Chopin - Die Preludes

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    • Chopin - Die Preludes

      Hallo,
      ich habe heute Nacht Friedrich Gulda mit einigen Preludes im BR 3 gesehen und dabei festgestellt, dass mich diese Kompositionen doch sehr interessieren.
      Ich besitze "nur" eine Einspielung von Idil Biret auf Naxos, zu der es möglicherweise noch bessere Alternativen gibt.
      Wer würde mir wozu raten?
    • Chopin - Die Preludes

      Hallo,
      ich habe heute Nacht Friedrich Gulda mit einigen Preludes im BR 3 gesehen und dabei festgestellt, dass mich diese Kompositionen doch sehr interessieren.
      Ich besitze "nur" eine Einspielung von Idil Biret auf Naxos, zu der es möglicherweise noch bessere Alternativen gibt.
      Wer würde mir wozu raten?
    • Für viele Klassikfans gilt diese hier als eine Referenzaufnahme. Ich find sie auch sehr gelungen. Sie enthält aber eben nur die Präludien und nichts anderes und ist wie alles von Pogorelich immer noch recht teuer.




      Als ebenfalls hervorragend gilt noch diese, die ich aber leider (noch) nicht besitze

    • Für viele Klassikfans gilt diese hier als eine Referenzaufnahme. Ich find sie auch sehr gelungen. Sie enthält aber eben nur die Präludien und nichts anderes und ist wie alles von Pogorelich immer noch recht teuer.




      Als ebenfalls hervorragend gilt noch diese, die ich aber leider (noch) nicht besitze

    • Original von Jeremias
      Stimmt, Martha ist auf jeden Fall noch zu nennen!


      Ich meine mich zu erinnern, dass das "eigentliche" Debut-Album nach dem Chopin-Wettbewerb bei EMI aufgenommen worden ist, dass dann wegen des Vertrags mit der DG erst vor eher kurzer Zeit erstmalig veröffentlicht worden ist. Dieser, so die Rezensionen, sei wesentlich besser.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • Original von Jeremias
      Stimmt, Martha ist auf jeden Fall noch zu nennen!


      Ich meine mich zu erinnern, dass das "eigentliche" Debut-Album nach dem Chopin-Wettbewerb bei EMI aufgenommen worden ist, dass dann wegen des Vertrags mit der DG erst vor eher kurzer Zeit erstmalig veröffentlicht worden ist. Dieser, so die Rezensionen, sei wesentlich besser.
      Gruß, ab

      Wissen ist Beschreiben können.
      (Rudolf Arnheim)
    • hallo,

      mein topscorer ist pogorelichs aufnahme von 1989.



      ivo pogorelichs spiel zeichnet sich durch folgende eigenschaften aus:

      große dynamische bandbreite, sonorer klang, ausgefeiltes non-legato-spiel, starke linke hand, ausgeprägtes rhythmisches feeling, der drang zum exzentrischen mit zunehmendem lebensalter.

      diese fähigkeiten kommen gerade bei einem zyklus wie den preludes entgegen. diese aufnahme steht pianistisch extrem oberhalb des guten, so dass man das kaum richtig formulieren kann. natürlich gibt es einige super-aufnahmen dieses werkes: a. rubinstein, c. arrau, m. argerich und m. pollini. aber pogorelich sprengt den rahmen. es gibt zum beispiel rubati in rubati. verzögerungen von bruchteilen einer sekunde in einer übergeordneten gesamtverzögerung, wie ich sie vielleicht noch von pletnev kenne. die arabesken werden bis ins ppp abgestuft.

      zum beispiel das prelude nr. 12 gis-moll: ich hörte es zum erstenmal als jugendlicher als erkennungsstück für eine damalige jugend-kriniserie im fernsehen, 'das haus der krokodile'. es geht eine beispielhafte bedrohung von diesem stück aus. entweder wird es mit betonung der linien gespielt wie bei arrau, dann ist es aber kein presto, wie vorgeschrieben. argerich z.b. macht es presto, aber die linien sind nicht mehr gut kenntlich. bei pogorelich ist alles vorhanden, das presto, die linien und die bedrohung. und so könnte man für jedes prelude fortfahren...

      gruß, siamak :engel
    • hallo,

      mein topscorer ist pogorelichs aufnahme von 1989.



      ivo pogorelichs spiel zeichnet sich durch folgende eigenschaften aus:

      große dynamische bandbreite, sonorer klang, ausgefeiltes non-legato-spiel, starke linke hand, ausgeprägtes rhythmisches feeling, der drang zum exzentrischen mit zunehmendem lebensalter.

      diese fähigkeiten kommen gerade bei einem zyklus wie den preludes entgegen. diese aufnahme steht pianistisch extrem oberhalb des guten, so dass man das kaum richtig formulieren kann. natürlich gibt es einige super-aufnahmen dieses werkes: a. rubinstein, c. arrau, m. argerich und m. pollini. aber pogorelich sprengt den rahmen. es gibt zum beispiel rubati in rubati. verzögerungen von bruchteilen einer sekunde in einer übergeordneten gesamtverzögerung, wie ich sie vielleicht noch von pletnev kenne. die arabesken werden bis ins ppp abgestuft.

      zum beispiel das prelude nr. 12 gis-moll: ich hörte es zum erstenmal als jugendlicher als erkennungsstück für eine damalige jugend-kriniserie im fernsehen, 'das haus der krokodile'. es geht eine beispielhafte bedrohung von diesem stück aus. entweder wird es mit betonung der linien gespielt wie bei arrau, dann ist es aber kein presto, wie vorgeschrieben. argerich z.b. macht es presto, aber die linien sind nicht mehr gut kenntlich. bei pogorelich ist alles vorhanden, das presto, die linien und die bedrohung. und so könnte man für jedes prelude fortfahren...

      gruß, siamak :engel
    • Chopin - Die Preludes

      Lieber Günter ,

      ich stimme Dir und dem langjährigen Manager von Ivo Pogorelich , Michel Glotz ( Paris ; "La Note bleue .Une vie pour la musique" ;Lattès ,Paris ; 2002 ) ohne jeden Abstrich zu , dass es sich hierbei um eine der aussergewöhnlichsten Aufnahmen nicht nur der"Préludes" handelt .

      Eine der wichtigsten Einspielungen der DGG überhaupt , wie ich früher geschrieben und begründet habe .

      Martha Argerich folgt dann mit einem gewissen Abstand wie Jorge Bolet in seinem New Yorker Recital .

      Viele Grüsse ,
      Frank
    • Chopin - Die Preludes

      Lieber Günter ,

      ich stimme Dir und dem langjährigen Manager von Ivo Pogorelich , Michel Glotz ( Paris ; "La Note bleue .Une vie pour la musique" ;Lattès ,Paris ; 2002 ) ohne jeden Abstrich zu , dass es sich hierbei um eine der aussergewöhnlichsten Aufnahmen nicht nur der"Préludes" handelt .

      Eine der wichtigsten Einspielungen der DGG überhaupt , wie ich früher geschrieben und begründet habe .

      Martha Argerich folgt dann mit einem gewissen Abstand wie Jorge Bolet in seinem New Yorker Recital .

      Viele Grüsse ,
      Frank
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