Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2017

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    • Cetay schrieb:

      Jürgen schrieb:

      Cetay schrieb:


      Johann Sebastian Bach; Weihnachtsoratorium BWV 248
      Ruth Ziesak, Monica Groop, Christoph Prégardien, Klaus Mertens
      Vokalensemble Frankfurt, Concerto Köln, Ralf Otto

      Ich weiß, ich bin spät dran, aber das hat sich gelohnt. Der süffige Original-Orchesterklang macht schier benommen und die unaufdringlichen Vokaldarbietungen von Chor und Solisten sind perfekt dazu ausbalanciert.
      :engel
      Was meinst Du mit süffigem Original-Orchesterklang?Aber vielleicht verstehe ich es beser, wenn ich die Aufnahme bei Spotify o.Ä. finde.
      Ja, die gibt es bei Spotify. Ich versuche, zu präzisieren: Der typische Originalklang (so es ihn denn gibt) ist transparent und luftig, wobei die negativen Konnotationen dünn und blutleer mitschwingen. Hier klingt es transparent und luftig und voll, warm, mit satten dunkeln Farben. Ein Kritiker meinte, dass diejenigen, die ihren Richter noch heimlich aus dem Schrank holen, auch mit dieser Aufnahme glücklich werden könnten.
      Ich habe nun mal reingehört und kann Deine Beschreibung einigermaßen nachvollziehen.
      Eine gute bis sehr gute Einspielung, deren Anschaffung ich erwäge.

      Meine Recherche ergab allerdings, dass die HD-Version auf BluRay günstiger zu haben ist:


      Ich weiss jedoch nicht, ob mein BluRay-Player das abspielt bzw. wie ich das auf meine Festplatte rippen kann.

      Auf jeden Fall bedanke ich mich für den Hinweis.

      Grüße
      Jürgen
    • Heute Nacht gab es ein kleines Vergleichshören von Haydns Sinfonie C-Dur Hob. I:82, die in meiner temporären Beliebtheitsskala hinter Nrs. 88 & 100 auf dem Treppchen steht.
      Den Sieg holten sich wenig überraschend das Stockholmer Kammerorchester und Esa-Pekka Salonen. Anno Anfang '90 war HIP große Mode und in aller Ohren. Salonen hat hingehört und sich vor allem die heute als übertrieben wahrgenommenen, extrem gegen den Strich gebürsteten Spielweisen abgeschaut: An- und abschwellende Mikrodynamik, hartes Dauerstakkato, punkige Artikulation und ein halsbrecherisches Tempo. Aber das Ganze wird insofern abgemildert, als dass es mit dem herkömmlichen philharmonisch-modernen Orchesterapparat wohltönend rund und warm klingt. Ok, ein bisschen übertrieben ist es schon, aber es ist die Aufnahme, mit der ich das Werk kennengelernt habe und zur weiteren Beschäftigung mit der Haydnschen Sinfonik angeregt wurde - da ist etwas anderes als Gold nicht drin. Dahinter folgt Barry Wordsworth mit der Capella Istropolitana. Schlank und agil, aber mit dem nötigen Schuss Gravität und mit einer exzeptionellen Hörbarmachung der Architektur - nicht zuletzt durch den Verzicht auf die letzte Detailversessenheit. Nirgends kommt das Relief des ersten Satzes so klar heraus. Konsorten wie Thomas Fey (Heidelberger Sinfoniker) verschießen ihr Pulver viel zu früh und haben dann in der dramatischen Durchführung nichts mehr zuzusetzen. Wordsworth gelingt das - und zwar völlig unforciert und organisch. Auch die Temporelationen zwischen den Abschnitten und Sätzen erscheinen mir hier am stimmigsten. Die Sensation ist Daniel Barenboim mit dem English Chamber Orchestra. Fette, seufzende Streicher, die alles andere zukleistern, pompös-pomadiger Habitus - die Liste der schrecklichsten Erwartungen war lang. Und dann straft er alle Vorurteile Lügen, legt quicklebendig los wie die Feuerwehr und zeigt eine exzeptionelle Durchhörbarkeit und Ausgewogenheit bei den Instrumentalstimmen - das macht Platz 3. Vergleichbar in der Anlage ist das mit Leonard Bernsteins Aufnahme aus New York, aber irgendwie klingen die Engländer einen Schuss Haydnesker - was immer das auch heißen soll. Nicht schmecken wollte mir Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien. Hier ist das Blech so überbetont, dass man von den Streichern kaum etwas hört und manche Phrasierung erscheint gewollt kantig, manche Artikulation gewollt fahrig. Als einziger wiederholt er die Durchführung und Reprise im ersten Satz. Neulich sagte jemand hier im Forum, das sei, wie wenn man einen Film kurz vor Schluss zum dramatischen Höhepunkt in der Mitte zurückspult und von dort nochmal laufen lässt. Stimmt! Nicht positiv oder negativ auffallend waren das Orchestra of the Age of Enlightenment / Sigiswald Kuijken und die Händel & Haydn Society / Harry Christophers.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Cetay ()


    • John Cage; Cage After Cage
      Matthias Kaul
      • Composed Improvisation for Snare Drum Alone
      • Variations I (Version für Mbira und Stahltrommel)
      • Child of Three for solo percussion using amplified plant materials.
      • Composed Improvisation for One-Sided Drums With or Without Jangles
      • 27'10'.554' for a Percussionist
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Verdi „ Simon Boccanegra "




      Gabriele Santini, Orchestra and Chorus of the Opera House, Rome Aufn.: Rom 1957.
      Gobbi, Tito [Simon Boccanegra]
      Christoff, Boris [Jacopo Fiesco]
      Monachesi, Walter [Paolo Albiani]
      Dari, Paolo [Pietro]
      Angeles, Victoria de los [Maria Boccanegra]
      Campora, Giuseppe [Gabriele Adorno]
      Caroli, Paolo [Capitano]

      Zu empfehlen ist die EMI von 2000, die alte EMI habe ich auch noch, die bleibt auch noch im Bestand wegen des Covers mit Gobbi und der Nostalgie, wie die Naxos ist weiß ich nicht.
      Obwohl es heute technisch und vom Orchester her gesehen bessere gibt, bleibt diese Aufnahme eine der besten in Bezug auf die Interpreten.

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • palestrina schrieb:

      Verdi „ Simon Boccanegra "




      Zu empfehlen ist die EMI von 2000, die alte EMI habe ich auch noch, die bleibt auch noch im Bestand wegen des Covers mit Gobbi und der Nostalgie, wie die Naxos ist weiß ich nicht.
      Obwohl es heute technisch und vom Orchester her gesehen bessere gibt, bleibt diese Aufnahme eine der besten in Bezug auf die Interpreten.
      Hallo palestrina,

      ich habe nur die Naxos-Ausgabe. Sie hat ein relativ starkes Hintergrundrauschen. Ist das bei der EMI auch so?

      Jetzt höre ich:



      Vincenzo Bellini/Felice Romani: Norma

      Norma - Joan Sutherland
      Pollione - John Alexander
      Adalgisa - Marilyn Horne
      Oroveso - Richard Cross
      Clotilde - Yvonne Minton
      Flavio - Joseph Ward

      London Symphony Orchestra and Chorus, Richard Bonynge

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amonasro ()

    • Amonasro schrieb:

      ich habe nur die Naxos-Ausgabe. Sie hat ein relativ starkes Hintergrundrauschen. Ist das bei der EMI auch so?
      Hallo Amonasro, ein leichtes Hintergrundrauschen gibt es auch, ist ja auch dem Alter der Aufnahme zuzurechnen, aber stark ist das nicht. Ich hatte immer so meine Probleme mit den Naxos Aufnahmen! ;)

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Ein mEn sehr unterschätzer „ Simon Boccanegra " ...

      AD 1994
      Alexander Rahbari, BRTN Philharmonic Orchestra Brüssel
      Tumagian, Doge
      Mikulas, Fiesco
      Gauci, Maria
      Aragall, Gabriele
      Sardinero, Paolo

      Eduard Tumagian habe ich oft gehört, seine sehr ausdrucksstarke und emotionale Stimme setzt er auch hier gekonnt ein, Mikulas Stimme ist sehr mächtig, aber weniger geschmeidig, Gauci war leider auch eine der Sängerinnen die immer nur der zweiten Garde angehörten, und das ganz zu Unrecht, wie man hier hören kann, Aragall singt einen stimmschönen Gabriele, manchmal etwas gepresst und nicht ganz so frei.
      Ergo, die Aufnahme ist allemal empfehlenswert!

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • AcomA schrieb:

      Debargue spielt Medtners 1. Klaviersonate sensationell. Marc-André Hamelin lässt die beiden Mittelsätze schneller vorübergehen, aber bei Debargue passiert mehr. Insgesamt ist Hamelin straight forward, Debargue bringt französisches Parfum in den Medtner. Lieben Dank für diese Empfehlung
      Es freut mich sehr, lieber Siamak, dass Dir der Medtner auch so gut gefällt wie mir. Ich denke, dass Debargue hier eine ganz besondere Interpretation gelungen ist. Ich hatte auch mit Hamelin verglichen und bin der selben Ansicht wie Du. :)

      Hier läuft gerade die erste Aufnahme, die in der Elbphilharmonie entstanden ist:



      Bei mir herrscht kein Mangel an Brahms-Sinfonien, aber ich wollte diese Aufnahme unter Hengelbrock gerne haben, weil ich die Elbphilharmonie so atemberaubend schön finde. Sie ist für mich ein architektonisches Wunderwerk, herrlich ästhetisch mit ihren wundervollen Formen, Farben und Materialien. :down Ich möchte unbedingt dort ein Konzert erleben.
    • Cosima schrieb:

      AcomA schrieb:

      Debargue spielt Medtners 1. Klaviersonate sensationell. Marc-André Hamelin lässt die beiden Mittelsätze schneller vorübergehen, aber bei Debargue passiert mehr. Insgesamt ist Hamelin straight forward, Debargue bringt französisches Parfum in den Medtner. Lieben Dank für diese Empfehlung
      Es freut mich sehr, lieber Siamak, dass Dir der Medtner auch so gut gefällt wie mir. Ich denke, dass Debargue hier eine ganz besondere Interpretation gelungen ist. Ich hatte auch mit Hamelin verglichen und bin der selben Ansicht wie Du. :)
      Hier läuft gerade die erste Aufnahme, die in der Elbphilharmonie entstanden ist:



      Bei mir herrscht kein Mangel an Brahms-Sinfonien, aber ich wollte diese Aufnahme unter Hengelbrock gerne haben, weil ich die Elbphilharmonie so atemberaubend schön finde. Sie ist für mich ein architektonisches Wunderwerk, herrlich ästhetisch mit ihren wundervollen Formen, Farben und Materialien. :down Ich möchte unbedingt dort ein Konzert erleben


      Liebe Cosima,


      ich habe das Innere der Elbphilharmonie im Fernsehen gesehen. Es sind durchweg helle Farben wie Creme und beige zu sehen. Ganz anders das Kimmel-Center in Philadelphia, wo das Philadelphia Orchestra zuhause ist. Ich konnte es im letzten Sommer besichtigen. Dort herrscht im Inneren der Mahagoni-Ton. Von den 600 Millionen Dollar Baukosten stiftete die Familie Kimmel gut 400 Millionen Dollar!


      :hello



      LG Siamak
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