Beethoven: Violinkonzert op. 61

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    • Beethoven: Violinkonzert op. 61

      Am Tag vor Heiligabend 1806 hatte es in Wien Premiere, der Erfolg war über Jahre erst einmal eher bescheiden: Beethovens meist heiteres einziges Violinkonzert, das vielleicht ein wenig zu repetitiv und symphonisch für manchen sein mag. Ohne den Umweg über Konzertführer etc. soll es hier gleich in die Diskographie gehen. Auch wenn man das Werk nicht unbedingt heiß und innig lieben mag, man wird es wohl zumindest kennen und respektieren und Einspielungen davon besitzen. (Wenn ich nach den Einträgen in "Was höre ich gerade jetzt?" gehen kann, dann wird Beethoven ohnehin eher mehr respektiert als tatsächlich gehört. Ich weiß gar nicht, ob jemand in letzter Zeit zugegeben hat, Beethovens 5. Symphonie aufgelegt zu haben. Aber der Eindruck mag täuschen, man meldet vielleicht nicht unbedingt derlei Grundbausteine des Répertoire, sondern eher das Besondere.)

      Anlaß für die Einrichtung dieses Fadens ist das Erscheinen einer Arte Nova-Aufnahme mit Christian Tetzlaff als Solisten. Zusammen mit dieser Neuerscheinung besitze ich zur Zeit 10 Aufnahmen des Konzerts. Das mag erst einmal nach ziemlich viel klingen, aber wie vielleicht deutlich werden wird, habe ich möglicherweise gar nicht so viel Grund zufrieden zu sein. U.a. herrschen bei mir eindeutig ältere Aufnahmen vor. (Das eine oder andere ist, wie oft beim Sammeln, eher zufällig "zugelaufen", z.B. Wolfsthal und Oistrakh in Boxen, die ich wegen anderer Bestandteile gekauft habe.)

      Wolfsthal, BPO, Gurlitt (1929) DG Complete Beethoven Edition 4538042



      Kulenkampff, BPO, Schmidt-Isserstedt (1936) Dutton Essential Archive CDEA5018



      Heifetz, NBC Symphony O, Toscanini (1940) RCA Victor Gold Seal The Heifetz Collection (vol. 5) 09026617362



      Schneiderhan, BPO, Furtwängler (1953) DG eloquence Dokumente 4747282



      Schneiderhan, BPO, van Kempen (1953) DG Original Masters 002894775263



      Oistrakh, O of the Stockholm Festival, Ehrling (1954) EMI 724358684124



      Heifetz, Boston Symphony O, Munch (1955) RCA Victor Red Seal 9026617422



      Schneiderhan, BPO, Jochum (1961) DG 2CD 4594032



      oder



      Kremer, Chamber O of Europe, Harnoncourt (1992) Teldec 9031748812



      Tetzlaff, Tonhalle O, Zinman (2005) Arte Nova 82876769942





      Gleich meine erste Aufnahme ist schon ein erster Höhepunkt, auch wenn in Punkto Aufnahmequalität eine Menge Verständnis aufzubringen ist. Josef Wolfsthal, der bald schon in recht jungen Jahren verstorben ist, muß ein hochgradiges Talent gewesen sein, das über eine sehr sichere Technik und musterhafte Intonation verfügen konnte. Leichtigkeit (auch hier schon "entschlackter" Beethoven wie noch heute immer wieder) und sehr viel Emotion charakterisieren sein Spiel. Ähnliches gilt durchaus auch für Georg Kulenkampff in einer Telefunken-Aufnahme von 1936 (erstaunlicherweise mit Kreisler-Kadenz), einen weiteren Großen. Die Version ist einem Transfer von Michael Dutton recht gut anhörbar.

      Eine große Überraschung war für mich die erste Heifetz-Aufnahme des Konzerts von 1940. Ich hatte die CD jahrelang nicht gehört, weil ich ein wenig von Heifetz abgekommen bin und kein Bewunderer von Toscanini bin. Überraschend ein sehr warmes, kooperatives Spiel von Heifetz und ein Dirigent, der es nicht wie oft in jeder Hinsicht reichlich übertreibt. Für die Zeit ist die Aufnahmetechnik durchaus sehr akzeptabel, beim Transfer sind allerdings auch stellenweise die bei Überspielungen von 78ern charakteristischen Schabegeräusche dazugekommen.

      Dann gleich, immer noch in der Mono-Zeit, zweimal früher Schneiderhan von 1953, einmal live mit den Berliner Philharmonikern unter Furtwängler, einmal im Studio unter van Kempen. In der Live-Aufnahme wirkt Schneiderhan eher steif und ehrfürchtig vor dem Dirigenten, der seine eigenen Wege zu gehen scheint. Anders in der Studioaufnahme, in der man einen sehr lebhaften Schneiderhan wiedertrifft. (Anders als in seiner Aufnahme von 1961 spielt er hier die Joachim-Kadenzen.) Für mich ist es die beste Schneiderhan-Version und meine beste Aufnahme überhaupt. Die Aufnahmetechnik ist sehr akzeptabel für die Zeit.

      Oistrakh ist in Stockholm 1954 vielleicht ein wenig zu unverbindlich gebremst heiter, was vielleicht auch an der eher durchschnittlichen Begleitung liegen mag, die eben nur begleitet und in keinen echten Dialog eintritt. Insgesamt sicher eine durchaus hörenswerte Aufnahme in akzeptabler Technik.

      Mit Heifetz' zweiter Aufnahme beginnt hier endlich das Stereo-Zeitalter. Ich habe das Konzert über diese Aufnahme überhaupt kennengelernt, sie lässt mich heute absolut kalt. Es mag alles perfekt sein, und Heifetz war immer mindestens 99% perfekt, aber diese Perfektion scheint nur Selbstzweck zu sein. Die technische Qualität der Aufnahme ist eher durchschnittlich, ich besitze allerdings einen älteren Transfer, heutzutage würde man hierzu greifen:



      Zum letzten Mal Schneiderhan, 8 Jahre nach seiner Mono-Einspielung für DG und mit anderer Kadenz auf der Grundlage der von Beethoven selbst für die Klavierkonzert-Fassung geschriebenen: Meiner Meinung etwas gebremster als sein jüngeres Ich, vielleicht auch etwas weniger bereit zum Dialog mit dem Orchester, insgesamt aber sicher zu Recht eine Aufnahme mit klassischem Status. Aufnahmequalität: 6 oder 7 von 10 Punkten.

      Nur zwei meiner Versionen stammen aus dem digitalen Zeitalter. Von den beiden ist Kremers Live-Einspielung unter Harnoncourt sicher ein weiterer diskographischer Höhepunkt, auch wenn man sich über die lange (überlange?) Beethoven/Kremer-Kadenz erst einmal etwas wundern oder ärgern mag, für die auch ein Flügel auf die Bühne gefahren wird. Eine letztendlich durchaus sehr heitere (auch Harnoncourt kann heiter sein), dynamische und vorwärtsstrebende Version in sehr guter Aufnahmequalität.

      Eher eine Enttäuschung ist für mich die letzte hier zu besprechende Version aus Zürich, die mich nach mehrmaligen Hören immer noch ein wenig kalt läßt. Das Kältegefühl mag vielleicht schon mit den schwächlichen Pauken ganz am Anfang einsetzen (es werden hier "historische" Paukenschlegel eingesetzt). Das Tonhallen-Orchester ist zumindest in diesem Fall ein Kammerorchester, dem ein wenig Durchlagkraft fehlt, dafür aber an Transparenz gewinnt. Tetzlaffs Beitrag ist weiter nicht zu kritisieren, seinen Geigenton finde ich vielleicht ein wenig zu schlank.

      Eine Aufnahme, die ich kenne, aber nicht besitze, ist die mit Grumiaux unter Colin Davis, sicher auch ein Klassiker, aber letztlich doch eher unterhalb von Schneiderhan anzusiedeln.

      Kreislers, Szigetis und Hubermans Versionen kenne ich leider nicht oder nur vom Hörensagen. Und vieles, das viel später kommt, auch nicht. Es wird Zeit, daß das Forum eingreift und mir auf die Sprünge hilft. Was habt Ihr, was würdet Ihr empfehlen? Gibt es Aufnahmen mit historischen Instrumenten, die Ihr empfehlen könnt? Vor ein paar Jahren hat in "Building a Library" (BBC) diese Aufnahme mit historischen Instrument den Spitzenplatz vor Heifetz belegt:



      Ein Fehlurteil? Etc. etc. Your turn!

      Gruß,

      Zelenka

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zelenka ()

    • Beethoven: Violinkonzert op. 61

      Am Tag vor Heiligabend 1806 hatte es in Wien Premiere, der Erfolg war über Jahre erst einmal eher bescheiden: Beethovens meist heiteres einziges Violinkonzert, das vielleicht ein wenig zu repetitiv und symphonisch für manchen sein mag. Ohne den Umweg über Konzertführer etc. soll es hier gleich in die Diskographie gehen. Auch wenn man das Werk nicht unbedingt heiß und innig lieben mag, man wird es wohl zumindest kennen und respektieren und Einspielungen davon besitzen. (Wenn ich nach den Einträgen in "Was höre ich gerade jetzt?" gehen kann, dann wird Beethoven ohnehin eher mehr respektiert als tatsächlich gehört. Ich weiß gar nicht, ob jemand in letzter Zeit zugegeben hat, Beethovens 5. Symphonie aufgelegt zu haben. Aber der Eindruck mag täuschen, man meldet vielleicht nicht unbedingt derlei Grundbausteine des Répertoire, sondern eher das Besondere.)

      Anlaß für die Einrichtung dieses Fadens ist das Erscheinen einer Arte Nova-Aufnahme mit Christian Tetzlaff als Solisten. Zusammen mit dieser Neuerscheinung besitze ich zur Zeit 10 Aufnahmen des Konzerts. Das mag erst einmal nach ziemlich viel klingen, aber wie vielleicht deutlich werden wird, habe ich möglicherweise gar nicht so viel Grund zufrieden zu sein. U.a. herrschen bei mir eindeutig ältere Aufnahmen vor. (Das eine oder andere ist, wie oft beim Sammeln, eher zufällig "zugelaufen", z.B. Wolfsthal und Oistrakh in Boxen, die ich wegen anderer Bestandteile gekauft habe.)

      Wolfsthal, BPO, Gurlitt (1929) DG Complete Beethoven Edition 4538042



      Kulenkampff, BPO, Schmidt-Isserstedt (1936) Dutton Essential Archive CDEA5018



      Heifetz, NBC Symphony O, Toscanini (1940) RCA Victor Gold Seal The Heifetz Collection (vol. 5) 09026617362



      Schneiderhan, BPO, Furtwängler (1953) DG eloquence Dokumente 4747282



      Schneiderhan, BPO, van Kempen (1953) DG Original Masters 002894775263



      Oistrakh, O of the Stockholm Festival, Ehrling (1954) EMI 724358684124



      Heifetz, Boston Symphony O, Munch (1955) RCA Victor Red Seal 9026617422



      Schneiderhan, BPO, Jochum (1961) DG 2CD 4594032



      oder



      Kremer, Chamber O of Europe, Harnoncourt (1992) Teldec 9031748812



      Tetzlaff, Tonhalle O, Zinman (2005) Arte Nova 82876769942





      Gleich meine erste Aufnahme ist schon ein erster Höhepunkt, auch wenn in Punkto Aufnahmequalität eine Menge Verständnis aufzubringen ist. Josef Wolfsthal, der bald schon in recht jungen Jahren verstorben ist, muß ein hochgradiges Talent gewesen sein, das über eine sehr sichere Technik und musterhafte Intonation verfügen konnte. Leichtigkeit (auch hier schon "entschlackter" Beethoven wie noch heute immer wieder) und sehr viel Emotion charakterisieren sein Spiel. Ähnliches gilt durchaus auch für Georg Kulenkampff in einer Telefunken-Aufnahme von 1936 (erstaunlicherweise mit Kreisler-Kadenz), einen weiteren Großen. Die Version ist einem Transfer von Michael Dutton recht gut anhörbar.

      Eine große Überraschung war für mich die erste Heifetz-Aufnahme des Konzerts von 1940. Ich hatte die CD jahrelang nicht gehört, weil ich ein wenig von Heifetz abgekommen bin und kein Bewunderer von Toscanini bin. Überraschend ein sehr warmes, kooperatives Spiel von Heifetz und ein Dirigent, der es nicht wie oft in jeder Hinsicht reichlich übertreibt. Für die Zeit ist die Aufnahmetechnik durchaus sehr akzeptabel, beim Transfer sind allerdings auch stellenweise die bei Überspielungen von 78ern charakteristischen Schabegeräusche dazugekommen.

      Dann gleich, immer noch in der Mono-Zeit, zweimal früher Schneiderhan von 1953, einmal live mit den Berliner Philharmonikern unter Furtwängler, einmal im Studio unter van Kempen. In der Live-Aufnahme wirkt Schneiderhan eher steif und ehrfürchtig vor dem Dirigenten, der seine eigenen Wege zu gehen scheint. Anders in der Studioaufnahme, in der man einen sehr lebhaften Schneiderhan wiedertrifft. (Anders als in seiner Aufnahme von 1961 spielt er hier die Joachim-Kadenzen.) Für mich ist es die beste Schneiderhan-Version und meine beste Aufnahme überhaupt. Die Aufnahmetechnik ist sehr akzeptabel für die Zeit.

      Oistrakh ist in Stockholm 1954 vielleicht ein wenig zu unverbindlich gebremst heiter, was vielleicht auch an der eher durchschnittlichen Begleitung liegen mag, die eben nur begleitet und in keinen echten Dialog eintritt. Insgesamt sicher eine durchaus hörenswerte Aufnahme in akzeptabler Technik.

      Mit Heifetz' zweiter Aufnahme beginnt hier endlich das Stereo-Zeitalter. Ich habe das Konzert über diese Aufnahme überhaupt kennengelernt, sie lässt mich heute absolut kalt. Es mag alles perfekt sein, und Heifetz war immer mindestens 99% perfekt, aber diese Perfektion scheint nur Selbstzweck zu sein. Die technische Qualität der Aufnahme ist eher durchschnittlich, ich besitze allerdings einen älteren Transfer, heutzutage würde man hierzu greifen:



      Zum letzten Mal Schneiderhan, 8 Jahre nach seiner Mono-Einspielung für DG und mit anderer Kadenz auf der Grundlage der von Beethoven selbst für die Klavierkonzert-Fassung geschriebenen: Meiner Meinung etwas gebremster als sein jüngeres Ich, vielleicht auch etwas weniger bereit zum Dialog mit dem Orchester, insgesamt aber sicher zu Recht eine Aufnahme mit klassischem Status. Aufnahmequalität: 6 oder 7 von 10 Punkten.

      Nur zwei meiner Versionen stammen aus dem digitalen Zeitalter. Von den beiden ist Kremers Live-Einspielung unter Harnoncourt sicher ein weiterer diskographischer Höhepunkt, auch wenn man sich über die lange (überlange?) Beethoven/Kremer-Kadenz erst einmal etwas wundern oder ärgern mag, für die auch ein Flügel auf die Bühne gefahren wird. Eine letztendlich durchaus sehr heitere (auch Harnoncourt kann heiter sein), dynamische und vorwärtsstrebende Version in sehr guter Aufnahmequalität.

      Eher eine Enttäuschung ist für mich die letzte hier zu besprechende Version aus Zürich, die mich nach mehrmaligen Hören immer noch ein wenig kalt läßt. Das Kältegefühl mag vielleicht schon mit den schwächlichen Pauken ganz am Anfang einsetzen (es werden hier "historische" Paukenschlegel eingesetzt). Das Tonhallen-Orchester ist zumindest in diesem Fall ein Kammerorchester, dem ein wenig Durchlagkraft fehlt, dafür aber an Transparenz gewinnt. Tetzlaffs Beitrag ist weiter nicht zu kritisieren, seinen Geigenton finde ich vielleicht ein wenig zu schlank.

      Eine Aufnahme, die ich kenne, aber nicht besitze, ist die mit Grumiaux unter Colin Davis, sicher auch ein Klassiker, aber letztlich doch eher unterhalb von Schneiderhan anzusiedeln.

      Kreislers, Szigetis und Hubermans Versionen kenne ich leider nicht oder nur vom Hörensagen. Und vieles, das viel später kommt, auch nicht. Es wird Zeit, daß das Forum eingreift und mir auf die Sprünge hilft. Was habt Ihr, was würdet Ihr empfehlen? Gibt es Aufnahmen mit historischen Instrumenten, die Ihr empfehlen könnt? Vor ein paar Jahren hat in "Building a Library" (BBC) diese Aufnahme mit historischen Instrument den Spitzenplatz vor Heifetz belegt:



      Ein Fehlurteil? Etc. etc. Your turn!

      Gruß,

      Zelenka

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    • RE: Beethoven: Violinkonzert op. 61

      @Zelenka,

      schön das Du diesen Thread gestartet hast und gleich mit so einer tollen Einleitung!!!! :down

      Original von Zelenka
      Auch wenn man das Werk nicht unbedingt heiß und innig lieben mag, man wird es wohl zumindest kennen und respektieren und Einspielungen davon besitzen.


      Denke, zu eben jener Gruppe von Klassikliebhabern gehöre ich.

      Im grunde mag ich das Konzert, allerdings höre ich es relativ selten wenn ich meine Hörgewohnheiten so betrachte! Da ziehe ich doch eher Mendelssohn, Tchaikovsky und andere aus dem Regal!

      Dennoch, sinfonischer Charakter des Konzertes hin oder her, es ist ein der ganz großen Violinenkonzerte und viele große Geiger haben sich hier "versucht"!

      In meinem Bestand:

      Mullova - Philips
      Oistrach - Brilliant
      Milstein - EMI
      Heifetz/Munch - RCA
      Schneiderhan - DG
      und
      Heifetz (1945 A. Rodzinski)

      bisher erst einmal gehört die Aufnahme mit H. Hahn.

      Desweiteren besitze ich einen Radiomitschnitt mit Vladimir Khachatryan!

      Werde nach und nach hier berichten :D
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • RE: Beethoven: Violinkonzert op. 61

      @Zelenka,

      schön das Du diesen Thread gestartet hast und gleich mit so einer tollen Einleitung!!!! :down

      Original von Zelenka
      Auch wenn man das Werk nicht unbedingt heiß und innig lieben mag, man wird es wohl zumindest kennen und respektieren und Einspielungen davon besitzen.


      Denke, zu eben jener Gruppe von Klassikliebhabern gehöre ich.

      Im grunde mag ich das Konzert, allerdings höre ich es relativ selten wenn ich meine Hörgewohnheiten so betrachte! Da ziehe ich doch eher Mendelssohn, Tchaikovsky und andere aus dem Regal!

      Dennoch, sinfonischer Charakter des Konzertes hin oder her, es ist ein der ganz großen Violinenkonzerte und viele große Geiger haben sich hier "versucht"!

      In meinem Bestand:

      Mullova - Philips
      Oistrach - Brilliant
      Milstein - EMI
      Heifetz/Munch - RCA
      Schneiderhan - DG
      und
      Heifetz (1945 A. Rodzinski)

      bisher erst einmal gehört die Aufnahme mit H. Hahn.

      Desweiteren besitze ich einen Radiomitschnitt mit Vladimir Khachatryan!

      Werde nach und nach hier berichten :D
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Hallo,

      V. Mullova's Aufnahme des Konzerts mit dem Orchestre Revolutionnaire
      et Romantique unter John Eliot Gardiner besticht für mich durch eine sehr ausgewogene rangehensweise. Solist sowie das vozüglich geleitete Orchester spielen beide auf hohem Niveau. Dadurch gelingt eine richtig gute Aufnahme, die zusätzlich durch eine sehr gute Aufnahmetechnik sowie richtig guten Klang begeistert.

      In der Kadenz zeigt Mullova ihre Klasse!


      Sehr stark und überzeugend ist für mich wie Gardiner hier die Feinheiten im Orchesterpart rausarbeitet :)

      Sicherlich eine der großen Aufnahmen der "neueren" Zeit!

      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Hallo,

      V. Mullova's Aufnahme des Konzerts mit dem Orchestre Revolutionnaire
      et Romantique unter John Eliot Gardiner besticht für mich durch eine sehr ausgewogene rangehensweise. Solist sowie das vozüglich geleitete Orchester spielen beide auf hohem Niveau. Dadurch gelingt eine richtig gute Aufnahme, die zusätzlich durch eine sehr gute Aufnahmetechnik sowie richtig guten Klang begeistert.

      In der Kadenz zeigt Mullova ihre Klasse!


      Sehr stark und überzeugend ist für mich wie Gardiner hier die Feinheiten im Orchesterpart rausarbeitet :)

      Sicherlich eine der großen Aufnahmen der "neueren" Zeit!

      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Rachmaninov
      Hallo,

      V. Mullova's Aufnahme des Konzerts mit dem Orchestre Revolutionnaire
      et Romantique unter John Eliot Gardiner besticht für mich durch eine sehr ausgewogene rangehensweise. Solist sowie das vozüglich geleitete Orchester spielen beide auf hohem Niveau. Dadurch gelingt eine richtig gute Aufnahme, die zusätzlich durch eine sehr gute Aufnahmetechnik sowie richtig guten Klang begeistert.

      In der Kadenz zeigt Mullova ihre Klasse!


      Sehr stark und überzeugend ist für mich wie Gardiner hier die Feinheiten im Orchesterpart rausarbeitet :)

      Sicherlich eine der großen Aufnahmen der "neueren" Zeit!



      Werde die CD auf die Merkliste setzen, auch wenn ich Abfälliges über den Mendelssohn gelesen habe.

      Gruß,

      Zelenka
    • Original von Rachmaninov
      Hallo,

      V. Mullova's Aufnahme des Konzerts mit dem Orchestre Revolutionnaire
      et Romantique unter John Eliot Gardiner besticht für mich durch eine sehr ausgewogene rangehensweise. Solist sowie das vozüglich geleitete Orchester spielen beide auf hohem Niveau. Dadurch gelingt eine richtig gute Aufnahme, die zusätzlich durch eine sehr gute Aufnahmetechnik sowie richtig guten Klang begeistert.

      In der Kadenz zeigt Mullova ihre Klasse!


      Sehr stark und überzeugend ist für mich wie Gardiner hier die Feinheiten im Orchesterpart rausarbeitet :)

      Sicherlich eine der großen Aufnahmen der "neueren" Zeit!



      Werde die CD auf die Merkliste setzen, auch wenn ich Abfälliges über den Mendelssohn gelesen habe.

      Gruß,

      Zelenka
    • Original von Rachmaninov
      Original von Zelenka
      Werde die CD auf die Merkliste setzen, auch wenn ich Abfälliges über den Mendelssohn gelesen habe.


      Höre einfach mal rein und bilde Dir eine Meinung :engel


      Mach ich! Und selbst hören ist immer noch am besten. David Hurwitz hat nicht immer recht ...

      Gruß,

      Zelenka
    • Original von Rachmaninov
      Original von Zelenka
      Werde die CD auf die Merkliste setzen, auch wenn ich Abfälliges über den Mendelssohn gelesen habe.


      Höre einfach mal rein und bilde Dir eine Meinung :engel


      Mach ich! Und selbst hören ist immer noch am besten. David Hurwitz hat nicht immer recht ...

      Gruß,

      Zelenka
    • Hallo,
      darf ich auch am Faden mitweben ?(
      Meine Aufnahmen des Konzertes:
      Die älteste mit Perlman und Giulini, philharmonisch gewichtig, Perlman kostet den schönen Ton voll aus...



      Tetzlaff und Gielen, frisch entstaubt, schon recht originalklänglerisch,
      Tetzlaff lässt Funken sprühen....



      Chung und Kondrashin, sehr gediegen und zahm...



      Kremer und Harnocourt, sehr originell, recht frisch, drahtiges Orchester,
      Kremer ist perfekt...



      Lautenbacher und Reichert, hmpf...hab ich mir nie angehört :haha
      vielleichtirgendwann mal. Meine Disc hat ein anderes Cover,aus ner Serie
      Grosse Komponisten mit Begleitheft..



      Hm...blöderweise funzen einige Bildchen nicht ?( ?(
      Bitte Links anklicken :wink

      Gruß
      embe
    • Hallo,
      darf ich auch am Faden mitweben ?(
      Meine Aufnahmen des Konzertes:
      Die älteste mit Perlman und Giulini, philharmonisch gewichtig, Perlman kostet den schönen Ton voll aus...



      Tetzlaff und Gielen, frisch entstaubt, schon recht originalklänglerisch,
      Tetzlaff lässt Funken sprühen....



      Chung und Kondrashin, sehr gediegen und zahm...



      Kremer und Harnocourt, sehr originell, recht frisch, drahtiges Orchester,
      Kremer ist perfekt...



      Lautenbacher und Reichert, hmpf...hab ich mir nie angehört :haha
      vielleichtirgendwann mal. Meine Disc hat ein anderes Cover,aus ner Serie
      Grosse Komponisten mit Begleitheft..



      Hm...blöderweise funzen einige Bildchen nicht ?( ?(
      Bitte Links anklicken :wink

      Gruß
      embe
    • Ich höre das Violinkonzert von Beethoven oft und gerne, es hat so gar nichts heroisch-pathetisches an sich sondern wirkt eher kontemplativ auf mich.

      Besonders gerne höre ich das Konzert in der schon von Zelenka erwähnten Aufnahme mit Schneiderhan/Berliner Philharmoniker von 1962.

      Dann habe ich noch eine Aufnahme mit Zimmermann/English Chamber Orchestra von 1988, die mir aber im Vergleich zu Schneiderhan recht blass und langweilig erscheint.





      Noch eine Frage: Beethoven hat das Konzert später eigenhändig für Klavier und Orchester bearbeitet, sagt eins meiner schlauen Bücher. Kennt jemand diese Bearbeitung?


      Mit Gruß von Carola
    • Ich höre das Violinkonzert von Beethoven oft und gerne, es hat so gar nichts heroisch-pathetisches an sich sondern wirkt eher kontemplativ auf mich.

      Besonders gerne höre ich das Konzert in der schon von Zelenka erwähnten Aufnahme mit Schneiderhan/Berliner Philharmoniker von 1962.

      Dann habe ich noch eine Aufnahme mit Zimmermann/English Chamber Orchestra von 1988, die mir aber im Vergleich zu Schneiderhan recht blass und langweilig erscheint.





      Noch eine Frage: Beethoven hat das Konzert später eigenhändig für Klavier und Orchester bearbeitet, sagt eins meiner schlauen Bücher. Kennt jemand diese Bearbeitung?


      Mit Gruß von Carola