Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

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  • Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

    Ich bin wohl der erste, dessen Silvester-Kater soweit überwunden ist, dass Musik keine Kopfschmerzen mehr bereitet. Es sollte allerdings nichts allzu heftiges sein:


    Johann Sebastian Bach; Goldberg-Variationen, BWV 988
    Pierre Hantai (Cembalo, AD: 1993)
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


  • R. Strauss: Violinsonate Es - Dur Op. 13
    Itzhak Perlman & Emmanuel Ax

    Perlman sagte vor wenigen Jahren einmal, er sei kein besserer Geiger geworden, seit er 20 war, aber ein besserer Musiker. Fantastische Aufnahme!!!
    "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
  • EinTon schrieb:

    Mein dritter Poppe:

    "Speicher" und "Salz" haben mir aber beide besser gefallen (möglicherweise liegen mir bei Poppe eher die kleineren Besetzungen)
    Das geht mir bei Neutönern fast immer so und bei allen anderen eigentlich auch. Gib einem Komponisten ein großes Orchester und er wird Krach damit machen...
    Speicher ist eine großartige Komposition, aber noch mehr beeindruckt mich Interzone, trotz der größeren Besetzung.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Ich verkoste gerade das dunkelste Bier, das mir je vor die Augen und in die Kehle gekommen ist:

    Noctus 100 "Schwarzes Geheimnis", Irish Ale, 10,0%(!); Riegle BierManufaktur, Augsburg

    Das ist wirklich so opak wie Obsidian, was durch die Bezeichnung 100 (tiefschwarze Dunkeleinheiten) angedeutet werden soll. Faszinierend! Schmecken tuts nach Bitterschokolade und Kaffee. Muss man mögen...

    Als Soundtrack:



    Ludwig van Beethoven; Tripelkonzert C-Dur, op. 56

    Eliane Rodrigues (Klavier), Chingiz Osman (Violine), Luc Tooten (Violoncello), St. Petersburger Staatsorchester, Walter Proost
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Cetay schrieb:


    Wolfgang Amadeus Mozart; Violinkonzerte
    Frank Peter Zimmermann, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Jörg Faerber

    Vor und nach Zimmermanns Jugendstreich sind viele Aufnahmen dieser Konzerte entstanden (unter anderem von Zimmermann selbst): Virtuosere, reifere, individuellere, spritzigere, klangschönere, gewichtigere, die neuesten Forschungsergebnisse berücksichtigende, mit Referenzen ausgezeichnete, besser zwischen Solist und Orchester verzahnte, tiefer geistig durchdrungene, klügere Auseinandersetzung mit dem Notentext zeigende, sich dem Originalklang annähernde...
    Nach kurzer Begeisterung verschwinden die im Regal (oder aus dem Speicher beim Ström-Dienst) - Zimmermann I bleibt. Das nenne ich eine Aufnahme für die Ewigkeit.



    Eben wieder aufgelegt (K. 211 & 218) und ich kann nicht anders, als mich nach einem dreiviertel Jahr nochmals zu wiederholen. Im Zeitalter der täglichen Erinnerungen sollte das drin sein.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Die Verkostung geht in die nächste Runde:

    Noctus 20 "Dunkle Versuchung", Starkbier, kaltgereift, 7,5%; Riegle BierManufaktur, Augsburg.

    Dazu eine weitere Aufnahme für die Ewigkeit im Selbstzitat:

    Cetay schrieb:


    Johann Sebastian Bach; Musikalisches Opfer, BWV 1079
    Ensemble Sonnerie, Monica Huggett
    Monica Huggett (Violine), Sarah Cunningham (Viola da Gamba), Gary Cooper (Cembalo), Wilbert Hazelzet (Flöte),
    Paul Goodwin (Oboe, Oboe d'amore, Oboe da caccia), Pavlo Beznosiuk (Violine, Viola, Tenor Viola), Frances Eustace (Fagott)

    Diese Aufnahme ist die weitaus klangfarbenreichste unter allen mir bekannten - die vielfältige Instrumentierung gibt einen Fingerzeig. Bach hat für die meisten der 16 kontrapunktischen Sätze die Instrumentierung offen gelassen und diese Freiheit hat das Ensemble sehr kreativ genutzt, selbstredend mit Originalinstrumenten. Beim 6-stimmigen Ricercar ist es zwar nicht ganz gesichert, aber es gibt doch Indizien dafür, dass es für Cembalo allein gedacht war. Die Sonneries wollten es sich dennoch nicht nehmen lassen, gerade den Sechser besonders bunt zu präsentieren. Daher bieten sie uns beide Realisierungen zur Auswahl.
    Das Musikalische Opfer als Ganzes ist und bleibt wie die Kunst der Fuge ein verdammt sperriges und schwer zugängliches Werk. Diese Aufnahme ermöglicht mit ihren zahlreichen reizvollen Klangkombinationen einen erleichterten Eintritt und macht das auch ohne kanonisches Rätselraten zu einer echten Hörfreude.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Bourbon Barrel Bock, fassgereifter Bockbier-Cuvée, 6,6%; Welde Braumanufaktur, Plankstadt-Schwetzingen

    Begleiter für die Ohren:


    Franz Schubert; Sinfonien 2 & 5
    Sinfonieorchester Antwerpen, Phillipe Herreweghe
    • Sinfonie Nr. 2 B-Dur, D. 125
    • Sinfonie Nr. 5 B-Dur, D. 485
    Aufs erste Gehör sehr erfreulich. Das wäre ein gutes Gespann für Haydns Londoner Sinfonien.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

  • Luigi Boccherini; 3 Quintette für Gitarre & Streichquartett
    Pedro Ibañes, Danuta Glowacka-Pitet, Haïk Davtian, Ghislaine Rouits, Emmanuelle Cohen
    • Quintett Nr. 7 e-Moll, G. 451
    • Quintett Nr. 6 G-Dur, G. 450
    • Quintett Nr. 4 D-Dur, G, 448
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

  • Ludwig van Beethoven; Violinkonzert D-Dur, op. 61 (Kadenzen: Alfred Schnittke)
    Gidon Kremer, Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner

    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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  • Richard Wagner: Siegfried

    Siegfried - Jess Thomas
    Mime - Gerhard Stolze
    Der Wanderer - Thomas Stewart
    Alberich - Zoltán Kelemen
    Fafner - Karl Ridderbusch
    Erda - Oralia Domínguez
    Brünnhilde - Helga Dernesch
    Stimme des Waldvogels - Catherine Gayer

    Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

    Im 2. und 3. Akt gefällt mir Jess Thomas besser als im 1. Akt. Die restliche Besetzung ist tadellos, besonders gelungen ist die Erda-Szene.

    Allen ein frohes neues Jahr 2018!

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


  • Giacomo Meyerbeer/Eugène Scribe/Émile Deschamps: Les Huguenots

    Margherite de Valois - Ghylaine Raphanel
    Valentine - Françoise Pollet
    Urbain - Danielle Borst
    Le Comte de Saint-Bris - Boris Martinovich
    Raoul de Nangis - Richard Leech
    Marcel - Nicola Ghiuselev
    Le Comte de Nevers - Gilles Cachemaille
    Tavannes - Jean-Luc Maurette
    Cossé - Christian Jean
    Thoré - Marc Barrard
    De Retz - Antoine Garcin
    Méru - Hervé Martin
    Maurevert - Christian Boulay
    Bois-Rosé - Chritian Jean
    Un Valet/Une Dame d'honneur - Andrée Didier

    Chœurs de l'Opéra de Montpellier
    Orchestre philharmonique de Montpellier, Cyril Diederich

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)

  • Claus-Steffen Mahnkopf; Pynchon Cycle
    • The Tristero System für 4 Piccolo, 3 Posaunen, 2 Bassklarinetten, 2 Klaviere & 2 Percussion
      - Ensemble SurPlus, James Avery
    • The Couriers Tragedy für Violoncello solo
      - Franklin Cox
    • W.A.S.T.E. für Oboe & Live-Elektronik
      - Peter Veale, Experimentalstudio des SWR (Klangregie: Joachim Haas & Claus-Steffen Mahnkopf)
    • D.E.A.T.H für 8-Spur Tonband
      - Experimentalstudio des SWR
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Raymond Murray Schafer (*18. Juli 1933 in Sarnia/Ontario)


    Kanadischer Komponist & Klangforscher.
    Er prägte den Begriff Soundscapes. Damit sind Klanglandschaften, Klanghüllen gemeint, die jedes Wesen abhängig von seinem Standort umgeben. Sein Credo besteht u. a. darin, dass der Mensch sich wandeln solle von demjenigen, der Soundscapes ausgesetzt ist zu demjenigen, der sie mit schöpferischer Kraft umgestaltet, sie verschönert & von Lärm befreit. Dabei beruft er sich bspw. auf John Cages Aussage: "Musik sind Klänge. Klänge, die uns umgeben. Seien sie innerhalb oder ausserhalb von Konzertsälen" (aus dem Vorwort zu "The Soundscape").

    Auf YouTube gibt es einige kurzweilige Interviews mit Schafer. Sie vermitteln eine Idee der Richtungen, in die er denkt & von seiner Klangphiliosophie.

    Kennt ihr das? Euch fehlt von Ravel meinetwegen noch die Originalversion von "Ma mère l'oye". Die CD, auf der ihr das Stück findet, "beglückt" euch nebenbei noch mit dem 15. "Boléro" oder der 8. "La Valse", die dann mit im Regal stehen. Will sagen: ein Nischenstück allein - das erscheint vielen Produzenten marktstrategisch als nicht vertretbar. Es muss also ein Superhit mit drauf (böse gesagt: den Mob und die Neues-Suchenden zufriedenstellen).

    So ist es auch hier:


    The Orford String Quartet spielt
    Mozart: Dissonanzenquartett
    Schubert: Quartettsatz
    Schafer: Streichquartett
    (LP, Concert Hall, stereo, ca. 1975)

    Zugegeben: Mozart & Schubert werden hier exzellent dargeboten, die vier spielen aufmerksam, mit Attacke, auf der Stuhlkante (das Coverfoto täuscht...).
    Doch ohne den neugierig machenden, unbekannten Komponistennamen hätte ich sie sicher links liegen lassen.

    Der Klappentext trifft es ganz gut:
    Das Quartett beginnt mit einer äusserst angespannten Atmosphäre, als ob vier aneinandergekettete Personen sich vergeblich zu befreien suchten. Die Anstrengungen der Instrumente, sich frei zu machen, erscheinen alle aussichtslos, bis schliesslich der ersten Geige ein Solo-Gesang in völliger Freiheit gelingt, den die anderen Instrumente ruhig beantworten. Ein Ostinato-Rhythmus im Pizzicato wird hörbar, dessen Bedeutung bald zunimmt & sich mit einer teils von einem, teils von mehreren Instrumenten gleichzeitig übernommenen Melodie abwechselt; darauf folgt eine lange Unisono-Passage. Das Werk endet mit einer Reihe von lebhaften Wiederholungen der wichtigsten strukturellen Elemente, welche jedesmal durch einen Schlageffekt ausgelöst werden "als ob ein Photoapparat Aufnahmen macht: am Ende nimmt man weiterhin Geräusche des Auslösers wahr, obwohl der Film bereits zu Ende ist". (Murray Schafer)

    Je näher dem Schlussabschnitt, diesem "Photoshooting", desto spannender das Stück. Die Musiker traktieren ihre Instrumente col legno battuto (das klingt tatsächlich wie ein Blitzgerät), schlagen auf die Corpi, kratzen die Saiten mit den Fingernägeln usw. Das Ganze ist einsätzig & dauert weniger als 15min.

    Da sich der Text über die Numerierung & über etwaige Schwesterwerke ausschweigt, nehme ich an, dass es sich um das erste Quartett Schafers von 1970 handelt.
    Jedenfalls ist meine Neugier geweckt:

    Kennt jemand diese Aufnahmen? Ich liebäugle heftig...





    Liäbi Grüess us Bärn,
    Sfantu

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  • Interessant...


    R. Murray Schafer; 3 Solos
    Bradyworks
    • Music for the Morning of the World für Sopran solo und 4-Kanal Tonband
    • Le cri de Merlin für elektrisch verstärkte Gitarre und Tonband
    • DeLuxe Suite für Klavier
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
  • Ein Wochenende ohne Arbeit, Termine, Besuch oder andere Verpflichtungen steht an... :leb



    Ludwig van Beethoven; Streichquartett Nr. 12 Es-Dur, op. 127
    Fine Arts Quartett
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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