Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

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  • Gioachino Rossini/Luigi Romanelli: La pietra del paragone

    La Marchesa Carice - Agata Bienkowska
    La Baronessa Aspasia - Anna Rita Gemmabella
    Donna Fulvia - Anke Herrmann
    Il Conte Asdrubale - Raffaele Costantini
    Il Cavalier Giocondo - Alessandro Codeluppi
    Macrobio - Dariusz Machej
    Pacuvio - Gioacchino Zarrelli
    Fabrizio - Teru Yoshihara

    Czech Chamber Chorus, Czech Chamber Soloists, Brno
    Alessandro de Marchi (Dirigent & Cembalo)

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Amadé schrieb:



    Schöne, gefällige Musik für den Sonntagmorgen.
    Ein herrlicher Euphemismus für völlig belanglos. :thumbup:

    Hier läuft das Quintetto Boccherini, das in den 50ern mit der Veröffentlichung von einigen Strichquintetten auf der Basis von Originalmanuskripten maßgeblich zur Wiederentdeckung ihres Namespatrons beigetragen hat. Ich höre die preisgekrönte Hit-Sammlung von 1975, eingespielt mit der 2. Generation des Ensembles, nachdem die beiden Gründer schon verstorben waren. HIP ist das nicht, aber mit Gewicht und Tiefe, die dieser Musik sehr gut zu Gehör stehen. Man kann das trotzdem gut am Sonntagmorgen hören.

    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

  • Jules Massenet/Alfred Blau/Louis de Gramont: Esclarmonde

    Esclarmonde - Joan Sutherland
    Parséis - Huguette Tourangeau
    L'Empereur Phorcas - Clifford Grant
    Le Chevalier Roland - Giacomo Aragall
    L'Évêque de Blois - Louis Quilico
    Énéas - Ryland Davies
    Cléomer - Robert Lloyd
    Un Envoyé sarrasin - Ian Caley
    Un Héraut byzantin - Graham Clark

    Finchley Children's Music Group, John Alldis Choir
    National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


  • Gioachino Rossini/Angelo Anelli: L'Italiana in Algeri

    Mustafà - Lorenzo Regazzo
    Elvira - Ruth Gonzalez
    Zulma - Elsa Giannoulidou
    Haly - Giulio Mastrototaro
    Lindoro - Lawrence Brownlee
    Isabella - Marianna Pizzolato
    Taddeo - Bruno De Simone

    Gianni Fabbrini (Cembalo)
    Transsylvania State Philharmonic Choir, Cluj
    Virtuosi Brunensis, Alberto Zedda
    2008

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Nicht schlecht gestaunt habe ich als ich dies hier vergangene Woche im Radio hörte:

    youtube.com/watch?v=zE-hbJIC9V0

    Johann Wenzel Kalliwoda - Sinfonie Nr 1 f-moll op. 7 (1824): III. Satz, Menuetto. Allegro (ab Minute 17'00).
    Nach dem ersten Takt war klar: Schumanns Vierte, III. Satz. Dann ging es aber völlig ungewohnt weiter & ich war augenblicklich hellwach (nicht das Schlechteste im morgendlichen Berufsverkehr :) ). Ein Restzweifel an meinem Irrtum blieb: klang das vielleicht in der Erstfassung so? Die hab' ich nicht so selbstverständlich im Gedächtnis abgespeichert. Der Moderator sagte das Stück, wie sich's gehört, anschliessend ab & die Zweifel waren dahin. Ausserdem konnte ich kurz drauf nachprüfen, dass die Scherzi aus Schumann 4 in Erst-wie Zweitfassung - zumindest thematisch - identisch sind.



    Von Kalliwoda findet sich nichts in meiner Sammlung (soweit ich's überblicke). Von Vertrautheit mit diesem Komponisten kann also nicht die Rede sein.
    Kalliwoda (1801-66) prägte als Kapellmeister für annähernd 4 Jahrzehnte das Musikleben am fürstlich Fürstenbergischen Hof zu Donaueschingen. Zu Lebzeiten wurde er recht eifrig im deutschsprachigen Raum gespielt. Grove wie MGG berichten allerdings übereinstimmend von einer im Verlauf nachlassenden Erfindungskraft resp. Verflachung des Stils.

    Zurück zu Kalliwodas Erster:
    Das berühmteste Werk war seine 1. Symphonie, die nach den Erfolgen der Prager und Leipziger Aufführung (1826) in allen grösseren deutschen Städten und im Ausland fast drei Jahrzehnte lang immer wieder auf den Konzertprogrammen stand [...] ...entfaltete Kalliwoda fast vierzig Jahre hindurch ein reges künstlerisches Leben am Hofe. Aufführungen von Cherubinis Wasserträger, Mozarts Don Juan, Titus, Zauberflöte u. a. sowie Orchesterkonzerte mit Liszt, Schumann, Clara Wieck, Thalberg, Dreyschock u. a. als Solisten geben ein Bild von seiner Arbeit.
    Walter Kramolisch, MGG, 1. Ausgabe

    Es ist also mehr als nur wahrscheinlich, dass Schumann das Werk kannte. Kalliwodas Thema von 1824 zitiert er somit in der 1841er Erst- als auch in der 1851er Zweitfassung seiner Vierten.

    Im Barock galt es nicht im entferntesten als anrüchig, eigene Themen wieder zu verwenden oder fremde zu "klauen" - ja, es wurde vielmehr gar als Ehrenbezeugung für den Bestohlenen verstanden. War das in der Romantik auch noch der Fall?

    Fragen über Fragen...Tja - man lebt & lernt...

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  • Benjamin Britten: War Requiem

    Galina Wischnewskaja
    Peter Pears
    Dietrich Fischer-Dieskau

    The Bach Choir, London Symphony Orchestra Chorus, Highgate School Choir
    Simon Preston (Orgel)
    Melos Ensemble
    London Symphony Orchestra, Benjamin Britten

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


  • Giuseppe Verdi/Joseph Méry/Camille du Locle: Don Carlo

    Filippo II - Nicolai Ghiaurov
    Don Carlo - Carlo Bergonzi
    Rodrigo - Dietrich Fischer-Dieskau
    Il Grande Inquisitore - Martti Talvela
    Un frate - Tugomir Franc
    Elisabetta di Valois - Renata Tebaldi
    La Principessa Eboli - Grace Bumbry
    Tebaldo - Jeannette Sinclair
    Il Conte di Lerma - Kenneth MacDonald
    Un araldo reale - John Wakefield
    Una voce dal cielo - Joan Carlyle

    Orchestra and Chorus of the Royal Opera House, Covent Garden; Sir Georg Solti

    Tebaldi klingt hier schon sehr ältlich, ist aber eine dramatischere Gestalterin als sonst. Die übrige Besetzung ist spitze, wobei die düstere Großinquisitor-Szene mit Talvela und Ghiaurov besonders herausragt. Solti verfolgt einen dramatischeren Ansatz als Giulini. Vieles klingt rauer, ist an vielen Stellen aber auch packender.

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
  • Wachgerüttelt durch Cetays Sinfonien-Gerippe-Faden hörte ich dies hier seit langem endlich mal wieder. Anschliessend fragte ich mich: wie konnte ich meinen Ohren das so lange vorenthalten?!


    Adolphe Blanc (1828-85) - Septett E-dur op. 40 für Violine, Bratsche, Klarinette, Horn, Fagott, Violoncello & Kontrabass

    I Allegro
    II Andante
    III Scherzo. Tarantella (Allegro vivace)
    IV Finale. Introduktion: Andante maestoso. Allegro moderato

    Camerata Luzern

    (LP, Armida, 1978)

    In den mir greifbaren einschlägigen Quellen suche ich vergebens nach Blanc. Die MGG online scheint dann doch etwas zu wissen. Bisher konnte ich mich aber zu keiner Subskription durchringen, war mit meiner gedruckten ersten Ausgabe bisher gut zufrieden. Ansonsten gibt es - wie sollte es anders sein - einen knappen Wiki-Artikel.
    Ich tippe hier den ebenso knappen Klappentext ab:


    Adolphe Blanc, der 1828 in Manosque (Provence) geboren wurde, trat mit 13 Jahren ins Pariser Konservatorium ein, wo er im Hauptfach Violine und bei Jacques Fran ois Halévy Komposition studierte. Mühelos gelang ihm eine glänzende Karriere als Theaterkapellmeister und Komponist von Opern, Operetten und Sinfonien. Den grössten Erfolg aber erzielte er mit seiner Kammermusik, die er in all ihren Gattungen ausschöpfete. Hierin gilt er als Vorläufer von Camille Saint-Saëns. Für seine Verdienste zeichnete ihn die Pariser Akademie im Jahre 1862 mit dem Prix Chartier aus. Im Septett, welches er 1860 komponiert hat, setzt sich Blanc nicht nur in der Tonart von seinen Vorbildern (Beethoven, Schubert) ab, er verlässt darin auch das Serenadenhafte, indem er das Werk wie eine Sinfonie in vier Sätze gliedert und alle Instrumente als möglichst gleichwertige solistische Partner einsetzt. Blancs Septett erfreut durch eingängige Melodik, überraschenden Ideenreichtum und französischen Esprit. Es ist zu hoffen, dass die vorliegende Ersteinspielung dem heute wenig bekannten Komponisten viele Freunde schafft.

    Dem habe ich nicht viel hinzuzufügen.
    Allerdings: die grössten Erfolge mit Kammermusik erzielt...im Frankreich des 19. Jahrhunderts mit seiner Opern- & Ballett-Monokultur...da purzeln die zweifelnden Fragezeichen aber so was von...

    Beim Scherzo mit einer Spielzeit von 2'05 schrappen die Luzerner hart an der Grenze der Spielbarkeit. Noch einen Tick schneller & mein Staunen würde ins Ärgern umkippen - Geschmackssache halt...Im Finale kadenziert die Geige zum Abschluss der langsamen Einleitung recht rassig fast im Stile von Sarasate - sehr apart! Alles in allem ausgesprochen lohnend!



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  • Aus der Eröffnungsserie des neuen Hauses der MET. Bergonzi singt wie immer sehr gepflegt und versucht immerhin das Decrescendo am Ende seiner Arie, auch wenn er es nicht mir Bruststimme singt. Aber ich vermisse immer bei ihm die Leidenschaftlichkeit. Die gibt es bei der Price, aber mit dem Timbre und ihrem überaus stark eingesetzten Vibrato werde ich irgendwie nicht warm.

    Was übrigens für die ganze Aufnahme gilt.

    :hello Falstaff

  • John Cage; Works For Percussion (Complete Edition) Vol.6
    Amadinda Percussion Group
    • Haikai
      + Gergely Ittzés (Suling-Bambusflöte)
    • Improvisation Ia: Child Of Tree
    • Improvisation Ib: Branches
    • Five^4
      + Mihály Borbély (Altsaxophon), László Dés (Sopransaxophon)
    • cComposed Improvisation - Version for Bass Guitar and Snare Drum
      + Tamás Barabás (Bassgitarre)
    • cComposed Improvisation - Version for Snare Drum and One-sided Drums With or Without Jangles
    • But What About The Noise Of Crumpling Paper Which He Used To Do In Order To Paint The Series Of "Papiers Froissés" Or Tearing Up Paper To Make "Papiers Déchirés"? Arp Was Stimulated By Water (Sea, Lake, And Flowing Waters Like Rivers), Forests.
    :engel
    Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


  • Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Simon Boccanegra (Version von 1857)

    Simon Boccanegra - Vittorio Vitelli
    Amelia Grimaldi - Annalisa Raspagliosi
    Jacopo Fiesco - Francesco Ellero d'Artegna
    Gabriele Adorno - Warren Mok
    Paolo Albiani - Nikola Mijailovic
    Pietro - Massimiliano Chiarolla
    Un'ancella - Songhu Liu

    Bratislava Chamber Choir, Choir of Teatro Petruzelli di Bari
    Orchestra Internazionale d'Italia, Renato Palumbo

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


  • Giuseppe Verdi/Arrigo Boito: Otello

    Otello - Mario del Monaco
    Desdemona - Renata Tebaldi
    Jago - Aldo Protti
    Cassio - Nello Romanato
    Emilia - Ana Raquel Satre
    Lodovico - Fernando Corena
    Montano - Tom Krause
    Roderigo - Athos Cesarini
    Un araldo - Libero Arbace

    Wiener Staatsopernchor, Wiener Kinderchor
    Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan

    Gruß Amonasro
    Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)