Bernard Herrmann und all die anderen

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    • Bernard Herrmann und all die anderen

      Beethoven, Bach, Mozart, Mahler - und nun Bernhard Herrmann. Das scheint zunächst einmal völlig widersinnig.

      Aber hier geht es um Komponisten und das, was sie -auch- anstrebten. Oder hier soll es darum gehen. Bernard Herrmann, bekannt für Filmmusiken zu 'Citizen Kane', 'Vertigo' bis hin zu 'Taxi Driver' versuchte sich immer wieder als Komponist klassischer Werke. Genau so wie Miklas Rosza, Franz Waxman und Erich Wolfgang Korngold sowieso. Und...und...und...

      Allen war gemein, dass ihr Hollywood-Ruhm alles andere überstrahlte oder dieser es ihnen schwer machte, als sogenannter ernstzunehmender Komponist noch Fuß fassen zu können. (Korngold ist da sicherlich heute eine Ausnahme.)

      Kennt ihr Werke dieser Künstler abseits von Hollywood (nehmen wir mal Korngolds frühere Werke aus. Die kennt jeder.) Und wie beurteilt ihr sie?

      :hello Falstaff
    • Ich denke, ich lass das mal mit 'zur Diskussion' stellen. :| Ich stelle also nur vor.

      Franz Waxman: Sinfonietta für Streichorchester und Tympani



      Waxman, in Oberschlesien geboren und in LA gestorben, erhielt immerhin 12 Oscar-Nominierungen und zweimal gewann er ihn. Bis Anfang der 60iger Jahre war er einer der erfolgreichsten und renommiertesten Hollywood-Filmkomponisten. 4x (Rebecca, Suspiccion, Paradine Case, Rear Window) arbeitet er für Hitchcock, aber seine gesamte Filmliste ist gespickt mit Filmklassiker. Angefangen mit dem 'Blauen Engel' (musikalische Leitung' über 'Fury' (nicht das Pferd, sondern der Film von Fritz Lang ^^ ), 'Philadelphia Story', 'Sorry, Wrong Number', 'Sunset Boulevard', 'A Place in the Sun' bis hin zur 'Nun's Story'.

      Daneben hat er eine Konzertsachen hinterlassen. Am bekanntesten ist sicherlich seine 'Carmen-Fantasie'. Und auch diese gibt es in einer Version mit Jascha Heifetz (s.o.).



      :hello Falstaff
    • Erich Wolfgang Korngold ist sicherlich der 'Filmkomponist', der noch am häufigsten in einem Konzertsaal zu hören ist. Jedenfalls in Europa.

      Die meisten seiner bekannten Werke, vor allem im Bereich der Oper (Tote Stadt, Das Wunder der Heliane, Violanta) verfasste er vor seiner Emigration.

      Am bekanntesten aus seiner 'Hollywoodzeit' wurden wohl das Violinkonzert von 1945 und die Sinfonie von 1952. Gerade das Violinkonzert liegt in einer großen Anzahl von Aufnahmen vor. Persönlich kenne ich Heifetz, Shaham und Mutter.



      Als 'Angestellter' von Warner Brothers liegen eine ganze Reihe von Filmkompositionen zu Flynn-de Havilland-Vehikel vor. Dabei gewann er zweimal den Oscar, u.a. für 'Robin Hood' mit eben diesem Paar. Und man muss in diesem Fall sagen, völlig zu recht.

      Hier noch ein Ausschnitt aus seinem wohl berühmtesten und erfolgreichsten Werk. Uraufgeführt mit Richard Tauber und Lotte Lehmann.



      :hello Falstaff

    • Nino Rota - Konzerte für Violoncello & Orchester Nr. 1 & 2

      Silvia Chiesa, Vcl,
      Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI - Corrado Rovaris
      (CD, Sony, 2011)

      Ein Protagonist der Filmmusik der Nachkriegs-Jahrzehnte (u. a. La Strada, La Dolce Vita oder Der Pate) bei einem seiner "Ausflüge" in die absolute Musik.
      Die Entstehungsjahre 1972 & 73 führen gehörig in die Irre. Die Klangsprache dieser Werke war damals bereits um Jahrzehnte überholt. So meisterhaft gefügt & instrumentiert (mutmasslich auch - & gerade - hinsichtlich des Soloparts) ist diese Musik aber absolut packend! Zumal in solch engagierter, glutvoller Interpretation! Die Palme gebührt, wie ich finde, klar dem ersten Konzert - mit seiner Dramatik & seiner klug gefügten, effektvollen Textur.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

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