Leopold Godowsky: Java Suite

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Leopold Godowsky: Java Suite

      Zur Zeit um die Pariser Weltausstellung herum wurde indonesische Gamelan-Musik in Europa bekannt und beliebt. Etliche Komponisten ließen sich beeinflussen. Einer davon war, neben Debussy, auch Godowsky in seiner „Java-Suite“.

      Durch Glück hörte ich diese Komposition im Konzertsaal, gespielt von der indonesischen jungen Preisträgerin Ester Budiardjo, die sie auch für das Amerikanischen Label propiano aufgenommen hat.

      Kann mir jemand sagen, ob es noch andere Einspielungen dieser beeindruckenden Musik gibt?

      Könnt ihr mir sonst Interpretationen von Godowskys Klaviermusik empfehlen?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Leopold Godowsky: Java Suite

      Zur Zeit um die Pariser Weltausstellung herum wurde indonesische Gamelan-Musik in Europa bekannt und beliebt. Etliche Komponisten ließen sich beeinflussen. Einer davon war, neben Debussy, auch Godowsky in seiner „Java-Suite“.

      Durch Glück hörte ich diese Komposition im Konzertsaal, gespielt von der indonesischen jungen Preisträgerin Ester Budiardjo, die sie auch für das Amerikanischen Label propiano aufgenommen hat.

      Kann mir jemand sagen, ob es noch andere Einspielungen dieser beeindruckenden Musik gibt?

      Könnt ihr mir sonst Interpretationen von Godowskys Klaviermusik empfehlen?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor! Dafür ist die Strauss-Paraphrase über "Wein, Weib & Gesang" eine wahre Ohrenfreude! Alleine deswegen hat sich der Kauf der Scherbakov-CD gelohnt!
    • Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor! Dafür ist die Strauss-Paraphrase über "Wein, Weib & Gesang" eine wahre Ohrenfreude! Alleine deswegen hat sich der Kauf der Scherbakov-CD gelohnt!
    • Original von Jeremias
      Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor!


      war ja nicht anders zu erwarten...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von Jeremias
      Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor!


      war ja nicht anders zu erwarten...
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von Jeremias
      Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor! Dafür ist die Strauss-Paraphrase über "Wein, Weib & Gesang" eine wahre Ohrenfreude! Alleine deswegen hat sich der Kauf der Scherbakov-CD gelohnt!


      @Jeremias,

      da stimme ich Dir bzgl. Budiardjo absolut zu.
      Das ist einfach irrsinnig gut wie diese Frau die Java-Suite spielt.



      Eine der besten Klaviermusik Aufnahmen meines Bestandes!

      :times10

      Nochmals danke für diese Empfehlung!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Jeremias
      Die mit Spannung erwartete Aufnahme mit Scherbakov bei Marcopolo ist nunmehr erhältlich! Ich habe sie mir auch direkt zugelegt, aber ich finde sie etwas enttäuschend. Mir fehlt - wie so oft bei ihm - einfach die Wärme im Spiel. Es ist alles zu starr, zu technisch. Budjardjo dagegen hat einen wunderbaren Klang, eine tolle Pedaltechnik. ich ziehe sie ganz klar vor! Dafür ist die Strauss-Paraphrase über "Wein, Weib & Gesang" eine wahre Ohrenfreude! Alleine deswegen hat sich der Kauf der Scherbakov-CD gelohnt!


      @Jeremias,

      da stimme ich Dir bzgl. Budiardjo absolut zu.
      Das ist einfach irrsinnig gut wie diese Frau die Java-Suite spielt.



      Eine der besten Klaviermusik Aufnahmen meines Bestandes!

      :times10

      Nochmals danke für diese Empfehlung!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Hallo zusammen

      Erstaunlicherweise hatte niemand mehr Lust etwas über Godowsky zu schreiben, der ja einer der profiliertesten "Composer Pianists" war. Sein Werk ist diskografisch einigermaßen gut erschlossen, und das nicht nur durch die Serie von Scherbakov. Vor allem ist hier Marc-André Hamelin zu nennen, der nach eigenem Bekunden eine Geistesverwandschaft zu Godowsky fühlt, die er von seinem Vater übernommen hat. Er ist auch der Einzige, der die vollständigen Chopin-Etuden Bearbeitungen in einer ernst zu nehmenden Einspielung vorgelegt hat. Berezovsky hat leider nur einen Teil aufgenommen. Bei Carlo Grante spürt man deutlich, das er den Herausforderungen nicht gewachsen ist. Und Scherbakov wird die Etuden wohl nicht aufnehmen, allein schon aus Respekt vor Hamelin. Von letzterem gibt es auch die Sonate und die Passacaglia über das Anfangsmotiv aus Schuberts h-moll Sinfonie. Weiter dann noch die Strauss-Paraphrasen und weitere Beschäftigung mit dem Wiener Walzer.





      Die bereits erwähnte CD mit Esther Budiardio ist ebenfalls sehr zu empfehlen, und stellt auch nach meiner Auffassung die beste der derzeit vorhandenen Aufnahmen zur Java Suite dar. Ich finde es allerdings unverständlich, weshalb viele Pianisten Godowsky nicht in ihre Programme aufnehmen. Die enormen technischen probleme können es kaum sein, denn die dürften heute die meisten sehr guten Pianisten bewältigen können. Die Werke sind ideal dazu geeignet sich in Szene zu setzen, da sie pianistisch ausgesprochen reizvoll sind. Sie stellen in der Nachfolge von Liszt eine Erweiterung der Kompositionstechniken für das Klavier dar.

      Wer mehr über Godowsky erfahren möchte, dem kann ich die ausgezeichnete Biografie von Jeremy Nicholas "The pianists pianist" empfehlen, die voriges Jahr beim Staccato Verlag in der deutschen Übersetzung von Ludwig Madlener erschienen ist (nach vielen Jahren erfolgloser Suche nach einem deutschen Verlag). Der Leser erfährt viel über ein aussergewöhnliches Musikerleben und die Zeit in der er gelebt hat.
      Ebenfalls sehr informativ ist die Seite godowsky.org

      Jüngst ist jetzt Vol 11 der Serie bei marco polo erschienen:



      Die Aufnahme stammt aus dem April 2012, und lässt hoffen das noch weitere folgen, nachdem es eine lange Pause gegeben hat.

      Herzliche Grüße
      Florestan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Florestan ()

    • Hallo Florestan,
      ich verstehe nicht, warum Scherbakow aus Respekt vor Hamelin die Godowski-Etüden nicht aufnehmen soll - Respekt vor Schnabel hat doch auch niemanden daran gehindert, die Beethoven-Sonaten aufzunehmen ?

      Diese Etüden sind schon kein Mainstream-Repertoire, deshalb werden sie selten gespielt. Francesco Libetta hat sie seit vielen Jahren immer mal wieder auf besondere Einladung gespielt, übrigens als erster alle 53 an einem Abend auswendig im Konzert (obwohl Carlo Grante das auch für sich beansprucht - es soll eine Frage von ein oder zwei Wochen gewesen sein - während Libetta nichts für sich beansprucht, das tun andere), damals geisterte ein in Japan aufgenommenes Amateur-Video durch die Weltgeschichte, heißt es. Zuletzt hat er das vor zwei Jahren (glaube ich) in Brasilia gemacht. 2006 (wenn ich mich nicht irre) hat er sie in Mailand gespielt und für DVD aufgenommen; seitdem liegen die Aufnahmen bei ihm in der Ecke und fangen Staub (wie so viele andere). Die eine oder andere spielt er immer mal wieder als Zugabe, z.B. hier das op.10 Nr. 12, dort "Tristesse" und im Monsaingeon-Film mehrere.
      Grüße, Gamaheh
      In girum imus nocte et consumimur igni.
    • Original von Gamaheh
      Hallo Florestan,
      ich verstehe nicht, warum Scherbakow aus Respekt vor Hamelin die Godowski-Etüden nicht aufnehmen soll - Respekt vor Schnabel hat doch auch niemanden daran gehindert, die Beethoven-Sonaten aufzunehmen ?

      Hallo Gamaheh

      Der Unterschied liegt wohl darin, dass alle Pianisten Beethovens Sonaten aufnehmen wollen, aber kaum jemand die Etuden von Godowsky. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass Scherbakov längst die Lust an der Komplettierung der Serie verloren hat, und nur Herrn Heymann zuliebe noch weitere Auifnahmen macht. Vielleicht lässt er sich ja noch mal überreden. Interessant wäre es auf jeden Fall, seine Version zu hören.

      Gruß Florestan