Robert Volkmann (1815 - 1883) - Ein Romantiker zwischen Schumann und Brahms?

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    • Robert Volkmann (1815 - 1883) - Ein Romantiker zwischen Schumann und Brahms?

      Heute möchte ich den Komponisten Robert Volkmann vorstellen. Auch er ist hier im Forum nur sehr selten zu Gast, wie ich mich überzeugen konnte. Vielleicht ändert sich das ja, wenn man ihn ein wenig bekannter hier macht. Mehr als probieren kann ich es aber auch nicht.

      Am 06.April 1815 in be Meißen geboren, verstarb 30.Oktober 1883 in Budapest , wohin es ihn 1841 verschlug. Sein Vater war Kantor, so dass er früh mit der Kirchenmusik vertraut war. Er erlernte Klavier, Orgel, Violin - und Cello, aber auch Gesangsunterricht.

      Volkmann steht zwischen Schumann und Brahms, zumindest halte ich diese Einordnung für durchaus passend, wenngleich nur vier Jahre jünger als dieser war. Weitere Einflüsse sollen Mozart, Haydn und Beethoven gewesen sein, dazu eine Prise "ungarisches Blut", durch seine lange Zeit eben dort.

      1839 erhielt er seine erste Stelle in Prag, aber nicht als ausübender Musiker, sondern als Gesangslehrer. Diese Funktion hatte er bis 1841 inne, als er nach Budapest umzog, was damals noch in die beiden Städte Buda und Pest geteilt war. Bis 1844 war er dort als Musiklehrer und Korrespondent für die Allgemeine Wiener Zeitung tätig. Dann wagte er einen Versuch als freischaffender Künstler, doch 1848 musste er erneut eine Stelle annehmen, und wurde Chordirektor und Organist im israelischen Reformtempel.


      Nach einigen harten Jahren gelang ihm mit "Klaviertrio b-moll" 1852 ein großer Erfolg. Franz Liszt und Hans von Bülow spielten das Werk oft, und machten so den Komponisten auch außerhalb Ungarns bekannt. So zog Volkmann 1854 nach Wien, in der Hoffnung, dass ihm diese große Metropole der Kunst ihm den endgültigen Durchbruch bescheren würde. Trotz der Komposition mehrerer achtbarer Werke (u.a. das Cellokonzert) konnte er sich in dieser Künstlerwelt nicht durchsetzen. Er war nur Einer untern Vielen. 1858 ging er deshalb wieder nach Budapest zurück, wo er den Rest seines Lebens verbleiben sollte.


      Immerhin hatte ihm sein Freund, der Verleger Gustav Heckenast, den Druck sämtlicher Werke angeboten, was ihm ein vom Verkauf unabhängiges Einkommen sicherte. So konnte er frei von Geldsorgen leben und arbeiten, bis der Verlag ende der 1870-er Jahre geschlossen wurde. In diese Zeit fallen auch Volkmanns größten Erfolge als Komponist.


      Anfang der 1860-er Jahre begann er in Pest Akademien abzuhalten, ab 1875 war er als Professor für Komposition an der Landesakademie in Budapest tätig. Ihr blieb er bis zu seinem Tode treu.


      Robert Volkmann komponierte doch stark Robert Schumann und Brahms angelehnt. Ich würde ihn als Verbindung von Schumann zu Brahms hin beschreiben. Er war kein Anhänger von Richard Wagner, auch nicht von Liszt beeinflusst. Das ist aber MEINE Meinung, so höre ich ihn.


      Zu seinen Werken :


      Er schrieb 2 Sinfonien ( Nr.1 op.49 , 1862/63 und Nr. 2 op.53, 1864/65 ), 3 Serenanden (1869-1870), ein Cello-Konzert (1853-1855,op.33) und ein Konzertstück C-Dur für Klavier und Orchester (1861, op.42). Des Weiteren 2 Ouvertüren und Chorwerke, aber auch viel Kammermusik. 6 Streichquartette (1847-1861) und 2 Klaviertrios (1842-1850), dazu Solowerke für Klavier.


      Quellen : Wikipedia.de , den Booklet-Text von Hilde Malcomess der JPC-Doppel-CD mit Volkmanns kompletten Orchesterwerken und ein historischer Text aus www.Deutsche- Biographie.de, der von 1896 stammt und noch in altdeutscher Sprache gehalten ist.


      Meine CD-Hinweise fallen kurz aus. Beide CDs stammen von unserem "Sponsoren-Label" CPO und sind über JPC günstig zu beziehen.











      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Mit der Serenade in F-Dur, der zweiten von seinen drei Werken mit dieser Bezeichnung, bin ich mehr oder minder zum Musikfreund geworden, nachdem ich sie als vielleicht Fünfzehnjähriger in einem Konzert auf Schloss Pommersfelden hören konnte. (Vorher war zumindest primär die Hitparade angesagt.) Erst deutlich später konnte ich die Komposition vom Rundfunk mitschneiden und obige, von Maurice André verlinkte CD besitze ich erst seit ein paar Jahren.

      Das rund viertelstündige Werk für Streicher erhebt sicher keinen besonderen Anspruch, ist aber durchwegs charakteristisch und bestens zu memorieren in seinem Gestus, in Melodik, Struktur und Rhythmik.

      Ich kann es nur empfehlen. Beste schnelle Unterhaltung! Bereits die Hörproben weisen in die gewünschte Richtung!

      Ansonsten besitze ich auch die CD mit den Cellokonzerten. Weitere Musik von Robert Volkmann dürfte mir, wenn überhaupt, nur bedingt geläufig sein. (Aber weiß man schon so genau, was man irgendwann alles zufällig mal gehört hat?)

      Danke an den Ersteller der letzten neuen Threads! :down

      :hello Wolfgang
    • Andréjo schrieb:

      Ansonsten besitze ich auch die CD mit den Cellokonzerten
      Es ist die zur Zeit einzige CD, die ALLE wichtigen Cellokonzerte der deutschen Romantik beinhaltet, wenn ich es richtig weiß. Noch dazu mit einem hervorragenden Solisten am Soloinstrument.


      Andréjo schrieb:

      Danke an den Ersteller der letzten neuen Threads!
      Wie Du vermutlich weißt, habe ich diese neuen Threads aus einem anderen Forum übernommen Sie wurden allerdings damals auch alle von mir verfasst, so dass ich niemanden beraubt habe damit. Doch da sie hier fehlen, und das "Copyright" quasi bei mir selbst liegt, sehe ich da auch keine Probleme mit.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)
    • Maurice André schrieb:

      Wie Du vermutlich weißt, habe ich diese neuen Threads aus einem anderen Forum übernommen Sie wurden allerdings damals auch alle von mir verfasst, so dass ich niemanden beraubt habe damit.
      Klaro. Letzteres wäre ja in Internetforen ein Verbrechen erster Ordnung. In Österreich noch schlimmer abgeurteilt als in Deutschland. ;)