Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2018

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    • Bei mir Sir Edward Elgar persönlich zu Gast mit seiner ersten Symphonie, aufgenommen vom 20.-22. November 1930 in Kingsway Hall London. Ich habe die drei Triple CD Boxen in der ursprünglichen Ausgabe im Second Hand Laden um die Ecke erstanden zu einem sehr guten Preis!!

      Ich war erst skeptisch: 1930....naja, wahrscheinlich viel Rauschen ab 78er Scheiben....
      Doch WEIT GEFEHLT!!!!

      Ich habe dieses Werk selten so frisch und unverbraucht gehört wie hier. Die Klangqualität ist - gemessen am Alter - hervorragend. Was mich wirklich überrascht ist die Tatsache, dass Sir Edward hier eine solch frische und schwungvolle Interpretation vorweist, welche die landläufigen Ansichten zu Elgars Musik - sie sei "viktorianisch" konzipiert, was immer das heissen mag - glatt Lügen straft. Sie gestaltet sich in seiner Sichtweise so modern und luftig wie die Aufnahmen von Haitink oder Sinopoli. Zudem ist Sir Edward markant schneller Unterwegs als seine Kollegen (Sinopoli, Haitink, Davis oder Tate). Für mich ein Glücksgriff :down

      Viele Grüsse :hello
      Stefan
      "Nur weil Du nicht paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind." (Terry Pratchett)

    • Cornelius Cardew; Treatise
      QUaX Ensemble
      Petr Kotik (Flöte, Trompete, Violine, Violoncello, Klangobjekte), Pavel Kondelík (Tenorsaxophon, Violine), Jan Hynčica (Posaune, Violine), Josef Vejvoda (Perkussion, Strohgeige), Václav Zahradník (Klavier, Stimme, Violine)

      Ein neuer Bewohner meines persönlichen CD-Olymp.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


    • Wolfgang Amadeus Mozart; Flötenquartette K. 285 & 298
      William Bennett, Grumiaux Trio

      Höre nicht auf die Komposition und Interpretation, sondern auf den Geist der Werkes - Ersetze Theorie durch Hörerfahrung - Glaube nichts, nur weil es von Vielen geglaubt wird - Glaube nichts, nur weil es seit Generationen gesagt wird - Glaube nichts, nur weil es in Standardwerken geschrieben steht - Glaube nichts, nur weil es von Autoritäten stammt - Höre, beobachte, prüfe selbst und nehme an, was dir gefällt, wohltut und nutzt.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Cetay schrieb:

      Glaube nichts, nur weil es von Vielen geglaubt wird - Glaube nichts, nur weil es seit Generationen gesagt wird - Glaube nichts, nur weil es in Standardwerken geschrieben steht - Glaube nichts, nur weil es von Autoritäten stammt - Höre, beobachte, prüfe selbst und nehme an, was dir gefällt, wohltut und nutzt.
      Genau.

      Hier:



      Johann Sebastian Bach: Ouvertüre Nr. 3 D-Dur BWV 1068

      Münchener Bach-Orchester
      Karl Richter

      :hello
      :hello Agravain


    • Giuseppe Verdi/Temistocle Solera: Nabucco

      Nabucco - Tito Gobbi
      Ismaele - Bruno Prevedi
      Zaccaria - Carlo Cava
      Abigaille - Elena Souliotis
      Fenena - Dora Carral
      Il Gran Sacerdote di Belo - Giovanni Foiani
      Abdallo - Walter Kräutler
      Anna - Anna d'Auria

      Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
      Wiener Opernorchester, Lamberto Gardelli

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Cantus Arcticus schrieb:

      Bei mir Sir Edward Elgar persönlich zu Gast mit seiner ersten Symphonie, aufgenommen vom 20.-22. November 1930 in Kingsway Hall London. Ich habe die drei Triple CD Boxen in der ursprünglichen Ausgabe im Second Hand Laden um die Ecke erstanden zu einem sehr guten Preis!!

      Ich war erst skeptisch: 1930....naja, wahrscheinlich viel Rauschen ab 78er Scheiben....
      Doch WEIT GEFEHLT!!!!

      Ich habe dieses Werk selten so frisch und unverbraucht gehört wie hier. Die Klangqualität ist - gemessen am Alter - hervorragend. Was mich wirklich überrascht ist die Tatsache, dass Sir Edward hier eine solch frische und schwungvolle Interpretation vorweist, welche die landläufigen Ansichten zu Elgars Musik - sie sei "viktorianisch" konzipiert, was immer das heissen mag - glatt Lügen straft. Sie gestaltet sich in seiner Sichtweise so modern und luftig wie die Aufnahmen von Haitink oder Sinopoli. Zudem ist Sir Edward markant schneller Unterwegs als seine Kollegen (Sinopoli, Haitink, Davis oder Tate). Für mich ein Glücksgriff :down

      Viele Grüsse :hello
      Stefan
      Ja, dasselbe gilt auch für das Violinkonzert mit Elgar am Pult. Ganz ähnliche Erfahrungen kann man machen, wenn man sich Gustav Holsts zerschundene Planeten mal unter der Stabführung des Dirigenten anhört.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Weiss nicht, ob das hier irgendwo schonmal Thema war:
      könnten vielleicht nicht auch technische Gründe eine Rolle gespielt haben, gerade längere Stücke eher flott zu nehmen? Zumindest dann, wenn eine Veröffentlichung auf Tonträger geplant war?
      Eine 12-Zoll-Schellackplatte bot pro Seite maximal 10min Spielzeit am Stück - & das auch nur im Falle der eher seltenen 33 1/3 Umdrehungen pro Minute. Standard waren bis zuletzt die 78 rpm, woraus nochmal spürbar kürzere Laufzeiten resultieren. Denke da bspw. an die erste Zauberflöten-Gesamtaufnahme mit Beecham. Hab' die mal im Brocki entdeckt - ein imposanter Klotz (weiss nicht mehr, wie viele Scheiben) - konnte es jedenfalls von den Abmessungen locker mit einem der späteren Nibelungenringe auf Vinyl aufnehmen > hier 2h, dort 15h Spieldauer...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

    • Diese Diskussion gibt es immer dann, wenn Werktreue-Jünger mit Hinweis auf das Dirigat des Komponisten behaupten, dass die heutigen Interpretationen viel zu langsam wären und dann eben das Gegenargument mit der begrenzten Spieldauer kommt - egal um welches Werk es geht. Holst ist hier freilich unverdächtig. Er brauchte für jeden Satz außer Merkur zwei Matrizen und hätte damit eine Kapazität von ca. 8-10 Minuten zur Verfügung gehabt. Genutzt hat er für die einzelnen Sätze nur 5:32 - 7:16 Minuten Spielzeit.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Neu

      Hm. Ähnlich wie schon bei der von einiger Zeit erschienenen neuen "Falstaff"-Einspielung finde ich, dass Davis nicht (mehr) an die Intensität seiner vorangegangenen Aufnahmen herankommt.
      Seine 1993er Aufnahme von Sir Edwards "The Music Makers" mit Joan Rogers und den musikantischen Reckinnen und Recken der BBC ist doch ein ganz anderes Kaliber als diese jüngst erschienene.

      :hello Agravain
    • Neu



      Gioachino Rossini/Cesare della Valle: Maometto secondo

      Paolo Erisso - Ernesto Palacio
      Anna Erisso - June Anderson
      Calbo - Margarita Zimmermann
      Maometto II - Samuel Ramey
      Condulmiero/Selimo - Laurence Dale

      Ambrosian Opera Chorus
      Philharmonia Orchestra, Claudio Scimone

      Eine sehr gelungene Aufnahme von einer der ungewöhnlichsten Opern Rossinis. Wie ich zufällig entdeckt habe, ist gestern eine neue Aufnahme des Maometto aus Wildbad unter Antonio Fogliani erschienen, ein Grund die Scimone-Einspielung mal wieder zu hören. Auch wenn ich abgesehen von Andersons etwas gewöhnungsbedürftigen Timbre nichts auszusetzen habe, kommt die neue Aufnahme auf den Wunschzettel.

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)