Opernaufnahmen - kurz vorgestellt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Falstaff schrieb:

      Lieber Palestrina, leider öffnen sich bei mir deine Abbildungen nicht, aber ich weiß ja, welche Aufnahmen du meinst. Die Heger-Aufnahme ist ganz vorzüglich. Heger selber war ja auch ein alter Hase, was u.a. dieses Repertoire angeht.

      Meine liebste Aufnahme hingegen ist diese, wenn auch nur als Querschnitt vorhanden. (Welch ein Jammer!)



      Hier ist natürlich wieder der Bass vorhanden, aber sie hat für mich den großen Vorteil des Tenors. Wunderlich hatte einfach diesen unglaublichen Charme in der Stimme, singt so wunderbar natürlich und voller Witz. Überhaupt ist dies für mich eine wunderbar humorvolle Einspielung. Da hallten alle wunderbar mit. Aber halt nur ein Torso.

      LG Falstaff
      Hallo Falstaff, müsste jetzt gehen .......der Klobučar Ø ist sicherlich wegen Wunderlich ein Muss, aber es ist leider nur Ø, (wie dankbar wäre man für eine GA)und dann noch Frick, für ihn gilt das gleiche wie oben gesagt :D . Bin gerade beim hören, Wunderlich ist eben ein natürlicher Graf Derby, wogegen Gedda mehr den Grafen herauskehrt. ;) Ich mag halt beide!

      LG palestrina

      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong


    • Obwohl deutsche Spieloper, ist "Martha" ein internationaler Renner (was zu denken geben sollte - vielleicht ist die Einengung auf "deutsch" bei diesem Werk nur teilweise gerechtfertigt).

      Diese Aufnahme ist wegen der Damen - Victoria de los Angeles und Rosalind Elias - zu empfehlen, bei den Herren muß man einige Abstriche machen.



      Unter den deutschsprachigen Einspielungen ist diese alte Rundfunkaufnahme eine der besten.





      Diese italienisch gesungene Aufnahme bildet für mich mit der Wunderlichschen die absolute Spitze. Da merkt man erst, was in dieser Musik steckt! Und Tagliavini ist ein sensationeller Lyonel!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Waldi ()

    • Ambroise Thomas „ La Cour de Célimène " Opéra-Comique in zwei Akten
      Libretto von Joseph-Bernard Rosier

      AD Juli 2007

      Laura Claycomb, La Comtesse
      Joan Rodgers, La Baronne ihre Schwester
      Alastair Miles, Le Commandeur de Beaupré, Verehrer der Comtesse
      Sébastian Droy, Le Chevalier de Mérac, dito
      Nicole Tibbels, Bretonne der Contessa ihre Freundin
      Philharmonia Orchestra, Geoffrey Mitchell Choir, Andrew Litton

      Rezension im Rondo Magazin

      Die Ouvertüre führt uns in eine vergangene Zeit und beschreibt uns den Schauplatz wo die Oper stattfindet, nämlich ein Schloss in Paris um 1750.
      Eine Opéra-Comique mit gesprochenen Dialogen um eine Gräfin mit ihren unzähligen Verehrern mit denen sie aber nur spielt, um sich an den Männern zu rächen, weil ihr verstorbener Mann sie mit seinen Liebschaften unendlich quälte.Zum Schluss entscheidet wahrscheinlich die Vernunft denn man erfährt nicht so ganz weni sie nimmt, aber man kann sich schon denken das sie den Commandeur nimmt, denn er lässt ihr die gewissen Freiheiten!
      Besonders reizend ist ein Duett im ersten Akt mit ihrer Schwester Der Baronin, die Krönung ist allerdings die Arie der Gräfin im zweiten Akt mit einem brillianten vokalen Feuerwerk. L.Claycomb macht das gut, ich hätte mir allerdings so was wie die Gruberova gewünscht. Es gibt auch wunderbare Terzette und Ensembles.

      Das Orchester ist brillant, na ja man hat auch keine Vergleich, es ist die einzige Aufnahme.

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von palestrina ()

    • Jetzt gab es meine 2te Lieblingsoper von Verdi neben der Traviata, „ Simon Boccanegra " .....
      >Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leides", heißt es im auch von Kennern besonders geschätzten Simon Boccanegra. <
      .....und zwar in meiner liebsten Version ....
      AD Live Tokyo 2.1990

      ....mit Renato Bruson als Simone und einem düsteren Fiesco in Person von Roberto Scandiuzzi sowie die wunderbare Mariana Nicolesco als Maria/Amelia und Giuseppe Sabbatini als ein draufgängerischer Gabriele.
      Aber ich mag auch Jose van Dam sehr, den ich Live einige male gehört habe, sowie Grundheber!

      Falstaff bevorzugt ja eine andere Aufnahme, wenn ich mich recht erinnere!

      Hier gibt es auch einen Thread im Forum!

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • palestrina schrieb:

      Hallo Falstaff, müsste jetzt gehen .......der Klobučar Ø ist sicherlich wegen Wunderlich ein Muss, aber es ist leider nur Ø, (wie dankbar wäre man für eine GA)und dann noch Frick, für ihn gilt das gleiche wie oben gesagt . Bin gerade beim hören, Wunderlich ist eben ein natürlicher Graf Derby, wogegen Gedda mehr den Grafen herauskehrt. Ich mag halt beide!
      Lieber Palestrina, manchmal ist die (Platten-) Welt einfach gemein. :D Was wünscht man sich doch für Aufnahmen, die leider nie zustande gekommen sind. Aber mit Sicherheit ist Gedda für eine GA die erste Wahl. Mit Ausnahme von Peter Anders. Genauso wie Operette muss man die Spieloper ernst nehmen (auch wenn man mit Witz singt) und diese natürliche Naivität haben vielleicht heutzutage immer weniger Sänger. Ich habe oftmals das Gefühl, hier steht einer unbefangenen Herangehensweise das viele 'Hinterfragen' im Wege. Und so gibt es kaum noch eine lebendige Tradition in beiden Bereichen und so klingt es dann auch. Anders, Wunderlich oder Gedda hatten da halt noch das 'Glück der frühen Geburt'. :D

      Tagliavini ist mit Sicherheit eine interessante Alternative, weil es halt Tagliavini ist und er alleine den tenoralen Gassenhauer mit Sicherheit ganz anders und äußerst faszinierend singen wird.

      LG Falstaff
    • palestrina schrieb:

      Falstaff bevorzugt ja eine andere Aufnahme, wenn ich mich recht erinnere!
      Stimmt. :)

      Allerdings kann ich zu der oben genannten Aufnahme nichts sagen, da ich sie nicht kenne. Nur habe ich die Nicolesco mal live gehört (nicht im 'Simone') und war nicht so angetan von ihr. Aber verbuchen wir es unter 'schlechter Abend'. ;)

      Grundheber kenne ich übrigens auch als Simone und er war da wirklich großartig.

      LG Falstaff


    • Gehört habe ich erst den I. Akt, Turandot selber ist also noch nicht aufgetreten. Von daher kann ich über die Ricciarelli nichts sagen.

      Auffallend ist zunächst einmal das wirklich unglaubliche Dirigat von HvK. Selten habe ich die 'Turandot' so sanft, so orchestral aufgefächert, so eingebettet in Strömungen damaliger Moderne gehört. Aber relativ schnell merkte ich aber, dass HvK die Musik eigentlich nur zelebriert. Das ist orchestral fantastisch, aber es lebt nicht, hat keine Dramatik, keinen Theatergeruch. Da wird ein unglaublicher Schönklang ausgebreitet, auch ein fantastsicher Klangteppich den Sängern dargeboten, aber das menschliche Drama als solches bleibt auf der Strecke.

      Und die Sänger, im I. Akt eben speziell Domingo, Hendricks und Raimondi kommen eigentlich dagegen nicht an. Domingo vielleicht noch am ehesten. Das ist alles wunderschön gesungen, aber so richtig berühren tut es mich nicht.

      :hello Falstaff
    • Heute habe ich den II. Akt der Karajan'schen 'Turandot' gehört und leider bestätigt sich mein Verdacht hinsichtlich der Ricciarelli als Turandot.

      HvK bereitet ihr wirklich einen Klangteppich. Niemals wird sie zugedeckt oder muss aufgrund des Orchesters an ihre Grenzen gehen. Aber, sie hätte es nicht singen sollen. Auch wenn sie alle Töne hat, irgendwie (!), so merkt man doch sofort, dass diese 'Killerpartie' ihren eigentlichen Rossini-Sopran völlig überfordert. Und auch wenn sie die Rolle, natürlich in Absprache mit dem Dirigenten, sehr schlank anlegt, muss sie doch einfach an manchen Stellen Farbe bekennen. Und da geht es in die Hose. Zudem ist die Interpretation der Turandot als quasi depressiv auf Dauer auch nicht sehr überzeugend.

      :hello Falstaff
    • Jürgen schrieb:

      Mich berührt bei dieser Aufnahme das "Signore, ascolta" der Liu (Hendricks), das habe ich noch nie differenzierter gehört.
      Lieber Jürgen, das ist in der Tat sehr schön gesungen. Aber für mich mit Betonung auf 'gesungen'. Denn berühren tut es mich weniger, was für mein Empfinden nicht der Sängerin, aber dem Dirigenten anzulasten ist. Aber da kommen wir natürlich in Bereiche, die sehr subjektiv sind.

      Ich habe Live-Aufnahmen mit ihr gehört (mit anderen Dirigenten), in denen sie ähnlich differenziert sang, aber mich ganz anders berührte. Ohne Zweifel gehörte sie damals zu den besten Vertreterinnen in dieser Rolle. Aber, wie gesagt, das ist alles subjektiv.

      Unabhängig davon, wenn man bei einer 'Turandot'-Einspielung zunächst (und ja durchaus mit recht) die Liù hervorhebt, stimmt etwas an der ganzen Aufnahme nicht. ;)

      LG Falstaff
    • Falstaff schrieb:

      Unabhängig davon, wenn man bei einer 'Turandot'-Einspielung zunächst (und ja durchaus mit recht) die Liù hervorhebt, stimmt etwas an der ganzen Aufnahme nicht. ;)
      Nun, zum einen liegt das an der Handlung. Liu ist mir die nahezu einzige sympathische Rolle dieser Oper.
      Die Protagonisten gehen ja über Leichen.

      Zum anderen bin ich bekennender Hendricks Fan (die Sängerin), leider kenne ich keine andere Liu-Aufnahme von ihr.

      Dein Statement hat sicherlich einen wahren Kern, obgleich ich nicht so weit gehen möchte, zu behaupten, dass mit ihr etwas nicht stimme.
      Für mich ist sie immert noch unter den Top 10. Es gibt halt bloß Bessere, insbesondere was die Protagonisten angeht.

      Grüße
      Jürgen
    • Jürgen schrieb:

      Nun, zum einen liegt das an der Handlung. Liu ist mir die nahezu einzige sympathische Rolle dieser Oper.
      Lieber Jürgen, das ist sicherlich richtig. Trotzdem würde man bei einer 'Turandot'-Aufnahme doch eigentlich eher zunächst ein Statement über Turandot, Kalaf oder den Dirigenten erwarten. Aber ich gebe dir ja recht, die Hendricks ist in dieser Aufnahme, jedenfalls für mein Empfinden, noch das beste.

      Jürgen schrieb:

      Dein Statement hat sicherlich einen wahren Kern, obgleich ich nicht so weit gehen möchte, zu behaupten, dass mit ihr etwas nicht stimme.
      Mit der Hendricks stimmt eigentlich alles, so weit es sie angeht. Ich höre bei ihrem Gesang nur halt sehr stark den sie dominierenden Dirigenten heraus. Und HvK, der sie eben in sein vorgefasstes Konzept einband, hat ihr damit sicherlich keinen Gefallen getan. So wie ich es weiß, konnte sie es besser. Oder sagen wir, noch besser.

      Die Live-Aufnahmen, von denen ich sprach, sind allerdings nie offiziell veröffentlicht worden. ;)

      LG Falstaff


    • Das ist schon ein ganz schöner Schinken, wenn man sich das Libretto durchliest. Liebe, Freundschaft, Verrat, Vergebung, Opferung usw. Das ganze Repertoire und dabei angesiedelt in einem exotischen Umfeld, wie die französische Oper es zu der Zeit liebte (Roi de Lahore, Lakmè, Reine de Saba usw.).

      Die Perlenfischer sind eine frühe Oper des 25-jährigen Bizet, 1863 uraufgeführt. Die Partitur ist nicht mehr erhalten, so dass alle Aufnahmen auf den Klavierauszug zurückgehen.

      Und trotzdem hat die Oper ihre Vorzüge. V.a. natürlich das berühmte Duett und dann jeweils die Arien für die drei Hauptrollen. Aber auch die Chorszenen und die Ensembles machen Eindruck. Wenn es gut gemacht wird! Ich befürchte, dass ist eine der Opern, die auch ganz schnell in Richtung Kitsch abdriften können.

      Das wird hier zum Glück vermieden. Durchweg französisch besetzt, wird auch ebenso gesungen. Die Micheau mit ihrem durchaus herben Sopran glänzt, ebenso wie der im französischen Fach eigentlich immer glänzende Gedda und auch Ernest Blanc gestaltet und singt seine Partie sehr angemessen. Vielleicht könnte das ganze Werk ein wenig bezwingender dirigiert werden (nachdem die musikalischen Highlights 'durch sind', fehlt ein wenig der Schwung), aber die exzellenten Stimmen entschädigen hier allzumal.

      :hello Falstaff

    • Gérard Hourbette; Amargeddon - Operétte pour robots (Akt 1 & 4)
      Rachel Gourfink (Stimme), Francis Fournier (Stimme), Art Zoyd (vierköpfiges Elektronik-Ensemble), Ensemble Musique Nouvelles

      Die Operétte pour robots (Premiere 2004, Lille) ist eine Gemeinschaftsproduktion des Komponisten-Musiker-Kollektivs Art Zoyd aus Frankreich. Der erste und der vierte Akt (die beiden anderen wurden nicht für die CD-Produktion verwendet) stammen aus der Feder von Gérard Hourbette, der auch das Libretto auf Basis des apokryphen Buch Henoch der Bibel verfasst hat. Die Geschichte spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit von der Erde verschwunden ist. Ein Zitat von arte.tv (der Link ist mittlerweile kaputt): Jahrtausende nach Ende der Menschheit besingen synthetisch stammelnde Roboter große Mythen: den Krieg der Gallier, die "Operation Wüstensturm", und "Armageddon", benannt nach der letzten apokalyptischen Schlacht. Musiker als letzte Statisten vergangener Zivilisationen. Doch alles in dieser "Operette" ist schwarzer Humor: Das Stück parodiert zum einen die Technologie als unsere Ersatzreligion - aber auch das Ritual unseres lyrischen Theaters, bei dem das Publikum ja auch die gesungenen Botschaften nicht versteht.

      Wie setzt man eine Handlung mit Robotern um? Indem man diese eigens für die Inszenierung entwickelt und einen fähigen Computerfachmann die Stimmen synthetisch programmieren lässt - lediglich eine Szene enthält gesampelte menschliche Stimmen. Von einer Beurteilung der Gesangsleistung muss man in diesem Fall absehen. Und die Musik? Wie immer bei Art Zoyd ist das einzige, dem man sich sicher sein kann, dass man sich nie sicher sein kann. Jede neue Produktion ist eine Wundertüte. Ich habe die Franzosen früher schon mal porträtiert und kopiere das dem Prinzip der maximalen Faulheit folgend einfach hierher: Art Zyod gehörten zu den Mitbegründern der Rock-in-Opposition Bewegung, die sich gegen die von den Plattenfirmen diktierten Kompositions- und Produktionsschemata richtete und kompromisslose, fordernde Rockmusik zum Zuhören schaffen wollte. Dazu bediente man sich unter anderem der Stilmittel der klassischen Avantgarde und der freien Jazz-Improvisation. Einige der von Art Zoyd hervorgebrachten Resultate gehören zum Aufregendsten, das die Musikgeschichte hervorgebracht hat. In den besten Werken entwickelt die in ihrem völlig eigenen Klanguniversum existierende Musik eine geradezu hypnotische Sogkraft. Das Ensemble hat sich in seiner 40-jährigen Geschichte immer weiter von den Wurzeln entfernt. Das Rock-Instrumentarium wich nach und nach reinen Kammermusik- und Jazzbesetzungen, diese wiederum wurden mehr und mehr von elektronischen Klangerzeugern und Samplern verdrängt und heute kann man das Ensemble in die Schublade Neue elektro-akustische Kammermusik stecken. Egal aus welcher Phase, diese Klanginstallationen wirken immer unglaublich intensiv, bisweilen beklemmend - ein Markenzeichen von Art Zoyd. Dass ein Komponisten-Ensemble-Kollektiv, das seinen Stil und Klang so stark verändert hat, wie es Art Zoyd über vier Jahrzehnte getan haben, immer sofort identifizierbar ist, ist wohl einmalig.

      Mal was anderes und wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, aber es lohnt sich. :thumbup:
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cetay ()



    • Ich muss gestehen, ich werde nicht so richtig warm mit der Aufnahme und das liegt v.a. an Giulini. Das ist fein dirigiert, nicht einfach nur Begleitung, sondern wirkliche Gestaltung und dabei wunderbar Details der Partitur hörbar gemacht. Aber es ist mir schlichtweg zu langsam. Da fehlt es mir immer wieder an Dramatik, auch am Theatersinn.

      Domingo ist an sich ein großartiger Carlo. Herrliche Phrasen bildend, ausdrucksstark, sehr leidenschaftlich. Aber die doch angestrengte Höhe, die doch auch ein Ausdruck jugendlicher Emphase sein soll, drückt schon auf die Stimmung beim Hören.

      Milnes war live für mich der beste Posa, den ich je gehört habe. Aber das war live und im Überschwang seiner Interpretation übersah/überhörte man doch Einiges. So fallen im Studio seine ständigen Vokalverfärbungen in der Höhe doch recht unangenehm auf.

      Auch Raimondi habe ich häufig in der Partie live erlebt und neben Ghiaurov war er für der Philipp. Das ist er hier noch nicht so richtig. Vielleicht kam die Aufnahme noch zu früh für ihn.

      Traumhaft die Caballé. Welch eine runde, schöne Stimme, was für Phrasen kann sie (in dem Fall durchaus Dank Giulini) spinnen und wie füllt sie sie.

      Und auch die Verrett ist eine ganz vorzügliche Eboli. Auch sie mit einer sauber geführten Stimme, fern ab vom Dämonischen ihrer Lady, vielmehr liebende und verzweifelte Frau. Eine Eboli, die v.a. zunächst einmal schön gesungen wird, was sehr einfach und schlicht klingt, es aber gar nicht ist. Und aus dieser Schönheit erwächst dann die Bedrohung. Großartig!

      :hello Falstaff
    • Benutzer online 1

      1 Besucher