Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2019

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    • Demnächst muss ich an öffentlicher Stelle etwas zu zwei Werken erzählen, die mir noch nie sonderlich nahe standen. Also fange ich mal an, mich wieder einmal hörend (und lesend) anzunähern.




      Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
      Hilary Hahn
      The Academy of St Martin-in-the-Fields
      Sir Neville Marriner

      Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61
      Orchestre des Champs-Elysées
      Philippe Herreweghe
      :hello Agravain


    • Jules Massenet/Henri Meilhac/Philippe Gille: Manon

      Manon - Angela Gheorghiu
      Le Chevalier Des Grieux - Roberto Alagna
      Lescaut - Earle Patriarco
      Le Comte Des Grieux - Josè Van Dam
      Guillot de Morfontaine - Gilles Ragon
      De Brétigny - Nicolas Rivenq
      Poussette - Anna Maria Panzarella
      Javotte - Sophie Koch
      Rosette - Susanne Schimmack

      Orchestre Symphonique et Chœurs de la Monnaie, Antonio Pappano

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)

    • Georges Delerue - Fanfares pour tous les temps / Cérémonial
      Jean-Michel Defaye - Neuf Flashes

      Maurice André, Octour de Cuivres de Paris
      (LP, Erato, 1977)


      Als Künstler für verschiedene Plattenfirmen unterwegs, kannte man den Trompetenstar André aber vor allem als Strahlemann & Zugpferd des Erato-Labels.
      Hier spielt er endlich einmal Musik des 20. Jahrhunderts & nicht zum xten Mal die barocken & klassischen Trompeten-Superhits, für die sein Name sonst steht - das ist so selten wie erfreulich!

      Die Werke der beiden (in der Hauptsache) Filmmusik-Komponisten tönen unterschiedlich interessant - reizvoll aber der spezielle Ensembleklang - das Octour de Cuivre de Paris hat diese Kompositionen bei Delerue & Defaye seinerzeit in Auftrag gegeben.
      Die Fanfares könnten einem Lanzen-& Kettenhemden-Film entstammen. Nicht ohne Reiz, auf Dauer aber etwas einförmig. Richtig unterhaltsam & mitunter in provokantem Ton die "Flashes" von Defaye. Herrlich bspw. Nr. 4 mit einem "Dialog" der 4 Trompeten & 3 Posaunen einerseits (alle mit Dämpfer) & der Tuba andererseits. Wie eine Gruppe Halbstarker mit ihren zwecklosen Bitten & Überredungsversuchen einem tiefenentspannten Erziehungsberechtigten oder Lehrer gegenüber, der mit trockenen ironischen Kommentaren pariert.
      Bester Stereoklang ohne Vorechos (obschon keine DMM-Überspielung), allerdings liegt es wohl an der Textur der Stücke, daß der Trompetenklang stellenweise etwas spitz & schneidend rüberkommt.
    • Ich unterbreche meine Big Band-Mania, um wieder zum größten Alten zurückkehren.



      Joseph Haydn; L'Isola Disabitata
      Katharina Kammerloher, Anke Herrmann, Robert Lee, Furio Zanasi
      Academia Montis Regalis, Alessandro de Marchi
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)


    • Richard Wagner: Das Rheingold

      Wotan - Dietrich Fischer-Dieskau
      Donner - Robert Kerns
      Froh - Donald Grobe
      Loge - Gerhard Stolze
      Alberich - Zoltán Kelemen
      Mime - Erwin Wohlfahrt
      Fasolt - Martti Talvela
      Fafner - Karl Ridderbusch
      Fricka - Josephine Veasey
      Freia - Simone Mangelsdorff
      Erda - Oralia Dominguez
      Woglinde - Helen Donath
      Wellgunde - Edda Moser
      Floßhilde - Anna Reynolds

      Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

      Ein sehr schönes Rheingold. Herausragend Gerhard Stolzes Loge und die stimmgewaltigen Riesen. Auch Fischer-Dieskau gefällt mir hier sehr.

      Gruß Amonasro
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)

    • Alain Bancquart - Sinfonie Nr. 1

      Orchestre National de France - Leif Segerstam
      (LP, Erato, 1984)

      I 12'35 II 10'00 III 13'40

      Das Werk schloß Bancquart 1979 ab.
      Die Besetzung zählt 4 Flöten, 4 Oboen, 4 Klarinetten, 4 Hörner, 4 Trompeten, 4 Posaunen, 6 Schlagzeuger, 2 E-Gitarren, 10 Geigen, 4 Bratschen, 3 Celli & 7 Kontrabässe.
      Dennoch brechen hier kaum einmal entsprechend zu erwartende Schalldruckmassen über den Hörer herein, nur selten spielt das volle Orchester. Es dominieren über weite Strecken liegende Töne, scheinbar schwebende Klangblöcke, vornehmlich in den Streichern, die sich oftmals nur in Mikrointervallen "bewegen". Im Verlaufe des Kopfsatzes übernehmen die Perkussionisten mehr & mehr die Führung. Auch der Mittelsatz bringt wieder vornehmlich Schwebezustände, bis im Finale tendenziell mehr Bewegung von jähen, brutalen Tuttischlägen inklusive Holzhämmer geradezu "zerfleischt" wird. Die insgesamt 14 Schläge kommen wie zufällig, komplett unvorhersehbar & nur ausnahmsweise einmal auf einen Taktteil treffend.
      Diese Musik wirkt wie ein vakuumisierender Sog - faszinierend, hypnotisierend beängstigend...

      Beste, kristallklare, plastische Aufnahmequalität & eine vollends packende Darbietung!
    • Sfantu schrieb:

      Hallo Wolfgang,
      ich hoffe, meine Worte treffen das, was Du hörst, einigermaßen. Schwierig, wie ich finde, bei solchen Klängen. Gedachtes, Gesprochenes, Geschriebenes erzielt hier, scheint mir, immer nur einen Näherungserfolg...
      Doch, durchaus! Und man fühlt sich naturgemäß an manch anderes progressiv Postmodernes erinnert, etwa an Gloria Coates. In ähnlicher Weise - Du hast es ja analog formuliert - kann diese Musik beinahe Angst auslösen, ein Gefühl der Beklemmung.

      Also hin und wieder etwas Kathartisches bewirken bezüglich realer Alltagserfahrungen ... :D

      Besten Gruß,

      Wolfgang
    • Kontaktreiches Nachtprogramm:


      Johann Sebastian Bach; Konzerte mit Flöte
      Jan de Winne, Il Gardellino

      Diese swingend und detailverliebt dargebotene Sammlung enthält die Orchestersuite Nr. 2, das Brandenburger Konzert Nr. 5 und das Tripelkonzert a-Moll, BWV 1044. Höchst erfreulich!




      Karlheinz Stockhausen; Gesang der Jünglinge & Kontakte
      WDR Sinfonieorchester Köln, Karlheinz Stockhausen
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cetay ()

    • Cetay schrieb:






      Karlheinz Stockhausen; Gesang der Jünglinge & Kontakte
      WDR Sinfonieorchester Köln, Karlheinz Stockhausen
      ??? Wie das? Bei keinem der beiden Stücke ist ein Orchester dabei. Ich vermute Mal, bei Kontakte ist es die Version mit Elektronik, Schlagzeug und Klavier, und es sind Mitglieder des SWR Sinfonieorchesters? Oder haben die das elektronische Studio des WDR mit dem Orchester verwechselt?
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
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