Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

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      Nach gefühlten Jahrzehnten heute mal wieder diese Aufnahme gehört:



      Fangen wir hinten an. Zaccaria war ein wirklich toller und beeindruckender Timur. Schwarzkopf singt ihre Partie traumhaft schön, ist aber von A bis Z keine Liù. Fernandi verfügte über beeindruckende Spitzentöne, messerscharf gesungen. Leider zu viel Messer und zu scharf und auch sonst sehr unbeweglich. Und Callas? Warum um alles in der Welt musste sie diese Killerpartie 1957 noch aufnehmen? Neben wunderbaren Phrasen, ausdrucksvoll und berührend, stehen eben diese (für eine Turandot halt notwendigen) Aufschwünge zu den Spitzentönen. Und da klingt sie nur noch sauer und scharf. Natürlich ist ihr Portrait unglaublich ausgefeilt, wie man es sonst wohl selten hört. Aber Turandot verlangt eben mehr und genau das konnte die Callas zu der Zeit nicht mehr leisten.
      Was also bleibt? Serafin und Serafin und Serafin!!! Der Altmeister zeigt es mal wieder allen Konkurrenten. Das ist leidenschaftlich und differenziert, das ist wissend und erfahren und klingt wie aus leichter Hand. Großartig!

      :hello Falstaff
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      Gioachino Rossini/Jacopo Ferretti: Matilde di Shabran ossia Bellezza e cuor di ferro

      Matilde di Shabran - Annick Massis
      Corradino - Juan Diego Flórez
      Raimondo Lopez - Bruno Taddia
      Edoardo - Hadar Halevy
      Aliprando - Marco Vinco
      Isidoro - Bruno de Simone
      Contessa d'Arco - Chiara Chialli
      Ginardo - Carlo Lepore
      Egoldo - Gregory Bonfatti
      Rodrigo - Lubomír Moravec

      Prague Chamber Choir
      Orquesta Sinfónica de Galicia, Riccardo Frizza

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
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      Nicolas_Aine schrieb:

      kennst Du zufällig auch die Schubert Symphonien in dieser Kombination? Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir diese zuzulegen.
      Ich kenne die 1.und 8. daraus und die gefallen mir gar nicht. Das ist mir zu aufgedonnert, romantisierend und klanglich zu wenig transparent. Ganz alte Schule, die ich mit dem Namen Muti immer verbunden habe. Deswegen war ich von dem Mozart so überrascht, der bei aller dramatischen Wucht keine der genannten Untugenden als Begleiterscheinung mitbringt.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
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      danke. Ein Freund hat im BR unter Muti Schubert gespielt und war sehr begeistert, kannte die Aufnahmen aber nicht. Und bei Wien bin ich immer vorsichtig :D Hast Du oder sonst jemand hier eine Empfehlung zu Schubert Sinfonien?

      Bei mir gerade völlig unpassend zum Wetter:

      Penderecki: Violinsonate Nr. 2 (2000)

      Ida Bihler, Violine
      Natalia Tichman, Klavier

      anschließend:

      Shostakovich: Violinsonate Op. 134

      Oleg Kagan, Violine
      Sviatoslav Richter, Klavier
      "Wir können genauso gut unsere Geigen nehmen und sie mit unseren Knien zerbrechen." (Fritz Kreisler über Jascha Heifetz)