Merzdorf Tafelklavier - Teil 1

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    • Merzdorf Tafelklavier - Teil 1

      Liebe Klassikfreunde,

      endlich habe ich ein wenig Zeit gefunden (und meine Kamera nach Verlust wiedergefunden) und habe mein vor einigen Monaten erworbenes Tafelklavier fotografiert. In loser Folge (mehrteilig) möchte ich Euch dieses kleine Meisterwerk gern vorstellen. Hie und da werde ich auch einige Anmerkungen zu den Klavieren der ausgehenden Klassik beisteuern.

      Das ganze soll keine Bleiwüste werden, daher halte ich die Textbausteine zurück und lasse die Fotos wirken. Natürlich werden später auch Klangbeispiele folgen. Eins nach dem anderen. :)

      Wenn alles richtig funktioniert, könnt Ihr die Vorschaubilder anklicken und bekommt dann das Foto in Orginalgröße angezeigt.

      Ja, so sieht das DIng also aus:






      Das Gehäuse ist aus Nußbaum, die Tastatur hat unten eine Ebenholzauflage, die Obertasten sind aus Ebenholz mit Knochenauflage.




      Das Klavier ist ca. 155cm breit, der Umfang beträgt FF bis f3, die Besaitung ist einchörig.





      Die Dämpfung ist durchgehend und mittels Kniehebel voll aufzuheben.



      (Fortsetzung folgt)
      --
      "Die grösseste Schwierigkeit eines andern Arbeit auszuführen, bestehet wohl darin, daß eine scharffe Urtheils-Krafft dazu erfordert werde, fremder Gedancken Sinn und Meinung recht zu treffen. Denn, wer nie erfahren hat, wie es der Verfasser selber gerne haben mögte, wird es schwerlich gut heräus bringen, sondern dem Dinge die wahre Krafft und Anmuth offt dergestalt benehmen, daß der Autor, wenn ers selber mit anhören sollte, sein eigenes Werck kaum kennen dürffte."
      (Mattheson)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Guenther ()

    • Lieber Guenther,
      ich darf sagen: ein sehr schönes Instrument! Bin gespannt auf die Klangproben!

      Herzliche Grüße
      Satie
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Neu

      Satie schrieb:

      Bin gespannt auf die Klangproben!
      Wie so ein Square Piano klingt, kann man z.B. den Aufnahmen von Joanna Leach ablesen, die im Laufe ihrer Karriere eine ganze Reihe von Werken, wie z.B. von Bach, Scarlatti, Händel, Haydn, Mozart, Schubert, Mendelssohn auf einem solchen Instrument eingespielt und veröffentlicht hat, wobei vielleicht für die beiden zuletzt genannten die historische Verbindung von Repertoire und Instrument am ohrenfälligsten ist. Interessant ist eine Beschäftigung mit Aufnahmen mittels Tafelclavier in jedem Fall, zumal hierdurch musikgeschichtlich auch die Präsentation dieser Musik für den Hausgebrauch im frühen 19. Jahrhundert dokumentiert wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Janus ()

    • Neu

      Lieber Janus,
      besten Dank für den Tipp! Das sind in der Tat interessante Aufnahmen, die ich noch nicht kannte.

      Herzliche Grüße
      Satie
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Neu

      Hallo zusammen,

      nachdem ich eine gerissene Saite neu aufgezogen habe, kann ich in Kürze die Aufnahmen starten. :)

      Die Leach-Aufnahmen gefallen mir auch sehr gut! Sie spielt auf folgenden Instrumenten:

      Stodart (c.1823), Broadwood (1789), Astor (c.1800), Longman & Broderip (1787).

      Restauriert von Andrew Lancaster.

      Diese Square Pianos haben bereits eine andere Mechanik. Z.B. auch das Broadwood:

      squarepianos.com/longman.html#

      Mein kleines Klavierchen hört sich da ganz anders an und geht mehr in Richtung Cembalo.
      :)
      --
      "Die grösseste Schwierigkeit eines andern Arbeit auszuführen, bestehet wohl darin, daß eine scharffe Urtheils-Krafft dazu erfordert werde, fremder Gedancken Sinn und Meinung recht zu treffen. Denn, wer nie erfahren hat, wie es der Verfasser selber gerne haben mögte, wird es schwerlich gut heräus bringen, sondern dem Dinge die wahre Krafft und Anmuth offt dergestalt benehmen, daß der Autor, wenn ers selber mit anhören sollte, sein eigenes Werck kaum kennen dürffte."
      (Mattheson)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guenther ()

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