Hyperion: The Romantic Piano Concerto

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    • Hyperion: The Romantic Piano Concerto

      Hyperion veröffentlicht unter dem Titel "The Romantic Piano Concerto" romantische Klavierkonzerte, die z.Z. eher im Hintergrund bzw. Abseits geraten sind. Derzeit ist man bei Vol.39 mit den Konzerten von Delius und Ireland.



      Bisher besitze ich 2 Aufnahmen aus dieser Serie:

      S. Hough mit der Gesamteinspielung der Werke für Klavier und Orchester von CSS.



      Und die Aufnahme des 2. und 3. Klavierkonzerts von Medtner mit Demidenko.



      IMO sind beide Aufnahmen top!

      Natürlich frage ich mich jetzt: Was aus dieser Serie ist aus musikalischen Sicht und bzgl. der Interpretation ein weiteres highlight?
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Ich werde gelegentlich mal nachschauen und – hören, was ich aus der Reihe noch besonders empfehlen würde, aber vorab:

      Die Saint-Saens- und die Medtner-Aufnahme sind überwältigend! :down
      Durch Stephen Hough habe ich die Klavierkonzerte erst richtig lieben gelernt, und über die Demidenko-CD bin ich erst auf Medtner gestoßen, was sich als großes Glück für mich erwiesen hat.

      Bis dann,
      Cosima

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cosima ()

    • hallo Cosima & Rachmaninov,

      die beiden volumes mit den konzerten von saint-saens und medtner (2./3.) habe ich auch und sie gehören IMO zu den imponierenden darstellungen als auch zu den starken kompositionen aus der serie. bekannt wurde ich mit der hyperion-serie über folgende aufnahme:



      es ist die debutplatte des jungen schottischen pianisten steven osborne, welchen ich zweimal auch schon live erleben durfte. die konzerte von tovey und mckenzie, beides schottische komponisten der spätromantik des 19. jahrhunderts, orientieren sich am brahmsschen prinzip des symphonischen konzertes. es sind tatsächlich zu unrecht unbekannte werke. IMO meisterwerke !

      gruß, siamak :engel
    • hallo Sergejewitsch :wink,

      ja ich besitze die weber-konzerte mit demidenko seit gut einem jahr. es ist eine fulminante einspielung. demidenko wird dem brillianten stil mehr als gerecht. die weber-konzerte warten überdies mit einigen interessanten effekten hinsichtlich klang und orchesterbesetzung auf. das orchester ist sehr kammermusikalisch ausgerichtet. einzige gerine einschränkung: die klangqualität ist nicht ganz so gut wie bei obigen aufnahmen, würde sagen hinsichtlich klang: 6/10 (IMO) für eine DDD-aufnahme.

      gruß, siamak :)
    • Im Zuge meiner Beschäftigung mit Hamelin kam ich eher zufällig an das 4. Klavierkonzert op. 70 von Anton Rubinstein. Es ist wunderbar melodisch, virtuos und kraftvoll, stellenweise richtig ergreifend.



      Ein paar Infos aus dem Booklet, weil ich gerne auf Anton Rubinstein hinweisen möchte, der zu Lebzeiten sehr geschätzt war und heute eher unpopulär ist:

      "Rubinstein war der erste große russische Pianist von internationaler Bedeutung, Lehrer, Dirigent und produktiver Komponist in allen Gattungen, der zu Lebzeiten als wahrer Gigant am musikalischen Firmament angesehen wurde. Hans von Bülow nannte ihn den Michelangelo der Musik."

      In einem Musiklexikon spricht 1889 ein Autor eine Warnung an Rubinstein aus:

      "Ihr Stil ließe sich als legitime Nachfolge von Mendelssohn beschreiben; sie sind durchzogen von einer reichen und breiten melodischen Ader, die von präziser und natürlicher Harmonik sowie gründlichem technischem Können gestützt wird. Aber sie zeugen auch von der fatalen Gabe der Gewandtheit, und folglich von einem Mangel an jener Selbstkritik und Selbstbeherrschung, die allein einem Komponisten zu wahrhaftiger Größe verhelfen können."

      Gruß, Cosima
    • Von den romantischen Klavierkonzerten bei Hyperion besitze ich diese:









      Die Hyperion-Reihe ist sicher sehr verdienstvoll (wie eine komplette Max-Reger-Reihe es auch z.B. wäre), aber die meisten der aufgenommenen, handwerklich meist soliden, Konzerte sind einfach nicht ohne Grund aus dem üblichen, zugegeben engen Repertoire herausgefallen. Milionen können sich einfach nicht irren, und das Leben ist einfach zu kurz. Es fehlt in der Regel ein Bonus an echter Inspiration und Originalität, der die jeweiligen Konzerte memorabel machen könnte. Busonis Konzert ist sicher originell, es ist aber auch einfach zu lang (und größenwahnsinnig). Andere vor Hamelin haben es auch nicht völlig schlecht gespielt. Saint-Saens insgesamt erfreuliche Petitessen sind anderswo mindestens genau so gut eingespielt worden, z.B. von Collard, dem Royal Philharmonic Orchestra und André Previn. Letztere Doppel-CD kostet ein Drittel oder weniger von dem, was Hyperion verlangt:



      Von den restlichen Konzerten haben mich vielleicht die von Brüll am meisten angesprochen. aber auch sie muß man sich nicht unbedingt ins Regal stellen.

      Zur neuesten Folge (Delius und Ireland). Im neuen Aprilheft des französischen Diapason wird sie besprochen. Bei aller Anerkennung für den Solisten und den Dirigenten kann man nur drei (von 5 möglichen) Stimmgabeln zuerkennen. Die Musik ist einfach zu dünn. Ich habe die CD nicht gehört, aber überraschen tut mich das Urteil überhaupt nicht.

      Gruß,

      Zelenka
    • Hallo Zelenka,

      die neue Aufnahme des Irerland-Konzertes kenne ich zwar noch nicht, dafür aber mindestens 6 alternative Einspielungen.

      Das Ireland-Konzert ist in England recht populär und ich finde es wunderschön.

      Es ist halt, wie auch der Delius, ein sehr lyrisches Werk ohne große Effekte und pianistischen Bombast.

      Diese Musik ist wirklich nicht dünn!

      Es ist eben Geschmacksache und wenn man ein Konzert mit vrtuosem Tastendonner erwartet, wird man vom Ireland sicherlich enttäuscht.

      John Ireland komponierte neben Orchesterwerken u.a. auch eine herrliche Cellosonate und viel für Klavier solo.

      Alles sehr lohnend, wenn man den lyrischen, harmonisch exquisiten Stil dieses Komponisten mag.

      Ireland war ein großartiger Pianist und obwohl man es seinen Klavierwerken erst einmal nicht anhört, sind diese doch ausgesprochen anspruchsvoll.
      In diesem Falle(Diapason) gehe ich einfach mal davon aus, daß dem Kritiker diese Musik nichts sagt.

      Aber dies bedeutet nicht, daß diese Musik per se "dünn" ist.

      Beste Grüße,

      Michael
    • Hallo Korngold:

      De gustibus etc., aber gerade das Ireland-Konzert wird vom Diapason-Kritiker als einschläfernd ("soporifique") empfunden. Im Februar-Heft des englischen Gramophone (erwartungsgemäß) Lob: "Delectable, haunting, powerful Ireland ..." Ein Thema für sich, die bei fortschreitender Globalisierung immer noch häufig sehr nationalen Geschmäcker! Immer wieder auch reizvoll, die französische und englische Fachpresse zu vergleichen.

      Gruß,

      Zelenka

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zelenka ()

    • Hallo Zelenka,

      Ja, das stimmt.
      Ich habe auch keinerlei Probleme damit, wenn jemandem das Ireland-Konzert nicht gefällt und es alls einschläfernd empfunden wird.

      Schade finde ich allerdings , wenn so jemand dann Kritiker ist und durch seine negative Berichterstattung unter Umständen Musikhörer vom Kauf der CD abhält, obwohl einigen vielleicht gerade diese Musik besonders gut gefallen würde.

      Dieses Konzert ist eine sehr zärtliche Liebeserklärung an seine Schülerin, die englische Pianistin Helen Perkin.
      Leider bleib diese Liebeserklärung unerwiedert, aber mich verzaubert dieses Konzert immer noch, nachdem ich es jetzt seit 27 Jahren kenne.

      Gruß,

      Michael
    • Hallo korngold:

      Wenigstens innerhalb dieses Forums habe ich ja einen gewissen Gleichstand wiederhergestellt, indem ich auch das Gramophone zitiert habe. Ansonsten gilt natürlich, daß man sich in der Regel nicht auf einen einzelnen Kritiker verlassen sollte. Man muß vielleicht vor einem prospektiven Kauf doch ein paar Hausaufgaben machen. Leider gibt es kaum noch Händler, die ein längeres Hineinhören in CDs ermöglichen. Ich selbst bin bei englischer Musik allerdings grundsätzlich immer sehr vorsichtig ... Ein gebranntes Kind scheut eben das Feuer. Ich werde aber in die Delius/Ireland-Platte mal reinhören.

      Beste Grüße,

      Zelenka
    • Hallo korngold:

      Wenigstens innerhalb dieses Forums habe ich ja einen gewissen Gleichstand wiederhergestellt, indem ich auch das Gramophone zitiert habe. Ansonsten gilt natürlich, daß man sich in der Regel nicht auf einen einzelnen Kritiker verlassen sollte. Man muß vielleicht vor einem prospektiven Kauf doch ein paar Hausaufgaben machen. Leider gibt es kaum noch Händler, die ein längeres Hineinhören in CDs ermöglichen. Ich selbst bin bei englischer Musik allerdings grundsätzlich immer sehr vorsichtig ... Ein gebranntes Kind scheut eben das Feuer. Ich werde aber in die Delius/Ireland-Platte mal reinhören.

      Beste Grüße,

      Zelenka
    • kennt jemand die Klavierkonzerte von Henri Herz?



      ich habe mal in einer Schumann-Biografie (Clara) gelesen, dass sie zusammen mit Liszt musizierte, besonders gerne Liszt eigenes, Chopin und Herz...

      jetzt frage ich mich, was an den Klavierkonzerten für beide so wahnsinnig reizvoll gewesen sein konnte. Vll. besonders virtuos?
    • kennt jemand die Klavierkonzerte von Henri Herz?



      ich habe mal in einer Schumann-Biografie (Clara) gelesen, dass sie zusammen mit Liszt musizierte, besonders gerne Liszt eigenes, Chopin und Herz...

      jetzt frage ich mich, was an den Klavierkonzerten für beide so wahnsinnig reizvoll gewesen sein konnte. Vll. besonders virtuos?
    • Original von AcomA



      es ist die debutplatte des jungen schottischen pianisten steven osborne, welchen ich zweimal auch schon live erleben durfte. die konzerte von tovey und mckenzie, beides schottische komponisten der spätromantik des 19. jahrhunderts, orientieren sich am brahmsschen prinzip des symphonischen konzertes. es sind tatsächlich zu unrecht unbekannte werke. IMO meisterwerke !

      gruß, siamak :engel


      @Siamak,

      heute kam die oben gezeigte Platte, die ich mir vor ein paar Tagen bestellte.
      Ein guter Kauf wie ich meine. Zwei wunderbare Konzerte. Kraft- und Schwungvoll! Und ein S. Osbone, der freude bereitet!
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von AcomA



      es ist die debutplatte des jungen schottischen pianisten steven osborne, welchen ich zweimal auch schon live erleben durfte. die konzerte von tovey und mckenzie, beides schottische komponisten der spätromantik des 19. jahrhunderts, orientieren sich am brahmsschen prinzip des symphonischen konzertes. es sind tatsächlich zu unrecht unbekannte werke. IMO meisterwerke !

      gruß, siamak :engel


      @Siamak,

      heute kam die oben gezeigte Platte, die ich mir vor ein paar Tagen bestellte.
      Ein guter Kauf wie ich meine. Zwei wunderbare Konzerte. Kraft- und Schwungvoll! Und ein S. Osbone, der freude bereitet!
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Zelenka
      Die Hyperion-Reihe ist sicher sehr verdienstvoll (wie eine komplette Max-Reger-Reihe es auch z.B. wäre), aber die meisten der aufgenommenen, handwerklich meist soliden, Konzerte sind einfach nicht ohne Grund aus dem üblichen, zugegeben engen Repertoire herausgefallen. Milionen können sich einfach nicht irren, und das Leben ist einfach zu kurz. Es fehlt in der Regel ein Bonus an echter Inspiration und Originalität, der die jeweiligen Konzerte memorabel machen könnte.


      Mit dieser Aussage hatte seinerzeit Zelenka sicherlich durchaus recht.

      Allerdings gibt es in der Serie zurecht einige nennenswerte Konzerte.

      Darunter befindet sich u.A. jenes von M. Moszkowski.



      Ein wirklich sehr schönes Konzert, das sich wahrlich lohnt.
      Sicherlich nicht ohne Grund Teil der Vol.1 dieser Serie...
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Zelenka
      Die Hyperion-Reihe ist sicher sehr verdienstvoll (wie eine komplette Max-Reger-Reihe es auch z.B. wäre), aber die meisten der aufgenommenen, handwerklich meist soliden, Konzerte sind einfach nicht ohne Grund aus dem üblichen, zugegeben engen Repertoire herausgefallen. Milionen können sich einfach nicht irren, und das Leben ist einfach zu kurz. Es fehlt in der Regel ein Bonus an echter Inspiration und Originalität, der die jeweiligen Konzerte memorabel machen könnte.


      Mit dieser Aussage hatte seinerzeit Zelenka sicherlich durchaus recht.

      Allerdings gibt es in der Serie zurecht einige nennenswerte Konzerte.

      Darunter befindet sich u.A. jenes von M. Moszkowski.



      Ein wirklich sehr schönes Konzert, das sich wahrlich lohnt.
      Sicherlich nicht ohne Grund Teil der Vol.1 dieser Serie...
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Es wird Zeit, dass wir diesen Thread mal wieder hoch holen:

      Ich höre derzeit diese CD hier:



      Shelley ist mein heimlicher Favorit unter den ganzen Pianisten-Stars dieser Serie. Denn er gräbt Schätze aus, die sogar weitab des Repertoires eines Hamelins oder Houghs liegen... und technisch steht er ihnen in absolut nichts nach! :down
    • Original von Jeremias
      Es wird Zeit, dass wir diesen Thread mal wieder hoch holen:

      Ich höre derzeit diese CD hier:



      Shelley ist mein heimlicher Favorit unter den ganzen Pianisten-Stars dieser Serie. Denn er gräbt Schätze aus, die sogar weitab des Repertoires eines Hamelins oder Houghs liegen... und technisch steht er ihnen in absolut nichts nach! :down


      Er ist ja schon lange recht weit auf Deiner Liste :P

      Sein Clementi schon gehört?
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      Administrator: Das Klassikforum