Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

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  • zwar aus einer anderen Box, trotzdem diese Aufnahme von Op. 81:




    ich finde das nach wie vor unglaublich gut. Die spielen so fantastisch farbig und schaffen zu jeder Zeit die richtige Stimmung. Das ist einfach völlig durchdrungen.
    "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)
  • Hallo Wolfgang,

    ich freue mich gerade sehr über deine Rückmeldung. (alterstechnisch bewege ich mich zwischen der 40 und der 50 ;) )

    Das "Alborado del gracioso" habe ich wenig konzentriert vorhin kurz durch gehört, aber ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Danke fürs drauf aufmerksam machen.
    Werde mit Muße noch genauer hinhören.

    Im Versuch einer Antwort bin ich gerade immer mehr "verästelt", ist vielleicht aber ein gutes Stichwort, weil ich aus einer extremen Fülle komme, Reize mich viel überfluten, Emotionen sehr stark sind und "weniger ist mehr" ein gutes Motto für mich ist. Das merke ich auch beim mich durch youtube momentan treiben lassen: Einfachheit (Satie), Kühle, Beruhigung, Zentrierendes, Solo-Interpretationen ("die Moldau" / Harfe / Valérie Milot) / zum Ozean dann aber auch die "barque" (schön, dass du das auch hörst ...) -
    Im Prinzip würde ich gerne vom: in der Fülle ertrinken / mich verlieren hin zu: ich bin gut geerdet / zentriert und öffne mich von da aus. Die "umschmeichelnden" Stücke helfen bei diesem Prozess.

    Nächste Woche habe ich vor zu einem Konzert mit einigen Schumann-Werken zu gehen. Ansonsten bin ich ein bisschen planlos gerade, ob der Fülle oder diesem unermesslichen Feld, wie du sagst, aber das ist okay. Darf sein.
    MIr geht es auch weniger um Leistung momentan, eher um: womit gehe ich in Resonanz und warum vielleicht und wie reagiere ich auf Stücke, was sind Schwerpunkte, usw. - viel beobachten und möglichst wertfreier Zugang.
    Es ist gerade auch ein Stück wie mich in die Musik fallen lassen und getragen werden. Sehr schön und ein Gefühl, was ich brauche.

    Einen schönen Abend wünscht
    tapeesa
    Es ist nicht schwer, zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer,
    die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.
    Johannes Brahms

    Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()



  • Nocturne in B Flat Minor, Op. 9 No. 1: "A Madame Camille Pleyel"
    Nocturne in E Flat Major, Op. 9 No. 2: "A Madame Camille Pleyel"
    Nocturne in B Major, Op. 2 No. 3: "A Madame Camille Pleyel"
    Nocturne in F Major, Op. 15 No. 1: "A Monsieur F. Hiller"
    Nocturne in F Sharp Major, Op. 15 No. 2: "A Monsieur F. Hiller"
    Nocturne in G Minor, Op. 15 No. 3: "A Monsieur F. Hiller"
    Nocturne in C Sharp Minor, Op. 27 No. 1: "A la Comtesse d'Appony"
    Nocturne in D Flat Major, Op. 27 No. 2: "A la Comtesse d'Appony"
    Nocturne in B Major, Op. 32 No. 1: "A la Baronne de Billing"
    Nocturne in A Flat Major, Op. 32 No. 2: "A la Baronne de Billing"

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    Nach Mussorgskys "Night on bald mountain". Barbers "Agnus Dei" (wow) und Grieg und einer Komposition eher düsterer Art, die ich vergessen habe,
    führe ich mir verschiedene Nocturnes nun zu Gemüte.
    Chopin kommt meiner Stimmung da gerade am Nächsten oder meine Stimmung kommt Chopin am Nächsten oder wie auch immer.

    Ist ein bisschen wie Wind und Wetter gerade - quer durch die Epochen, spricht mich dieses oder jenes an und Stunden später wieder gar nicht mehr so, dafür anderes, oft auch nur ein Stück von einem Komponisten.
    Meine Wiener Klassik und Händel - Aversion (viele Jahre eher zwangsverordnetes Kirchengemeinde-Flöten (längere Geschichte), was irgendwann zu einer generellen Klassik-Abwehr geführt hat) löst sich ein bisschen zumindest auf, wenn ich mehr von Außen drauf schaue.
    Es ist nicht schwer, zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer,
    die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.
    Johannes Brahms

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  • Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Rigoletto

    Il Duca di Mantova - Renato Cioni
    Rigoletto - Cornell MacNeil
    Gilda - Joan Sutherland
    Sparafucile - Cesare Siepi
    Maddalena - Stefania Malagù
    Giovanna - Anna di Stasio
    Matteo Borsa - Angelo Mercuriali
    Marullo - Giuseppe Morresi
    Il Conte di Ceprano - Giulio Corti
    La Contessa di Ceprano - Luisa Valle
    Il Conte di Monterone - Fernando Corena
    Un paggio della Duchessa - Maria Fiori

    Orchestra e coro dell'Accademia di Santa Cecilia Roma, Nino Sanzogno

    Eine vozügliche Aufnahme, nicht nur wegen der jugendlich-reinen Stimme Joan Sutherlands, die ideal zur naiven Gilda passt, und dem dramatisch packenden Rigoletto MacNeils, sondern auch wegen dem wenig bekannten Tenor Renato Cioni, der mit seiner hellen lyrischen Stimme hervorragend mit Sutherland harmoniert. Sein Duca klingt zwar eher wie ein leichtsinniger Jüngling, insgesamt finde ich die Aufnahme aber stimmig. Das unheimliche Duett von Sparafucile und Rigoletto zieht mir hier aber etwas zu unauffällig vorbei, das Cello scheint zu sehr im Hintergrund aufgenommen, Siepi bleibt auch etwas blass und so hinterlässt die Szene keinen so bleibenden Eindruck wie in anderen Aufnahmen (hier finde ich die Version mit Martti Talvela und Sherill Milnes unter Bonynge exemplarisch).

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Nicolas_Aine schrieb:

    Hi palestrina,

    ja, aber wenn ich mit dem Handy was einstelle, dann kann ich nie abschätzen, wie groß das wird :D ich werde mir in Zukunft Mühe geben!
    Man kann bei Bildern von Amazon die Größe auch exakt einstellen, indem man in der Bildadresse die Zahl hinter dem SX oder SL ändert. Ich nehme in der Regel 350. Genauer ist es hier erklärt: Bilder ändern vor dem Einfügen

    Bei mir geht es nun weiter mit:



    Heitor Villa-Lobos:

    Einleitung zu den Choros

    Zwei Choros (Bis)

    Choros Nr. 2, 3, 10, 12

    Fabio Zanon (Gitarre), Cláudia Cruz (Violine), Johannes Gramsch (Cello), u. a.
    Chor des São Paulo Symphony Orchestra
    São Paulo Symphony Orchestra, John Neschling

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Cetay schrieb:

    Der heutige Morgen stand ganz im Zeichen der New Yorker Schule. Der von Eberhard Blum herausgegebene Dreier-Pack mit den Großen Vier macht süchtig und gehört für mich zu den unverzichtbaren Aufnahmen. Die Anordnung der Stücke mit ständig wechselnden Instrumentierungen wirkt sehr durchdacht - die Serie ist ein überzeugendes Plädoyer für diesen Seitenstrang der Moderne. Und trotz dem durchweg experimentellen Charakter ist das auch gut zum nebenbei hören beim Samstagmorgenkaffee geeignet.
    :ignore


    The New York School 1-3; Werke von Brown, Cage, Feldman & Wolff
    Eberhard Blum
    Sonntagmorgens geht das natürlich auch. :D
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


  • Joseph Haydn; Streichquartette C-Dur, Es-Dur & G-Dur op. 9/1-3, Hob. III:19-21
    Aeolian String Quartet

    Klanglich ist das eines der absoluten Hochlichter meiner Sammlung. Ich habe einen Artikel gefunden, der versucht, dem warm-voluminösen, dabei verblüffend unmittelbaren Sound dieser Gesamteinspielung auf den Grund zu gehen. Die Theorie des Autors besagt, dass es an den damals verwendeten Vakuumröhren-Mikrophonen liegt, die wenig später aus der Mode kamen.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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  • :thumbsup: Ganz nach meinem Gusto:




    Mauricio Kagel; 2
    Michael Riessler (Saxophone, Klarinetten), Brigitte Sylvestre (Harfe), Geoffrey Wharton (Violine), Kristi Becker (Klavier), Theodor Ross (Gitarre), Mauricio Kagel (Glastrompete, Stimme)
    • Zwei Akte für Saxophone und Harfe
    • Rrrrrrr... 5 Jazzstücke für Klarinette, Violine & Klavier
    • Blue's Blue - Komödiantisches Musiktrugstück für Klarinette, Glastrompete, Gitarre, Violine und Grammophon
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


  • Giuseppe Verdi/Andrea Maffei: I masnadieri

    Massimiliano - Ruggero Raimondi
    Carlo - Carlo Bergonzi
    Francesco - Piero Cappuccilli
    Amalia - Montserrat Caballé
    Arminio - John Sandor
    Moser - Maurizio Mazzieri
    Rolla - William Elvin

    Ambrosian Singers
    New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli

    Verdis Vertonung von Schillers Räubern fällt neben dem fast gleichzeitig entstandenen Macbeth deutlich ab. Das Libretto bleibt zwar für Opernverhältnisse relativ nah an der Vorlage, die Oper besteht jedoch hauptsächlich aus Arien und die Hauptfiguren bleiben als Charaktere eher blass. Der vierte Akt hebt sich dann jedoch positiv ab. Francesco erhält in seiner Traumerzählung und im Duett mit Pfarrer Moser (erinnert von der Situation her ein bisschen an das Großinquisitor-Duett) doch noch ein gewisses Profil und auch das anschließende Vater-Sohn Duett (Carlo/Massimiliano) finde ich sehr berührend. Leider liegt mir nur das italienische Libretto vor und es bleibt für mich unklar, ob Franz überlebt oder stirbt (bei Schiller begeht er Selbstmord).

    Die vorliegende Aufnahme lässt keine Wünsche offen: Bergonzi, Caballé, Cappuccilli, Raimondi - was will man mehr?

    Gruß Amonasro :hello
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Und noch ein früher Verdi:



    Giuseppe Verdi/Salvadore Cammarano: Luisa Miller

    Luisa - Anna Moffo
    Rodolfo - Carlo Bergonzi
    Miller - Cornell MacNeil
    Il conte di Walter - Giorgio Tozzi
    Wurm - Ezio Flagello
    Federica - Shirley Verrett
    Laura - Gabriella Carturan
    Un contadino - Piero De Palma

    RCA Italiana Opera Chorus & Orchestra, Fausto Cleva

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


  • Johann Sebastian Bach; Die Kunst der Fuge, BWV 1080 (Arrangement für Kammerorchester v. Leonard Isaacs)
    Members of the Philomusica London, George Malcom

    Heute am frühen Morgen wollte ich diese sehr breite und getragene Version der KdF als Wiedereinschlafhilfe missbrauchen, aber die Faszination überwog - ganz abseits von Fragen nach der historischen Korrektheit von Instrumentierung, Tempi, Phrasierung und Artikulation. Ich bin froh, dass ich mir auf meine alten Tage solche Hörerlebnisse nicht mehr selbst durch ohnehin illusorische Werk- oder Texttreue-Dogmen verbauen muss.
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)