Alkan und seine merkwürdigen Verbindungen für das Klavier

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    • Alkan und seine merkwürdigen Verbindungen für das Klavier

      Charles-Valentin Alkan wurde am 30. November 1813 in Paris geboren (eigentlich Charles-Valentin Morhange).

      Charles-Valentin Morhange war der Sohn eines aus Lothringen stammenden jüdischen Schulmeisters und Musiklehrers, dessen Vornamen Alkan er als Nachnamen annahm. Bereits im Alter von 6 Jahren wurde Alkan zum Studium von Klavier und Orgel am Pariser Konservatorium aufgenommen. Als begabtester Schüler seines wichtigsten Lehrers und Mentors Joseph Zimmermann gab er sein Konzertdebüt mit 12 Jahren. Es galt als selbstverständlich, dass Alkan Zimmermann als Professeur de Piano in seinem Amt nachfolgen würde. Dass es wegen einer politischen Intrige dazu jedoch nicht kam (Nachfolger wurde der weniger begabte Antoine Marmontel), war einer der Gründe, warum Alkan sich wohl 1838 mit wenigen Ausnahmen für sein ganzes Leben verbittert aus der Öffentlichkeit zurückzog.

      Als junger Virtuose gehört er neben den Rivalen Liszt und Sigismund Thalberg zu den führenden Pianisten, die die Möglichkeiten moderner Klaviere voll ausschöpften und durch spieltechnische Übersteigerungen und Überforderungen neue Ausdrucksmöglichkeiten gewannen und sie künstlerisch umsetzten.

      Mit seinem ersten großen Werk, den Trois Grandes Études, op. 76 überschreitet Alkan endgültig den Grad vom technischen Bravourstück zur Etüde als Kunstform. Die erste Etüde ist für die linke Hand allein geschrieben, die zweite für die rechte Hand allein, die dritte für beide Hände "wiedervereinigt". Letztere ist ein deutlicher Vorgriff auf den Unisono-Finalsatz aus Chopins b-Moll-Sonate.

      Eine weitere Innovation stellt die programmatische Grande Sonate ('Quatres-ages'), op. 33 (1844) dar, mit welcher sich Alkans reifer Stil manifestiert. Jeder der vier Sätze steht für ein Lebensalter.

      Extraordinär und mit dem hang zum skurrilen sind Alkans Douze Etudes dans les tons mineurs, op. 39 (12 Etüden in alle Molltonarten). Dieser Zyklus ist ein einzigartiger Metazyklus von 12 Konzertetüden, der wohl erstmalig den Rahmen einer geschlossenen Aufführung an einem Abend sprengt und daher teilweise eine Innengruppierung aufweist. Drei der Etüden sind zu einem Concert pour piano zusammengefasst. Vier weitere zur Symphonie pour piano. Die letzte Etüde (Le Festin d'Esope)ist ein eigenständiger Variationszyklus. Allein der Kopfsatz des Concerto hat eine Spieldauer von ca. 30 Minuten.

      Alkan starb 1888 in fast völliger Vergessenheit. Es sind lediglich Obskuritäten wie das Gerücht, er sei von einem umstürzenden Bücherregal erschlagen worden, die sich in der musikalischen Legendenbildung erhalten haben. Ein Nachruf in der Zeitschrift Le Ménéstrel stellte makaber fest, durch die Todesnachricht wisse man überhaupt erst, dass es ihn noch gegeben habe.

      Die enormen technischen Schwierigkeiten und der zum Teil gewaltige Umfang seiner Werke haben jedoch von Beginn an nicht für rasche Verbreitung gesorgt. Dennoch gibt es eine Linie pianistischer Tradition, die sein Werke nie ganz hat vergessen lassen: Anton Rubinstein, Ferruccio Busoni, dessen Schüler Egon Petri, John Ogdon haben sich immer wieder der Werke von Alkan angenommen. Olli Mustonen machte eine bemerkenswerte Platte mit den Preludes. Heutzutage ist zweifellos Marc-Andre Hamelin der wichtigste Alkan-Interpret unter den Weltklasse-Pianisten.



      Hier nun ein skurriles Zitat bezgl. seines Ablebens:

      "Eine musik-witzenschaftliche Abhandlung gegen die Musikakademie des Landes Velocistan

      von

      Wolfgang Weller



      „Zu Ende gehen die Zeiten des thumben Spieles.”

      (Wolfgang Weller, Die Feuerworte des Helios, II. Teil)



      § 1

      Am 29. März des Jahres 1888 erklomm Monsieur Charles Valentin Morhange-Alkan in seiner Wohnung zu Paris die Bibliotheksleiter, um sich ein Buch herab zu holen. Eingeweihte munkeln insgeheim, es sei der Talmud oder womöglich die Kabbala gewesen. Aber es könnte auch der „Liber de Arte Poetica” des Aristoteles, das Handbuch über die Verskunst des Hephaistos oder L’Affilards „Principes trèsfaciles”, 5. Auflage von 1705 gewesen sein…

      § 2

      Alkan liebte seine Bücher, und sie liebten ihn. Bei der in § 1 beschriebenen Gelegenheit schwankten sie in liebevoller Zuneigung ihrem Besitzer entgegen, das Bücherregal schwankte mit, und alle begruben und erdrückten sie den berüchtigten Komponisten vorgeblich unspielbarer Riesenetüden unter ihrer geistigen Last.

      § 3

      Dreierlei läßt sich aus diesem Mißgeschick ableiten:

      1. Bücherfreunde leben gefährlich.

      2. Alkan genoß den denkbar schönsten Bibliophilentod.

      3. Alkan hatte eminente literarische Interessen.

      Zusätzliche witzenschaftliche Hypothese: Der Geist Robert Schumanns steckte hinter des Meisters Bücherschrank und spielte einen tödlichen Schabernack zur Genugtuung aller braven Musiker, denen die „wahre” Kunst (besonders wenn sie deutsch) heilig ist."



      Hiermit rufe ich die Klavierfreaks auf, ihre Erfahrungen mit der Musik dieses Komponisten mitzuteilen.

      gruß, siamak :thanks

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AcomA ()

    • hallo,

      dann werde ich mal fortfahren mit

      'symphonie' für solo-klavier op. 39 nr.4-7
      trois morceaux dans le genre pathetique op. 15 u.a.

      marc-andre hamelin, piano


      hyperion, DDD, aufn. 2000



      die solo-symphonie für klavier ist, wie oben erwähnt ein teil aus einer sammlung von 12 großen etüden (op.39). sie schöpft tatsächlich die klanglichen und orchestralen dimensionen des klaviers aus. das zweite stück aus op. 15, 'le vent', entfaltet klangfarbentechnik ähnlich wie viel später debussy in einigen seiner preludes oder zeitgenosse liszt in seiner letzten transzendentalen etüde.

      hamelin legt hiermit eine seiner beeindruckendsten interpretationen vor. die kompositionen scheinen ihm auf den leib geschrieben zu sein. die symphonie konnte ich mit ihm vor wenigen jahren live erleben, es entspricht dem platteneindruck. selbst im komplexen klaviersatz bleibt das spiel absolut transparent, die dynamik reicht von pp bis ff, sehr variable anschlagskunst, die fähigkeit zu 'singen'(siehe entwicklung der melodien in beiden händen im kontext mit geschichteten arpeggien, tremoli und chromatik im ersten stück aus op. 15).

      alles demonstriert hier hamelin referenzartig. die ganze platte ein großes klavierabenteuer !

      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      im oktober 1990 enstand für die DECCA (DDD) folgende aufnahme:

      c.v. alkan

      25 preludes op.31

      olli mustonen, piano




      gekoppelt waren die piecen mit schostakowitschs preludes op.34. eine kult-platte ! und das zurecht, wie ich finde. die platte wurde 1992 mit dem grammophone award belohnt. durchgehend vermitteln die preludes ein unbehagliches gefühl von meditation, ironie und melancholie. dazwischen gibt es natürlich auch fingerakrobatik wie z.b. die nr. 24 e-moll 'etude de velocite'. ich finde hier athmosphärisch und vom strukturellen duktus ähnlichkeiten mit den pieces de clavecin couperins. mustonen erlag damals offensichtlich noch nicht seinen manierismen. er phrasiert singend, benutzt die varianten des anschlages vom legato bis zum staccato. hier trifft man auf einen eher unspektakulären alkan. interessant, dass er sich von chopins op.28-zyklus durch ein zusätzliches prelude absetzt. alle tonarten werden benutzt und c-dur kommt zuletzt ein zweites mal zum einsatz.

      abschließend kann ich nur raten, wer diese aufnahme irgendwo sieht, soll zugreifen. diese cd wird nicht mehr aufgelegt !

      gruß, siamak :engel
    • Sehr schöner und amüsanter Thread, Siamak! :D

      Inzwischen habe ich beide Alkan-Scheiben von Hamelin (Hyperion), also die Sonaten-CD und die Symphony for solo piano. Jetzt ist es mir aber zu spät, um noch ausführlicher zu schreiben. „Verschieben wir’s auf morgen!“ (Aus welchem Film stammt dieses Zitat?)

      Gruß, Cosima
    • hallo,

      john ogdon, der anfang der 70er jahre an einer schweren psychose erkrankte und ende der 80er jahre verstarb, war ein vertreter des 'alten' virtuosentums'. seine technik war zwar nicht so ebenmäßig bzw. kultiviert wie bei absolventen der russischen oder französischen schule. doch kompensierte er dies durch häufiges überschreiten seiner möglichkeiten, emotionales spiel ohne rücksicht auf verluste. quasi bieten eines klavierthrills.



      genauso verhält es sich mit dem dreisätzigen konzert für klavier solo von alkan. es handelt sich um ein viertel der zwölf etüden op.39. sprachlich sehe ich hier große ähnlichkeiten mit der solo-sinfonie. natürlich gibt es hier auch eine aufnahme mit hamelin (amerik. label), die glatter und technisch ausgefeilter daherkommt. aber bei ogdon ist es eine art identifizierung mit der materie. er singt insbesondere im 2. satz ausgiebiger und im dritten satz 'exekutiert' er im brillianten polonaisenstil und mit wahnwitz. der hörer muss sich danach erst mal eine erholungspause gönnen.

      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      es gab zeiten, wo es weder rundfunk noch tonträger gab. was machte ein klaviervirtuose, wenn er ein geliebtes klavierkonzert aufführen wollte, er jedoch nicht über ein orchester verfügte, und das auditorium unbedingt dieses hören wollte. er erstellte eine bearbeitung des konzertes mit integration der wesentlichen orchesterstimmen und natürlich des klavierpartes für piano-solo.

      alkan verfuhr so mit dem ersten satz (allegro con brio) des beethovenschen 3. klavierkonzertes c-moll op.37. der ursprüngliche charakter des konzertes wird absolut gewahrt. eine tolle sache. höhepunkt ist dann die kadenz. hier schichtet alkan dann übermütig und genialen streich das eröffnungsthema des konzertes in der linken hand mit dem thema des finales aus beethovens 5. sinfonie in der rechten hand !! und wenn dann das seitenthema des konzertes in der linken hand überlagert wird mit kühn-harmonischen repetitionen der rechten hand, dann ist es endgültig zum 'ausflippen'.



      es gibt da einen famosen live-mitschnitt marc-andre hamelins aus der londoner wigmore hall von 1994 (hyperion). aufnahmetechnisch übrigens sehr gut gelungen. obige bearbeitung alkans ist ebenso auf dem programm wie die 'trois grande etudes' op.76 dieses wahnsinnigen. die erste etüde ist für die linke hand, die zweite für die rechte und die dritte ist ein 'unisono-sturm' für beide hände, quasi wiedervereinigung ! diese dritte nimmt das finale aus chopins 2. sonate b-moll vorweg, und erschien wohl tatsächlich ein jahr früher. übrigens waren beide, alkan und chopin nicht nur nachbarn sondern auch freunde. also wen wundert's.

      zusätzlich auf dieser wunder-cd: der zweite satz aus chopins 2. konzert in der bearbeitung von balakirev, busonis sonatine nr.6 (kammer-fantasie über bizets carmen) BV 284 und medtners danza festiva aus den vergessenen weisen op.38.

      eine der besten und spontansten platten hamelins.

      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      ein wundervoller zyklus alkans sind die esquisses op.63. es handelt sich um miniaturen in sehr ausgereiftem stil. die palette an klangfarben und form ist aüßerst reichlich. da gibt es eine meisterhafte fuguette (nr.6), eine kraftvoll-hymnische piece 'tutti de concerto...' oder z.b. ein geheimnisvoll anstimmendes 'morituri te salutant'. oder 'inflexibilité' (nr.2 im stile barocker französischer clavecinisten mit toccatenartigem sturm in der linken hand. sicher nichts für 'inflexible' hände. der zyklus ist IMO viel stärker als seine preludes.



      steven osborne ist der pianist dieser phantastischen aufnahme. der junge brite (schotte) gehört IMO zu den ganz großen lebenden. ich finde ihn zwingender als hamelin. er ist wirklich ein musikalisches schwergewicht, der z.b. beethovens späte bagatellen herrlich abtönt und phrasiert (IMO viel pianistischer und intensiver 'gesungen' als brendel), michael tippett bewältigt und den zuhörer dann mit oscar peterson endgültig in euphorie versetzt !

      gruß, siamak :engel
    • Lieber Siamak , liebe Forumsmitglieder ,
      um sich überhaupt einen umfangreicheren Überblick über Alkan zu verschaffen , empfehle ich den Aufsatz von Knut Franke in FonoForum ( 1972 , 266 - 269 ) :"Im Schatten Liszts" .
      Da Du , Siamak , die aktuellen Interpretationen einiger Werke vorgestellt hast , ist der Stand der damaligen Interpretationen aktualisiert .
      Grüsse , Ganong
    • Lieber Siamak , liebe Forumsmitglieder ,
      um sich überhaupt einen umfangreicheren Überblick über Alkan zu verschaffen , empfehle ich den Aufsatz von Knut Franke in FonoForum ( 1972 , 266 - 269 ) :"Im Schatten Liszts" .
      Da Du , Siamak , die aktuellen Interpretationen einiger Werke vorgestellt hast , ist der Stand der damaligen Interpretationen aktualisiert .
      Grüsse , Ganong
    • Original von Ganong
      um sich überhaupt einen umfangreicheren Überblick über Alkan zu verschaffen , empfehle ich den Aufsatz von Knut Franke in FonoForum ( 1972 , 266 - 269 ) :"Im Schatten Liszts" .


      Danke für den Hinweis, Ganong,

      Ein kleiner Hinweis dazu: Abonnenten der FF können sich im Downloadbereich auf der Homepage den Artikel kostenlos herunterladen. Er steht in der Ausgabe 04/1972.

      Gruß, Cosima
    • Original von Ganong
      um sich überhaupt einen umfangreicheren Überblick über Alkan zu verschaffen , empfehle ich den Aufsatz von Knut Franke in FonoForum ( 1972 , 266 - 269 ) :"Im Schatten Liszts" .


      Danke für den Hinweis, Ganong,

      Ein kleiner Hinweis dazu: Abonnenten der FF können sich im Downloadbereich auf der Homepage den Artikel kostenlos herunterladen. Er steht in der Ausgabe 04/1972.

      Gruß, Cosima
    • Original von AcomA
      hallo,

      ein wundervoller zyklus alkans sind die esquisses op.63. es handelt sich um miniaturen in sehr ausgereiftem stil. die palette an klangfarben und form ist aüßerst reichlich. da gibt es eine meisterhafte fuguette (nr.6), eine kraftvoll-hymnische piece 'tutti de concerto...' oder z.b. ein geheimnisvoll anstimmendes 'morituri te salutant'. oder 'inflexibilité' (nr.2 im stile barocker französischer clavecinisten mit toccatenartigem sturm in der linken hand. sicher nichts für 'inflexible' hände. der zyklus ist IMO viel stärker als seine preludes.



      steven osborne ist der pianist dieser phantastischen aufnahme. der junge brite (schotte) gehört IMO zu den ganz großen lebenden. ich finde ihn zwingender als hamelin. er ist wirklich ein musikalisches schwergewicht, der z.b. beethovens späte bagatellen herrlich abtönt und phrasiert (IMO viel pianistischer und intensiver 'gesungen' als brendel), michael tippett bewältigt und den zuhörer dann mit oscar peterson endgültig in euphorie versetzt !

      gruß, siamak :engel


      @Siamak,

      da muß ich Dir zustimmen!

      Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass für mich die Esquisses op.63 vielleicht als die Empfehlung zur "Annäherung" an Alkan wären, würde mich einer Fragen.
      Dies liegt jedoch nicht nur am Werk sondern auch, wie bereits von Dir ebenfalls angesprochen, an S. Osborne.

      IMO gelingt im etwas was Hamelin eben nicht gelingt! Neben der Pianistischen Meisterschaft die MUSIK Alkan's erklingen zu lassen :wink
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von AcomA
      hallo,

      ein wundervoller zyklus alkans sind die esquisses op.63. es handelt sich um miniaturen in sehr ausgereiftem stil. die palette an klangfarben und form ist aüßerst reichlich. da gibt es eine meisterhafte fuguette (nr.6), eine kraftvoll-hymnische piece 'tutti de concerto...' oder z.b. ein geheimnisvoll anstimmendes 'morituri te salutant'. oder 'inflexibilité' (nr.2 im stile barocker französischer clavecinisten mit toccatenartigem sturm in der linken hand. sicher nichts für 'inflexible' hände. der zyklus ist IMO viel stärker als seine preludes.



      steven osborne ist der pianist dieser phantastischen aufnahme. der junge brite (schotte) gehört IMO zu den ganz großen lebenden. ich finde ihn zwingender als hamelin. er ist wirklich ein musikalisches schwergewicht, der z.b. beethovens späte bagatellen herrlich abtönt und phrasiert (IMO viel pianistischer und intensiver 'gesungen' als brendel), michael tippett bewältigt und den zuhörer dann mit oscar peterson endgültig in euphorie versetzt !

      gruß, siamak :engel


      @Siamak,

      da muß ich Dir zustimmen!

      Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass für mich die Esquisses op.63 vielleicht als die Empfehlung zur "Annäherung" an Alkan wären, würde mich einer Fragen.
      Dies liegt jedoch nicht nur am Werk sondern auch, wie bereits von Dir ebenfalls angesprochen, an S. Osborne.

      IMO gelingt im etwas was Hamelin eben nicht gelingt! Neben der Pianistischen Meisterschaft die MUSIK Alkan's erklingen zu lassen :wink
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Eben hörte ich, nachdem ich die CD nach dem ersten Hören bei Seite legte, nochmals diese Aufnahme.



      Daraus angehört habe ich mir die Etudes 1-7. Darunter ja auch die "Symphonie für Solo-Piano", die es ja auch in einer Einspielung von M.A. Hamelin gibt.

      Muss sagen, die Alkan Etudes sind in einer gewissen Form eigenartig, aber auch sehr interessant. Die Schwierigkeit ist greifbar, aber erdrückt die Etudes nicht.

      Jack Gibbons hat deutlich hörbar zu kämpfen.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Eben hörte ich, nachdem ich die CD nach dem ersten Hören bei Seite legte, nochmals diese Aufnahme.



      Daraus angehört habe ich mir die Etudes 1-7. Darunter ja auch die "Symphonie für Solo-Piano", die es ja auch in einer Einspielung von M.A. Hamelin gibt.

      Muss sagen, die Alkan Etudes sind in einer gewissen Form eigenartig, aber auch sehr interessant. Die Schwierigkeit ist greifbar, aber erdrückt die Etudes nicht.

      Jack Gibbons hat deutlich hörbar zu kämpfen.
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Endlich möchte ich fast schreien......endlich mal wieder eine Neuentdeckung, die vom ersten Ton an wirklich fesselt und begeistert.

      Alkan's op.39 #8-10 ist ein teilweise irrwitzig virtuoses Werk, das aber auch seine klangschönen, fast "schwelgerischen" Seitenblicke erlaubt wie z.B. im 2. Satz!



      Hamelin spielt, natürlich mit seiner klasse Technik und eher teilweise hartem Klang auf, aber voller Facetten, und wirklich mit viel Gespühr für diese Musik und hochdifferenziert im Klavierspiel. Ein wenig mehr Wärme würde ich mir wünschen! Aber wie soll das gehen? Selbst Hamelin scheint hier an seinen Grenzen, bzw. dem Grenzen des überhaupt machbaren......

      Interpretation: 10
      Klang: 9
      Repertoirwert: 10*

      :times10
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      Administrator: Das Klassikforum
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