Chopin - Die Preludes

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    • Chopin - Die Preludes

      Lieber ab ,

      genauso war es. Und allen Versuchen der DGG die Fakten zu verkehren. Das Debut-Recital erfolgte bei der guten alten Dame EMI . Argerich war bei diesen Studioproduktionen viel spontaner . Ihre Mazurken gehören zu dem besten , das sie je aufgenommen hat . Die h-Moll-Sonate von Chopin ist mit einem Feuer und doch einer typisch Chopinschen Intimität gespielt , dass man sich nicht nur damals fragen musste: Wie mag diese Karriere wohl weitergehen ( können ) ? Das "Largo" ist dann eine nochmalige interpretatorische Steigerung und wischt alle Zweifler beiseite,die Senora Argerich noch heute ihre enorme Fähigkeit bestreiten , langsame Sätze aussergewöhnlich spielen zu können. So auch in Chopins b-Moll-Sonate mit dem ja nicht unproblematischen "Trauermarsch" . Ganz grosses Klavierspiel ! Chapeau , Madame !

      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ganong ()

    • Chopin - Die Preludes

      Lieber ab ,

      genauso war es. Und allen Versuchen der DGG die Fakten zu verkehren. Das Debut-Recital erfolgte bei der guten alten Dame EMI . Argerich war bei diesen Studioproduktionen viel spontaner . Ihre Mazurken gehören zu dem besten , das sie je aufgenommen hat . Die h-Moll-Sonate von Chopin ist mit einem Feuer und doch einer typisch Chopinschen Intimität gespielt , dass man sich nicht nur damals fragen musste: Wie mag diese Karriere wohl weitergehen ( können ) ? Das "Largo" ist dann eine nochmalige interpretatorische Steigerung und wischt alle Zweifler beiseite,die Senora Argerich noch heute ihre enorme Fähigkeit bestreiten , langsame Sätze aussergewöhnlich spielen zu können. So auch in Chopins b-Moll-Sonate mit dem ja nicht unproblematischen "Trauermarsch" . Ganz grosses Klavierspiel ! Chapeau , Madame !

      Frank

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    • RE: Chopin - Die Preludes

      Das "Largo" ist dann eine nochmalige interpretatorische Steigerung und wischt alle Zweifler beiseite,die Senora Argerich noch heute ihre enorme Fähigkeit bestreiten , langsame Sätze aussergewöhnlich spielen zu können.


      Ja, sie wird immer festgelegt auf Energie und Schnelligkeit, und die oft wunderschönen langsamen Sätze der Klavierkonzerte, die sie spielt, werden oft vergessen!

      Nikolaus.
    • RE: Chopin - Die Preludes

      Das "Largo" ist dann eine nochmalige interpretatorische Steigerung und wischt alle Zweifler beiseite,die Senora Argerich noch heute ihre enorme Fähigkeit bestreiten , langsame Sätze aussergewöhnlich spielen zu können.


      Ja, sie wird immer festgelegt auf Energie und Schnelligkeit, und die oft wunderschönen langsamen Sätze der Klavierkonzerte, die sie spielt, werden oft vergessen!

      Nikolaus.
    • Hallo,
      mir ist Maurizio Pollini in erster Linie als begnadeter Anwalt moderner Komponisten bekannt geworden, seine Préludes würde ich auch in die Riege der besten Chopin-Einspielungen stellen, genauso wie seine Nocturnes, Études, Polonaisen und das 1. Klavierkonzert aus den 60ern.
      LG,
      Anna-Marie
    • Hallo,
      mir ist Maurizio Pollini in erster Linie als begnadeter Anwalt moderner Komponisten bekannt geworden, seine Préludes würde ich auch in die Riege der besten Chopin-Einspielungen stellen, genauso wie seine Nocturnes, Études, Polonaisen und das 1. Klavierkonzert aus den 60ern.
      LG,
      Anna-Marie
    • RE: Chopin - Die Preludes

      Liebe Mitglieder des Forums ,

      können wir Chopins "Préludes" als das seiner Werke ansehen , anhören , das man in erster Linie und am meisten unter seiner Maxime vom Soublesse avant ! ( Geschmeidigkeit vor allem ! ) musikästhetisch und interpretationsgeschichtlich analysieren sollte .

      Vlado Perlemuter ( BBC Legends ; Live London ; 6. Juli 1972 ) , eine äusserst feinsinniger Pianist hat dies in dieser Aufnahme , die äusserst hörenswert ist , getan .

      Überhaupt wird man Vlado Perlemuter unter der Maxime Chopins heraus zu dessen grössten Interpreten zählen müssen , wie dies auch die iNterpreattion der h - Moll - Sonate beweist !

      Grüsse ,

      Frank
    • RE: Chopin - Die Preludes

      Liebe Mitglieder des Forums ,

      können wir Chopins "Préludes" als das seiner Werke ansehen , anhören , das man in erster Linie und am meisten unter seiner Maxime vom Soublesse avant ! ( Geschmeidigkeit vor allem ! ) musikästhetisch und interpretationsgeschichtlich analysieren sollte .

      Vlado Perlemuter ( BBC Legends ; Live London ; 6. Juli 1972 ) , eine äusserst feinsinniger Pianist hat dies in dieser Aufnahme , die äusserst hörenswert ist , getan .

      Überhaupt wird man Vlado Perlemuter unter der Maxime Chopins heraus zu dessen grössten Interpreten zählen müssen , wie dies auch die iNterpreattion der h - Moll - Sonate beweist !

      Grüsse ,

      Frank
    • Original von AcomA
      hallo,

      mein topscorer ist pogorelichs aufnahme von 1989.



      ivo pogorelichs spiel zeichnet sich durch folgende eigenschaften aus:

      große dynamische bandbreite, sonorer klang, ausgefeiltes non-legato-spiel, starke linke hand, ausgeprägtes rhythmisches feeling, der drang zum exzentrischen mit zunehmendem lebensalter.

      diese fähigkeiten kommen gerade bei einem zyklus wie den preludes entgegen. diese aufnahe steht pianistisch extrem oberhalb des guten, so dass man das kaum richtig formulieren kann. natürlich gibt es einige super-aufnahmen dieses werkes: a. rubinstein, c. arrau, m. argerich und m. pollini. aber pogorelich sprengt den rahmen. es gibt zum beispiel rubati in rubati. verzögerungen von bruchteilen einer sekunde in einer übergeordneten gesamtverzögerung, wie ich sie vielleicht noch von pletnev kenne. die arabesken werden bis ins ppp abgestuft.
      l


      @Siamak, @Frank,

      es hat lange gedauert aber nun besitze ich auch seit heute diese Aufnahme, nachdem auch Walter davon geschwärmt hatte, endlich!

      Euren Worten muß man kaum etwas hinzufügen!
      Es handelt sich in der Tat um eine der ganz großen Aufnahmen der Klaviermusik.

      Pogorelich als Genius! :engel

      R
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von AcomA
      hallo,

      mein topscorer ist pogorelichs aufnahme von 1989.



      ivo pogorelichs spiel zeichnet sich durch folgende eigenschaften aus:

      große dynamische bandbreite, sonorer klang, ausgefeiltes non-legato-spiel, starke linke hand, ausgeprägtes rhythmisches feeling, der drang zum exzentrischen mit zunehmendem lebensalter.

      diese fähigkeiten kommen gerade bei einem zyklus wie den preludes entgegen. diese aufnahe steht pianistisch extrem oberhalb des guten, so dass man das kaum richtig formulieren kann. natürlich gibt es einige super-aufnahmen dieses werkes: a. rubinstein, c. arrau, m. argerich und m. pollini. aber pogorelich sprengt den rahmen. es gibt zum beispiel rubati in rubati. verzögerungen von bruchteilen einer sekunde in einer übergeordneten gesamtverzögerung, wie ich sie vielleicht noch von pletnev kenne. die arabesken werden bis ins ppp abgestuft.
      l


      @Siamak, @Frank,

      es hat lange gedauert aber nun besitze ich auch seit heute diese Aufnahme, nachdem auch Walter davon geschwärmt hatte, endlich!

      Euren Worten muß man kaum etwas hinzufügen!
      Es handelt sich in der Tat um eine der ganz großen Aufnahmen der Klaviermusik.

      Pogorelich als Genius! :engel

      R
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Jeremias
      Ich hörte ihn sogar einmal live mit dem Zyklus, das ist jetzt 9 Jahre her. Damals war es der CD sehr ähnlich. Mich würde einmal interessieren, was er heute aus den Preludes macht...


      @Jeremias,

      sofern er denn auftreten SOLLTE kann ich mir nicht vorstellen, dass er derzeit eine derartige Leistung erbringen würde.
      Wünschen würde ich es mir! Sicherlich war er ein Genius aber so wie es scheint mag ja selbst bei der DG keiner eine neue Aufnahme mit ihm veröffentlichen, oder er selber mag nicht.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Jeremias
      Ich hörte ihn sogar einmal live mit dem Zyklus, das ist jetzt 9 Jahre her. Damals war es der CD sehr ähnlich. Mich würde einmal interessieren, was er heute aus den Preludes macht...


      @Jeremias,

      sofern er denn auftreten SOLLTE kann ich mir nicht vorstellen, dass er derzeit eine derartige Leistung erbringen würde.
      Wünschen würde ich es mir! Sicherlich war er ein Genius aber so wie es scheint mag ja selbst bei der DG keiner eine neue Aufnahme mit ihm veröffentlichen, oder er selber mag nicht.
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      Administrator: Das Klassikforum
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