Was spielt Ihr im Moment, woran übt Ihr?

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    • Was spielt Ihr im Moment, woran übt Ihr?

      Dieser Thread richtet sich an all die aktiven Musiker hier: Was habt Ihr heute gespielt, woran übt Ihr im Moment?

      Ich mache mal den Anfang:

      Gerade gespielt: "Bailecito" von Guastavino sowie aus einer Klavierfassung von "Norma"
    • Hallo Jeremias,

      schönes Thema, an so etwas hatte ich auch schon mal gedacht!

      Am Cello bin ich im Moment vorrangig mit Mjaskowskis 2. Cellosonate beschäftigt, die Noten habe ich kürzlich neu bekommen. Ansonsten übe ich hin und wieder einige kleine Duette von einem Cellisten des 19. Jahrhunderts, Friedrich August Kummer. Ich treffe mich ab und an mit meiner ehemaligen Cellolehrerin, da wird dann so etwas gespielt.

      Am Klavier beschäftige ich mich mit Schostakowitschs 24 Präludien op.34, bis dato habe ich das erste einstudiert, in andere schon mal kurz hereingespielt, mich aber noch nicht festgelegt, welches als nächstes dran ist. Außerdem spiele ich eine Auswahl aus Geirr Tveitts 50 Hardangerweisen. Relativ neu habe ich die Noten einiger Stücke von Kurt Schwaen ("Bulgarische Rhythmen"), dies ist allerdings nicht umwerfend schwer, läuft eher nebenbei.

      Viele Grüße
      Holger
    • Gerade gesungen: "Er, der Herrlichste von allen" von Schumann, "An Chloe" von Mozart, und "Gern ja will ich Dir vertrauen" aus der verkauften Braut (Smetana). Außerdem momentan in Arbeit: "Heiß mich nicht reden, heiß mich schweigen" von Schumann. Bald will ich mal die Arie des Siebel aus "Faust" machen und die Donna Elvira aus "Don Giovanni"
      :leb
    • Ich übe gerade dieses nette kleine Stückchen aus Bachs Notenbüchlein für Anna Magdalena



      Es geht inzwischen schon ganz gut, das Greifen der Oktave macht mir allerdings Schwierigkeiten (kleine Hände).

      Mit Gruß von Carola
    • Original von Janina
      das habe ich auch mal gespielt :D


      Und wie alt warst Du da, wenn ich fragen darf, Janina? Als Kind vermutlich.

      Das ist ja das Peinliche, wenn man nach 30 Jahren wieder mit dem Klavierspielen anfängt - fast bei Null. Aber schön ist es doch .... :)

      Mit Gruß von Carola
    • Original von Janina
      das habe ich auch mal gespielt :D


      Und wie alt warst Du da, wenn ich fragen darf, Janina? Als Kind vermutlich.

      Das ist ja das Peinliche, wenn man nach 30 Jahren wieder mit dem Klavierspielen anfängt - fast bei Null. Aber schön ist es doch .... :)

      Mit Gruß von Carola
    • Das Wichtigste ist, dass es Spaß macht!

      Ich übe im Moment neben einigen Liedbegleitungen bzw. Klavierauszügen aus diversen Opern "La Danza" von Rossini/Liszt. Und seit einiger Zeit bin ich ja mit dem 2. KlaKo von brahms beschäftigt, das aber wegen des Examens erstmal auf Eis liegt....
    • Original von Janina
      Und wie alt warst Du da, wenn ich fragen darf, Janina? Als Kind vermutlich.


      Neenee, das war vor wenigen Jahren, ich schätze ich war so um die 20. Und jetzt kann ich es garantiert schon nicht mehr :D


      Na, das beruhigt mich ja doch sehr. Wenn Du jetzt fünf oder sechs gewesen wärst, hätte ich es schon ein wenig peinlich gefunden, dass ich mit immerhin fast 50 an so einem Stück übe.

      Und besser ein Stück nicht mehr können als noch nicht! :D

      Es grüßt Dich Carola
    • Bach, "Johannespassion" und zwar in der Bearbeitung von Robert Schumann. Wie ihr sicher alle wißt (ich wußte es vorher allerdings nicht :D ) hat Schumann 1851 in Düsseldorf eine Aufführung der Johannespassion geleitet. Er hat das Werk z.T. neu eingerichtet, so gibt es einige Änderungen in der Instrumentierung, die Choräle werden mit instrumentalem Zwischenspiel musiziert etc.
      Wir proben mit dem Kirchenchor in dem ich als Gastsängerin mitsingen darf (bin normalerweise in einem anderen Chorm aber es werden junge Stimmen gebraucht) seit Januar und es verspricht, sehr schön zu werden. Karfreitag ist (natürlich) Aufführung.
      Unter anderem wird es im Orchester Trompeten geben, die ja zu Bachs Zeiten am Karfreitag bei Todesstrafe verboten waren, Schumann hat das wohl nicht so eng gesehen. Die Dinger werden uns jetzt ,so unsere Chorleiterin, bei "Der König Judas siegt mit Macht" um die Ohren fliegen :D Außerdem werden wir von O.G. Blarr (der wird den Düsseldorfern unter euch wohl was sagen) auf einem Hammerfügel begleitet. Ein Originalinstrument aus Wien von 1820, das seit gestern zum "warm werden" im Gemeindehaus steht.
      Übrigens hat Schumann einige Arien und Ariosi gestrichen, z.B. die "Wohin"-Arie, Schrecken jedes Chorleiters, weil im Chor IMMER was schief geht. Zumindest in Laienchören wie unserem. Außerdem darf die Sopranistin die "Zerfließe"-Arie nicht singen, was schon fast ein totwürdiges Verbrechen ist :ignore
      Ah, music! A magic beyond all we do here...
      (Albus Dumbledore)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Solitaire ()

    • Original von Solitaire
      Wir proben mit dem Kirchenchor in dem ich als Gastsängerin mitsingen darf (bin normalerweise in einem anderen Chorm aber es werden junge Stimmen gebraucht) seit Januar und es verspricht, sehr schön zu werden.

      Viele Chöre sind leider überaltert - in dem Kirchenchor, wo ich mitgesungen habe, war ich mit damals 40 mit Abstand die jüngste Männerstimme.

      Unter anderem wird es im Orchester Trompeten geben, die ja zu Bachs Zeiten am Karfreitag bei Todesstrafe verboten waren, Schumann hat das wohl nicht so eng gesehen. Die Dinger werden uns jetzt ,so unsere Chorleiterin, bei "Der König Judas siegt mit Macht" um die Ohren fliegen :D

      Wenn ich mich richtig erinnere, heisst die Textstelle "Der Held aus Juda [damit ist Jesus gemeint] siegt mit Macht". Trompeten (meist zu dritt) und Pauken sind in der Barockmusik immer ein Symbol für das Allerhöchste - entweder weltlich (Fürst) oder religiös (Gott). Am Karfreitag passt das aber überhaupt nicht, denn Gott ist - so der christliche Glaube - in der Gestalt Jesu Mensch geworden und ist für uns am Kreuz gestorben; eine damals wie heute unvorstellbare Erniedrigung. Trompeten und Pauken sind erst wieder beim Jubel über die Auferstehung angebracht (siehe "Et resurrexit" in Bachs Messe h-moll). Schumann war diese Symbolik wohl nicht bekannt - für ihn war die Trompete wahrscheinlich einfach eine Klangfarbe, die etwas Triumphales ausdrückt.

      Übrigens hat Schumann einige Arien und Ariosi gestrichen, z.B. die "Wohin"-Arie, Schrecken jedes Chorleiters, weil im Chor IMMER was schief geht. Zumindest in Laienchören wie unserem.

      Wie heisst es so schön: Das Schwierigste in der Musik sind die Pausen :D

      Ich wünsche Euch jedenfalls gutes Gelingen bei der Aufführung!

      Viele Grüsse
      Andreas
    • Du hast natürlich recht, es ist "Der Held aus Juda". Ich habe aus dem Gedächtnis zitiert, und das soll man nicht tun.
      Schumanns Argument für die Trompeten: in diesem Augenblick ist, inmitten aller Pein, Ostern. Nur für einen Moment, aber immerhin.Leuchtet mir sehr ein.
      Danke für die Erfolgswünsche! :)
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      (Albus Dumbledore)

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    • Heute eine Notiz in unserem Käseblatt mit Hinweis auf die Aufführung gefunden. Besondere Erwähnung der Trompeten, mit dem Hinweis, daß Trompeten sonst "zu Ostern verboten sind"
      Ist das arrogant, wenn ich mich bei sowas frage, warum die eigentlich jeden Deppen schreiben lassen? :ignore
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      (Albus Dumbledore)
    • @Pianisten:

      Ich habe in den letzten Tagen das Grieg-Konzert angefangen, spiele die normale Peters-Ausgabe. Jetzt wurde mir eine "special" Peters-Edition empfohlen, die schon vergriffen ist, Kopien aber noch existieren. In diesen Noten wurden einige Stellen bearbeitet, von den Fingersätzen (auch Greifen, Untersetzen, usw...) her verändert, auch gibt es kleine dynamische Unterschiede, und wenige Stellen wurden etwas vereinfacht, was man aber dann angeblich in der Aufführung nicht merkt. Um ehrlich zu sein bin ich im Moment absolut nicht begeistert von dieser "special" Edition, aber kennt sich da jemand vielleicht etwas aus? Hat vielleicht jemand von euch schon diese "special" Edition von Peters gespielt?
    • Seit Wochen spiele ich jetzt immer wieder dasselbe Stück - nicht in der Absicht, mich damit vor irgendjemandem zu produzieren (ich bin nur ein Hobby- und Freizeit"pianist"), sondern für mich selbst, sozusagen aus Spaß an der Freude:
      Das ist Clementis letzte Klaviersonate op. 50 Nr. 3 in g-Moll mit dem Beinamen Didone abbandonata, komponiert vom fast Siebzigjährigen im Jahre 1821 und als Scena tragica bezeichnet. Am Anfang fand ich diese Sonate ein wenig spröde, inzwischen gefällt sie mir ausnehmend gut.

      Etwas anderes habe ich eben erst heute erworben und schon angefangen, darin zu spielen; ich bin überzeugt, das wird mich in den nächsten Wochen ebenfalls noch viel beschäftigen, und das Üben lohnt sich: Die fünf Capricci von Josef Anton Steffan (1726-1797). Ich habe diese Stücke erst vor kurzem durch eine CD kennengelernt (MDG 520 0870-2) und war davon so angetan, daß ich beschloß, mir die Noten zu besorgen. Schöne, interessante Klaviermusik des 18. Jahrhunderts! (Jetzt hätte ich auch noch gern die Noten der Klavierwerke von Joseph Martin Kraus, aber da werde ich wohl noch warten müssen ...).

      Herzliche Grüße,
      Sarastro

      PS. Falls es jemanden interessieren sollte: Clementis letzte Sonate gibt es als Einzelband im Henle Verlag; ebenso Steffans fünf Capricci.
      "Ich hätte das nicht so gemacht!" (Kozeluch zu Mozart über ein Haydn-Quartett). "Ich auch nicht! Und wissen Sie warum? Weil weder Sie noch ich auf diesen Einfall gekommen wären."

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    • U.a.: John Rutter: Requiem.
      Hübsch. Unser Chorleiter steht auf Rutter, der Teufel soll mich holen wenn ich weiß warum....
      Die Musik ist schön und nett und angenehm zu siingen wenn man sich gerade mit einer hartnäckigen Halsentzündung rumschlägt und nicht jede Probe absagen will, aber das war's auch schon. Außerdem weiß ich nicht, was der Rutter sich dabei gedacht hat, ein Requiem ohne Dies Irae und Rex Tremendae zu komponieren. Ich hab ja keine Ahnung von Kompositionslehre und vom komponieren, aber ich bin der Ansicht, man kann nicht über den Tod schreiben und dann den Schrecken ausklammern.
      Besonders schmerzlich: es hätte das Verdi-Requiem werden können. aber das hat aus terminlichen und anderen Gründen nicht geklappt. Wäre es anders gelaufen würden wir es in ein paar Wochen im Dom von Kaliningrad singen. Ich darf gar nicht dran denken... :(
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      (Albus Dumbledore)
    • YJ: wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? Weil das Grieg Konzert ist ja schon ein echter hammer...
      @topic: Ich spiele grade das Violinkonzert Nr. 2 von Wieniawski, hab derletzt mit dem 2. und 3. Satz angefangen, werd aber jetzt demnächst anfangen, bzw. hab ein bisschen schon, die Sonate Nr. 4 a-moll von Beethoven und den 4. Satz aus der 3. Sonate d-moll von Brahms zu üben, weil ich das wohl bei Jugend musiziert spielen werde :)
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)

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