Die jungen Pianisten - Wer ist "Top" wer ist "Flop"

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    • Die jungen Pianisten - Wer ist "Top" wer ist "Flop"

      Hallo Forianer,

      insgesamt bin ich der Ansicht, daß wie uns auch in unserer Zeit, über eine vielzahl junger hochmusikalischer Instrumentalisten erfreuen können.

      So ist es sicherlich auch bei den Pianisten, so daß wir uns in unseren Betrachtungen und bei der Auswahl unserer Aufnahmen nicht nur mit einem fernen Blick in die Vergangenheit begnügen müssen.

      In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Die jungen Pianisten - Wer ist "Top" wer ist "Flop"

      Hallo Forianer,

      insgesamt bin ich der Ansicht, daß wie uns auch in unserer Zeit, über eine vielzahl junger hochmusikalischer Instrumentalisten erfreuen können.

      So ist es sicherlich auch bei den Pianisten, so daß wir uns in unseren Betrachtungen und bei der Auswahl unserer Aufnahmen nicht nur mit einem fernen Blick in die Vergangenheit begnügen müssen.

      In diesem Thread soll der Vorstellung und der Diskussion der Pianisten der jüngeren Generation dienen. Wobei ich als jung einmal ein ab 1970 geboren bezeichnen würde. Etwas "Toleranz" kann man ja "zur Not" geben :D
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      Administrator: Das Klassikforum
    • hallo Sergejewitsch,

      ich habe einen jungen pianisten jahrgang 1971 im thread 'unbekannte tastengenies' vorgestellt, steven osborne !

      aber aus aktuellem anlass würde ich den 1969 geborenen boris berezovsky anführen. er studierte in moskau, wurde 1987 vierter beim brüsseler königin-elisabeth-wettbewerb und sieger (erster platz) beim tschaikowsky-wettbewerb in moskau 1990. ich erlebte ihn live vor wenigen jahren in mülheim a.d.r.. er spielte prokofievs 7.sonate und alle 12 etudes d'execution transc. von liszt. physisch beeindruckend. aber er hatte insgesamt wohl keinen guten abend. die ausführungen waren zu lieblos und unmotiviert.

      herausragend finde ich folgende platten:

      rachmaninov - chopin-variationen, 1. sonate (teldec)
      rachmaninov - konzerte nr.2 u. 3 (mirare)
      chopin/godowsky - etüden/transkriptionen (auswahl) (warner)



      bereszovsky fasziniert durch seine klanglich ausgerichtete fast meditative art des spiels. obwohl das spiel durchweg transparent gehalten ist, klingt die interpretation sehr warm. er versetzt sich gerne und für den hörer nachvollziehbar in einen ekstatischen zustand. seine manuellen fähigkeiten sind top.

      im sommer wird er in essen auftreten. er spielt dann beethovens diabelli-variationen !

      gruß, siamak :engel
    • hallo Sergejewitsch,

      ich habe einen jungen pianisten jahrgang 1971 im thread 'unbekannte tastengenies' vorgestellt, steven osborne !

      aber aus aktuellem anlass würde ich den 1969 geborenen boris berezovsky anführen. er studierte in moskau, wurde 1987 vierter beim brüsseler königin-elisabeth-wettbewerb und sieger (erster platz) beim tschaikowsky-wettbewerb in moskau 1990. ich erlebte ihn live vor wenigen jahren in mülheim a.d.r.. er spielte prokofievs 7.sonate und alle 12 etudes d'execution transc. von liszt. physisch beeindruckend. aber er hatte insgesamt wohl keinen guten abend. die ausführungen waren zu lieblos und unmotiviert.

      herausragend finde ich folgende platten:

      rachmaninov - chopin-variationen, 1. sonate (teldec)
      rachmaninov - konzerte nr.2 u. 3 (mirare)
      chopin/godowsky - etüden/transkriptionen (auswahl) (warner)



      bereszovsky fasziniert durch seine klanglich ausgerichtete fast meditative art des spiels. obwohl das spiel durchweg transparent gehalten ist, klingt die interpretation sehr warm. er versetzt sich gerne und für den hörer nachvollziehbar in einen ekstatischen zustand. seine manuellen fähigkeiten sind top.

      im sommer wird er in essen auftreten. er spielt dann beethovens diabelli-variationen !

      gruß, siamak :engel
    • Mein junger Pianist, den ich hier erwähnen möchte, ist eine Pianistin:



      Hélène Grimaud ist sicherlich eine in der letzten Zeit ziemlich hochgespuschte Künstlerin (den Marketingabteilungen der DG sei Dank), ich habe ihren Werdegang jedoch schon seit ihren ersten Platten mitverfolgt. Wer damals ihre mit 15 Jahren aufgenommene Rachmaninoff-Platte (Sonate Nr. 2, Études tableaux) aufmerksam anhörte, der konnte bereits das Talent ahnen, was in diesem schlanken Persönchen schlummerte.

      Sie hat in den Jahren bis heute eine Reihe von kammermusikalischen und konzertanten Werken eingespielt und dabei viele namhafte Plattenfirmen kennengelernt. Zuletzt erschienen einige Aufnahmen, die ihre zunehmende musikalische Reife dokumentieren. Unter anderem sind dabei auch einige Aufnahmen, die sie bereits in früheren Jahren eingespielt hat, u. a. die 2. Rachmaninoff-Sonate sowie das nun deutlich souveräner und ausdrucksstärker dargebrachte Schumann-Klavierkonzert.

      Aber auch einige Raritäten des Klavierrepertoires hat sie auf höchst interessante Art und Weise eingespielt: das 3. Bartokkonzert, das Credo von Pärt oder die Chorfantasie von Beethoven.

      Kürzlich hätte ich fast ein Konzert von ihr im Baden-Badener Festspielhaus besucht. Unglücklicherweise ist die Pianisten kurz zuvor erkrankt.

      Gruß,

      Markus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Markus ()

    • Hallo Markus. Grimaud kenne ich auch schon etwa 16 Jahre. Und habe auch einige ihrer DENON Aufnahmen. Noch in der Originalausgabe.
      So Ravel, Brahms, Rachmaninow mit Lopez-Cobos.
      Da ich von Klavierinterpretationen nichts verstehe, kann ich logischerweise auch nichts negatives oder positives daran finden. Sie gefallen mir einfach!
      Gruss.
      Rolf.
    • @Markus, Rolf,

      die mittlerweile bei Brilliant erschienen frühen Aufnahmen von H. Grimaud besitze ich auch und die Aufnahme des 2. Rachmaninov Klavierkonzerts unter Ashkenazy.

      Seit der enttäuschenden Erfahrung mit dem Rachmaninov-Konzert habe ich mich weitestgehend gar nicht mit ihr beschftigt. Dazu hat u.A. die gnadenlose Vermarktung durch die DG beigetragen.

      Werde mir aber insb. die 2. Rachmaninov Sonate aus ihren frühen Jahren nocheinmal anhören.
      _____

      Administrator: Das Klassikforum
    • Yevgeny Sudbin

      Y. Sudbin

      1980 geboren in St. Petersburg
      1987 Aufnahme an der Musikschule am Konservatorium seiner Heimatstadt
      1990 Wechsel nach Berlin
      Seit 1997 lebt er in London

      Im Jahr 2004 hat Y. Sudbin bei BIS, das bekannt ist für ein sehr gutes Gespühr für gute junge Musiker (u.A. Gringolts), seine erste, von vielen sehr beachtete Aufnahme mit Scarlatti Sonaten vorgelet!
      Diese Aufnahme höre ich immer wieder gerne (trotz starker Komkurenz bei mir im Regal!)



      Einfach wunderbar wie Sudbin mit seinem warmen, gefühlvollen Spiel z.B. die Schönheit der Sonate K87 präsentiert.
      Sehr positiv aus meiner Sicht auch die Tatsache, daß er im booklet der CD die Sonaten Scarlattis selber beschreibt. Dies sprich aus meiner Sicht klar für seine bewußte Auseinandersetzung.

      Im Herbst 2005 veröffentlichte er sein zweites Album. Ohne vorher zu wissen welches Werk er einspielen würde war ich schon "heiss" auf seine Aufnahem. Als es dann noch Werke Rachmaninovs (u.A: 2. Klaviersonate) enthielt war ich natürlich "überglücklich"



      Auch diese Aufnahme finde ich beachtlich und so wundert es nicht, daß der junge Pianist mittlerweile eien gute Resonanz erntet. U.A. für sein Wigmore Hall Auftritt am 11.02.2005, wobei man berücksichtigem muß, daß in London die besten Pianisten des Planeten regelmäßig da auftreten und man nicht ohneweiteres dort spielen DARF!
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      Administrator: Das Klassikforum
    • @Alle,

      wer einmal verstehen will was Siamak bzgl. Berezovsky meint sollte mal auf
      in seinem browser folgendes eingeben:

      video.google.com

      dann in dem Feld neben search video den Namen Berezovsky.

      Zur Belohnung kann man sich dann 6 min. ansehen und anhören wie er eins der schwierigsten Werke der Klavierliteratur spielt :down :down
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      Administrator: Das Klassikforum
    • Original von Rachmaninov
      Original von josquin
      Frage, ist Michael Endres noch jung, mit Mitte 40?

      Er ist ein wunderbarer Mozart und Schubertinterpret, und quasi poissonverteilt, ein Deutscher :engel


      du kennst dich mit statistik aus aber kannst nicht das rechnen ? :haha

      1970 + 40 = 2010
      2010 - 2006 = + 4

      => NÖ


      Ach, dann ist er ja noch jünger, bzw jung :D

      Er gehört dazu! Mit 36 ist man defintiv jung :D
      Mit knapp über 40 auch, Cosima =):engel

      Gruß
      Norbert
    • Original von josquin
      Mit knapp über 40 auch, Cosima =):engel


      :thanks

      Ah, einer fiel mir eben noch ein: Nikolai Lugansky, geboren 1972.

      Es gibt diese famose Aufnahme mit den Etudes-tableaux:



      Für mich einer der Top-Kandidaten. Oder wie steht es um seine anderen Aufnahmen? Ich suche übrigens immer noch nach einer Aufnahme des Op. 33 Nr. 5 als Alternative. Nicht einmal Richter spielt diese Etüde so kraftvoll und gleichzeitig so elegant wie Lugansky. Liebt Ihr die auch so sehr wie ich?

      Gruß, Cosima
    • Original von Rachmaninov
      Vladimir Ovchinnikov :times10


      Ich habe gerade reingehört in die Aufnahme; das geht ja recht unproblematisch bei einem Stück, das eh nur knapp dreieinhalb Minuten lang ist. Aber ich meine nicht, dass Ovchinnikov das besser macht als Lugansky. Da werde ich wohl weiter suchen müssen, aber danke für den Tipp.

      Gruß, Cosima
    • Jetzt von mir auch eine Vorstellung einer jungen Pianistin - Naida Cole:

      Die Kanadierin Naida Cole (Homepage und Booklet schweigen sich über ihr Alter aus :wink) schloß die Meitserklasse mit dem Ersteklasse Diplom im Alter von 13 Jahren ab.

      Sie gewann unter anderen den Montral Piano Competition, Hamamatsu International Piano Competition und den Van Clibrun international Piano Competition.

      Soweit mir bekannt ist sie derzeit Yamaha exklusiv Künstlerin. Herrlicher Klavierklang, insb. bei der französischen Klaviermusik erfreut das Ohr des Zuhörers ..........

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      Administrator: Das Klassikforum