Maurice Ravel - Klavierkonzert G-Dur

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    • Maurice Ravel - Klavierkonzert G-Dur

      Ravel komponierte sein Klavierkonzert in G-Dur während seines USA-Aufenthaltes zwischen 1929 und 1931. Uraufgeführt wurde es dann 1932 durch Ravel am Pult und Marguerite Long als Pianistin.

      Das dreisätzige Werk zeigt nach dem berühmten 'Peitschenknall' von Beginn an im 1. Satz seine Beziehung und seine Beeinflussung durch den Jazz. Ganz im Gegensatz dazu steht der ruhige, sehr durch klassische europäische Musik geprägte 2. Satz. Im 3. Satz kehrt Ravel dann wieder zu der Atmosphäre, der Aufgeregtheit des 1. Satzes zurück. Da ist dann wieder ganz viel Gershwin, ganz viel damalige USA enthalten.

      Eine meiner liebsten Aufnahmen ist die mit Samson Francois und André Cluytens aus dem Jahr 1959. Nicht nur, dass ich das unglaublich farbenreiche Spiel von Francois so sehr liebe, beide bieten hier eine wirklich überzeugende Mischung französischer Klangkultur und amerikanischem Jazz.



      :hello Falstaff
    • Eine Alternative zu Samson Francois ist für mich immer Monique Haas:



      Eine ein wenig seltsame, aber unglaublich faszinierende Mischung für mich. Einerseits schneller, hektischer, andererseits gibt es immer wieder diese Zurücknahmen, dieses Innehalten bei der Haas, die ein kurzes Entrücktsein zeigen, schon im 1. Satz. Aber beide, Francois wie auch Haas hatten ein unglaubliches Gespür für Ravel, so dass ich keine der beiden Aufnahmen missen möchte.

      :hello Falstaff
    • Da nenne ich eine Aufnahme, die leider nach meinem Empfinden, zumindest hierzulande, nie die rechte Würdigung erhalten hat. Ich habe die CD vor ein paar Tagen bereits im Zusammenhang mit dem Gershwin-Klavierkonzert in F vorgestellt:

      Sie enthält außerdem noch Ravels D-dur-Konzert für die linke Hand. Philippe Entremont war ein großartiger französischer Pianist, der allerdings später sich hauptsächlich aufs Dirigieren verlegt hat.

      Und dann gehört unbedingt noch die Aufnahme aller Aufnahmen hierher:



      Arturo Benedetti Michelangeli mit dem Philharmonia Orchestra London, Dirigent: Ettore Gracis (Aufnahme: März 1957, Stereo).

      Für viele Musikfreunde gilt sie (was beide Konzerte betrifft) als das Nonplusultra aller Einspielungen. Das Spiel des exzentrischen Pianisten ist wirklich atemberaubend. Das soll aber keineswegs eine Abwertung der vorgenannten Interpretationen sein. Jeder mag da seine besonderen Vorlieben haben.