MENDELSSOHNs Hebriden-Ouvertüre

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    • MENDELSSOHNs Hebriden-Ouvertüre

      Gestern hörte ich im Radio einen Konzertmitschnitt der Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel vom
      April 2002: Felix MENDELSSOHN BARTHOLDY: "Die Hebriden" Konzert-Ouvertüre in h-moll op.26

      Dies ist ein Werk, mit dem ich mich schon seit längerem befassen wollte, insbesondere, weil es davon heißt, es drücke "Hoffung" aus.

      Wer kann mir eine Aufnahme empfehlen? Und warum gerade diese? Kann man tatsächlich "Hoffung" hören?
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • RE: MENDELSSOHNs Hebriden-Ouvertüre

      Original von ab
      Gestern hörte ich im Radio einen Konzertmitschnitt der Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel vom
      April 2002: Felix MENDELSSOHN BARTHOLDY: "Die Hebriden" Konzert-Ouvertüre in h-moll op.26

      Dies ist ein Werk, mit dem ich mich schon seit längerem befassen wollte, insbesondere, weil es davon heißt, es drücke "Hoffung" aus.

      Wer kann mir eine Aufnahme empfehlen? Und warum gerade diese? Kann man tatsächlich "Hoffung" hören?


      Ich dachte, das Stück drückt Eindrücke von einem Schottlandurlaub (Fingal's Cave) aus...
      Falls Du sie findest, die Aufnahme(n) mit Peter Maag, der so etwas wie ein Spezialist für Mendelssohn gewesen ist (Decca und eine zweite bei einem eher obskuren Label). Oder Schuricht (Decca mono).

      viele Grüße

      J. Bristow
    • RE: MENDELSSOHNs Hebriden-Ouvertüre

      Lieber Jack,

      diese zweite Aufnahme von Peter Maag auf diesem gewissen obskuren Label, wie Du es nennst, befindet sich wohl in meinem Besitz. Das Label heißt MCA Classics. Ob's diese CD überhaupt noch gibt? Auf der CD klebt noch ein Preisschild von Zweitausendeins. Hat mal 3 Mark 90 gekostet.

      Ich bin kein Mendelssohnfan, müßte die CD aber mal wieder hören.

      Gruß Martin
    • Hallo ab,

      mit dem Werk habe ich mich auch noch nicht näher befasst. Bei mir findet es sich auf dieser Aufnahme unter Herreweghe, die ich aber wegen des Sommernachtstraums kaufte. Für op. 26 habe ich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten – beide Werke gefallen mir aber in diesen Interpretationen sehr gut. Ob ich „Hoffnung“ heraushörte, kann ich im Moment nicht sagen, meine Erinnerung ist zu vage. Ich werde sie beizeiten auffrischen. (Ich bin aber auch keine große Anhängerin von Mendelssohn.)



      Gruß, Cosima
    • Hallo,
      eins meiner Lieblingswerke von Mendelssohn.
      Kennengelernt mit Klemperer auf LP. Wunderbar herb gespielt. Leider noch nicht auf CD erwischt. :(
      Szell mit den Cleveländern meine 1. CD damit. Ein Röntgenbild der Fingalshöhle :wink
      Abbado mit den LSO, liegt zwischen George und Otto, etwas jugendlicher...
      Harnoncourt mit Chamber O. Europe, in Ottos Nähe, ähnlich herb,
      Spitzenorchester, sehr klar durchhörbar auch technisch :down
      Das waren meine Favoriten.

      Hoffnung höre ich da aber nicht raus, Partitur davon hab ich auch nicht.
      Am Ende meint man eher einen düsteren bedrückenden Ort unbeschadet und flott zu verlassen. Hm...ist ja auch ne Art Hoffnung :engel
      Eigentlich eine Tondichtung oder Beschreibung.
      Steht in einem Konzertführer was von Hoffnung ?(

      Egal, das Stück ist schön :down

      Gruß
      embe
    • Original von embe
      Steht in einem Konzertführer was von Hoffnung ?(


      Laut Wolfgang Fuhrmann in der Berliner Zeitung vom 27.04.2005:


      "Im Jahr1990 veröffentlichte der Ästhetiker Jerrold Levinson in seiner "Music, Art and Metaphysics" einen Text mit dem schönen Titel Hope in "The Hebrides". Levinson versuchte zu zeigen, dass es in Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre "Die Hebriden" eine Gestalt gibt, die inmitten einer Umgebung voll Ruhelosigkeit und düsterer Sorge das Prinzip Hoffnung verkörpert: das zweite, zuerst von den Celli vorgestellte Thema mit seinem Aufschwung über eineinhalb Oktaven, seinem weitgespannten, emphatisch nach oben drängenden Bogen."
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Es ist unschwer nachvollziehbar, dass das lyrische (zuerst im Cello erscheinende) Thema "Hoffnung" ausdrücken könnte. Meine Schwierigkeit mit einer solchen Deutung ist eher, dass ich den Beginn (das 1. Thema) oder den Rest der Ouverture nicht besonders verzweifelt oder so finde, sondern eher stimmungsvoll, wenn auch mitunter ein wenig ominös und manchmal dramatisch. Bemerkenswert ist sicher, dass das schlichte Motiv des anfangs eine Reihe von in der Stimmung sehr kontrastreichen Veränderungen unterworfen wird, während sich an dem Cellothema nicht so viel ändert (gegen Ende sehr schön in den Klarinetten). Solange kein "Programm" auftaucht, sehe ich das Stück entweder absolut oder als ein sehr allgemeines Bild einer von schottischer Landschaft inspirierte heroisch-romantischen Stimmung.

      viele Grüße

      J. Bristow