August Halm (1869 - 1929) - Ein deutscher Romantiker - Komponisten, Theologe, Musikpädagoge und Maler

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    • August Halm (1869 - 1929) - Ein deutscher Romantiker - Komponisten, Theologe, Musikpädagoge und Maler

      Ich glaube nicht, dass hier irgend jemand wirklich den Namen schon einmal gehört hat, es sei denn, er ist noch in anderen Foren unterwegs. Daher hier mal ein paar Daten und Inforamtionen über ihn.

      August Halm wurde am 26.Oktober 1869 in Großaltdorf geboren. Den Ort dürften nur "Insider" kennen, aber das liegt ca. 10 Kilometer von Schwäbisch Hall, was sicher geläufiger sein dürfte. Er war der jüngste Sohn (die Familie hatte drei Söhne) und wurde ziemlich verwöhnt. Er galt als sehr gebildet und zeigte bereits früh seine musikalische Begabung. Diese dürfte mütterlicherseits hergekommen sein, die ihn auch am Klavier unterrichtete. Ein Verwandter von ihr stellte die damals berühmten "Kulmbach-Klaviere" her.

      Er studierte Theologie in Tübingen, und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, der ebenfalls Theologe war. Dabei stellte er fest, dass er weitaus größeres Interesse an der Musik hatte, brachte aber sein Studium der Theologie 1892 mit der Prüfung zum Theologen ab. Nach einem Jahr als Pfarrvikar wandte er sich jedoch endgültig der Musik zu. Er studierte 1893-1895 in München an der Akademie der Tonkunst bei Joseph Rheinberger Komposition und Kontrapunkt. Er empfand diese Zeit als wenig fruchtbar für ihn, was ihm der Komponist Hugo Wolf bestätigte.

      1895 - 1903 arbeitete er in Heilbronn für das Städtische Musikarchiv und als Dirigent für den Verein der "Klassischen Kirchenmusik". Er machte die Bekanntschaft mit Gustav Wyneken (1875 - 1964), einem Pädagogen, Erziehungsphilosophen und Reformer, der ihn nach Haubinga in Thüringen als Lehrer brachte. Dort kam er ans Landerzeihungsheim von Hermann Lietz. 1906 gründete er mit Wyneken und Paul Geheeb, einem wieteren Pädagogen, ein eigenes Erziehungsheim.

      1910 bis 1919 war Halm in Ulm (bis 1914 als Leiter der Liedertafel) und Stuttgart (1913/14 als Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung) und Esslingen (1914 - 1919 Leiter der Evangelischen Lehrerbildungsanstalt). Anschließend schreib er Bücher, Aufsätze und gab Vorträge oder komponierte.

      Er verstarb 1929 früh an einer Appendizitis , sprich Blinddarmentzündung.

      Sein musikalisches Vorbild war ganz kklar Anton Bruckner, aber auch Bach und Beethoven. Er schrieb mehrere wichtige Bücher über Bruckner und dessen Werke.

      Er schrieb eine "Symphonie A-Dur (etwa von 1911 bis 1925) , eine Symphonie d-moll für Streichorchester (1910), ein Konzert in c-moll für Streichorchester, drei Fugen für Streichorchester und diverse Chor - und Kammermusik.






      Leider gibt es zur Zeit keinerlei weiteren Einspielungen von ihm. Seine Sinfonie könnte aber von den Freunden der Romantik durchaus ihren Platz erhalten.
      Es ist nicht schwer zu komponieren.Aber es ist fabelhaft schwer,die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen. (Johannes Brahms)

      Der Dirigent ist ein Facharbeiter,der zwanzig Jahre Berufsausbildung benötigt. (Herbert von Karajan)