Opernperlen - Momente, die ich einfach liebe

    • palestrina schrieb:

      die Schwarzkopf hat überhaupt keine Natürlichkeit in ihrem Singen, das klingt viel zu geziert, und z.T.auch überheblich
      Lieber Palestrina, da eben beginnt die Geschmacksfrage. Für mich bedeutete die Schwarzkopf nie nur rein gekünsteltes Singen, sondern eben die Fähigkeit, mit ihrem Gesang von einer reinen realitätsbezogenen Darstellung zu abstrahieren und gleichzeitig hoch emotional zu sein. Im 'künstlichen' Ansatz und in seiner Darbietung kippt es sozusagen um und wird zu einem ergreifenden Gefühl.

      palestrina schrieb:

      Ein hartes Urteil von mir, fürwahr aber ich kann leider damit garnicht anfangen, sorry lieber Falstaff, aber so für dich als Schwarzkopf Fan ein Muss, das verstehe ich natürlich
      Nicht alles, was die Schwarzkopf gemacht hat, ist für mich ein Muss. Aber dieser Querschnitt mit Sicherheit.

      palestrina schrieb:

      Ich frage mich in diesem Zusammenhang, warum hat die Schwarzkopf keine Gesammtaufnahme gemacht?, wahrscheinlich weil sie wusste dass sie gegen die Della Casa nicht ankommt .
      Das musste sie 1954 sicherlich nicht befürchten, da die GA der della Casa erst vier Jahr später entstand und somit keine Konkurrenz auf LP vorlag.

      LG Falstaff
    • Falstaff schrieb:

      Lieber Palestrina, da eben beginnt die Geschmacksfrage. Für mich bedeutete die Schwarzkopf nie nur rein gekünsteltes Singen, sondern eben die Fähigkeit, mit ihrem Gesang von einer reinen realitätsbezogenen Darstellung zu abstrahieren und gleichzeitig hoch emotional zu sein. Im 'künstlichen' Ansatz und in seiner Darbietung kippt es sozusagen um und wird zu einem ergreifenden Gefühl
      .
      Ich pers. kann das leider überhaupt! nicht nachvollziehen, (hoch emotional, zu einem ergreifenden Gefühl ) , vergleich doch mal die Della Casa mit der Schwarzkopf in der Arabella!

      Falstaff schrieb:

      Nicht alles, was die Schwarzkopf gemacht hat, ist für mich ein Muss. Aber dieser Querschnitt mit Sicherheit
      .
      Diese deine Meinung lieber Falstaff, lasse ich für dich gerne gelten! ;)

      Falstaff
      Das musste sie 1954 sicherlich nicht befürchten, da die GA der della Casa erst vier Jahr später entstand und somit keine Konkurrenz auf LP vorlag.

      Also... der Ø mit der Schwarzkopf entstand Sept./Okt. 1954, die GA Solti Mai/Juni 1957, also 3 Jahre später
      aber die Della Casa hat schon im Januar 1953 und April 1954 Szenen eingespielt, also davor!!
      Und die Della Casa hatte schon 3 Inszenierungen hinter sich (Zürich, Wien u.München) und zudem im Sept.1953 in London beim Gastspiel der Bayerischen Staatsoper einen riesigen Erfolg, das konnte doch der Schwarzkopf alles nicht entgangen sein?!

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • palestrina schrieb:

      Ich pers. kann das leider überhaupt! nicht nachvollziehen, (hoch emotional, zu einem ergreifenden Gefühl ) , vergleich doch mal die Della Casa mit der Schwarzkopf in der Arabella!
      Jeder, wie er es empfindet, lieber Palestrina. Aber wir stimmen sicherlich da überein, dass die Schwarzkopf einen anderen Ansatz hatte als die della Casa. Und so sehr, wie ich sie liebe, empfinde ich den der Schwarzkopf interessanter.

      palestrina schrieb:

      aber die Della Casa hat schon im Januar 1953 und April 1954 Szenen eingespielt, also davor!!
      Szenen eben! Mit einer GA hätten Schwarzkopf/Legge sicherlich zunächst keine Konkurrenz gehabt, v.a. da Mitschnitte von irgendwelchen della Casa-Aufführungen ja nicht vorlagen. Es muss also andere Gründe gehabt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass Legge keinen ausreichenden Markt für eine Arabella-GA sah. Oder vielleicht hatten beide das Gefühl, dass die musikalische Qualität der gesamten Oper nicht ausreichen würde.

      LG Falstaff
    • Immer wenn es live zum Ende des III. Aktes kam, fing ich innerlich an zu zittern und dachte: Nun lass bloß nicht das Terzett in die Hosen gehen. :) So richtig passierte es dann zum Glück auch nie.

      Aber die für mich perfekte Ausführung habe ich noch nicht gefunden. Hier zum Beispiel sind es z.B. die scharfen Töne, die Stich-Randall ganz zum Schluss hinzufügt.



      :hello Falstaff
    • Benutzer online 1

      1 Besucher