Adriana Hölszky

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    • Adriana Hölszky

      *30. Juni 1953 in Bucureşti
      [...] Große Beachtung finden seit dem Erfolg der Oper "Bremer Freiheit" auf der 1. Musiktheater-Biennale München (1988) vor allem die Bühnenwerke der Komponistin. Diese halten zu allen konservativen Ausprägungen von "Literaturoper" und deren einfachen Erzählweisen bewusst Distanz. Ihre zahlreichen Vokalwerke nehmen ihren Ausgang von den Erfahrungen der Laut- und Sprachkompositionen der 2. Hälfte des 20. Jh. [...]

      Brockhaus Enzyklopädie, 21. Aufl.
    • Gerade erst dabei, die Musik Adriana Hölszkys kennenzulernen, scheint sie mir doch bedeutsam genug, hier gesondert vorgestellt zu werden.

      zur Person:

      1953
      am 30. Juni als Rumäniendeutsche in Bukarest geboren
      1959-1969
      Hauptfach Klavier bei Olga Rosca-Berdan am Musiklyzeum Bukarest
      1961
      erste Kompositionen
      1972-1975
      Studium der Fächer Komposition (bei Stefan Niculescu) und Klavier an der Musikhochschule Bukarest
      1976
      Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland
      1977-1980
      Kompositionsstudium an der Musikhochschule Stuttgart: Komposition bei Milko Kelemen, Klavierkammermusik bei Günter Louegk Konzerttätigkeit als Pianistin im Lipatti-Trio
      1977/78
      Internationale Sommerakademie "Mozarteum" in Salzburg bei Antonio Janigro
      1978/80
      Preise bei den Internationalen Kammermusikwettbewerben in Florenz (1978) und Colmar (1980)
      1978-1984
      Teilnahme an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik
      1979
      1. Preis des Kompositionswettbewerbs Valentino Bucchi, Rom
      1980
      Accademia Musicale Chigiana bei Franco Donatoni in Siena
      seit 1980
      Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Stuttgart
      1981
      Gaudeamus-Kompositionspreis
      1982
      Max-Deutsch-Preis, Paris, Preisträgerin der Stadt Stuttgart, Kompositionspreis der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat
      1983
      Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
      1985
      Johann-Wenzel-Stamitz Förderungspreis der Künstlergilde, Preis der GEDOK Mannheim, 1. Preis der Ensemblia Mönchengladbach
      1986
      Teilnahme am Komponistenforum der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik
      1987
      Stipendium des Kultusministeriums Niedersachsen
      1988
      Brahms-Förderpreis, Preis der Stadt Stuttgart
      1989
      1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der GEDOK Mannheim
      1990
      Heidelberger Künstlerinnenpreis, Schneider-Schott-Musikpreis. Einladung zum Composer-to-Composer Forum in Telluride (USA)
      1991
      Rom-Preis der Villa Massimo
      1992
      Kompositionsseminare und Vorträge in Tokyo und Kyoto sowie am Pariser IRCAM
      1993
      Portraitkonzerte und Vorträge in Athen, Thessaloniki und Boston
      1994
      Leitung des Projekts "Kinder komponieren" in Baden-Württemberg
      1996
      Seminar- und Konzertveranstaltungen in Viitasaari (Finnland)
      1997-2000
      Professur für Komposition an der Musikhochschule in Rostock
      seit 2000
      Professur für Komposition am Mozarteum Salzburg
      2002
      Ernennung zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin
      2003
      Bach-Preis Hamburg
      2006
      Dozentin bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt Leitung der Komponierwerkstatt an der Landesmusikakademie Berlin
      2007
      Vorstandsmitglied der Freunde und Förderer des Internationalen Musikinstituts Darmstadt
      2011
      Preis der Christoph- und Stephan-Kaske-Stiftung, München
      2015
      Deutscher Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie „Komposition Orchester"

      (Quelle: Breitkopf & Härtel)
    • Werke:

      ·Klaviersonate, 1975
      ·Streichquartett, 1975
      ·Constellation für Orchester, 1975–76
      ·Monolog für Frauenstimme und Pauken, 1977
      ·…es kamen schwarze Vögel für 5 Frauenstimmen und Schlagzeug, 1978
      ·Il était un homme rouge für 12 Stimmen, 1978
      ·Kommentar für Lauren für Sopran, 8 Bläser und Pauken, 1978
      ·Space für 4 Orchestergruppen, 1979–80
      ·Omnion für Tonband, 1980
      ·Questions I für Sopran, Bariton, Violine, Violoncello und Klavier, 1980
      ·Questions II für Sopran, Bariton, Violine, Violoncello, Piccoloflöte, Gitarre und Klavier, 1981
      ·Flux-re-Flux für Altsaxophon, 1981–83
      ·Innere Welten I für Streichtrio, 1981
      ·Innere Welten II für Streichquartett, 1981–82
      ·Arkaden für 2 Flöten und Streichquartett, 1982
      ·Intarsien I für Flöte, Violine und Klavier, 1982
      ·Decorum für Cembalo, 1982–83
      ·Intarsien II für Flöte, Violine, Cembalo und Klavier, 1982–83
      ·Intarsien III für Flöte, Violine, 2 Klaviere, 1982–83
      ·Controversia für 2 Flöten, 2 Oboen und Violine, 1983
      ·Erewhon für 14 Instrumente, 1984
      ·Klangwerfer für 12 Streicher, 1984–85
      ·New Erewhon für Ensemble, 1984–85/90
      ·Requisiten für 9 Instrumente, 1985
      ·…und wieder Dunkel I für Pauken und Klavier, 1985/90
      ·…und wieder Dunkel II für Pauken und Orgel, 1986
      ·Immer schweigender für vier Chöre, 1986
      ·Hörfenster für Franz Liszt für Klavier, 1986–87
      ·Bremer Freiheit. Singwerk auf ein Frauenleben, Oper 1987, Libretto: Thomas Körner (nach dem gleichnamigen Stück von Rainer Werner Fassbinder). UA 4. Juni 1988 München (1. Münchener Biennale; Gasteig, Carl Orff-Saal; Regie: Christian Kohlmann; Bühne und Kostüme: Birgit Angele; Ensemble Avance; Dirigent: András Hamary)
      ·Fragmente aus ‘Bremer Freiheit’ für Akkordeon, Cymbalon und Pauken, 1988
      ·Hängebrücken – Streichquartett ’an Schubert’, zwei Streichquartette, die simultan als Oktett gespielt werden können, 1989–90
      ·Jagt die Wölfe zurück für 6 Pauken, 1989–90
      ·Karawane – Reflexion über den Wanderklang für 12 Pauken, 1989–90
      ·Flöten des Lichts, ‘Flächenspiel’ für Frauenstimme, 5 Bläser und andere Instrumente ad lib., 1989–90
      ·Message (E. Ionesco), für Mezzosopran, Bariton, Sprecher und Elektronik, 1990
      ·Lichtflug für Violine, Flöte und Orchester, 1990
      ·Segmente I (für sieben Klangzentren) für Piccoloflöte, Euphonium, Kontrabass, Klavier, Cymbalom, Akkordeon und Schlagzeug, 1991–92
      ·Segmente II für Klavier und Schlagzeug, 1992
      ·Segmente III für Oboe, Kontrabass und Akkordeon, 1992
      ·Miserere für Akkordeon, 1992
      ·Klangwaben 1 für Violine, 1993
      ·WeltenEnden für 4 Blechbläser, 1993
      ·A due – Wellenstudie für 2 Klarinetten, 1993
      ·Gemälde eines Erschlagenen (J.M.R. Lenz) für 72-stimmigen Chor, 1993
      ·An die Nacht für Orchester, 1994/2001
      ·Die Wände, Oper 1993–95. Libretto: Thomas Körner (nach dem Stück Les Paravents von Jean Genet). UA 20. Mai 1995 Wien (Theater an der Wien; Regie: Hans Neuenfels; Dirigent: Ulf Schirmer)
      ·Cargo für Orchester, 1995
      ·Arena für Orchester, 1995
      ·Qui audit me für Altflöte, Viola, Gitarre und Sprecher (ad lib.), 1996
      ·Tragoedia – der unsichtbare Raum Musiktheater (ohne Stimmen) für Ensemble, Tonband und Live-Elektronik, 1996–97. Libretto: Thomas Körner. UA 1997 Bonn (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland)
      ·Wolke und Mond für Akkordeon und Violoncello, 1996/2006
      ·Avance Impulsions mécaniques für Klarinette, Euphonium, Violoncello und Klavier, 1997
      ·Und ich sah wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt… für Orgel, 1997
      ·Spin 2 für Violine und Keyboard, 1998
      ·High Way für Akkordeon und 19 Instrumente, 1998–99
      ·Klaviatur der Mythen für 6 Schlagzeuger, Streichorchester, 1999
      ·Giuseppe e Sylvia, Oper, 1999–2000. Libretto: Hans Neuenfels. UA 17. November 2000 Stuttgart (Staatsoper; Regie: Hans Neuenfels; Bühnenbild: Reinhard von der Thannen; Dirigent: Johannes Kalitzke)
      ·High Way für Akkordeon und Ensemble, 1999/2003
      ·on the other side für 3 Solisten und Orchester, 2000
      ·High Way for One für Akkordeon, 2000
      ·Traumlied für Schlagzeug, 2000
      ·Maske und Farbe für Bariton (Mezzosopran) und Klavier, 2000, Text: Michael Krüger
      ·Umsphinxt… Ein Rätsel für Raubvögel, Text nach Friedrich Nietzsches 'Die Wüste wächst' für 48stg Chor, 2000–01, Text: Friedrich Nietzsche
      ·On the other side für Klarinette, Mundharmonika, Akkordeon und Orchester, 2000–03
      ·Der gute Gott von Manhattan, Oper, 2004. Libretto: Yona Kim (nach dem Hörspiel von Ingeborg Bachmann). UA 19. Mai 2004 Schwetzingen (Rokokotheater; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Dirigent: Alexander Winterson)
      ·Lemuren und Gespenster für Sopran, Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, 2004–05
      ·like a bird Hommage à György Kurtág für Violine, 2006
      ·Flugmanöver für 2 Klarinetten und Orchester, 2006
      ·Dämonen für Chor und Orchester, 2006
      ·Snowbirds (like a bird II) Hommage à György Kurtág für Violine und Klavier, 2006
      ·Projektion – Hommage à Erich Hauser für Trompete solo, 2007, UA 24. Juni 2007, Rottweil
      ·Countdown für Countertenor und Orchester, 2007. Text: Ver du Bois
      ·Gitter für Fagott, 2008, UA München ARD-Musikwettbewerb
      ·Hybris/Niobe – Drama für Stimmen für 6 Solisten und 32stg Chor, 2008. Libretto: Yona Kim. UA 25. April 2008 Schwetzingen
      ·Efeu und Lichtfeld für Violine und Orgel, 2008, UA 14. Oktober 2008, Salzburg
      ·Die Hunde des Orion für 8 Stimmen, 2010, UA: Witten, 24. April 2010
      ·Formicarium für 36-stimmigen Chor, 2010, UA: München, 9. Juli 2010
      ·Innere Welten III für Bassettklarinette und Streichquartett 1981/2014, UA: Mannheim, 4. Oktober 2014
      ·Piktors Verwandlungen für zwei Akkordeonisten, 2014, UA: Bad Wildbad, 18. Juli 2014
      ·La Dame à la Licorne, Nr. 1 für Violine, 2014, UA: Bad Wildbad, 18. Juli 2014
      ·DEEP FIELD. Zehn KLANGbelichtungen einer METAmorphose – Ballett, 2013, UA: Düsseldorf, 23. Mai 2014
      ·Böse Geister – Oper, 2013/2014, Libretto Yoga Kim (nach dem Roman "Böse Geister" von Fjodor M. Dostojewski in der Neuübersetzung von Swetlana Geier), UA: Mannheim, 31. Mai 2014
      ·Figaros Arie – Fragmente für Koto und Akkordeon, 2016, UA: Mannheim, 16. Juli 2016
      ·EXODUS für 12 Percussionisten, 2015/2016, UA: Karlsruhe, 16. April 2016
      ·grenzWELTENzeitENDEN, 2016, WDR (Paul Hübner)
      ·Roses of Shadow – Ballett, Klangchoreographie für Sopran und 8 Instrumentalisten, 2016/2017, UA: Düsseldorf, 16. Dezember 2017
      ·APEIRON, Konzert für Violine und Streichorchester 2017/2018, UA: Stuttgart, „Sommer in Stuttgart“, 22. Juli 2018

      (Quelle: Wikipedia)
    • Bevor ich meine wenigen bisherigen Eindrücke schildere, interessiert mich:
      Wie waren eure Begegnungen mit Hölszkys Werken?
      Was spricht euch an?
      Was mißfällt euch?
      Wie charakterisiert ihr ihren Stil?

      Merci & viele Grüße,
      Sfantu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sfantu ()

    • Lieber Sfantu,
      Leider kann ich auf diesen profunden Themenstart gerade nicht angemessen reagieren, da ich unterwegs bin. Die erste Fuhre mit allerunversichtbarsten CDs, Büchern und persönlichen Sachen fliegt morgen früh mit mir in mein neues Domizil. Frau Hölszky ist mir laut Suchfunktion, sofern ich meine Gehörten immer pflichtschuldig gepostet habe, erst zweimal begegnet und ehrlich gesagt kann ich mich an diese Begegnungen kaum noch erinnern. Die CD mit dem Titel Wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt ... hat mich schon beeindruckt, aber der Wiederhörenmüssen-Faktor war dann doch nicht groß genug. Der wurde durch diesen Thread nach oben korrigiert und dem wird Rechnung getragen, wenn ich wieder im Hörmodus bin.
      Von der Waschschüssel der Hebamme bis zur Waschschüssel des Bestatters: alles Gewäsch (Ikkyu Sojun)