Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2017

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    • Richard Wagner: Tristan und Isolde

      Tristan - Ludwig Suthaus
      Isolde - Kirsten Flagstad
      Brangäne - Blanche Thebom
      König Marke - Josef Greindl
      Kurwenal - Dietrich Fischer-Dieskau
      Melot - Edgar Evans
      Ein junger Seemann/Ein Hirt - Rudolf Schock
      Ein Steuermann - Rhoderick Davies

      Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden
      Philharmonia Orchestra, Wilhelm Furtwängler

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)

    • Gustav Mahler; Das Lied von der Erde (arr. Glen Cortese für Stimmen und 20 Instrumente)
      Marianne Beate Kielland, Andrew Stapels, Musica Seaculorum, Philipp von Steinaecker
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Auch wenn es so aussehen mag - Ich bin nicht auf den Hörvergleichstrip zurückgefallen. Es ist nur so, dass ich das Lied gerade sehr gerne und häufig höre und die Gelegenheit nutze, viele verschiedene Interpretationen kennen zu lernen. Das Werk ist -namentlich in der Kammerfassung- weit entfernt vom Lärm der Sinfonien. Auch wenn Mahler es als sein persönlichstes Werk bezeichnete, hat es kaum etwas von seiner sonst wenig genießbaren subjektiven Bekenntnismusik. Der Text schafft hier die nötige Distanz. Und einen Protagonisten, der die Textzeilen skandiert: Wenn nur ein Traum das Leben ist, Warum denn Müh' und Plag!? Ich trinke, bis ich nicht mehr kann, Den ganzen, lieben Tag! - den muss man einfach gern haben.
      :beer


      Gustav Mahler; Das Lied von der Erde (arr. Schönberg/Riehn)
      Emma Curtis, Brennen Guillory, Orchestra of the Swan, Kenneth Woods
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Cetay schrieb:



      RETURN - Kompositionen von Daniel Rohde, Adam Cuthbért und Matthew Finch
      Grand Valley State University New Music Ensemble

      Das GVSU Ensemble hat mit seiner Interpretation von Steve Reichs Music for 18 Musicians einen Bestseller gelandet und hat eine alles überragende Realisierung von Terry Rileys In C vorgelegt (3-Sätze-Besprechung -> hier). Nun haben drei aus der Gruppe hervorgegangene Komponisten selbst Beiträge verfasst und durch den elektro-akustischen Klangwolf gedreht. So geht Minimal Music im 21. Jahrhundert.
      Eigentlich hatte ich vor, einen überschwänglichen Beitrag über die Schönberg/Riehn-Kammerfassung von Mahlers Lied von der Erde und deren Tauglichkeit als Mahler-Phobie-Heilmittel zu verfassen, aber der reichlich genossene Single Malt blockiert die Finger (bzw. das steuernde Hirn), satt sie zu lockern. Deswegen goutiere ich jetzt nochmal diese Scheibe, die bei aller kompositorischer Raffinesse ebenso gut als reines Ambient-Album zum weg-driften taugt. Echte Mehrzweck-Musik also.
      :times10
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

    • Fritz Brun; Sinfonie Nr. 5 Es-Dur
      Moscow Symphony Orchestra, Adriano

      Vergleicht man die Covergestaltung mit der aus dem vorletzten Beitrag, braucht man nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie die restlichen CDs der mittlerweile vollständigen Einspielung der 10 Sinfonien von Fritz Brun aussehen. Zu verdanken haben wir diese Bereicherung des Hörrepertoires dem nachnamenlosen Adriano, den man gar nicht oft genug zitieren kann: Music history should be revised to show that it is not just the story of the so-called great composers, and that it should not be neatly classified into traditions and categories. Much more good music has been written than certain musicologists and critics would care to admit. Mit dieser Ent-Deckung legt er mal wieder einen eindrucksvollen Beweis dafür vor. Ich brauche nicht viel Phantasie, um für mich festzustellen, dass die Nummern 5 und 6 die stärksten und damit von mir für einen ersten Einstieg empfohlen sind.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Cetay schrieb:


      Johannes Kalitzke; Bericht über den Tod des Musikers Jack Tiergarten
      Szenische Moritat für zwei Schauspieler, Sopran, Bariton und Kammerorchester
      Werner Eggenhofer, Till Krabbe, Brigitte Jäger, Espen Fegran,
      Ensemble musikFabrik (NRW), Johannes Kalitzke

      Der Handlungsstrang von einem Stück, das den Tod eines Musikers thematisiert, aber weniger die konkrete, historische Person Jack Teagarden meint, sondern den im positiven Sinne verrückten, buchstäblich bis zum letzten Atemzug nur seiner Musik und seinen Band-Mitstreitern verpflichteten Posaunisten paradigmatisch nimmt für die Selbstausbeutung der Künstler und speziell der Rockmusiker unserer Tage und natürlich auch die Ausbeutung der Künstler durch Manager und Fans gleichermaßen einschließt (Pitt Herrmann), liegt mir deutlich näher als klassischer Opernstoff und dass der oben zitierte Rezensent meint, von der problematischen, ohne Umschweife gesagt: ätzenden Musik, die dadurch nicht erträglicher wird, daß der Komponist höchstselbst den Takt vorgibt, läßt sich nicht absehen, verstehe ich beinahe schon als Hörpflicht. Und es hat sich gelohnt, dieser Pflicht nachzukommen.
      An dieser Stelle ist mal wieder ein Dank an miclibs fällig, der diese "ätzende" Musik in mein Blickfeld gepostet hat. :hello
      Das ist einfach nur über-verschärft und hat sich bei mir zu einem echten Dauerbrenner entwickelt. Zugegebenermaßen ist das hochgradig geeignet, den Konservativisten, die lebende Komponisten pauschal ablehnen, richtig Futter zu geben: atonal, dissonant, geräuschhaft ohne auch nur einen Funken von Anbiederung an Plüschklassik gewohnte Ohren. Klar, wenn das daneben geht, dann wird es wirklich ätzend. Aber wenn es wie hier gelingt, dann wird es richtig packend, dann entsteht in der kompromisslosen Verwirklichung einer künstlerischen Vision etwas wirklich Großes - dann wirkt daneben jedes lauwarmes Neo-, Post- und Poly-Zeitgenossentum, das letztlich doch nur faulig nach Publikum geifert, ätzender als alles andere. Kein Risiko, kein Spaß.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Cetay schrieb:

      Zu verdanken haben wir diese Bereicherung des Hörrepertoires dem nachnamenlosen Adriano, [...]
      Der Familienname ist Baumann - war ihm vielleicht zu langweilig, drum halt nur der Vorname.


      Cetay schrieb:

      Vergleicht man die Covergestaltung mit der aus dem vorletzten Beitrag, braucht man nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie die restlichen CDs der mittlerweile vollständigen Einspielung der 10 Sinfonien von Fritz Brun aussehen.

      Mit Ausnahme der Dritten, d-Moll. Sie kam kurioserweise auf dem Label Sterling heraus, alle übrigen auf Guild. Vermutlich auch der Grund dafür, dass Guild sich nicht dazu entschliessen konnte, eine Box mit "Brun, Sinfonien 1, 2, 4, 5, 6, 7, 8, 9 & 10" herauszugeben.
    • Jeremias schrieb:

      EinTon schrieb:

      Eben gerade im Kopfhörer: Tschaikowskis 1. Klavierkonzert in einer stark gekürzten kammermusikalischen Version:

      facebook.com/riegler.anne/vide…958548363416/?pnref=story
      Woher um alles in der Welt kennst Du denn Anne Riegler? Oder kennen wir beide uns auch? Zumindest kenne ich sie persönlich, wir haben im Oktober noch zusammen ein Konzert gespielt :)
      lieber Jeremias, willkommen zurück!
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
    • Jeremias schrieb:

      Woher um alles in der Welt kennst Du denn Anne Riegler? Oder kennen wir beide uns auch? Zumindest kenne ich sie persönlich, wir haben im Oktober noch zusammen ein Konzert gespielt :)

      Ich kenne sie über Capriccio, ihre vor nicht allzulanger Zeit erschienene CD wurde von dem Forumsverein finanziell gefördert:

      capriccio-kulturforum.de/index…e-maurice-ravel/&pageNo=1



      Ich selber habe die CD (handsigniert!) dann bei einem von Anne veranstalteten Facebook-Gewinnspiel gewonnen. ^^
      zwischen weißem rauschen und nichtton

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    • Neu

      Georg Friedrich Händel: Cembalosuiten

      Lisa Smirnova

      Wer hat diese CD eigentlich einst empfohlen, vor etlichen Jahren, ich meine hier in diesem Forum (als es noch anders aussah)?
      Ich höre die grade wieder, zum x-ten Mal, und da dachte ich, ich google mal, ob es das Forum noch gibt. Und sieh an, es gibt sogar ganz viele alte Bekannte :) Ich grüße euch!


      "Es gibt keine falsche Note, solange du nicht die nächste gehört hast." Miles Davis
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