Operaufnahmen - kurz vorgestellt

    • Falstaff schrieb:

      Lieber Palestrina, was Sotin angeht, muss ich dir schon recht geben. Das ist nicht ideal, was die Verkörperung der Rolle angeht. dagegen finde ich Evans durchaus passend und Alva hat bei mir sowieso immer einen gut. :) Aber unabhängig davon, finde ich, macht er seine Sache wirklich gut. Aber das geht schon in den Bereich der Geschmackssache. Ich kann durchaus verstehen, dass die Stimme nicht jedem zusagt.

      LG Falstaff
      Lieber Falstaff, bei Gesangsstimmen ist das leider oft eine Frage des Geschmacks, aber so ist das ja auch gut, wir haben ja oft eine gewisse Auswahl an Einspielungen, und manchmal sogar die Qual der Wahl!

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Vor vielen Jahren habe ich Così fan tutti mit Klemperer kennengelernt und fand die Aufnahme damals lahm, zäh und spannungsarm, nicht wegen der Sänger, sondern wegen des Dirigats. Bevor ich alternativen kennenlernte, glaubte ich sogar, die Così sei mit Abstand die schwächste der drei Da Ponte-Mozart-opern

      Heute kenne und schätze ich die Aufnahmen mit Gardiner und Jacobs, die zeigen, was in diesem großartigen Werk drinsteckt!

      :hello
      Es grüßt Gurnemanz

      --
      Sprechen heißt: in Tautologien verfallen.
      Jorge Luis Borges
    • Gurnemanz schrieb:

      Vor vielen Jahren habe ich Così fan tutti mit Klemperer kennengelernt und fand die Aufnahme damals lahm, zäh und spannungsarm, nicht wegen der Sänger, sondern wegen des Dirigats. Bevor ich alternativen kennenlernte, glaubte ich sogar, die Così sei mit Abstand die schwächste der drei Da Ponte-Mozart-opern
      Lieber Gurnemanz, als Einstieg in die Così ist die Klemperer-Aufnahme wohl wirklich nicht geeignet. Aber im Vergleich offenbart sie dann doch einige Qualitäten - und Überraschungen und zeigt in manchen Bereichen, dass auch das in der Così steckt. Und mit Sicherheit ist sie sehr eigen. :D

      LG Falstaff
    • Massenets Version der Manon Lescaut.



      Pierre Monteux dirigiert eine durch und durch französische Version mit einer reizenden, koketten, fein singenden de los Angeles und einem sehr empfindsamen Henri Legay, der allerdings in seiner zweiten Arie, wenn es denn gilt, ein wenig dramatischer zu singen, leicht unter Druck gerät. Dagegen ist sein 'Reve' ein wirklicher Traum.

      Insgesamt bin ich aber wirklich hin und weg von dieser Aufnahme, die mir den unglaublich reichhaltigen Zauber dieser Partitur erst wirklich offenbart hat.

      :hello Falstaff
    • Heute gehört:



      Zunächst ist es einmal eine hochinteressante, weil stilistisch sehr vielfältige Oper, die hier von Pretre wunderbar farbig und mitreißend dirigiert wird. Mit Vickers und Gorr hatte ich im ersten Moment Schwierigkeiten, aber spätestens im 2. Akt packte mich die Intensität ihrer Darbietung und dann auch die Schönheit ihres Gesangs.

      Ich habe das Werk bislang nur ein einziges Mal konzertant live erlebt. Domingo, Borodina, Lafont. Pretre sollte dirigieren, wurde dann aber krankheitsbedingt durch Pinchas Steinberg ersetzt. Und ich muss sagen, dass diese Aufnahme in keiner Weise dem Live-Erlebnis überlegen ist. Beide insgesamt auf wirklich hohem Niveau, mitreißend, packend und v.a. den stilistischen Anforderungen gerecht werdend.

      :hello Falstaff
    • Falstaff schrieb:

      Heute gehört:



      Zunächst ist es einmal eine hochinteressante, weil stilistisch sehr vielfältige Oper, die hier von Pretre wunderbar farbig und mitreißend dirigiert wird. Mit Vickers und Gorr hatte ich im ersten Moment Schwierigkeiten, aber spätestens im 2. Akt packte mich die Intensität ihrer Darbietung und dann auch die Schönheit ihres Gesangs.
      Lieber Falstaff, diese Aufnahme habe ich erst vor kurzem gekauft und kann dir nur zustimmen. Ich besitze noch die ebenfalls sehr gelungene Aufnahme unter Patanè mit James King und Christa Ludwig. Beide Aufnahmen nehmen sich eigentlich nicht viel, wegen der sehr intensiven Interpretation des 2. Aktes würde ich aber zurzeit der Prêtre-Aufnahme den Vorzug geben. Etwas seltsam finde ich allerdings, Abimélech und den Hebräer mit dem selben Sänger zu besetzen. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt.

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Neu

      Ich habe auch ein paar Aufnahmen dieser Oper, aber das ist auch so ein Werk das mir irgendwie fremd bleibt, oder sollte ich das mehr hören !?, so geschehen heute in dieser Live Aufführung aus Bregenz, nicht selbst gekauft, kam aus anderer Quelle ;) ...

      Liberalen Brenzlig 1988

      Wiener Symphoniker Sylvain Cambreling

      Gesungen wird auf gutem Niveau, was ich so beurteilen kann, am Anfang gefiel mir Cossutta nicht so richtig aber er steigerte sich beachtlich, und die Lipovsek hat eine sehr schöne Stimme die auch gut zum tragen kommt aber .....das bleibt so in sich stecken ohne größere Wirkung :whistling: , ich muss dann mal in den nächsten Tagen die Aufnahme mit Gorr und Vickers hören, das hier war auch nicht das Richtige um mich für dieses Stück zu begeistern! Na ja, vielleicht komme ich ja auch noch hinter das Geheimnis dieses Bibel Thrillers!

      LG palestrina
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      Oolong
    • Neu

      Naja, zugegeben: Manche Stellen, vor allem im 1. Akt ziehen sich etwas, aber ab Dalilas erstem Auftritt reiht sich ein großartiger Moment an den anderen. Ihre drei Arien könnte ich in Dauerschleife hören. :whistling:

      Am besten konzentrierst du dich auf die Verführungsszene im 2. Akt:



      Wenn da der Funke nicht überspringt, weiß ich auch nicht. :wink

      Gruß Amonasro :hello
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      palestrina schrieb:

      aber das ist auch so ein Werk das mir irgendwie fremd bleibt, oder sollte ich das mehr hören !?,
      Lieber Palestrina, das gibt es halt. Manchmal hilft mehrmaliges Hören, manchmal eine ganz besondere Aufnahme/Aufführung, manchmal bringt auch gar nichts etwas. Mich persönlich hat dies Werk gleich angesprochen. Gerade die stilistische Vielfältigkeit, allgemein die Tonsprache, das große Duett und natürlich auch die drei Arien.

      Amonasro schrieb:

      Ihre drei Arien könnte ich in Dauerschleife hören.
      Da bin ich dabei. ;)

      LG Falstaff
    • Neu

      Falstaff schrieb:

      palestrina schrieb:

      Hallo Amonasro, wer singt denn hier bei YouTube, denn bei mir steht .....Server hat die Verbindung geschlossen. Es wurden keine Daten gesendet .....!
      Lieber Palestrina, ich antworte schon einmal. Das ist aus der Aufnahme mit Vickers und Gorr unter Pretre.
      LG Falstaff
      Na ja, dann kann ich das ja auch aus der Gesammtaufnahme hören! Danke! :)

      Die Arien kenn ich ja auch gut aus div.Sänger Recitals, vor allem das „ Mon cœur " ist wunderschön!

      LG palestrina
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      Oolong
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      Falstaff schrieb:

      Lieber Amonasro, ich bin ja immer sehr an Aufnahmen französischer Opern interessiert, die noch ganz dem klassischen französischen Gesangsstil verpflichtet sind. Kennst du diese hier und kannst etwas dazu sagen?



      LG Falstaff
      Nein, diese Aufnahme habe ich nicht. Ich hatte aber neulich bei Youtube reingehört und sie klingt durchaus interessant. Die Dalila hat eine schlankere, hellere Stimme und klingt dadurch jugendlicher als Gorr oder Ludwig. Die Tonqualität scheint für das Alter auch gut zu sein. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Aufnahmen von vor 1950 habe ich bisher gar nicht. Bei den meisten schreckt mich die Tonqualität zu sehr ab.

      Gruß Amonasro :hello
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      Amonasro schrieb:

      Ich hatte aber neulich bei Youtube reingehört und sie klingt durchaus interessant.
      Lieber Amonasro, da habe ich nun auch einmal gemacht und teile deine Sicht, dass es wirklich interessant klingt. Eine ganz andere Herangehensweise an das Werk. Auch vom Tenor her. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass französische Opern im Laufe der Zeit vermehrt von immer stärkeren, kräftigeren Stimmen interpretiert wurden (z.B. Carmen) und das oftmals gar nicht im Sinne der Komponisten war. Ich denke, ich werde mir diese Aufnahme in Gänze mal zu Gemüte führen.

      LG Falstaff
    • Neu

      Nach dem Lucia Post von Falstaff mit der Sutherland, habe ich dann heute Lucia gehört vorallem diese ...
      ...und noch ein paar andere ... ;)

      AD 1959

      ..ich falle mal mit der Tür ins Haus, hier finden ich di Stefano (der ja nicht so ganz zu meinen Tenorlieblingen gehört ) ganz wunderbar ja sogar super gut, ich will ja nicht gleich übertreiben, ich meine sogar besser als auf der Callas Aufnahme, und die Scotto ist eine fast perfekte Lucia, lediglich noch nicht so ganz im Ausdruck, und Bastianini mit seinem wunderschön samtenen Bariton, ein hinterlistiger Enrico.
      Warum hat man damals nie Turmszene aufgenommen, ich werde es niemals begreifen, wie schön wäre es hier mit di Stefano und Bastianini, ja da kann man nur :I !
      Auch hier gibt es (es ist eine Studioaufnahme) viele Ausgaben, mir hatte man damals diese empfohlen, die auch ziemlich gut ist.

      LG palestrina
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