Was höre ich gerade jetzt - Jahr 2019

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nicolas_Aine schrieb:

      Auch nachdem ich mir die Handlung durchgelesen habe, ist mir nicht so richtig klar, wie die Handlung mit Karfreitag bzw. Ostern zusammenhängt, aber nachdem Du das jetzt hörst und das in doch dem ein oder anderen Haus in diesen Tagen läuft, muss ich doch jetzt mal ganz dumm fragen, wo da der Zusammenhang ist ?(
      Da hängt alles mit zusammen: der Gral ist der Becher, mit dem das Blut Christi aufgefangen wurde bei der Kreuzigung, der Speer hat ihm die Wunde zugefügt. Der ganze dritte Akt spielt am Karfreitag, und Parsifal selbst ist ja so etwas wie ein Erlöser.
      Außerdem schreibt Wagner in der Urfassung vor, dass Gurnemanz und Kundry in Hasen-Kostümen in gewissen Abständen Ostereier von Lindt in den Zuschauerraum werfen. Ja, Sponsoring war schon damals alles...
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Neu




      Prometheus
      (in altgriechischer Sprache)
      nach Aischylos' "Prometheus
      von Carl Orff

      Roland Hermann (Prometheus)
      Colette Lorand (Io Inachis)
      Fritz Uhl (Hermes)
      Josef Greindl (Kratos)
      Kieth Engen (Okeanos)
      Heinz Cramer (Hephaistos)
      Erika Rüggeberg, Isolde Mitternacht
      & Julia Falk (Chorführerinnen)

      Frauenchor & Symphonieochester des
      Bayerischen Rundfunks
      Dirigent: Rafael Kubelik
      1./2. Oktober 1975
      Herkulessaal der Münchner Residenz


      Über die Auseinandersetzung mit dem Karfreitrag irgendwann beim gefesselten Prometheus gelandet und dann dieses Juwel gefunden.
      Jetzt müsste ich nur noch altgriechisch können. Aber ich glaube, es ist nicht konstruierbar, wie das tatsächlich geklungen hat.
      Egal, sehr eindrücklich.
      „Über dieser Fuge, wo der Name B A C H im Contrasubject angebracht worden, ist der Verfasser gestorben.“
      — Carl Philipp Emanuel Bach

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

    • Neu

      Satie schrieb:

      Nicolas_Aine schrieb:

      Auch nachdem ich mir die Handlung durchgelesen habe, ist mir nicht so richtig klar, wie die Handlung mit Karfreitag bzw. Ostern zusammenhängt, aber nachdem Du das jetzt hörst und das in doch dem ein oder anderen Haus in diesen Tagen läuft, muss ich doch jetzt mal ganz dumm fragen, wo da der Zusammenhang ist ?(
      Da hängt alles mit zusammen: der Gral ist der Becher, mit dem das Blut Christi aufgefangen wurde bei der Kreuzigung, der Speer hat ihm die Wunde zugefügt. Der ganze dritte Akt spielt am Karfreitag, und Parsifal selbst ist ja so etwas wie ein Erlöser.Außerdem schreibt Wagner in der Urfassung vor, dass Gurnemanz und Kundry in Hasen-Kostümen in gewissen Abständen Ostereier von Lindt in den Zuschauerraum werfen. Ja, Sponsoring war schon damals alles...
      All das hängt zudem mit der Mitleidsthematik zusammen: Kundry ist verflucht, weil sie kein Mitleid mit dem gekreuzigten Jesus gezeigt hat; Parsifal wird zum Erlöser durch sein Mitleid mit Amfortas, dessen Wunde der Wunde Christi entspricht (selbe Stelle, durch die selbe Waffe). Der augenfälligste Bezug zu Karfreitag ist im dritten Akt zu finden. Dort gibt es einen Abschnitt, der als "Karfreitagszauber" bezeichnet wird und von dem auch Versionen ohne Gesang existieren:

      Parsifal:
      Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön!
      Wohl traf ich Wunderblumen an,
      die bis zum Haupte süchtig mich umrankten;
      doch sah ich nie so mild und zart
      die Halme, Blüten und Blumen,
      noch duftet' all' so kindisch hold
      und sprach so lieblich traut zu mir.

      Gurnemanz:
      Das ist Karfreitags-Zauber, Herr!

      Parsifal:
      O wehe, des höchsten Schmerzentags!
      Da sollte, wähn' ich, was da blüht,
      was atmet, lebt und wiederlebt,
      nur trauern, ach! Und weinen?

      Gurnemanz:
      Du siehst, das ist nicht so.
      Des Sünders Reuetränen sind es,
      die heut mit heil'gem Tau
      beträufet Flur und Au':
      der liess sie so gedeihen.
      Nun freut sich alle Kreatur
      auf des Erlösers holder Spur,
      will sein Gebet ihm weihen.
      Ihn selbst am Kreuze kann sie nicht erschauen:
      da blickt sie zum erlösten Menschen auf;
      der fühlt sich frei von Sündenlast und Grauen,
      durch Gottes Liebesopfer rein und heil:
      das merkt nun Halm und Blume auf den Auen,
      dass heut des Menschen Fuss sie nicht zertritt,
      doch wohl, wie Gott mit himmlischer Geduld
      sich sein erbarmt' und für ihn litt,
      der Mensch auch heut in frommer Huld
      sie schont mit sanftem Schritt.
      Das dankt dann alle Kreatur,
      was all' da blüht und bald erstirbt,
      da die entsündigte Natur
      heut ihren Unschuldstag erwirbt.

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Neu




      Beethoven:
      Diabelli Variations Op. 120

      1. Grigory Sokolov
      2. Andras Schiff


      Vergleichs-Anfänger-Stolper-Schritte:
      Sokolovs Spiel ist mir emotional näher.
      Mit Andras Schiff fremdele ich etwas. Kann es aber nicht wirklich benennen, vielleicht mehr Wechselbad der Gefühle,
      Sokolov vielleicht romantischer?

      Vermutlich ist das Wechselbad der Gefühle der Kompositon angemessener? Teils wirkt es aber auch steriler auf mich - allerdings variationsabhängig.
      Bei manchen der Variationen haut mich Schiff schier um.

      Habe heute Joachim Kaisers "Sprechen wir über Musik" begonnen und siehe da: der erste Beitrag war gleich u. a. zu den Diabelli Variationen.
      Das Schreckliche: was vorwiegend hängen geblieben ist, ist, dass Wagner Hans von Bülow die Frau ausgespannt hat. 8|
      (stand dort neben einem Zitat von Bülow => Goldberg. Diabelli / Altes und Neues Testament).
      So viel dazu.
      __________________________________________

      Hin gefunden zu den Variationen habe ich über das Stichwort Fuge (Bach, the art of fugue (werde ich noch reinhören)) - horchte neulich beim Hören einer Fuge schon auf.
      „Über dieser Fuge, wo der Name B A C H im Contrasubject angebracht worden, ist der Verfasser gestorben.“
      — Carl Philipp Emanuel Bach

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

    • Neu

      Nicolas_Aine schrieb:

      lieber Marcie,

      herzlich willkommen im Forum! Einen Vorstellungsthread haben wir durchaus, hier heißt er "Wer bin ich?!" :)

      Viele Grüße und viel Spaß hier im Forum!
      Vielen Dank für die Grüße und den Hinweis, jedoch ist mir der Zutritt zum besagten Thread offenbar (noch) verwehrt bzw. konnte ich ihn daher natürlich nicht finden.

      Egal, ich genieße derweil noch mein aktuelles Lieblings-Set:


    • Neu

      Auch von mir ein herzliches Willkommen. :hello

      Hier spielt eines meiner langjährigen Lieblingsets:


      Wolfgang Amadeus Mozart; Violinkonzerte
      Frank Peter Zimmermann, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Jörg Faerber
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)
    • Neu




      1.
      Berlioz - Symphonie Fantastique
      Sir Thomas Beecham

      daraus
      5. Song d'une nuit du Sabbat: Larghetto - Allegro

      2.
      Arrigo Boito: Mefistofele (Gesamtaufnahme)
      Giuseppe Patané
      Samuel Ramey, Plácido Domingo, Eva Marton
      „Über dieser Fuge, wo der Name B A C H im Contrasubject angebracht worden, ist der Verfasser gestorben.“
      — Carl Philipp Emanuel Bach

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von tapeesa ()

    • Neu

      Marcie schrieb:

      Nicolas_Aine schrieb:

      lieber Marcie,

      herzlich willkommen im Forum! Einen Vorstellungsthread haben wir durchaus, hier heißt er "Wer bin ich?!" :)

      Viele Grüße und viel Spaß hier im Forum!
      Vielen Dank für die Grüße und den Hinweis, jedoch ist mir der Zutritt zum besagten Thread offenbar (noch) verwehrt bzw. konnte ich ihn daher natürlich nicht finden.
      Hallo Marcie und willkommen im Forum auch von mir. Nicolas hat den Link zum alten Threads gepostet. Der ist in einem Bereich, der tatsächlich erst später zugänglich wird, daher hatten wir dann diesen Thread hier als Ersatz:
      Wer bin ich? - Vorstellungsthread
      Dort kannst Du Dich sehr gerne vorstellen.

      Herzliche Grüße
      Satie
      "...the only logical starting point for a genuine creative art of music -- the ear, and the manifold delights and stimuli that the ear, in conjunction with the experienced mind, can find in the exercise of imagination."
      Harry Partch
    • Neu

      Auch von mir herzlich willkommen!

      Bei mir heute:


      Gioachino Rossini/Luigi Balocchi/Alexandre Soumet: Le siège de Corinthe

      Mahomet II - Lorenzo Regazzo
      Pamyra - Majella Cullagh
      Cléomène - Marc Sala
      Néoclès - Michael Spyres
      Hiéros - Matthieu Lécroart
      Adraste - Gustavo Quaresma Ramos
      Omar - Marco Filippo Romano
      Ismène - Silvia Beltrami

      Camerata Bach Choir, Poznan
      Virtuosi Brunensis, Jean-Luc Tingaud

      Die letzte von insgesamt drei Fassungen dieser Oper. Aus dem ursprünglich auf die persönlichen Konflikte fokussierten Drama haben die franz. Librettisten den Fokus in Richtung des historischen Konflikts verschoben. Die musikalischen Highlights der früheren Fassungen blieben auch hier erhalten, durch die Neuanordnung ging jedoch der blockartige Aufbau aus großen musikalischen Einheiten verloren. Die neuen Musikstücke sind alle Bereicherungen, wie die Ouvertüre oder die Szene des Hièros, die schon an die Schwertweihe bei Meyerbeer erinnert. Trotzdem steht mir letztlich die einheitlichere italienische Erstfassung (als "Maometto II") näher.

      Die Aufnahme ist ganz ausgezeichnet. Die Sänger (allen voran Michael Spyres als Néoclès mit seiner extrem hohen Arie im 3. Akt) lassen keine Wünsche offen und Tingaud bietet mit den Virtuosi brunensis eine schwungvolle, leidenschaftliche Interpretation - Rossini wie er sein soll.

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Neu

      Amonasro schrieb:

      Trotzdem steht mir letztlich die einheitlichere italienische Erstfassung (als "Maometto II") näher.
      Lieber Amonasro, mir allerdings nicht so ganz, da mir schon die Rolle des Néoclès als Tenor besser gefällt als Callbo als Mezzo!
      Natürlich ist die Aufnahme gelungen :D ich habe ja auch mitgeklatscht!

      Aber letztendlich gefallen mir beide (vom Maometto II sogar 2) Versionen, ist ja schließlich Rossini! ^^

      LG palestrina
      „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
      Oolong
    • Neu

      palestrina schrieb:

      da mir schon die Rolle des Néoclès als Tenor besser gefällt als Callbo als Mezzo!

      Naja, gerade die Terzette gefallen mir mit Calbo als Mezzo besser. Immerhin ist Erisso/Cléomène schon ein Tenor. Beide Versionen (also Neapel und Paris) haben wohl ihre Vor- und Nachteile und mir gefallen natürlich beide! Nur die zweite, venezianische Fassung des Maometto gefällt mir nicht wirklich. Das Happy End aus La donna del lago passt nicht zur ansonsten völlig ernsten Oper und das Terzett In questi estremi istanti am Grab der Mutter (meine Lieblingsstelle) fehlt dort leider auch.

      Gruß Amonasro :hello
      Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser. (Giuseppe Verdi)
    • Benutzer online 6

      6 Besucher