Satie, Erik: Klavierwerke

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Satie, Erik: Klavierwerke

      Bislang ist mir der Witz Saties Klavierwerk verborgen geblieben. Vielleicht liegt das daran, zufälligerweise immer die falschen Aufnahmen in Hände bekommen zu haben. Welche sind den die richtigen? Das könnt ihr mir wirklich empfehlen? Danke!
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Satie, Erik: Klavierwerke

      Bislang ist mir der Witz Saties Klavierwerk verborgen geblieben. Vielleicht liegt das daran, zufälligerweise immer die falschen Aufnahmen in Hände bekommen zu haben. Welche sind den die richtigen? Das könnt ihr mir wirklich empfehlen? Danke!
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Mir geht es ähnlich.
      Ein Freund von mir fand Satie's Klaviermusik toll, und ich kaufte mir eine Aufnahme mit Patrick Cohen (Glossa Platinum) - ich muß gestehen, ohne Probehören nur aufgrund der CD-Aufmachung, die wirklich schön ist.



      Beim ersten Hören bin ich eingeschlafen, seitdem habe ich es nur das eine oder andere Mal erneut versucht: ohne großes Verständnis. ?(
      Vielleicht versuche ich es jetzt noch einmal...

      Nikolaus.

      P.S.: Habe gerade eine Kritik dieser Aufnahme gelesen: es wird kritisiert,daß die Musik zu gleichförmig dahinfliesst - wohl ein Problem bei Satie - aber durchaus zur Entspannung geeignet ist :wink.
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Mir geht es ähnlich.
      Ein Freund von mir fand Satie's Klaviermusik toll, und ich kaufte mir eine Aufnahme mit Patrick Cohen (Glossa Platinum) - ich muß gestehen, ohne Probehören nur aufgrund der CD-Aufmachung, die wirklich schön ist.



      Beim ersten Hören bin ich eingeschlafen, seitdem habe ich es nur das eine oder andere Mal erneut versucht: ohne großes Verständnis. ?(
      Vielleicht versuche ich es jetzt noch einmal...

      Nikolaus.

      P.S.: Habe gerade eine Kritik dieser Aufnahme gelesen: es wird kritisiert,daß die Musik zu gleichförmig dahinfliesst - wohl ein Problem bei Satie - aber durchaus zur Entspannung geeignet ist :wink.
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Hier muss zuerst gefragt werden, welche Stücke ihr meint. Gesamtaufnahmen gibt es nicht zu viele, aber zu empfehlen ist etwa Thibaudet (ich hoffe jetzt, der Name stimmt, denn ich habe die CD gerade nicht griffbereit). Es gibt auch eine mit France Clidat, die ich, obwohl sie eine Medaille d'Or bekommen hat, für miserabel halte.
      Hervorragend meiner Ansicht nach immer noch Aldo Ciccolini (ich bin allerdings nicht sicher, ob er das ganze Oeuvre eingespielt hat. Die vierhändigen Sachen gibt es mit Jean Wiener und einem Co-Pianisten, dessen Namen mir entfallen ist. Sehr schöne Aufnahme.
      Den Witz bei Satie sollte man wahrscheinlich nur bei den Stücken der humoristischen Phase suchen, etwa den Embryons Desseches oder Grocquis et agaceries d'un gros bonhomme en bois.
      Meistens werden leider immer nur die ewigen Evergreens Gymnopedies und Gnossiennes eingespielt, vielleicht mal noch ein paar Rosenkreuzer-Stücke (die sind alles, sicher aber nicht witzig). Fantastische Stücke aber sind die Nocturnes, die den Geist von Saties Meisterwerk Socrate versprühen, aber auch einige andere späte Stücke.
      Satei grundsätzlich mit Witz in Verbindung zu bringen halte ich für verfehlt.

      Satie :)
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Hier muss zuerst gefragt werden, welche Stücke ihr meint. Gesamtaufnahmen gibt es nicht zu viele, aber zu empfehlen ist etwa Thibaudet (ich hoffe jetzt, der Name stimmt, denn ich habe die CD gerade nicht griffbereit). Es gibt auch eine mit France Clidat, die ich, obwohl sie eine Medaille d'Or bekommen hat, für miserabel halte.
      Hervorragend meiner Ansicht nach immer noch Aldo Ciccolini (ich bin allerdings nicht sicher, ob er das ganze Oeuvre eingespielt hat. Die vierhändigen Sachen gibt es mit Jean Wiener und einem Co-Pianisten, dessen Namen mir entfallen ist. Sehr schöne Aufnahme.
      Den Witz bei Satie sollte man wahrscheinlich nur bei den Stücken der humoristischen Phase suchen, etwa den Embryons Desseches oder Grocquis et agaceries d'un gros bonhomme en bois.
      Meistens werden leider immer nur die ewigen Evergreens Gymnopedies und Gnossiennes eingespielt, vielleicht mal noch ein paar Rosenkreuzer-Stücke (die sind alles, sicher aber nicht witzig). Fantastische Stücke aber sind die Nocturnes, die den Geist von Saties Meisterwerk Socrate versprühen, aber auch einige andere späte Stücke.
      Satei grundsätzlich mit Witz in Verbindung zu bringen halte ich für verfehlt.

      Satie :)
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Hallo,

      da ich schräge, verletzliche Typen immer schon mochte, mag ich natürlich auch Satie! Nach dem Wenigen, was ich über bzw. von ihm las, liegt mir der Schriftsteller in ihm aber noch mehr als der Komponist. Seine sarkastischen und verschrobenen Texte sind hinreißend, seine Aphorismen geistreich. Sein Hang zur leichten Muse und zum Kabarett spiegelt sich in seinen Werken wieder. Und so müssen sie m.E. auch klingen: Diese Miniaturen dürfen nicht zu ernst genommen werden, das Kabarettartige muss durchklingen, sonst wirken sie langweilig.

      Ich kenne nur zwei Aufnahmen: Fantastisch ist Aldo Ciccolini (EMI). Die Gymnopédies höre ich ganz gerne, die Gnossiennes sind sehr hörenswert. Vor allem haben es mir die „Trois morceaux en forme de poire“ angetan. Hier durchmischen sich alle möglichen Musikstile auf sehr reizvolle Art und Weise.

      Die zweite Aufnahme stammt von Jean-Yves Thibaudet, der sämtliche Klavierwerke Saties eingespielt hat. Er trifft Saties Charme zwar nicht so gut wie Ciccolini, klingt eleganter und glatter, ist m.E. dennoch sehr hörenswert.

      Mehr kann ich leider nicht zum Thema beitragen.

      Gruß, Cosima
    • Hallo,

      da ich schräge, verletzliche Typen immer schon mochte, mag ich natürlich auch Satie! Nach dem Wenigen, was ich über bzw. von ihm las, liegt mir der Schriftsteller in ihm aber noch mehr als der Komponist. Seine sarkastischen und verschrobenen Texte sind hinreißend, seine Aphorismen geistreich. Sein Hang zur leichten Muse und zum Kabarett spiegelt sich in seinen Werken wieder. Und so müssen sie m.E. auch klingen: Diese Miniaturen dürfen nicht zu ernst genommen werden, das Kabarettartige muss durchklingen, sonst wirken sie langweilig.

      Ich kenne nur zwei Aufnahmen: Fantastisch ist Aldo Ciccolini (EMI). Die Gymnopédies höre ich ganz gerne, die Gnossiennes sind sehr hörenswert. Vor allem haben es mir die „Trois morceaux en forme de poire“ angetan. Hier durchmischen sich alle möglichen Musikstile auf sehr reizvolle Art und Weise.

      Die zweite Aufnahme stammt von Jean-Yves Thibaudet, der sämtliche Klavierwerke Saties eingespielt hat. Er trifft Saties Charme zwar nicht so gut wie Ciccolini, klingt eleganter und glatter, ist m.E. dennoch sehr hörenswert.

      Mehr kann ich leider nicht zum Thema beitragen.

      Gruß, Cosima
    • Ich möchte noch ein gutes Wort für Anne Queffélec einlegen, die allerdings keine Gesamtaufnahme versucht hat:



      Heutztage bemerkenswert billig auch als 4 CD-Box zusammen mit Ravel:



      Thibaudet, den ich auch habe, ist, wie Cosima schon schrieb, eher glatter und gewiß kein großer Witzbold vor dem Herren. Aber die Ausgabe ist vollständiger als alle anderen.

      Gruß,

      Zelenka
    • Ich möchte noch ein gutes Wort für Anne Queffélec einlegen, die allerdings keine Gesamtaufnahme versucht hat:



      Heutztage bemerkenswert billig auch als 4 CD-Box zusammen mit Ravel:



      Thibaudet, den ich auch habe, ist, wie Cosima schon schrieb, eher glatter und gewiß kein großer Witzbold vor dem Herren. Aber die Ausgabe ist vollständiger als alle anderen.

      Gruß,

      Zelenka
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Um das Missverständnis auszuräumen: Das mit dem "Witz" war von mir nicht im buchstäblichen Sinne gemeint gewesen, sondern im Sinnen von: "Der Witz der Sache besteht darin, dass..." - also hätte ich wohl besser geschrieben: "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Um das Missverständnis auszuräumen: Das mit dem "Witz" war von mir nicht im buchstäblichen Sinne gemeint gewesen, sondern im Sinnen von: "Der Witz der Sache besteht darin, dass..." - also hätte ich wohl besser geschrieben: "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Original von ab
      "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.


      Vielleicht liegt das daran, dass eventuell sich erstens gar kein „Sinn“ im üblichen Sinne in Saties Klavierwerken verbirgt oder zweitens der Sinn so ironisch verklausuliert ist, dass er nicht sofort offensichtlich wird, wenn man die Umstände nicht berücksichtigt. Ich denke z.B. an seine „Quälereien“ (Vexations), deren Sinn sich nicht erschließt, wenn man nicht weiß, dass Satie mit dem Drill in den Instrumentalklassen am Conservatoire abrechnen wollte.

      Am Besten finde ich noch Saties Begleittexte zu seinen Werken, sie sind teilweise urkomisch! Und seine Selbstironie! Z.B.: „Jeder wird Ihnen sagen, dass ich kein Musiker sei. Das stimmt.“ :rofl

      Gruß, Cosima
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Original von ab
      "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.


      Vielleicht liegt das daran, dass eventuell sich erstens gar kein „Sinn“ im üblichen Sinne in Saties Klavierwerken verbirgt oder zweitens der Sinn so ironisch verklausuliert ist, dass er nicht sofort offensichtlich wird, wenn man die Umstände nicht berücksichtigt. Ich denke z.B. an seine „Quälereien“ (Vexations), deren Sinn sich nicht erschließt, wenn man nicht weiß, dass Satie mit dem Drill in den Instrumentalklassen am Conservatoire abrechnen wollte.

      Am Besten finde ich noch Saties Begleittexte zu seinen Werken, sie sind teilweise urkomisch! Und seine Selbstironie! Z.B.: „Jeder wird Ihnen sagen, dass ich kein Musiker sei. Das stimmt.“ :rofl

      Gruß, Cosima
    • Ich überlege ernsthaft, ob ich mir nicht den Band mit den Schriften Saties zulegen werde. Hier noch eine Kostprobe seiner herrlichen Ironie:

      „Ich habe im letzten Jahr mehrere Vorträge über Intelligenz und Musikalität bei den Tieren gehalten. Heute werde ich über Intelligenz und Musikalität bei den Kritikern sprechen. Es ist fast das gleiche Thema, mit Modifikationen, versteht sich.“ :rofl

      Außerdem war Satie eng mit Jean Cocteau befreundet, den ich auch sehr liebe. Sein Roman „Kinder der Nacht“ ist ein großartiges Werk – es hat etwas Rauschhaftes, wie Berlioz’ Symphonie fantastique!

      Aber das nur am Rande. Ich werde wohl - ganz unerwartet - plötzlich zum Satie-Fan.

      Gruß, Cosima

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cosima ()

    • Ich überlege ernsthaft, ob ich mir nicht den Band mit den Schriften Saties zulegen werde. Hier noch eine Kostprobe seiner herrlichen Ironie:

      „Ich habe im letzten Jahr mehrere Vorträge über Intelligenz und Musikalität bei den Tieren gehalten. Heute werde ich über Intelligenz und Musikalität bei den Kritikern sprechen. Es ist fast das gleiche Thema, mit Modifikationen, versteht sich.“ :rofl

      Außerdem war Satie eng mit Jean Cocteau befreundet, den ich auch sehr liebe. Sein Roman „Kinder der Nacht“ ist ein großartiges Werk – es hat etwas Rauschhaftes, wie Berlioz’ Symphonie fantastique!

      Aber das nur am Rande. Ich werde wohl - ganz unerwartet - plötzlich zum Satie-Fan.

      Gruß, Cosima

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cosima ()

    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Original von ab
      Um das Missverständnis auszuräumen: Das mit dem "Witz" war von mir nicht im buchstäblichen Sinne gemeint gewesen, sondern im Sinnen von: "Der Witz der Sache besteht darin, dass..." - also hätte ich wohl besser geschrieben: "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.


      Ich verstehe. Wenn man es genau nimmt, ist Satie der erste Avantgardist der Musikgeschichte, und somit der erste, der versucht, musikalische Strukturen völlig anders entstehen zu lassen als seine unmittelbaren Vorgänger. Er komponierte in einer Art Bauklötzchen-System, also nicht mit traditionellen entwickelnden Formen. Motivische oder gar kontrapunktische Arbeit gibt es erst dort, wo er mit etwa 40 Jahren dann doch noch einmal zum Studenten wird und in die Schola Cantorum eintritt. Dort schließt er denn auch auch mit einem verdienten "tres bien" ab. Natürlich ist bei Satie viel Dada und Ironie, aber ich möchte eben einfach nur betonen, dass er auch sehr introvertierte Musik geschrieben hat.
      Sehr viele Musikwissenschaftler sind der Meinung, Satie sei ein schlechter Komponist gewesen, cöllig uninteressant. Das trifft aber nur dann zu, wenn man die üblichen Kategorien als Vergleichsmittel nimmt. Sein Einfluss auf die jüngere Generation ist nicht zu unterschätzen, und das billigen ihm letztlich dann doch auch diejenigen zu, die ästhetisch nichts mit ihm anfangen können.
      Satie ist bewusst antiromantisch, und das macht ihn vielleicht schwer verstehbar. Dann kommen die etwas parfümierten Cabaret-Akkorde dazu, am Anfang vermischt mit mittelalterlichen Einflüssen.

      Der Kern der Sache ist wahrscheinlich ein bewusstes Setzen eines Gegenpols und damit der Beginn der Avantgarde in der Musik (besser: des Avantgardisten).
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Original von ab
      Um das Missverständnis auszuräumen: Das mit dem "Witz" war von mir nicht im buchstäblichen Sinne gemeint gewesen, sondern im Sinnen von: "Der Witz der Sache besteht darin, dass..." - also hätte ich wohl besser geschrieben: "Der Sinn der Sache" oder "der Kernpunkt" oder "worum es eigentlich musikalisch bei Satie geht", etc.


      Ich verstehe. Wenn man es genau nimmt, ist Satie der erste Avantgardist der Musikgeschichte, und somit der erste, der versucht, musikalische Strukturen völlig anders entstehen zu lassen als seine unmittelbaren Vorgänger. Er komponierte in einer Art Bauklötzchen-System, also nicht mit traditionellen entwickelnden Formen. Motivische oder gar kontrapunktische Arbeit gibt es erst dort, wo er mit etwa 40 Jahren dann doch noch einmal zum Studenten wird und in die Schola Cantorum eintritt. Dort schließt er denn auch auch mit einem verdienten "tres bien" ab. Natürlich ist bei Satie viel Dada und Ironie, aber ich möchte eben einfach nur betonen, dass er auch sehr introvertierte Musik geschrieben hat.
      Sehr viele Musikwissenschaftler sind der Meinung, Satie sei ein schlechter Komponist gewesen, cöllig uninteressant. Das trifft aber nur dann zu, wenn man die üblichen Kategorien als Vergleichsmittel nimmt. Sein Einfluss auf die jüngere Generation ist nicht zu unterschätzen, und das billigen ihm letztlich dann doch auch diejenigen zu, die ästhetisch nichts mit ihm anfangen können.
      Satie ist bewusst antiromantisch, und das macht ihn vielleicht schwer verstehbar. Dann kommen die etwas parfümierten Cabaret-Akkorde dazu, am Anfang vermischt mit mittelalterlichen Einflüssen.

      Der Kern der Sache ist wahrscheinlich ein bewusstes Setzen eines Gegenpols und damit der Beginn der Avantgarde in der Musik (besser: des Avantgardisten).
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Und, lieber Satie, was sind denn dann Deiner Ansicht nach bei Deinem Namensbgeber die "un"-üblichen Kategorien, anhand derer man an seine Musik heransgehen soll: Worauf soll ich bei seiner Musik achten? Woraufhin hören? Oder liegt das "Avantgardistische" eher darin, dass ich den Kontext kennen und verstehen muss und daher dazuzudenken habe, dass es hier um anderes geht als zuvor? Das heiße, dass Saties Musik eher zum Verstehen als zu Hören komponiert worden wäre. Ist dies Deine Ansicht?

      Aber andererseits schreibst Du, dass er auch "sehr introvertierte Musik" geschrieben hätte, was auf einen Charakter hindeutet, wie ihm etwa Mompou zukommt: Dessen Musik ist wegen der Sprödheit so schwer zum Klingen zu brigen und womöglich ist es bei Satie das gleiche: Dies bedarf größter Kunstfertigkeit (um die Musik gerade nicht kitschig, ironisch oder parfümiert) erscheinen zu lassen. Könnte es daran liegen, dass mir die Musik bislang verschlossen geblieben ist, weil dies zufälligerweise die Interpreten, die ich gehört habe, nicht vermocht haben? Wer könnte dann das Spezifische Saties getroffen haben?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: Satie, Erik: Klavierwerke

      Und, lieber Satie, was sind denn dann Deiner Ansicht nach bei Deinem Namensbgeber die "un"-üblichen Kategorien, anhand derer man an seine Musik heransgehen soll: Worauf soll ich bei seiner Musik achten? Woraufhin hören? Oder liegt das "Avantgardistische" eher darin, dass ich den Kontext kennen und verstehen muss und daher dazuzudenken habe, dass es hier um anderes geht als zuvor? Das heiße, dass Saties Musik eher zum Verstehen als zu Hören komponiert worden wäre. Ist dies Deine Ansicht?

      Aber andererseits schreibst Du, dass er auch "sehr introvertierte Musik" geschrieben hätte, was auf einen Charakter hindeutet, wie ihm etwa Mompou zukommt: Dessen Musik ist wegen der Sprödheit so schwer zum Klingen zu brigen und womöglich ist es bei Satie das gleiche: Dies bedarf größter Kunstfertigkeit (um die Musik gerade nicht kitschig, ironisch oder parfümiert) erscheinen zu lassen. Könnte es daran liegen, dass mir die Musik bislang verschlossen geblieben ist, weil dies zufälligerweise die Interpreten, die ich gehört habe, nicht vermocht haben? Wer könnte dann das Spezifische Saties getroffen haben?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)