Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2019

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    • Heute wieder Rossini:



      Gioachino Rossini/Étienne de Jouy/Hippolyte Bis: Guillaume Tell

      Mathilde - Montserrat Caballé
      Jemmy - Mady Mesplé
      Hedwige - Jocelyne Taillon
      Guillaume Tell - Gabriel Bacquier
      Arnold - Nicolai Gedda
      Gessler - Louis Hendrikx
      Melchthal - Gwynne Howell
      Walter Furst - Kolos Kovacs
      Un pêcheur - Charles Burles
      Rodolphe - Ricardo Cassinelli
      Leuthold - Nicolas Christou
      Un chasseur - Leslie Fyson

      Ambrosian Opera Chorus
      Royal Philharmonic Orchestra, Lamberto Gardelli

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


    • The John Rutter Edition: The Sprig of Thyme, Traditional Songs
      The Cambridge Singers with members of The City of London Sinfonia, directed by John Rutter
      The Sprig of Thyme No. 1 - 11

      John Rutter: The Gift of Life and seven sacred pieces
      The Cambridge Singers, Royal Philharmonic Orchestra
      The Gift of Life No. 1 - 6
      "Die Enttäuschung von Erwartungen gehört notwendig zur Kunst." - Nikolaus Harnoncourt

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      „Unter der Mannen-Brücke in Fukagawa“
      aus der Farbholzschnittserie „36 Ansichten des Berges Fuji“
      Katsushika Hokusai 1760 (~) - 1849


    • Joël Bons: Nomaden
      Atlas Ensemble, Jean-Guihen Queyras, Ed Spanjaard
      CD-Besprechung mit Aufzählung der Mitwirkenden und Instrumente auf klassik-heute

      Persönlicher Hör-Erlebens-Bericht:
      Am Anfang war ich von Sequenzen, die stillenah sind, berührt / angesprochen, sowie von den folkloristischen Strängen abgeschreckt, hätte dann fast das Hören beendet.
      Später kam das Martialische, was Wüsten-Völkern (bzw. dem Leben generell) durchaus auch immanent ist, etwas Jenseits des Verklärenden, zum Ausdruck und die Komposition fand dadurch ein Gleichgewicht in meinem Erleben.
      Die innere Abwehr in bestimmten Passagen verflog und die am-Rand-der Stille-Sphäre war dann ohne Vorbehalte, intensiver erlebbar.
      Für mich ein besonderes Stück.
      Das Flirrende, Gleißende der Wüste, wurde sehr gut transportiert. Das Ende, kein explosives Sprungbrett-Erleben, wie bei Villa-Lobos gehört, sondern - fragenden Charakters eher, würde ich sagen. Zerrinnend. Sehr fragil.

      Es tauchten beim Hören viele Bilder von eigenem Rand-Kontakt zur Wüste (Sahara Marokko) auf. Auch der Name Atlas-Ensemble hat Erinnerungen an den Versuch der Besteigung des Jbel Toubkals (höchster Berg Marokkos) aktiviert, der kurz vorm Gipfel gescheitert ist, da mein damaliger Partner Fieber bekam (vermutlich leichte Höhenkrankheitssymptome) und wir umdrehen mussten. Die Landschaft des Atlas-Gebirges, gerade auf Grund der Wüstennähe und der Weite, hat mich tief geprägt. Schon beim "le désert" CD-Post, fielen mir zwei dortige Gegebenheiten ein: auf 3500 m Höhe ein Muezzin-Ruf, am Morgen, mit Echo, durch die zerklüftete Bergwelt und ein Berber-Mädchen, was mit Tieren einen steilen Pfad mühelos abstieg und ein Volkslied wohl sang - das fällt beides in die Kategorie der schönsten Dinge, die ich je gehört habe.

      Ich hoffe, das war nicht zu schwärmerisch-pathetisch (entdecke die Tendenz dazu in mir in letzter Zeit und bemühe mich am Boden zu bleiben).
      "Die Enttäuschung von Erwartungen gehört notwendig zur Kunst." - Nikolaus Harnoncourt

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    • Sfantu schrieb:

      Mein (soweit ich es überblicke) einziger Tonträger mit Musik von Havergal Brian.
      & so kann man sich täuschen...
      Da sich meine musikalische Welt in der Hauptsache um die Achse meines Plattentellers dreht, betrete ich eher selten das Zimmer, in dem meine CD-Sammlung steht - & siehe da:


      Havergal Brian - Violinkonzert / Sinfonie Nr. 18 / Konzert-Ouvertüre "The Jolly Miller"
      Marat Bisengaliev, Violine,
      The BBC Scottish Symphony Orchestra, Glasgow - Lionel Friend
      (CD, Naxos, 1993)

      Die CD hat sicher irgendwann für kleines Geld den Weg in meine Sammlung gefunden - bei einem meiner Beutezüge durch die Brockenstüebli der Eidgenossenschaft. Cetays Beweggründe, vor dem Violinkonzert zu warnen, konnte ich bisher nicht ganz durchschauen. Nun aber bin ich unserer hausinternen Pilz-Prüfstelle aber doch umso dankbarer: 37 min, die man sich durch dieses Werk quält, gibt einem niemand mehr zurück! Nervtötend meandert der Solopart durch diese Partitur. Kein Intervall ist angestrengt & gesucht, kein Tutti schneidend & ätzend genug, sich dem Hörer aufzudrängen. Laut Booklet ist die Textur der Solo-Violine an Vertracktheit kaum zu überbieten. Ich hege keinen Zweifel daran. Allein - wenn das Ergebnis dermaßen spröde ist, sich dermaßen jedem Hörgenuß verweigert, dann weiß ich nicht, für wen diese Musik geschrieben wurde: nichts ist hier organisch, keine Note fügt sich in die nächste, alles klingt bemüht. Zwischendurch kommt es vereinzelt zu wohl lyrisch gemeinten Ausbrüchen im Solopart - süßliche Kantilenen, bspw. gg. Ende des ersten Satzes, zu allem Überfluß noch mit Glockenspiel garniert. Ich weiß zu keinem Zeitpunkt, was ich mit dieser Musik anfangen soll...
      Solist wie Ensemble spielen gewiß untadelig, allein - diese Noten geben mir nichts!

      Die Sinfonie markiert immerhin formal eine Wende (?) oder einen Entwicklungsschritt im Gesamtwerk:

      Nach der Serie der einsätzigen Symphonien Nr. 13 bis 17, die Brian während der zurückliegenden Monate geschrieben hatte [1962], markierte die 18. Symphonie insofern einen Neubeginn, als sie aus drei in sich abgeschlossenen Sätzen besteht, ihren Dimensionen nach klassisch ist & auch in ihren Formen an klassische Modelle erinnert, die allerdings durch ständige Durchführungsprozesse modifiziert werden. Zu einer expressiven Entspannung kommt es hier allerdings nicht, Es ist ein gedrängtes, sardonisches & gehetztes Werk, in dem zwei marschartige Ecksätze eine traurige Elegie umfassen.
      Malcolm MacDonald / Cris Pollac (CD-Booklet}

      Wie schon angedeutet - ein marschartiger Grundduktus kennzeichnet Kopf- wie auch Finalsatz - der trauermarschartige Mittelsatz bietet in seiner Mitte immerhin ein Innehalten, ein Herausnehmen des vorangegangenen Drängens - Soli in Violine & Flöte bescheren reiz-& ruhevolle Klanginseln, bevor der vorherige energetische Strom wieder einsetzt. Besonders der Schlußsatz mit seinem martialischen & positivistischen Krawumm gerät mehr als einmal in das Fahrwasser von Kino-Klangtapeten à la John Williams. Allein, verkniffe sich Brian das Glockenspiel-, Triangel-& Schellenkranz-Spektakel, das Ganze geriete deutlich entspannter & somit glaubhafter.

      Originell & angenehm anzuhören ist schließlich immerhin die "Lustspiel-Ouvertüre". Einen "Fidelen Müller" sucht man laut Booklet in der englischen Literatur allerdings vergeblich - es haftet der Figur des Müllers im Gegenteil mehr das Image eines misantropischen Eigenbrötlers & Querulanten an. Man darf sich seinen Teil dazu denken, daß Brian dieses Werk 1962 der Familie seiner Tochter Elfreda zum Geschenk machte...

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    • Heute diese monumentale Oper:



      Hector Berlioz: Les Troyens

      Énée - Michael Spyres
      Chorèbe - Stéphane Degout
      Panthée - Philippe Sly
      Narbal - Nicolas Courjal
      Iopas - Cyrille Dubois
      Ascagne - Marianne Crebassa
      Cassandre - Marie-Nicole Lemieux
      Didon - Joyce DiDonato
      Anna - Hanna Hipp
      Hylas - Stanislas de Barbeyrac
      Priam - Bertrand Grunenwald
      Un Soldat/Un Chef grec - Richard Rittelmann
      L'Ombre d'Hector - Jean Teitgen
      Hélénus - Stanislas de Barbeyrac
      Sentinelle I - Jérôme Varnier
      Sentinelle II - Frédéric Caton
      Le dieu Mercure - Jean Teitgen
      Hécube - Agnieszka Sławińska

      Les Chœurs de l'Opéra national de Rhin, Badischer Staatsopernchor, Chœur phiharmonique de Strasbourg
      Orchestre philharmonique de Strasbourg, John Nelson

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Lieber Satie - vielen Dank für die Rückmeldung, sowie Offenheit / Unkompliziertheit hier im Forum -
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      Beethoven - The Piano Sonatas, Volume 1, András Schiff, op. 2 & 7
      "Die Enttäuschung von Erwartungen gehört notwendig zur Kunst." - Nikolaus Harnoncourt

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    • Georges Bizet/Michel Carré/Eugène Cormon: Les pêcheurs de perles

      Leïla - Ileana Cotrubas
      Nadir - Alain Vanzo
      Zurga - Guillermo Sarabia
      Nourabad - Roger Soyer

      Chœur et Orchestra du Théâtre National de l'Opéra de Paris, Georges Prêtre

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)




    • Flötenmusik von Komponistinnen
      Anna Amalia von Preußen, Anna Bon Di Venezia, u. a.

      Anna Bon Di Venezia: Six Flute Sonatas, Op. 1
      Monica Finco, Roberto Scarpa Meylougan
      "Die Enttäuschung von Erwartungen gehört notwendig zur Kunst." - Nikolaus Harnoncourt

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      Katsushika Hokusai 1760 (~) - 1849

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    • Vincenzo Bellini/Carlo Pepoli: I puritani

      Elvira Valton - Montserrat Caballé
      Lord Arturo Talbo - Alfredo Kraus
      Sir Riccardo Forth - Matteo Manuguerra
      Enrichetta di Francia - Julia Hamari
      Sir Giorgio Valton - Agostino Ferrin
      Lord Gualtiero Valton - Stefan Elenkov
      Sir Bruno Roberton - Dennis O'Neill

      Ambrosian Opera Chorus
      Philharmonia Orchestra, Riccardo Muti

      Mein Favorit ist zwar die Sutherland/Pavarotti-Aufnahme, aber Caballés berückendes O rendetemi la speme ist sehr beeindruckend, wie auch die elegisch-schöne Musik, die Bellini hier komponiert hat.

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


    • Giuseppe Verdi/Francesco Maria Piave: Macbeth

      Macbeth - Piero Cappuccilli
      Banco - Nicolai Ghiaurov
      Lady Macbeth - Shirley Verrett
      Dama di Lady Macbeth - Stefania Malagù
      Macduff - Plácido Domingo
      Malcolm - Antonio Savastano
      Medico - Carlo Zardo
      Servo di Macbeth - Giovanni Foiani
      Sicario - Alfredo Mariotti
      Araldo - Sergio Fontana
      Tre apparizioni - Alfredo Giacometti, Maria Fausta Gallamini, Massimo Bortolotti

      Coro e Orchestra del Teatro alla Scala, Claudio Abbado

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)


    • Giuseppe Verdi/Andrea Maffei: I masnadieri

      Massimiliano - Ruggero Raimondi
      Carlo - Carlo Bergonzi
      Francesco - Piero Cappuccilli
      Amalia - Montserrat Caballé
      Arminio - John Sandor
      Moser - Maurizio Mazzieri
      Rolla - William Elvin

      Ambrosian Singers
      New Philharmonia Orchestra, Lamberto Gardelli

      Verdis Version von Schillers Räubern entstand fast zeitgleich mit Macbeth, ist in der formalen Anlage aber deutlich konservativer und sehr auf die Arien der Protagonisten ausgerichtet. Die dramatische Spannung anderer Verdi-Opern wird nicht erreicht. Dafür gibt es viele schöne musikalische Stellen, zu nennen sind besonders das Vorspiel mit dem melancholischen Cello-Solo und Francescos Traum zu Beginn des 4. Aktes.

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Nein, um Himmels Willen, so war es nicht gemeint.

      Ich fand es hin und wieder, grad in Threads wie diesen in anderen Musikforen ganz nett, um ein kleines Feedback wie "cool/Danke für den Impuls/gefällt mir auch" zu setzen; und nicht stattdessen jeweils einen Beitrag dafür zu schreiben.
      Es hat schon den Vorteil, dass z.B. hier die User nicht nur ihre Beiträge reinkloppen und so nebenher/für sich hören, sondern es ein bissel "austauschiger" zugeht, wobei die Gefahr einer Verknappung dadurch natürlich auch gegeben scheint...
      Wie gesagt, in einem anderen mir bekannten Musikforum wurde auch laaaaange und partiell bis aufs Messer darüber diskutiert, letztlich erwies es sich aber als ganz nett.