara, Giovanni Bottesini, Domenico Dragonetti...
      7) Benjamin Britten (nur dessen Cello-Werke - und die höre ich fast ausschließlich in der Besetzung Mstislav Rostropovich (Cello) und Benjamin Britten (Klavier))

      Da ich ein großer Italien-Fan bin, finden sich unter meinen Lieblingskomponisten immer viele Italiener, das ändert sich wohl nie.

      Ein Kriterium ist für auch für mich, wie oft ich die Musik der Komponisten höre. Und da wechseln die Schwerpunkte. Aber wenn ein Komponist für ein Instrument viele und/oder (in meinen Ohren) schöne Werke für ein Instrument geschrieben hat, das Menschen in meinem Umfeld spielen, hat er ebenfalls gute Chancen, für mich ganz oben dabei zu sein. Andrea Zani ist ein typisches Beispiel dafür.
    • Original von Katka

      1) Luigi Boccherini



      Es ist interessant, Boccherini so weit vorne zu sehen. Auf der einen Seite denke ich, dass die Geschichte ihm Unrecht damit tut, ihn auf eine handvoll von Stücken zu reduzieren, andererseits erlebe ich mit ihm einen seltsamen Effekt. Wann immer ich ihn höre, gefällt mir das ausgesprochen gut und ich denke, dass ich ihn viel öfter und in größerer Breite hören sollte - tue es dann aber doch nicht und vergesse ihn wieder, bis er -z.B durch einen solchen Diskussionsfaden- wieder ins Gedächtnis zurückgerufen wird. Irgendwie fehlt es bei aller Qualität -er hat keineswegs schlechter komponiert als Haydn oder Mozart sondern genuin anders- an den kleinen Widerhaken, durch die sich das so festsetzt, dass der Wunsch nach Wiederhören nicht mehr weggeht, bis ihm nachgegeben wird.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Original von Cetay
      Original von Katka

      1) Luigi Boccherini



      Es ist interessant, Boccherini so weit vorne zu sehen. Auf der einen Seite denke ich, dass die Geschichte ihm Unrecht damit tut, ihn auf eine handvoll von Stücken zu reduzieren, andererseits erlebe ich mit ihm einen seltsamen Effekt. Wann immer ich ihn höre, gefällt mir das ausgesprochen gut und ich denke, dass ich ihn viel öfter und in größerer Breite hören sollte - tue es dann aber doch nicht und vergesse ihn wieder, bis er -z.B durch einen solchen Diskussionsfaden- wieder ins Gedächtnis zurückgerufen wird. Irgendwie fehlt es bei aller Qualität -er hat keineswegs schlechter komponiert als Haydn oder Mozart sondern genuin anders- an den kleinen Widerhaken, durch die sich das so festsetzt, dass der Wunsch nach Wiederhören nicht mehr weggeht, bis ihm nachgegeben wird.


      Na, ganz einfach: Erstens ist Boccherini Italiener, und zweitens hat er sich um das Cello verdient gemacht. Auch seine Streichquintette gefallen mir sehr gut; bei den meisten ist ein zweites Cello dabei.
    • Das wird schwer werden.

      01. Joseph Haydn
      02. Anton Bruckner
      03. Gustav Mahler
      04. Robert Schumann
      05. Johannes Brahms
      06. Ralph Vaughan Williams
      07. Sir Arnold Bax
      08. Jean Sibelius
      09. Carl Nielsen
      10. Hans Rott
      11. Antonin Dvorak
      12. Bedrich Smetana
      13. Joseph Suk
      14. Franz Schubert
      15. Johan Halvorsen
      16. Leonard Bernstein
      17. George Gershwin
      18. Sir Edward Elgar
      19. Giuseppe Verdi
      20. Richard Strauss
      21. Edvard Grieg

      Jetzt habe ich noch keinen Spanier, Franzosen, Latein-Amerikaner usw. erwähnt. Diese Liste könnte ich locker verdoppeln, und sie wäre dann immer noch nicht komplett
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Lieber Keith,

      gibt es auch eine Regel die besagt, wie oft man sein Ranking ändern darf? :wink

      Ich habe wie gesagt schon lange bevor es diesen Faden gab an der Liste "gearbeitet" und deswegen stört es mich um so mehr, dass sie immer noch nicht ganz perfekt ist. Mir sind noch zwei weitere Kriterien eingefallen, die ich einfließen lassen möchte - auch wenn ich schon bei der end-endgültigen Version angelangt war. Wäre ich Komponist geworden, würde ich was die Revisionswut angeht wahrscheinlich Bruckner noch in den Schatten stellen. Ich erkläre mich hiermit zu einem Vertreter der nicht unerheblichen Fraktion der "Spinner in Klassikforen"...
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

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