Was höre ich gerade jetzt - neben der Klassik

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    • Shining; The Eerie Cold

      Herrlich. Ich kenne kein anderes Album, bei dem ich als Hörer erst mal zwei Minuten lang übelst beschimpft werde, bevor es losgeht. Ich würde mir wohl Wunder was einbilden, dieses Album gekauft zu haben, dabei habe ich keine Ahnung von nichts und bin absolut nicht würdig, mir auch nur einzubilden, ich wüsste worum es hier wirklich geht - ein aufrichtiger Todeswunsch und ein F**k you beendet schließlich den verächtlichen Monolog, bei dem man förmlich den Speichel spritzen hört. Ich denke, so mancher Klassik-Interpret -mir kommen da Pianisten aus dem deutschen Sprachraum in den Sinn- würde seinem Publikum gerne dasselbe mitgeben, aber da muss dann doch die Contenance gewahrt werden. :thumbup:
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Cetay schrieb:

      Wenn du sie nicht behältst und dafür den ganzen Rest, dann haben wir genau umgekehrte Verhältnisse.
      Lieber Cetay,

      es bleibt wohl dabei: in unserer Musik-WG würde keiner im Plattenregal des anderen wildern - tolerant & offen für Neues zusammen mit 'nem Clausthaler sich auf dem Hörsofa fläzend. Schafe & Wölfe friedlich beisammen - wir leben eine Vision! :beer

    • Nik Bärtsch's Mobile - Continuum
      (Doppel-LP, ECM, 2016)

      Solche Musik fasziniert mich ungemein.
      Bärtsch verwendet den Titel seines Debut-Albums mit der Formation Mobile, nämlich Ritual Groove Music, auch als quasi Stil-Bezeichnung, so auch für Continuum. Zu der Stamm-Formation von Mobile - neben Bärtsch am Klavier noch 2 Perkussionisten & ein Bass-Klarinettist, kommt hier zusätzlich ein Streichquintett hinzu: in den Modulen 60, 18 & 44. Aus seinem Modul-Fundus (alles Eigenkompositionen von Bärtsch) wird nach Bedarf neu gruppiert, umarrangiert, teils gibt es auch Fusionen / Überlagerungen der Module.
      Stilistisch gibt es Ähnlichkeiten zu Esbjörn Svensson, nur noch versunkener, sparsamer, dafür aber grösser dimensioniert.
    • Nach anderthalb Wochen abendlicher Beschallung mit Canto-Pop in unterhaltungsunterdrückender Lautstärke wäre der direkte Sprung zurück zur Klassik zu weit, deswegen habe ich mir als Zwischenbasis für den gerade anstehenden Langstreckenflug eine Playlist mit allen 7 (!) Alben der im Jahr 2008 nach 30 Jahren Pause neuformierten Hawklords zusammengestellt. Das ist für mich die sensationellste Reunion in den letzten Jahrzehnten. Nicht weil sie völlig aus dem Nichts kam, sondern weil sie entgegen allen Erwartungen (ich habe nur und ausschließlich mit dem Allerschlimmsten gerechnet) ein voller Erfolg war. Vor allem das Debut We are One der 2008-Reunion knüpft nahtlos an die alten Glanztaten an und transferiert das behutsam in das moderne Soundgewand der heutigen Zeit. Diese Melange aus Proto-Punk und Psychedelic-Space-Rock ist einzigartig und der neue Sänger ist tatsächlich ein adäquater Ersatz für den unvergesslichen, zu früh verstorbenen Original-Frontmann Robert Calvert. Eines meiner unverzichtbarsten Alben.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • EinTon schrieb:

      Cetay schrieb:

      Nach anderthalb Wochen abendlicher Beschallung mit Canto-Pop
      Was ist denn Canto-Pop? Ist das chinesischer Pop?
      Genauer süd-chinesischer Pop gesungen in Kantonesisch. Das klingt eigentlich nicht viel anderes als westlicher Pop, nur dass häufig Melodien aus der traditionellen chinesischen Musik verwendet werden.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


    • Hawklords; Censored (VÖ 2014)

      Seit Wochen meine Combo der Stunde. Wie für mich geschrieben, getextet, gespielt und gesungen. Das Label führt sie unter der Subgenre-Bezeichnung Psychedelic/Psych-Rock. Das passt soweit, aber was sie aus der Masse der wabernd und zirpend vor sich hin jammenden Bands aus dieser Ecke heraushebt, ist die Prise von urbritischem 70er-Punk, der neben den einschlägigen Gitarrenriffs durch Sänger Ron Tree eingebracht wird. Ganz meins!

      :times10
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

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    • Gerade gehört:




      Japanischer, auf fast allen Tracks schlagzeugloser Artpop in der Tradition von Radiohead, Björk etc. von der Sängerin Haco und dem Cellisten Sakamoto Hiromichi. Die Texte sind meist auf japanisch, manchmal aber auch auf englisch.
      zwischen weißem rauschen und nichtton

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von EinTon ()

    • Neu


      John Coltrane & Johnny Hartman; s/t

      John Coltrane (Tenorsaxophon), Johnny Hartman (Gesang), McCoy Tyner (Klavier), Jimmy Garrison (Kontrabass), Elvin Jones (Schlagzeug)

      Genre-, Stil-, Epochen- und Geographie-unabhängig einer meiner absoluten Allzeitfavoriten.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)